Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1923 (14.11.1961)
- Date
- 1961-11-14
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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g fiQ o .S _ oj fc a 2 b; « 43 £¡ja W U <y < ü FRANQUEO PAGADO Concesión 908 TARIFA REDUCIDA Concesión 1629 MANA ISRAELITA EL EJEMFLá en toda la República * 4- ■■ A3o XXII. PUEYRREDON 2100 1? iaq. T. E. 83 2613 Buenos Aires BUENOS AIRES, MARTES 14 DE NOVIEMBRE DE 1961 No. 1923 raber und Flüchtlingsproblemi k** In den dreizehn Jahren seit der Gründung des Staates -Israel ist kein Fort schritt der Einstellung der Araber zum Flüchtlingsproblem zu bemerken. Die arabischen Führer lehnen alle praktischen Vorschläge, die zur Einordnung und Ansiedlung ihrer Brüder führen könnten, ab und stellen wie. derholt die Forderung auf, dass „die Palästinaflüchtlinge auf ihrem Recht bestehen. in ihre Heimat zurückzukehren” Diese Losung hat zwei eng miteinander verknüpfte Ziele: Erstens, dieses Problem in der ganzen Welt als Anlass zu einem anti-israelischen Propagandafeldzug zu benutzen, das moralische Ansehen Israels in der Welt zu schädigen, es als einen Staat von Räubern und Mördern darzustellen und seinen politischen Status auf der internationalen Bühne zu untergraben; zweitens, internationale Anerkennung der Forderung zu erhalten, dass die Rückkehr der Flüchtlinge die einzige Lösung des Mittelostproblems ist, und im Falle, dass Israel sich weigern sollte, die an es gestellten Forderungen zu erfüllen, es der Verletzung internationalen Rechts zu beschuldigen und auf diese Weise die politische Fundierung für einen militärisch Feldzug gegen Israel vorzubereiten Falls Israel der Rückkehr der Flüchtlinge oder eines Teiles von ihnen zustimmen sollte, es von innen her zu „sprengen”. SIE WOLLEN ISRAEL VERNICHTEN Man darf nicht vergessen, dass alle arabischen Staaten — sowohl diejenigen, die eine feudal-monarchische Regierungsform haben, wie die, die unter militärischer Diktatur stehen, sowohl die „westlich orientierten” als auch die „Neutralen”, zwischen denen schwere Konflikte bestehen und die sich bemühen, sich gegenseitig zu vernichten — dass alle diese einig sind in dem tiefverwurzelten Wunsch, Israel auszurotten. „In dem Chor der Israel- Hasser fehlt auch nicht eine einzige Stimme”, sagte Präsident Nasser in einer seiner Reden in Alexandrien. „Wir alle wünschen uns eine Entscheidungsschlacht, um ein für alle Mal diesem .Israel’ genannten Krebs ein Ende zu machen.” Der Ministerpräsident von Irak unterstützte ihn in einer Rede über das Bagdader Radio: „Wir haben zwei Schritte vorwärts gemacht und sind dabei, einen dritten zu machen, der vierte wird sein, das sogenannte Israel auszurotten.” Mussa Nassir, der ehemalige Aussenminister Transjordaniens, erklärte in einer Eröffnungssitzung des transjordanischen Parlaments: „Die Ausrottung Israels ist die gemeinsame Aufgabe aller Araber.” Es gibt viele naive Menschen, die glauben, dass die demonstrative und aggressive Art dieser Erklärungen beweist, dass sie leere Drohungen sind, doch die Eingeweihten wissen, dass es keinen Grund gibt, um die von unserem Sonderkorrespondenten Ernsthaftigkeit dieser Absichten zu bezweifeln. Auf jeden Fall haben die arabischen Staaten und ihre Führer in der Vergangenheit alles getan, was in ihrer Macht steht, und tun es auch heute, um ihre bösartigen Absichten zu verwirklichen. Das Flüchtlingsproblem ist ihrer Meinung nach eins der Mittel, um diesen Zweck zu erreichen. Wenn die arabischen Staaten Israel nicht vernichten können, solange der Staat noch jung ist, wird die Flüchtlingsfrage als ein Mittel benutzt, um die politisch-psychologische Grundlage zur Vernichtung Israels zu legen. Wenn die Zeit für die „Rückkehr” gekommen sein wird, wird diese als Sprengstoff an die Fundamente des „zionistischen Staates” gelegt werden. NEGATIVE REAKTION Die arabischen Sprecher beziehen sich angeblich auf Beschlüsse der Vereinten Nationen, aber sie vergessen vollkommen einen Paragraphen, der in diesen Beschlüssen enthalten ist und der von Frieden und gutnachbarlichen Beziehungen handelt. Sie sind zu keinem Kompromiss bereit, noch irgendwelche Vorschläge zur Einordnung eines Teils der Flüchtlinge in den arabischen Staaten in Betracht zu ziehen. Jedes Gerücht über einen Vorschlag des Präsidenten der Vereinigten Staaten für eine Lösung, die nicht automatisch die Rückkehr der Flüchtlinge nach Israel einschliesst, ruft Wutausbrüche und eine nagitve Reaktion hervor. Alle arabischen Führer haben eine extrem, unnachgiebige und wütend anti-israelische Einstellung gemeinsam. Dem Schicksal der Flüchtlinge gegenüber sind sie vollkommen indifferent. Sie stellen nur eine einzige Forderung — die Repatriierung der Flüchtlinge nach Israel! Und das nicht etwa als eine Bedingung für die Unterzeichnung eines Friedensvertrages, oder mit Uebernahme der Verpflichtung, dass die Rückkehrer loyale Bürger Israels sein werden. Manchmal hinter einem Wortschwall verborgen, doch oft ohne jeden Versuch der Verschleierung, enthüllen sie ihre wahren Absichten und erklären offen, dass die Rückkehr der Flüchtlinge die Umwandlung Palästinas in einen arabischen Staat mit einer geduldeten jüdischen Minderheit bedeutet. Schon im Jahre 1949 erklärte Mohammed Salah Ed-Din, damals ägyptischer Aussenminister, dass die Araber mit ihrer Forderung der Rückkehr der Flüchtlinge nach Palästina im Sinne haben, dass sie als Herren des Landes und nicht als Sklaven zurückkehren werj den. „Um es klar auszu-1 drücken”, sagte er „beabsichtigen sie die Vernichtung des Staates Israel.” VERTREIBUNG DER JUDEN Nichts hat sich an dem Ton geändert, in dem diese Forderung gestellt wird, noch haben die Araber einen konstruktiven Vorschlag gemacht oder einen Funken von gutem Willen gezeigt. Im Gegenteil, die arabische Einstellung wird im Laufe der Zeit immer unversöhnlicher und unnachgiebiger. Ahmed Shukairy, der Vertreter Saudi Arabiens bei den Vereinten Nationen, ging so weit, dem Politischen Ausschuss der Vereinten Nationen einen Plan zur Vertreibung der Juden aus Israel und ihrer Rückkehr in ihre Herkunftsländer zu unterbreiten. Diese Helden des Warschauer Ghetto Paris. — Eine Gedenkstätte für die heldenmütigen Verteidiger des Warschauer Ghetto wurde vor dem Mahnmal für den Unbekannten jüdischen Märtyrer offiziell in Paris eingeweiht. Das Monument enthält eine Reihe von Bildern, Dokumenten und Reliquien, die zum Teil vom Institut für jüdische Geschichte in Warschau und den jüdischen Gemeinden anderer Länder hinter dem Eisernen Vorhang, zum Teil von Jad Waschern und dem Kibbuz der Ghettokämpfer, Lochanvei Ha getaut, zur Verfügung gestellt wurden. Die Ausstellung ist vom Zentrum zeitgenössischer jüdischer Dokumetensammlungen mit Unterstützung der Konferenz für materielle jüdische Ansprüche an Deutschland organisiert worden. Im Namen des französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle ergriff der französische Minister für Veteranen-Fragen, Triboulet, das Wort bei der Eröffnungsfeier. Andere Redner waren Walter Eytan, Israels Botschafter in Frankreich, der polnische Botschafter Jan Druto, verschiedene andere Diplomaten und jüdische Gemeindeführer, einschliesslich aus kommunistischen Ländern. Unter den Letzteren befanden sich Endre Sos, der Präsident des Nationalverbandes der ungarischen Juden, der Oberabbiner Ungarns Imre Bemaschofstoy, der rumänische Oberrabbiner Moses Rosen und Ben Zion Levi und David Levi aus Jugoslawien. Tiefe Enttäuschung verursachte der Umstand, dass eine Reihe von Bildern, die die Sowjetunion zu übersenden versprochen hatte, aus nicht angegebenen Gründen nicht eingetroffen sind. Die sowjetische Delegation, an deren Spitze ein Herr Dragunsky stehen sollt«, erschien gleichfalls nicht zu der Veranstaltung. (ITA) arabische Abart des Naziplans basiert auf fünf Punkten: 1. Rückkehr der arabischen Flüchtlinge; 2. Been-! digung der jüdischen Ein-j Wanderung; 3. Ungesetzlichkeitserklärung der zionisti-! sehen Bewegung in der gan- I zen Welt; 4. Verbot aller zionistischen Sammelaktioj nen; 5. Errichtnug eines 1 Amtes der Vereinten Nationen, das die Rückkehr der Juden Israels in ihre Herkunftsländer organisieren soll. Aus den folgenden arabischen Meinungsäusserungen kann man auf die wirklichen Absichten, die hinter der Forderung nach der Rückkehr der Flüchtlinge verborgen sind, schliessen. Das Kairoer Radio verkündete am 26. 6. 61: „Die zionistichen Führer erklären, dass die arabischen Flüchtlinge nicht zurückkehren sollen. Die verdrehte Logik dieser Diebe und Piraten ist zionistische Logik. Aber die ewige Wahrheit ist, dass die Flüchtlinge nicht unter dem Schutz der israelischen Räuberbande zuückkehren werden, sondern dass sie in einen befreiten arabischen Staat heimkehren müssen, dessen Boden auch nicht ein einziger Zionist betreten wird | und über dem nur das ara-: bische Banner wehen wird.” j Am nächsten Tage schrieb ■ Al Ghomhuriyan, das als ( das Hauptorgan der Nasser-Regierung in Kairo gilt: „Die Flüchtlinge werden nicht heimkehren, so lange das Banner Israels über dem Boden Palästinas weht. Sie werden nur zurückkommen, wenn das Banner Palästinas über einem arabischen Palästina gehisst sein wird.” ARABISCHE MEINUNGS- AEUSSERUNGEN Am 14. Mai 1961 schrieb dieselbe Zeitung klar und deutlich, dass die Rückkehr der Flüchtlinge nur auf den Ruinen des Staates Israel stattfinden würde. „Die Lösung des Problems schliesst die Rückgabe Palästinas, und zwar des ganzen Landes Palästina ein. Wir werden uns auf keine Verhandlungen einlassen, noch werden wir auf einen Zoll Bodens verzichten. Wir wollen nicht zurückkehren, so lange die Flagge Israels auch nur über einem Quadratkilometer unseres Landes weht. Wir wollen in Ehren zurückkehren, wir haben kein Verlangen nach einer Rückkehr, die uns zu Bürgern des Staates Israel macht... Wir werden uns auf keine Verhandlungen einlassen, noch auf einen Waffenstillstand oder auf Erklärungen des Inhalts, dass wenn Israel den Arabern Zugeständnisse betreffs der Grenzen machen würde oder wenn es ihnen gestattet Würde, nach Palästina zurückzukehren, wir bereit sein werden, mit Israel zu verhandeln und einen Friedens vertrag mit ihm zu unterzeichnen. Tausend Mal nein, bis jedes Sandkorn Palästinas wieder in unseren Händen sein und bis die sehmuinige blauweisse Fabu «, die den Namen Israels Auf der Landwirtschaftlichen Ausstellung kann jeder ei Kamel mieten. Ausserdem führen Beduinen zur Freude der jugendlichen Besucher eine ganze Karawane vor. Nach Transjcrdasiien eingeladen London. — Dr. Hjalmar Schacht, der frühere Reichsbankpräsident, ist von der transjordanischen Regierung zu Beratungen über den nächsten Fünf jahresplan nach Transjordanien eingeladen worden. (AWZ) trägt, von diesem reinen Boden verschwunden sein wird.” Es ist offensichtlich, dass die Araber keinerlei Absicht haben, das Flüchtlingsproblem zu lösen; sie sind nicht bereit, Pläne durchzuführen, die es den Flüchtlingen ermöglichen würden, sich in produktivei’ Weise in der Wirtschaft einzuerdnen; es besteht nicht einmal der Wunsch, dass „sie iu ihre früheren Wohnungen” in Israel zurückkehren sollen. Das Wirkliche Ziel ist, die Vernichtung Israels herbeizuführen und auf seinen Ruinen „die Fahne Palästinas” zu hissen. Wenn dieses Problem die Zerstörung beschleunigt, umso besser. Wenn das Anfachen des Hasses gegen Israel, gegen den Hintergrund der Flüchtlingslager, bei Ländern Erfolg haben sollte, die für ihre Antipathie gegen Israel bekannt sind, oder bei jungen Staaten, die keine Kenntnis des Problems haben, umso besser. Und wenn Israel unter internationalem Druck -gezwungen werden sollte, die Flüchtlinge aufzunehmen oder einen wesentlichen Teil von ihnen, so wird man es den Rückkehrern überlassen, ihre destruktive Mission zu erfüllen. Stauerrecht-Tagung Jerusalem. — Der 15. Kongress der Internationalen Vereinigung für Steuerrecht wurde vor kurzem in der Jerusalemer Universität eröffnet. An dem Kongress nahmen über 250 Delegierte aus 20 Ländern teil. Die grössten Delegationen ausser Israel kamen aus der Bundesrepublik. Frankreich und den Niederlanden. An aussereuropäisehen Ländern waren auf dem Kongress ausser Israel die USA, Kanada, Argentinien und Japan vertreten. (AWZ) Jüdisches Eigentum konfisziert London. — Die Mehrzahl der 171 Namen von Grundeigentümern in Aegypten, deren Besitz nach einer jetzt veröffentlichten Liste beschlagnahmt wird, sind Juden, wie aus Kairo verlautete. Insgesamt sind im letzten Monat von dieser Massnahme 593 Personen, hauptsächlich Juden, betroffen worden. (ITA) Leo Baeck-Strasse Berlin. — Eine Strasse Westberlins wurde nach Dr. Leo Baeck, dem ehemaligen Oberrabbiner von Berlin, der 1956 in London verstarb, benannt. Der Feierlichkeit wohnten Dr. Heinz Galinski, Präsident der berliner Jüdischen Geireiftde, Intendant H. Zehlendorf und zahlreiche andere Persönlichkeiten bei. — (ITA) Registro d« 1« Pr«» i e i a d Intelectual BF«. «S6.MS Impreso eu U Imprenta POLIGLOTA — Rivadaria 8H