Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1961-10-20 · 1917 (20.10.1961) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1917 (20.10.1961)
Date
1961-10-20
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/9616703-9612115-9612810--1691-9612813
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Viernes, 20 de Octubre de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Aflo XXII. — Ne. 1917 — 3 Ein wahrer Freund Israels „DL? Araberführer kennen mich ge^au und meine Ansichten über all das, was in Israel verboten ist. und vielleicht gerade weil ich so konsequent Din, schätzen sie mich. Als ich dieser Tage mit Gamal Abdel Nasser und anderen arabischen Führern sprach, berührten wir natürlich auch das Thema eines jüdisch-arabischen Friedens. Die Antwort der Araber können Sie bereits aus den Veröffentlichungen der UN-Sitzungen und der arabischen Presse entnehmen. Mir gegenüber sagten sie nichts anderes. Doch dies waren nur formelle Antworten. Und vielleicht gerade deswegen, wegen dieser „Formalität“, glaube ich. dass wir im Mittleren Osten dem Frieden när.-wwv* von SCH HAGA HAR-GIL Viajes Globus ¡ jAlsina (418, 60. pisojj T. E. 38-5860—38-1447—38-8304 '{ her sind als je in den letzten 13 Jahren.“ Dies erkläre mir Piof. Enrique Rodrfguez Fahregat, seit 14 Jahren Vertreter Uruguays in den UN. Er war Mitglied der UN- Kommission (UNSCOP), die im Jahre 1947 die politische Lage im damaligen Palästina überprüfte und danach den Teilungsplan vorschlug. Der Gast setzte seine Erklärung fort: „Ich weiss genau: wenn Ihr Juden und Araber Euch zusammen an einen Tisch setzt, und man Euch ganz allein liesse ohne Vermittler and ohne Ratgeber, dann bin ich überzeugt, dass Ihr nicht vom Tisch aufstehen werdet, bis der Friedensvertrag unterschrieben ist. Das habe ich auch den arabischen Führern gesagt, die ich dieser Tage traf. Schliesslich und endlich haben wir nicht den israelischen Staat errichtet damit er auch weiter eine eiternde Beule auf dem Globus der Welt sei. Und nun bitte ich Sie. schreiben Sie genau, was ich Ihnen sage und drehen Sie nicht meine Worte um. (Auf spanisch sagt man: „Bringen Sie nicht das Wasser zur Mühle.“) ,,Ihr müsst zu den Friedensverhandlungen ohne vorherige Bedingungen beiderseits gehen Weder das arabische Flüchtlingsproblem noch territoriale Konzessionen dürfen Vorbedingungen für die Verhandlungen sein. Gerade weil sich der Kalte Krieg so ♦ ♦♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ < J. P. LANDSBERG T.E.: 30-1474 VERSICHERUNGEN JEDER ART Bitte. MITRE 430 V. Of. 550 ijTeppichhus -1 Hociergj;; UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKUÜPFTEN 4 TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN J FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. 4 Eigene Fabrikation — Unverbindliche Vorführung * Auf Wunsch Zahlungserleichterungen J 4 ♦ t ♦ Verkauf an Private nur Samttag und Sonntag 2 von 9—19 Uhr im Ausstellungshaus ♦ MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Calle ANDONAEGUI 2083 5 ♦ »444444! 4 Quader vor Station Urquiza P Muf BUS Wiqte7imrmn; »MODERNE WOHN- UND SCHLAFZIMMER; EINRICHTUNGEN — SESSELGARNITUREN SARMIENTO M47 CABILDO 774 AVTQ - REPARATUR . WERKSTATT „BENO” , BEÑO HUTSCHNECKER Ävda. CONSTITUYENTES 4902 .(Ecke Monroe) T. EL 51 - 2205 MritaaMtaaMMSMníi verschärfte, glaube 'ch, dass der Frieden im Mittleren Osten sehr bald hergestellt werden wird. Denn sonst kann der Unruheherd des Mittleren Ostens zu einem dritten Weltkrieg führen.“ Unser Gast in Israel („Bitte nennen Sie mich nicht .Exzellenz1, Herr Botschafter1, sagen Sie Herr Professor, flenn ich habe nichts für diese offiziellen Titel übrig"; war sehr begeistert, als er über den Frieden sprach. Des öfteren nimmt er vor lauter; Begeisterung meine Hände, I und jugendliches Feuer flackerte in seinen Augen j Obzwar Prof. Fabregat vieles an der israelischen Aus-! senpolitik und insbesondere i an der Haltung in den UN ¡ auszusetzen nat, ist er ein; wahrer Freund des judij sehen Staates und wenn er; von Israel spricht, so sagt er immer „Wir“ als /eichen, dass er sich vollständig mit Israel identifiziert. Um uns von seiner Ansicht zu überzeugen, erzählte er von der glorreichen jüdisch - arabischen Vergangenheit in Spanien, als die spanischen Juden zusammen mit den Arabern grosse Kulturwerte schafften, die bis heute Fundamente der neiden spanisenen Kultur sind. Bei dieser Gelegenheit erzählte er auch, dass — als er im Jahre 1947 in Palästina war — der damalige englische Hochkommissar einen Empfang für ihn veranstaltete. Bei dieser Gelegenheit erklärte ihm dieser: „Hier in Palästina waren bereits Synthetische Stoffe machen den Sommer angenehm! Anzüge aus synthetisehen Stoffen, wie Dacron mit Mohair oder Terylene mit 45 Prozent Schnurwolle mit der Carlton - Spezial - Verarbeitung tragen sich wunderbar. Sie sind formbeständig, temperaturausgleichend und knitterarm. Die Bügelfalten stehen wie eine „Eins” — und bleiben so, Sitzknitter verschwinden von selbst. Tag für Tag ist man gut angezogen! Ein Fleck? Mit Seifenlauge und Schwamm einfach randlos wegwischen. So leicht ♦ist die Pflege dieser Anzüge. Es gibt Qualitiits - Faktoren auch bei diesen Stoffen. Die Mischungen sind der Preisfaklor. Bei Carlton finden Sie wie dies immer war, nur die Spitzenfabrikate. '¿a 3M Herrenbekleidung Maipú 484 I. TE. 31-7845 Herrenausstattung Mcripú 982 TE. 31-0357 18 Kommissionen und alle haben nichts erreicht“. Und der Hochkommissar fügte ironisch hinzu: „Und Ihre ist die neunzehnte.“ Worauf Prof. Fabregat antwortete: „Das stimmt, aber sie ist auch die letzte.“ Prof. Fabregat besuchte Israel bereits viermal. Er I kann sich erinnern: als er im Jahre 1951 anlässlich der Anlage einer Strasse in Cholon, die nach ihm benannt wurde, eingeladen wurde, die „Strasse1 lediglich aus Sand und zwei Hanftauen zu beiden Seiten bestand, um die sich geladene Gäste drängten. Doch was die Begeisterung Prof. | Fabregats besonders erweckte, ist nicht der Aufbau des Landes, — auch andere Länder wurden entwickelt — sondern die Integration jüdischer Einwanderer aus allen Teilen der Welt, die zu einer nejen jüdischen Nation zusammengeschmo'.zen werden. Fabregat ist ein wahrer Demokrat. Und so sieht er auch die Lösung des kalten Krieges. Er sagt: „Ich habe mein Leben lang für die Demokratie gekämpft und gelitten, und ich glaube, dass auf friedlichem Wege eine Lösung der Weltproblemc gefunden werden kann.“ In Bezug auf Kuba sagte der Gast: „Dr. Fiael Castro ist mein persönlicher Freund“. Als ich ihn fragte, ob er glaube, dass das kubanische Regime bestehen wird, antwortete er: „Dies müssen Sie die Kubaner selbst fragen. Tch kann nurhinzufügen, dass man uns Lateinamerikaner allein unsere Probleme lösen lassen sollte; das wird besser für uns und die ganze Welt sein.“ Wir sprachen dann über die Wahlen. Es war vor dem 15. August. Prof. Fabregat erklärte stolz, dass seine Partei jahrelang an der Regierung war, doch bei den letzten Wahlen eine grosse Niederlage erlitt. LA SEMANA ISRAELITA BIS EM AN ARIO INDEPENDIENTE 6s. Aixss - PUEYRREDON 219«. 1* üq. - T. E. 83-26i:¡ 10. Marcheschwan 5722 20. Oktober 1961 und dass trotzdem dieses Wahlresultat das demokratische System nicht erschütterte. Er kam nach Israel, nachdem er vorher im Aufträge der Vereinten Nationen an der Spitze einer Untersuchungskommission gegen Rassendiskriminierung in Südwes'afrika und Angola stand. Man liess zwar die Kommission in die beiden Länder nicht herein, doch Prof. Fabregat sagte, dass diese beiden Länder trotzdem ihre Freiheit sehr bald erhalten werden. In seiner Mission als der Vorsitzende dieser UN-Kommission bereiste er auch Ghana, Sudan und die VAR. Bis zu seirer Ernennung als UN - Vertreter seines Landes war Frof. Fabregat Geschichtsfrofessor an verschiedenen südamerikaniseben Universitäten. Er verfasste bereits einige Bücher über südameiikanische Reformatoren und will demnächst auch ein Buch über Israel und seine Entstehung sehre'ben. Als ich zum Abschied den Gast fragte, was ihm in Israel am besten gefällt, erwiderte er: „Die Kibbuzim Mefalsim und Ejn Haschloscha in denen junge Juden aus Israel wird wieder beliefert New York. — Die Firma Brown & Williamson Tobacco Co. aus Louisville in Kentucky setzte ihrer durch fünf Jahre geübten Taktik, Israel nicht mit den Zigarettenmarken Lucky Strike und Pall Mall zu beliefern, jetzt ein Ende, wie der Deputierte Alfred Santangelo ankündigte.! Diese Gesellschaft, deren! Aktien zu 100 Prozent der i British American Tobacco | Co. gehören, stellt diese Zigaretten mit Lizenz einer britischen Firma her und ist als einzige bevollmächtigt, sie ausserhalb Nordamerikas zu verkaufen. Die Beamten der Brown <fc Williamson gaben,.Äti, dass; ihre Weiger&rrg, diese Marken an Israel zu liefern, auf den Druck der arabischen Länder zurückzuführen war, (ITA) I Uruguay leben. Insbeson-! dere Ejn Haschloscha der Kibbuz, der drei seiner Mit- | glieder während des Befreiungskrieges verloren j hat.“ Dr. MAX FLESCH Berater für Investitionen und Finanzgeschaefte in Israel — Lang- und kurzfristige Anlagen — Auskünfte jeder Art TEL AVIV, Israel — 18, George Elliot Sfr. I/ KLM /• ofrece AERO-CREDITO SERVICIO DE LUXE CLASE ECONOMICA PIAN DE ESCALAS MULTIPLES ¡ *• * Visite ISRAELI en este año momorable ''f ...y asista a la celebración del 13® aniversario de la Creación del Estado. Sü viaje lo resuelve KLM, brindándole su vasta red aérea mundial; la oportunidad de visitar muchísimas ciudades en Europa sin recargo alguno; y - si Vd. lo solicita al reservar su pasaje excelente servicio de comidas v f "kosher" Consulte a SU AGENCIA DE VIAJES o KLM, Co- J ¡ trientes 690, 45-0141, # J, Bs. Aires

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.