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Jüdische Wochenschau · 1961-12-01 · 1928 (1.12.1961) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1928 (1.12.1961)
Date
1961-12-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Spanish
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2 Vîwwec. «ï» UMirmbif im 1961 J #I(ISCBE W O CI £ N S C DJ V ta« XXII. K«. IMS (Schluss von Stile 1) wohl aber hat tr mH sei- «™ scharfen Geist und seinem harten Wort jene moralisch erledigt, die das Judentum auf die Ebene einer Konfession herabzerren webten und den nationalen Charakter unseres Volkes leugneten. Inzwischen haben di«- .luden begriffen, .dass ihr Leben nur ein jüdisches sein kann; sie haben sich zu sich selbst zurückgefunden. Inzwischen hat «las jüdische Volk gelerntzu sich selbst Ja zu sagen. Aus eine lethargischen Masse e-’wuchs wieder einmal die nationale Tat. Jahrhunderte hindurch waren die Juden zum Objekt des Geschehens geworden. Jetzt haben sre ibr Schicksa, in eigene Hände genommen. Auch in oieser Hinsicht ist ein Ver gleich mit dem Makkabrergesehlecht berechtigt. Irn Jahre 312 v. d. g Z. hatte sich der Aegypter Piolemäus ohne Schwertstreich der Heiligen Stadt Jerusalem bemächtigt, weil die Juden ihm an eir.em Schabbat. keinen Widerstand leisteten. Die Makkabäer, die sich inzwischen in die Wüste zurückgezogen hatten erkannten, dass diese Auslegung des Gesetzes zum Untergang des Volkes führen muss. Deswegen beschlossen sie, an eir.em j gegeben, und nicht du dem | Schabbat. Aber die Juden! in den Tagen der Makkrbä- ' er schlossen sich diesem Prinzip an und verteidigten sich, auch am Schabbat. Sie erkannten, dass ohne das Volk Israels kein jüdisches Leben bestehen wird, und dass mit dem Volke auch die Idee, der Glaube, die Mission der Juden in der Welt und das jüdische Gesetz sterben müssen. Jahrhunderte hindurch, in der Zeit der Zerstreuung und der Verfolgung, wuchsdie Grösse des Volkes aus j seinem Martyrium. „Der j Letzte der Gerechten“ war! das Symbol des Leinens. ■ Die Makkabäer aber wollten | nicht leiden um des Marty- : riums willen, sie wollten leben, damit durch ihren Kampf die Existenz des Vol- | kes. die physische, die ma-: terielle ebenso wie die gei-; stige und moralische Exi-1 stenz des Volkes gesichert j werde. Diese Idee des i Kämplens für die Zukunft! löste den Gedanken des pas- ' siven Martyriums ab. W'ie; am Ende des Kampfes der j Makkabäer die jüdische Un- I abhängigkeil damals stand. | wurde der erste Abschnitt im modernen Lebenskampf | unseres Volkes mit der I Schaffung Israels aDgeschioasen. Wenn vorn Kampf und von : Kämpfen gesprochen wird. I Sebabbat, wenn auch nicht j ist es immer notwendig und j aoz.ugreifen, so doch wenigstens steh zu verteidigen. I Diese Entscheidung bildete! eine geistige Revolution. \ Eisi. viel später stellten die > Rabbiner den Grundsatz auf: der Schabbat ist dir I! Dr. FREY ABOGADO ruEYRREDON 2190 1" il.fi. lachm. 16—19 Uhr REAL PEN’, Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 zweckmässig, sich über die Motive und Ziele dieses Rin-! gens Klarheit zu versehafi fen. Die Makkabäer kämpfi ten um die geistige und nationale Eigenexistenz des j jüdischen Volkes. Das ist.: auch der Inhalt unseres Kampfes. Der Hellenismus wollte — ähnlich dem Kommunismus. ohne diese beiden geistigen Strömungen, Kulturen und Machtsysteme miteinander zu vergleichen oder auf eine Linie bringen zu wollen —. die übrige also auch die jüdische Welt durch Auflösung in sich aufnebmen. Der Hellenismus duldete keine anderen Kulturen neben sich. Er entwikkelte universalistische Tendenzen nach, einheitlichen Normen Deswegen musste er versuchen, die jüdische Welf, zu zerstören, die sich ihm weder einnoch unterordnen wollte. Aehnliche Tendenzen machten sich in der Epoche der Aufklärung und des Liberalismus bemerkbar. Um einen Ausgleich zu finden, waren Teile der Führung zur Assimilation. zur Angleichung bereit. Dieser Weg, auf dem sich weite Teile, der europäischen Judenheit befanden, hätte zur Selbsfauflösung geführt, wenn die anderen, an die man sich angleichen wollte, dies erlaubt haben würden. Es waren die alten wie die neuen Makkabäer, die das Volk zum Selbstwewusstsein und zu den eigenen Werten aulrüttelten. Der Inhalt des alten wie des neuen Makkabäerkampfes war die Sicherung unserer jüdischen Zukunft, galt der Erhaltung der jüdischen Kultur, der Religion ¡der Gesetze) und damit der Freiheit unseres Volkes. Die moderne Freiheitsbewegung musste sich zunächst auf völlig anderen Bahnen entwickeln. denn das Volk lebte nicht mehr in seinem Lande es war verstreut, über die Länder, der Erde. Wichtige Teile dieses Volkes leugneten überhaupt den Volkscharakter der Juden, obwohl ihnen allen das gleiche Schicksal beschieden war. Erst in den Stunden höchster Not fanden viele zurück. Nicht nur deutsche Juden fühlen sich den Deutschen tieter verbunden als „fremden“ Juden. Denselben Erscheinungen sind w'ir nicht allein in westeuropäischen Ländern begegnet. Erst heute wissen wir erst, wie viele und andersartige Elemente zu diesem jüdischen Volk gehören, wie viele ..Rassen“ und Faroen, wie viele Vergangenheiten und Kulturen unser jüdisches Volk bestimmen und ausmachen, das vielleicht als einiziges Volk dieser Erde einen nationalen Universalismus und damit die echte und schönste Menschheitsidee verkörpert. Die Grundgedanken der jüdischen Ideen well blieben selbst in den — bis in unsere Zeit unbekannten — Judenheiten Chinas. Indiens, Abessiniens und des Yemen lebendig. Sie haben sie nicht immer in den gleichen Formen bewahr* und in die Gegenwart hin über gerettet. So eigenartig diese Entwicklung auf dem Gebiet des Geistigen auch sein mag. so einzigartig sie in der Gesamtgeschichte der Nationen Neue Verhaftungen in Russland New York. — DH „New York Herald Tribüne“ berichtete vor einigen Tagen, dass weitere fünf jüdische Gemeindeführer in Russland von ihren Posten al« Gemeindepräsidenten entfernt worden sind und die Synagogen in zumindest zwölf russischen Städten ge schlossen w'urder,. Die Betroffenen sind die Herren Bardoeh aus Kiew. Fried aus Minsk, Kaob au« Wilna, Jerusalimsky aus Taschkent und Zilberman aus Riga. Unter den Synagogen, die geschlossen wurden sind die Gotteshäuser in Stalino. Kaschawdurt, Kobuleti. Saratow:. Rezina. Kremensehug, Poltawa. SiliKi- Luki. Soroca. Nowgorod-Wolinski, Kalinow'itz, Tukkunr, (bei Riga i und Tschernowitz. (ITA) ist. sie zeigt auch 5r. ihrer materiellen Existenz, aut dem politischen und wirtschaftlichen Gebiet, überzeugende Parallelen: auch die Judenverfolgungen und die Ausnahmegesetze für die Juden sind bei den verschiedenen Völkern, ohne dass diese untereinander Verbindung hielten von denselben Tendenzen bestimmt. Ob w'ir unsere Blicke nach Ost- oder Westeuropa, nach dem Yemen oder dem Irak oder sonst wohin auf dem weiten Erdenrund werten, überall begegnen wir einer Ausnahmegesetzgebung. die auf der Andersartigkeit der Juden und ihrer differenter, Einstellung zu den. Problemen der Zeiten beruht. Uns Juden, wo auf der Welt auch immer wir leben, zu welchem Kulturkreis oder zu welcher Hautfarbe wir gehören, wir haben nicht nur die gleichen geistigen Vorstellungen, sondern auch dasselbe Schicksal. Diese Voraussetzungen haben den Prozess der Amalgamierung der miiu'iter recht un.erschiedlichen Elemente im neuen Israel erleichtert, ein Prozess, der ungeheure Schwierigkeiten und gewaltige Probleme mit sich bringt, und dies um so eher, weil der Existenzkampf des jungen Israel, des jungen Staates der neu- U SEMANA ISRAELITA Bisemanario — aparece ios Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Dx. H. Swwsensky Putyrrejón 2190, 1? iaq. T. X. 83-2613 * 80.6930 Abono-Preis; Argentinien: $ 75.— pro Quartal Ausland 3 450,— jährl. en Makkabäer mit aller. Zeitprobiemen belastet ish Hier können wir den erhabenen Gedanken des nationalen Universalismus nicht als ein Theorem, sonoern als die jüdische Wirklichkeit erkennen. Die Aufgeschlossenheit ces Volkes Israels zeigt sich ebenso in einem unerhört starken Nationalbewusstsein, das durch die äusseren Sehwierigketen und durch die Abwehrhaltung gegen feindliche Nsch-j barn unterstrichen wird. Gleichzeitig ist dieses klei-1 ne, sich formende und neu j gestaltende Volk von dem; Gedanken eines echten Uni-! ein Ganzes umfassen und versalismus erfüllt, schon j verstehe,: will deswegen . weil es bedin-| D^r >nationale“ Kampf Ü . u1S J .¿ü* der Makkabäer galt der Erbat. Hierfür zeugen die Stätten des geistigen Lebens das Theater, die Musik, die Bibliotheken, die Vo'kshochschulen, in denen nicht nur jüdische oder gar nur israelische Schöpfungen gebolen werden, sondern die Schätze aufgenommen und gelernt werden, die von der grossen Welt geschaffen worden sind. In diesem kulturellen Enthusiasmus Israels ist ein Lebenseiemerit. des neuen jüdischen Volkes zu erblicken, eben jene: nationale Universalismus. der vom Boden der jüdischen Nation ausgehend die Menschheit als eine Einheit, Jaime Liebling! S. A. * SPERRHOELZER K O E L Z E Dt AZ VELEZ Tel.: 88 9349. ♦ R* ♦ 5224 t 33-9305t * ► 4-4-4-4-4 4 4-4-4—■ PROPIEDADES FRAHKENBERG $ berät Sie kostenlos und ¡,? unverbindlich beim Kauf J oder Verkauf von j, i GESCHAEFTEN I; i WOHNUNGEN > HAEUSEün;; i Manuela Ptdraza 2-530 t pl. b. Op. B , * T. E. 70 7244 \ mmm :■ } SCHEKKCLEWSKI j;! V KULTUSSTICKEREIEN v ¡j Sc-habbosdecken - Tallis-Vj •I beute] - Käppchen - M.az-^ ¡« zot-Taschen - Hand- und \ | «J Maschinen.Stickerei von 5; . \ Beit- und Tischwäsche ■* 5 BEBEDERO '7*5 *, i i t. e. 73 ¡nsr. :■ \ MARTHA fl \CHAPEAUX |i i - HUTSALON i Jacobe M, LAPIDUC dipt. Meftel NEUE ADRESSE | Dr.; B. Schwanz X ZAHNARZT äESTOMBA 2283 ■ 52-8214 ■ RAYOS X PARADENTOSE i TELEF. f 4^ VORANMELDUNG J ■/.■.■.v-v-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.v!* NERVEN u. GEMÜTS- > ■■ KRANKHEITEN »“ ■: Dr. M. J. KUHN < III prov. RIVADAVIA 2625;• . Tel. 48-7524 .* 11" Mont., Mittw'och, Freitag V VIAMONTE 2037, 4o. B. | .■ 17_20 Uhr. Tel. Anmel-> 46-1716' und 48-2124 j J, düng erbeten. 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Dieses kleine Land mit seinen grossen Sorgen nat in den wenigen Jahren seiner Existenz einen kulturellen Reichtum entfaltet. der die Bewunderung aller Kreise hervorgerufen haltung des jüdischen Volkes. Er diente aber auch dem universellen Gedanken von der Reinheit, Erhabenheit und Allgemeingültigkeit des Gesetzes. Von diesen und ähnlichen Ideen wird das Leben der neuen Makkabäer bestimmt, die — auch hierin ähnlich den Makkabäern der alten Zeit — ihr nationales Leben im Zeichen miverseller Gedanken und Bestrebungen aufbauen. Das ist auch im ersten. letzten und tiefsten Grunde der Sinn des Chanukka. die Bedeutung des Lichtes, oas nicht nur uns, sondern allen Menschen auf dem Weg zum Fortschritt, zur Freiheit und zum Frieden voranleuchten möge. Dr. BERNARDO GOLDSTEIN Vertreter: CABILDO 2464 MEDICO Dr. A. SÄWGUINETTI T. E. 76-2406 Dr. AKIVA MEDRANO 1066 HOZKOWICZ T. E. 86-9646 part. 70-4484 isiiiiïsUüîïj: I VARICES-ULCERAS ¡ S DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS s un 35 1 Dr. SAUL UMAN5KY ¡ | Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 | m?6J9c2*3SfSI5IS3S5ESUSí-9f!Sr*-'f3Sí-5,5ÍBí..»M*ISZISi*BiíiSí«*á2 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría Cande 2020 76.0286 i «...-*«* ♦-** BERNARDO STERN und JEAN JELILSBERG Ausfuehrung saemtlicher MALERARBEITEN KELGUERA ISIS T. E. 58-4052 |Dr. BENJAMIN LIPNIZKYf £ ZAHNARZT S S ROENTGENSTRAHLEM - eahhzieheh - BE- S S HANDLUNG MIT GASBETAEUBONG - REGOg g LIERÜNG DER ZAHNSTELLUNG S S Spr*«bMua<t«A: Dienstag — DonnersMtg — SonoM>€*d | S B*cfa vorherig« V tr*>nt)«n«m. g SjOSE HERNANDEZ 2518 T. E T«-86T3 >mI 73-*5eo § Dr. L KLEIN Médico Magen, und Darmkrankheiten Röntgen Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—1# UBi Es wird gebeten, sich vorher telefonisch answmelden SANTA FE 1391 T. E. 44 9493 u. 44-1542

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