Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1922 (8.11.1961)
- Date
- 1961-11-08
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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[lilt and KUNST M m VERGESSEN? Henriette Fürth .f*"»** Notix» VonöU, BRAIN nf^r. besiKt „;;-¿í «•»Ä '»S*í-®ach» Sudie”^ Z ’ ,veröaut, €n’ selbständig werden kann — Julie die Gattin des Vaters Ottos wurde, als die Mutter gestorben war. Rabbiner Dr. Heinemann Vogelstein (Stettin) gehörte seinerzeit zu den rührenden -Rabbinern liberaler Richtung. Von ihm stammt, das iger Kriegsfr Reform-Gebetbuch, welches ‘ Jn \ordfranlrer Mitwelt giD| verloren, zu Grossen gezahlt worden das Schicksal i seinen Lebenschnitten. ,uli« '’»gelstein, e™ d»r ..Sach- Schriften eines ’ten? _ wer!?s, der erfährt »heraus feinsiniefen Vorwort ‘¡•gesetzt ist und 'esen: „Als die > und im letzten ihre Freundin uiter bestimm.?r sich mir mit rauen.” Und in "7»rk lesen wir : Julie Bruangab ihn (den id Otto Brauns 1 kurz nach Enten Weltkriegs azu die Anmerite 117: „Julie .stein, geb. 1883, Rabbiners Votettin) Schrieb iisischer Buch, .üeber das Re- Griechen''. Lebt i Amerika", — iben kann hinzuen, dass - wie ms dem Doppelen geschlossen hi. a. auch in einer Reihe westfälischer Gemeinden gebraucht wurde. Als Gegner der zionistischen Bewegung zählte er zu den „Protesth seinem ersten rrschien er Jom i Gottesdienst in oge Hollywoods, disehem Gesetz iltig sind, so bat Recht diesen hardts als «inP :um Judentum ils er im Herbst wurde er au! en Friedhof in beigesetzt, die :iner Asd>e soii i einem Bank- ■rfügung seiner . Thimigaufbe-;n sein und nie- "ob man ihm an ireslag id keine Mess“ Max Reinhardts en Anteil an den »en zu den Fest Salzburg, »'« s Vaters antntt edermann ’ smnszemert. Rein' Stadt Salzburg das Schloss geschenkt. chira ,te, wo K-in len *ite‘ nicht spredj kenne , Befragtoh - r Nawe nt was sag®-an.' Auskunft, ertc1' h ^Lstspich!r}etSchicks»1 * tote G-ossfs :htiuf ¿r fair- J »uraUS „rnn^: und P rabbinern”, die 1897 gegen den geplanten Zionistenkongress auftraten. Sein Sohn Hermann ging in den Spuren des Vaters. Er war liberaler Rabbiner in Breslau Gegner der nationalen Bewegung und trat in der „Vereinigung der nationalen Bewegung für das liberale Judentum” oft hervor. Er isc zu Beginn des Naziregimes nach der. Vereinig ten Staaten ausgewandert wo einer seiner Brüder Ludwig Vogelstein, seine Metallhandelsfirma zu einem bedeutenden Unternehmen entwickelte, nachdem er in der Firma Aron Hirsch und Sohn in Halbcrstadt tätig gewesen xvar. Was Vater und Bruder in Deutschland auf religiösem Gebiet anstrebten, das förderte auch er in den Vereinigten Staaten. Ein dritter Sohn Dr. Heinemann Vogelsteins war wohl auch der Nationalökonom Dr. Theodor Vogelstein, der 1957 in Paris gestorben ist. Emmy Vogelsfein, die Gattin Dr. Heine- . mann Vogelsteins, sowie deren Tochter Rosa gehörten zu den besonders nachhaltig wirkenden Kräften in der Frauenbewegung Deutschlands. Doch kehren wir nochmals zu Julie Vogelstein zurück. Sie muss eine ungewöhnlich geistvolle, menschlich edle Persönlichkeit gewesen sein. Der junge Otto Braun brachte ih unbegrenztes Vertrauen entgegen. Davon zeugt eine Tagebucheintragung vom 9. 8. 1916 „E n einziger herrlicher Trost ist Julie; in ihrem letzten, dem Testament beiliegenden Brief sagt Mama es mir dieser ihrer einzigen liebsten Freundin solle ich immer ganz vertrauen.” Lily Braun, Ottos Mutter, stano dank ihrer rednerischen und schriftstellerischen Begabung vor einem halben Jahrhundert mit an erster Stelle der politisch, und dichterisch tätigen Frauen. Ihre Bücher „Die Frauenfrage”, „Aus Goethes Freundeskreisen”, „Memoiren einer Sozialistin” und vor allem „Im Schatten der Titanen” fanden eine grosse Lesersehaft. Sie war. entgegen einer weitverbreiteten Meinung, keine Jüdin. Ihr Vater war der General Hans von Kretschman; ihre Grossmutter war lenny von Gustedt, eine ratiirliche Tochter des Königs Jerome Bcnaparte von Westfalen, deren Leben in dem zuletzt genannten Buch geschildert wird. Sie war schon Sozialistin, als sie 1896 Dr. Heinrich Braun heiratete. In ihrem Heim in Berlin-Zehlendorf trafen sich vor allem jene Sozialisten, welche die Gewinnung und Beeinflussung der deutschen Intelligenz anstrebten. Diesem Ziel diente auch die Zeitschrift: „Die neue Gesellschaft”, die Lily mit ihrem Gatten gemeinsam herausgab, die sich aber nicht lan ge hielt, da die Mehrheit der sozialdemokratischen Partei ihre Auffassung nicht teilte. Heinrich Braun wurde 1854 als Sohn eines Industriellen geboren (nach Blockhaus in Budapest, nach Kaznelson in Wien). Nach eingehendem Studium der Werke Lorenz von Steins und Karl Marx’ entschied er sich für den Sozialismus, gleich seinem Bruder Dr. Adolf Braun, dem späteren Reichstags - Abgeordneten, und seiner Schwester Emma, die den österreichischen sozialistischen Parteiführer Dr. Victor Adler, einen Nichtjuden, heiratete (Dessen Sohn Friedrich erschoss den österreichischen Ministerpräsidenten Graf von Stiirgkh im Jahre 1916). Da Heinrich Braun nicht mit der Uebertragung einer akademischen Lehrtätigkeit rechnen konnte, widmete er sich der freien SchriftsleUerei. Er war beteilig* an der Herausgabe der sozialdemokratischen „Neuen Zeit ’ Seine wichtigste Leistung aber wurde die Schaffung des „Archivs für soziale Gesetzgebung und Statistik”. Bald nach Ausrufung der Weimarer Republik bot man ihm eine Professur in Berlin an. Er schlug das Angebot aus und bMeb unabhängiger Politiker und Wissenschaftler. Heinrich Braun war Jude, erklärte sich indes gleich seinem Bruder stets als Dissident; zum Taufbekken ist er nicht geschritten, wenn auch in seinem Familienkreis die christlichen Feste gefeiert, wurden. Otto Braun war also Halbjude, und es ist immerhin auffällig, dass dieser Jüngling mit dem hellen Blick auf alle Gebiete des Geisteslebens, auch auf das der religiösen Wrelt, in se,nen Aufzeichnungen kein W’ort, über seine Herkunft von einem jüdischen Vater, den er gleich seiner christlichen Mutter innigst verehrte, sag ron Dr. E. G. LOWENTH AL Trauernachricht aus New York Mit dem Ableben von Dr. Julius Wigert, frühci Anwalt am Kammergericht. Berlin und an der Emigration Attor: « ’ of Law, hat die American Association of Former European Jurists eines ihrer prominentesten Mitglieder verloren. Er widmete einen grossen Teil seiner Arbeitskraft den Hitleropfern und hat seinen ganzen Einfluss auf eine günstige Gestaltung des Bundesentschädigungsgesetzes für die aus der Ostzone ausgewanderten Verfolgten eingesetzt. zu ihrem Siebzigsten, am 35. August. 1931, war Henriette Fürth mit. der Frankfurter Ehrenplakette ausgezeichnet worden. Henriette Fürth hat einst in Frankfurt ihre Memoiren diktiert. Eines von fünf Exemplaren dieser Erinnerungen ist. erhalten geblieben, in Israel. Das ist erfreulich; denn so wird die Nachwelt. möglicherweise eines Tages mehr über die Persönlichkeit und die Lebensarbeit dieser jüdischen Frau erfahren. Als sie, J7jährig am 1. Juni 1938 in Bad Ems starb, dürfte die deutsche Oeifentliehkeit von Henriette Fiuths Ableben so gut wie nichts gehört haben. Und selbst die jüdische Presse in Deutschland hatte sich bei der Würdigung der Verdienste der Verstorbenen ^im das Allgemeinwohl Beschränkungen aufzuerlegen. Die zeitgenössische deutsche Fachliteratur hat Henriette Fürth jedoch nicht vergessen. Beispiele dafür sind Marie Juchacz’ Buch „Sie lebten für eine andere Welt” (Verlag J.H.W. Dietz, Berlin-Hannover 1955), eine Sammlung von Kurzbiographien von Frauen, die in der sozialistischen Bewegung führend tätig waren, und das von Franz Oster>oth I960 herausgegebene „Biographische Lexikon des Sozialismus” gleichfalls bei DietzL in dem ausser einem (nicht in allen Teilen exakten» stichwortartigen Abriss des Wirkens ein ausgezeichnetes Bild von Henriette Fiirth veröffentlicht ist. Als Tochter von Siegmund Katzenslein und seiner Frau Sophie gsb. Loeb am 15 August 1861 in Giessen geboren, besuchte Henriette dort die Schule und ging 1885 in das benachbarte Frankfurt, eigentlich um dort da$ Lehrerinnenseminar zu besuchen; denn sie schien pädagogische Fähigkeiten zu haben. Als 19-Jährige heiratete sie den ihr geistesverwandten Wilhelm Fürth, und gründete mit ihm eine grosse Familie. Schon seil den frühen 90?r Jahren nahm sie am jüdischen Geben teil, vor allem an den Bestrebungen des „Central-Vereins”. Ihre vielseitige soziale Tätigkeit gehörte indes im wesentlichen der grösseren Allgemeinheit Im Vordergrund standen die Bemühungen, die um die Verwirklichung des Mutterschutzes zentriert waren und seliliesslich ihren Niederschlag in gesetz. liehen Bestimmungen zum Schutz erwerbstätiger Mütter fanden. Henriette Fürth gehörte zu den Gründern dieser Bewegung, auch zu den massgebenden Mitarbeiterinnen der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten. Nach dem Ersten Weltkrieg, von 1919 bis 1924, war sie sozialdemokratisches Mitglied des frankfurter Stadtparlaments. Zeitweilig war sie Mitglied des Kuratoriums und des Grossen Rats der Universität Frankfurt, Mitarbeiterin des frankfurter Instituts für Gemeinwohl, der Volkshochschule und der Arbeiterwohlfdhrt. Unter dem Pseudonym G Stein hat Henriette Fürth Gedichte und Novellen publizier t, bekannter ist sie Israel - Marken und Marken aller Laender — TSeuigkeiten — “Temdticos’* m groesster Auswahl: u. a. VIERERBLOCKS — MARKEN MIT PLATTEN- NUMMERN — MARKEN MIT BAND — KOMPLETTE BOGEN (planchail — VOLLSTAENDIGE SAMMLUNGEN — WERTVOLLE AUSGABEN — ERSTE SERIE VORHANDEN — VERTRAUENSWUERDIGE BERATUNG jedoch als Verfasserin einer beträchtlichen Zahl wissenschaftlicher Aufsätze und Darstellungen geworden, die seit der Jahrhundertwende erschienen sind. Solche Arbeiten beschäftigen sich nicht nur mit Fragen der Arbeitsbedingungen von Frauen und werdenden Müttern, mit. Mutterschutz und Mutterschafts - Versicherung, obwohl die hauptsächliche Monographie aus ih er Feder ein Buch über di-e Mutterschafts - Versicherung (Verlag Gustav Fischer, Jena 1911) ist. Das Schrifttum Henriette Fürths greift weiter. 1898 begann sie mit. einer Abhandlung über „Das Ziehkinderwesen in Frankfurt und Umgebung”. 1903 folgten „Neuere Beiträge zur Kinderarbeit”, „Geschlechtliche Aufklärung in Schule und Haus” und die „Soziale und wiitschaftiiche Bedeutung des KaWirumnsstandes”. Später schrieb sie u a. über Wobnbedarf und Kinderzahl, über die „Haus- Solomon Glroci •verschieden. Der ehemalige Chefredakteur d-s „Jewish Dadv” in New York. Salomon Ginget, ist im A-ter von 74 Jalncn verschieden. WeKkonfe-renz im Technion Am Technion 5n Haifa wild im Frühjahr 19C2 eine Weltkonfercnz für Ibeoreüfrau” (1913), über „Kulturkleale und Frauentum” 0906), dt? Beruiswabi der Müdc-ben (1908), die „Freisinndenkunst” Oßi 1), über Lebenshaltung und Haushalt, die „Regelung der Nachkommenschaft als eugenisches Problem” (1929) — dies nur ein paar Eeisgie.. le für die Vielseitigkeit, jhre-.- Interessen. ln dem Bewusstsein der Treue zum eigenen Ich hat Hemiett’e Fürth, so will es scheinenihre soziale A rbeit empfunden und geleistet, durch-die sie die Aufmerksamkeit auf manche sozialen Misstände gelenkt hat. sehe und angewandte Mechanik dm chgefönr! wo.- den, für die bereits Wissenschaftler aus vielen L ndem ihre Mitwirkung zu gesagt, haben. GegenfeJiQe FcKdemng Die Stadtverwaltungen von Eat Jam und Livorno (Italien) haben ein Abkommen getroffen, sich gegenseitig zu fördern. Dieses Jahr hat Bat, Jam eine Aussteilung von 100 Gemälden zeitgenössischer italienischer Male,- mit. Hilfe von Livorno veranstalten können; im kommenden Jahr soll in Livorno eine Ausstellung israelischer Künstler stalifinrien Pre-jr. William Rose s, Ä. In London starb der Germanist Professor William Rose im 67 Altersjabr. De * aus Birmingham stammende- Gelehrte wirkt.? am King’s College, ar der London School cf Economies und an der Londoner Universität. Er war ein feinsinniger Gce'-hef ersehe: und hat auch ein Heinebuth publiziert. ALFONSO MORITZSON Guanacachc 2351, dep. 2 etq. CABILDO HEBREO SIN MAESTRO por AHARÖN ROSÉN tíscenrión-subida a-ii-á n,l727 t * .280 cuento (m.sj tn :>a-per 1Q0/J .2 81 caigo un.s.) no-fei *?D13 .287 camino (el) ite-rej 7173. .282 mai. malo me alegro ím.s.) HDtZ? .283 277 .288 sa-mé-aj canto (m.s.) — ** T *127 .284 un poco .289 shar k'tzat verdad DDX .285 >a ra hi\h-vi] *7*3^73 .290 e-niet en verdad (b‘e-met) riDX3 jmsn 3333 arynn- T VV “ T : “ enn1? J T * T V •“'¡TS pi .nisn x*7 D^-nn - «nitfp nsi? onn1? nis*727n rr*72? *73 ‘,~mN ^nn ,*73x x*7 xvn ,nnn 7» htt & TTSI D“D27D HÖ3- * T * T : T - 33 DipQ îriV’ÎÔ ...naa*? 33*73 Dij?0 & DXH — 3HX 27013 *7^3(273 DJ TV - : *? .,.3333 **3*73 ,*rnx - inix ,?jnix .nriix —il7‘13t^3 ,^V,3t?3 ,sV2^3 *n^32?3 ,*^3t?3 ,’’,?"3^3 ,^xx D'D1 jtde;?n ,rv^n nsrx- •T- T »T T*T •’flttüs X7 ,nn .D^itfrra Trn x7-- * - T * * * T S73ÎZT3X31? *’235701 TnV’X*? J1ÖX3 TnVX' - nyoan bv nso DK n3nix ■’2X ÎÛttfyïJ1?# .nTX dn rünix ’jx ,3jjri .Otf ■’ÎT’H X'*7 T)$tt T * * T nx DJÏÏ? ,*7XD HDtZ? *3X - tn'Tx Dxi 3J3n nx nanix -ax ,0(27*7 ’*7Ç? n^oan »n^X *757 inx *73*7 7DDD ” - TV T : -; .3Jjn *72? *itñ *72? 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