Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1922 (8.11.1961)
- Date
- 1961-11-08
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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2 — Miñ'fdfí, ÿ «)«: Mcivknilire df WI JÜDISCHE WOCHENSCHAU AB* XXII. — N«. 1922 ® « « Schluss von Seite 1) Welt, gehörenden Ländern Kredite cinräumt oder Entwicklungsprojekte durchfuhrt oder Waffen liefe; t? — Hierfür gibt es doch eine ganze Reihe von Beispielen, ohne dass von denselben amerikanischen Kreisen irgendein Einwand e. hoben wurde. Haben sie diesen Landern Protestnoten geschickt, dass sie aui diese Weise die westliche Front brachen ode, ersehiitteilen? Oder haben diese Feiiokummagnaten gar eine doppelte Mor..l? ... Das nächste Argument der amerikanischen Fetroleum gesellsct ait wirkt noch überzeugender gegen sie: „Da~ sowjetische Eindringen in die ausländischen Märkte fuhrt zu Verkaufsverlusten der mittelöstlichen Oelproduzenten und anderen, und drückt auf alle Preise am Weltmarkt”. Man muss zug-eben, dass hier die Motive der nordame-ikanischen Petroleumgesellschafi ganz klar ausgedrückt w'orden sind. Wir wissen also, worum es hierbei geht. Die arabischen Feiroleumländer sollen keine Verluste erleiden, denn das würde, wie es weiter heisst, wieder dazu führen, dass diese Länder neue Anforderungen an die USA stellen. Um diese Kette von Erpressungen zu vermeiden, soll das russische Petroleum nicht gekauft werden. Gewiss wäre es falsch, von allen Völkern zu veHangen, ie sollten die weltpolitischen Probleme unter dem Aspekt israelischer Notwendigkeiten betrachten. Ebensoweniger aber kann man von Israel fordern, es solle seine Haltung und Meinung zu Fragen der internationalen Politik von den Bedürfnissen der amerikanischen Peiroleumgesellschalt-en abhängig machen. Auf diese Weise würde Jsj ael diejenigen Länder fördern, die sich geschworen haben. Israel von der Landkarte zu löschen. Zu welch Blut wert; Dr. F ABOGADO PUEYRREDON 2190 i9 iza nachm. 16—19 Uhr 16 S. A.; SPERRHOELZER H O E L Z E R' DIAZ VELEZ 5224; Tel.: S9-S349. 33-9305; Füllhalter j REPARATUREN 4 Spezialgeschäft « CORRIENTES 569 « T. E. 49-5850 í DIPL. OPTIKER j uck siebt slcs-en Forderungen auch gegenüber Israel die amerikanische Petroleumindustrie ähig ist, bat sich in den Zeiten des verstorbenen Staatssekretärs Dulles gezeigt, der ein Exponent dieser- Kreise gewesen ist. Die freien Volker sind keiner wegs al e mit der Haltung der arabischen Länder in d-er Israel-Frage einverstanden. Aber sie w>erden hier unter Aufzeigung der russischen Expansionsbestrebungeri dazu aufgefordert, einer Politik zu folgen, die eine Schwächung der israelischen Position zur Folge haben muss, einfach schon deshalb, weil jede Stärkung der arabischen Länder diese Wirkung nach sich zieht. Wir wollen nicht auf die Behauptung näher eingehen, dass die amerikanische Gesellschaft das Sinken der Fieise und die möglichen Verluste der mittelösllichen Oeiproduzenten tatsächlich stärk bedauern würde. Denn in Wirklichkeit sind es die Amerikaner — und die Engländer —, die das arabische Petroleum ausbeuten und verkaufen, wolür sie phantastische Summen zahlen. Man erinnere sich nur an das Einkommen des Scheichs von Kuweit oder des sauditischen Königs, der für die Verpachtung der Oelkonzessionen märchenhafte Beträge erhält, weil eben jeder T.opfen Petroleum einen Tropfen Blut wert ist und erst recht jeden Preis in Dollar .. Es wäre welterschütternd, wenn die arabischen Konzessionsgeber ein paar Millionen Dollar weniger verdienen würden .. Wozu wird dieser ungeheuerliche Reichtum der Araber von diesen benutzt? — Diese Länder erhalten — vielleicht abgesehen von dem kleinen Kuweit — weitere ungeheuerliche Summen zur La. dentwic' 'ung und Landerschliessung. Dass auf diesem Gebiet äusserst wenig getan wird, ist bekannt, ohne dass die Geldgeber, mögen sie nun Russen oder Amerikaner sein, auch nur danach fragen, aus weichen Gründen die für ’« } mnti m. plaksin :: $ %? Eetpsrí 2719 \ > T. E. 76-6784 u. 7C-2S12 Í if 9 --- ---- . bestimmte Zwecke gegebenen Gelder nicht auch für diese Aufgaben Verwendung finden. Ja, das ist eben die ,hoht Politik’, wie sie von den Weltmächten betrieben wird. Wenn man diese Art. Politik mit internationaler Konuption bezeichnen wollte, wäie man des internationalen Widerspruches gewiss. Die Politik der nordamei ikanischen Pelroleumgei Seilschaft, wie sie sich aus j -dem jüngsten Communiqué j manifestiert, ist letztlich die. j alte Politik des Statedepartj ment. Trotz der Begünsti- ' gang des arabischen P-stroj leurns ist in der Aera Dulles die Sowjetunion in den mitlelö-stlicben Raum politisch, j diplomatisch, wirtschaftlich * und ideologisch eingedrun- | gen. Noch niemals hat die i westliche Politik gerade in! diesem internationalen 1 Raum derartige Schlappen etlitten wie in der Zeit, als . diese Grundsätze von einer; amerikanischen Regierung mit Konsequenz verfolgt worden sind. Obwohl die Amerikaner die arabischen — lies die amerikanisch-arabischen — Oelpreise gegen ein russisches Dumping verteidigt haben, waren es die gleichen Araber, die den Russen das Tor in den Mittleren Osten aufstiessen. Um ihre arabischen „Freunde” nicht ganz zu verlieren, machten die Amerikaner beide Augen zu, hielten aber das Petroleum mit beiden Händen fest. Sie waren sogar bereit, die durch das Dumping fallenden Preise dadurch auszugleichen, dass sie einfach die Differenz zwischen dem gesunkenen und dem alten Preis zuleglen. Die Methode des Dumping ist im internationalen Handel und in Oer internationalen Politik keineswegs neu. Normalerweise wehren sich Länder gegen einen Dumping, d. h. gegen den Versuch, Waren zu besonders billigen Preisen, die oft unter den Herstellungskosten liegen, indem Dumping- Zölle erhoben werden, also die Auslandspreise auf diese Weise erhöbt werden. Es gäbe auch die Möglichkeit, die Preise der eigenen Pro dukle, des' arabischen Petroleums, zu senken. Hieran sind aber die Petroleumproduzenten nicht interessiert. Folglich drücken plötzlich nicht nur die Russen auf die Weltmarktpreise für das Petroleum, sondern auch die Araber benutzen die russische Konkurrenz, rCUWI. iT!; Jaccbo H. LAPEDUS \ '? dipl. Mohel ‘ü > > > TUCUMAN 2396. 4’ J *' % T. E.: 48 2124 J. 5 MARTHA \ iCHAPEAUX HUTSALON I; Jetzt in j BELG RANO'; > MOLDES 2561 Í T E. 73 9229 * 93-9155 > ■¡J .■.w-r-rAv.w-v.w1 PROPIEDADES Í FRANKENBERG J i berät Sie kostenlos und J unverbindlich beim Kauf. ' oder Verkauf von *, GESCHAEFTEN } WOHNUNGEN HAEUSERN Manuela Pedraza 2530 ¡ pl. b. Dp. ß >; T. E. 70-7244; J%ftft^WJVJVVUWUW. ZAHNARZT : ESTOMBA 2283 52-S214 RAYOS X : PARADENTOSE; TELEF. VORANMELDUNG Jeiusalem. — Sondergottesdienste wurden in der Nacht vom 31. Oktober auf dem Zionsberg abgebalten. um dieses Datums vom Jahre 1943 zu gedenken, an dem der König von Dänemark und sein Volk die Juden ihres Landes retteten, welche von der Depor tation durch dir Nazis bedroht waren. Unter Führung seines Königs unternahm das dänische Volk eine giossangelegte Rettungsaktion, als bekannt wurde, dass die deutschen Heenesbehörden den Abtransport der Juden planten. In der Nacht mobilisierten die Dänen Flotillen von Schiffen und Motorbooten und brachten die Juden in das neutrale Schweden. Durch diese Operation konnte fast die gesamte jüdische Bevölkerung Dänemarks gerettet werden. (ITA) um auf die Amerikaner zu drücken. Die verschlunge nen Pfade der internationalen Oelpolbik werden für den unbeteiligten Konsumenten immer unverständlicher. Gerade die amerikanischen Oelkreise haben ruhig zugesehen, wie die arabischen Länder von den Ost- Staaten mit Waffen überschüttet worden sind; denn sie waren der Auffassung, dass diese Aufrüstung sie nicht stören kann, solange die Araber diese Waffen nicht gegen die USA richten werden. Aber sie wussten, dass diese Waffen jedenfalls von den Arabern für eine neue Revancbeiunde gegen Israel benutzt werden könnten. Das störte sie aber weiter nicht. Sie werden erst aktiv, wenn es gegen ihre eigenen unmittelbaren Oelinleressen geht. i Sobald man die von den! Amerikanern gegebenen Ziffern liest, wird man verstehen, dass es sich um ein Problem grössten Ausmasses handelt, bei dem die Position Israels keine Rolle spielen kann. In den letzten Jahren sind nach dieser Statistik die russischen Exporte von 284.000 Fässern, auf 550.000 Fässer gestiegen, würde diese Entwicklung weitergehen, so werden die Sowjets sogar in der Lage sein, in absehbarer Zeit 4.800.000 Fässer Petroleum täglich zu produzieren Natürlich ist dieser Prozess alarmierend. Es fragt sich jedoch, ob die bisher von den Amerikanern praktizierten Methoden auch nur die geringste Erfolgsaussicht haben. Um eine solche Absatzmöglichkeit für die Russen zu schaffen, müssen sehr viele westliche Volker bei ihnen kaufen. Mit politischen Schreckbiidern allein werden die amerikanischen Gesellschaften ihre Standard nicht halten können. Hier V, .'rden die allgemeinen Fehler der westlichen Politik offenbar. Ohne einen grundlegenden Wechsel wird kein Erfolg möglich sein. NERVEN I) GEMÜTS- > KRANKHEITEN £ Dr. M. J. KUHN J ,• prov. ■J RIVADAVIA 2625 HI { Tel. 48-7524 3; Mont., Mittwoch, Freitag £ % 17—20 Uhr. Tel. Anmel- 1 düng erbeten. J Kaeftlmg&tretteJi in Dachau München. — Bei grünender Hitze marschierten vor kurzem über tausend ehemalige Insassen des Konzentrationslagers Dachau mit Angehörigen vom Bahnhof Dachau zu dem früheren Lager. Selbst gehbehinderte und ältere Leute Ressen es sich nicht nehmen, den etwa halbstündigen Weg zu Fuss zurück^ulegen. An Transparenten, Fahnen und Kränzen war zu erkennen, dass sich Delegationen aus Polen, Jugoslawien, Frankreich, Belgien, Oesterreich, den Niederlanden und der Tschechoslowakei an dem Treffen beteiligten. (AWZ) SeEstmord eines Kriminalbeamten Nürnberg. — Ein 57 Jahre alter nürnberger Kriminalbeamter, der bei Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zur Aufklärung von Kriegsverbrechen in den früheren Ostgebieten verhört worden war, erschoss sich vor kurzem in seiner Wohnung mit der Dienstpistole. Eine Beteiligung an den Verbrechen war dem Kriminalobeimeistei allerdings bisher nicht nachgewiesen worden. Während des Krieges war er bei einer Poiizeieinheit im Osten eingesetzt gewesen. (AWZ) U SEMANA ISRAELITA üjsemanarlo — aparece ios Martos y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Di. H. Swartcniky Pueyrredón 2190, 1« lzq. T. E. 83-2613 80.6930 Abono-Preia: Argentinien: % 75.— pro Quartal Ausland $ 450,— Jährl. Schrieb Rudolf Hess „lein Kampf”? Düsseldorf. — Der zu lebenslanger Haft verurteilte ehemalige Stellvertreter Hitlers, Rudolf Hess, nimmt für sich die Urheberschaft von „Mein Kampf” in Anspruch. Einem alliierten Bewachungsoffizier erklärte er kürzlich, er habe Hitlers Buch voll und ganz geschrieben und ebenfalls das Material dazu beschafft. — (AWZ) Schacht seit helfen Bonn. — Das libanesische Finanzministerium hat die Botschaft des Landes in der Deutschen Bundesrepublik beauftragt, Dr. Hjajmar Schacht nach dem Libanon einzuladen. Der libanesische Finanzminister möc-hie sich von Schacht auf finanz^echnisehem Gebiet, vor allem über die Schaffung einer li~ banesisehen Notenbank nach Auslauf des Vertrages mit der Banque de Sv fit e. du Libanon beraten lassen. — ^SailHIHBUSliHnL -- J m ¡5 S Die Administration der g 3 J. W. ersucht SJ M i« f Herrn LUIS LEHMANN;: ¡5 h «■ früher c-alle Liniers 1736 n K in Florida, um Angabe 3 m M 3 seiner neuen Adresse un. g ■ ter T. E. 83-2613 oder 5 5 80-6930. 3 tW NM ui m " Br." Bll!All M GOLDSTEm M E DIGO Vertreter: ir. A. SAIGÜSNETTI CABILDO 2464 T. E. 76 2406 1 Dr. AKDVA HE12K0WICZ ' MEDRANO 1066 T. E. 86-9646 j part 70.4484 - --—- ' Restaurant «Paso" ' "1ST3 i Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-92c " Unter Aufsicht des Vsad Haraboulro der Kehilla MITTAGS- und ABENDTISCH *on ietzt an aoeb Sonntag abends geöffnet Anrichten von kleinen Festlichkeiten und Banketten 5 BERNARDO STERN und JUAN JULIUSBURG Ausfuehrung saemtlicher MALERARBEITEN CONDE 2318 T. E. 73-1148 — 76-7533 VARICES-ULCERAS ¡ DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS "i Sarmiento 31 í6 T. E. 87-1362 ¡Dr. BENJAMIN L 1 P NIZ K Y | - ZAHNARZT S S ROENTGENSTR AHLEN — ZAHNZIEHEN — BE- S S HANDLUNG Mil GASBETAEUBUNG - REGU- - 5 L1F.RUNG DER ZAHNSTELLUNG » 5 Spreehatunden: Dienstag - Donnerstag — Sonnaoend S « nach vorheriger Vereinbarung. S g IOSE HERNANDEZ 2518 T E 78-8TM und n osoc IS Dr. L. KLEIN Medico Magen, und Darmkrankheiten Röntgen-Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: Montag, Dienstag. Mittwoch u. Freitag von 15-1# Uüi Es wird gebeten, sich vorher telefonisch annumelden SANTA FE 1391 T. E. 44 9493 u. 44-1542 7 ♦♦♦♦«♦ ♦♦<