Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1916 (17.10.1961)
- Date
- 1961-10-17
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Correo Argentino Central B FRANQUEO PAGADO Concesión 908 SEMANA ISRAELITA Año XXII, BUENOS AIRES, MARTES 17 DE OCTUBRE DE 1961 No. 1916 EL EJEMPLAR J^ en toda U República '■ PUEYRREDON 219« 1» U«. T. E. 83 2613 Buenos Aires TARIFA REDUCIDA Concesión 1629 Arabischer Nationalismus von MILTON FRIEDMAN AFRIKANISCHE STÜDENTEN IN ELAT / Die Vereinten Nationen Dies ist eine andere Form konnten von der-.Lrabischen! der Eininsicnung der UN in Nationalismus als Werkzeug benutzt und möglicherweise sogar als Sprungbrett für die Schaffung einer „Bewegung zur Befreiung Palästinas" missbraucht werden. Diese Ansicht vertreten gut unterrichtete Kreise bei den die internen Fragen Israels und Teil eines Plans, um i die Grundlagen der Souveränität und Unabhängigkeit : des jüdischen Staates zu unj tergraben. W?nn einmal die UN auf! Anstiften der Araber festge- UN. die die Entwicklung j stellt haben, dass Israel , nach Hammarskjolds Tod sieh über UN-Beschlüsse! •beobachten and die Stärkung des afroasiatischen Blocks in Betracht ziehen. Die Araber sind bemüht, Israel mit Französisch-Algier, Portugiesisch Angola, der Südafrikanischen Union und Katanga auf eine Stufe zu stellen und den Uhrzeiger im Mittelosten auf das Jahr 1947 zurückzudrehen, um die Teilung Palästinas in Frage zu stellen. Sie wollen einen Mechanismus in hinweggesetzt hat", so wer- : den die Araber im Wege eij ner sogenannten „Befreiungs-Bewegung" gewaltsam j Vorgehen. „Freiheitskämp-1 fer" werden mit Unterstützung der arabischen Welt j zur bewaffneten Infiltration schreiten, und Aegyptens j Diktator Nasser könnte i möglicherweise sogar, viel- \ leicht im ägyptischzn Sinai, ' eine „Palästina-Republik"; proklamieren. Der Schlüssel; den UN schaffen, dessen erj der Ereignisse lieg, wahrstes Glied die Souveränität Israels hemmen soll, um darauf eine „Befreiungs"- rates zu erreichen versuchen, der die Repatriierung Schacht zu entfesseln, die mit Unterstützung der UN ihre antiimperialistischen Ziele fördern soll. Auf der diesjährigen Tagung der Generalversammlung werden die Araber die Einsetzung cm-- UN-Appaur»d EcüsolWdigiHig der arabischen Flüchtlinge ermöglichen soll. Die USA befürworten im Prinzip die Auffassung, dass Israel Konzessionen machen muss. Da sie sich der arabischen Unterstützung gegen den sowjetischen Vorschlag des „Troika”-Systems bedienen wollen, so könnte es möglich sein, dass sie in ihrem Bemühen, die Araber zu beschwichtigen, mehr Zugeständnisse machen, als sie eigentlich planen. Die Araber sind nicht daran interessiert, die friedliche Rückkehr einer beschränkten Zahl von pajästinensischen Flüchtlingen durchzusetzen, sondern sie wollen ein Klima schafen, in dem die UN! Israel als „schuldig’ brandmarken. Sie werden ferner die Schaffung einer UN Behörde innerhalb Israels fordern. um die Rückgabe des zurückgelassenen arabischen Eigentums zu sichern. scheinlich in der arabischen , Haltung zu der UN-Truppe, j für deren Aufstellung im; Gaza-Streifen und in Sharm-! el-Scheich am Eingang zum Golf \on Akaba der verstorbene UN - Generalsekretär gesorgt hat. Die Araber könnten der UNEF ihre Unj terstützung verweigern und ' diese Streitkräfte sogar ge- ■ gen Israel missbrauchen, j Wenn die UNEF aus dem! r.ur dreh Meilen breiten Ein-; gang zum Golf von Akaba j zurückgezogen wird, so ' könnte Nasser dort sofort j Kanonen aufstellen und den; Hafen von Elat, Israels Zuj gang zu Asien und Ostafri- ka, sperren. Dadurch würde der arabische Block, der vor der Sinai-Kampagne bestand wieder hergestellt werden. Wenn dann die Israelis erneut sich einen Durchgang zu öffnen versuchen würden, so könnten die Araber hoffen, dass ihnen die UN zu Hilfe kommen werden. In dem offensichtlichen Bestreben, die Beziehungen zu den Araoern zu verbessern, beschäftigt sich das State Department mit Unterstützung des Weissen Hauses eingehend mit dem Flüchtlingsproblem. Als der isra? ische Premierminister am 30. Mai mit Präsident Kennedy in New York sprach, machte er diesen darauf aufmerksam dass ständig schwere sowjetische Waffen an die Araberstaaten geliefert werden und die vorübergehende Ruhe täuschend sei. Ben Gurion teilte der Presse mit, er habe in seiner Unterredung mit Kennedy über das arabische Flüchtlings - Problem , „einen hohen Grad von Ue-: bereinstimung” erreicht. Hierauf jedoch beeilte sich das State Department, dem] israelischen Staatsmann zu . widersprechen und zu ver- ] lautbaren, dass Präsident1 Kennedy mit dem israeli-; sehen Ministerpräsidenten! „über das tragische Schick-! sal der arabischen Flticht-; linge gesprochen und diej sem eine bestimmte Lösung vorgeschlagen” habe. ) 1 Die Schüler des Kurses, den die Histadrut für afro-asiatische Studenten veranstaltet, welche sich in Hafenve rwal.ung vervollkommnen wollen, besuchte« gemeinsam mR ihren Lehrern den israelischen Hafen von Eist. Sie wollen keinen Frieden EHEMALIGER JUDENREFERENT Buchenwald* Haeftlinge gesucht Bochum. — Wegen der Auswahl von Häftlingen im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald für medizinische Versuche mit Fleckfiebererregern hat der öffentliche Ankläger in Bochum ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. In den Jahren 1943 bis 1945 wurden in Buchenwald an etwa tausend Häftlingen in einer besonderen Abteilung Versuche für das sogenannte Hygieneinstitut der Waffen- SS angestelit. Diese Versuche mit Fleckfiebererregern und Fleckfieberimpfstoffen sollen zu etwa zehn Prozent tödlich gewesen sein. Die Bochumer Staatsanwaltschaft sucht vor allem ehemalige Buchenwald- Häftlinge, die diese grausamen Versuche überlebt haben. Wien. — Vor einigen Wochen berichteten die österreichischen Zeitungen, dass in Graz ein gewisser Friedrich Lex unter dem Verdacht verhaftet wurde, an der Vernichtung der jüdischen Bevölkerung in Tarnopol (ehemaliges Generalgouvernement) teilgenommen zu haben. Wir sind nun in der Lage, über die „Tätigkeit” von Lex in Tarnopol und über seine Untaten Näheres zu berichten: Lex’ „Tätigkeit” ging über das Gebiet von Tarnopol hinaus. Am 29. August 1942 leitete er die „Umsiedlung” (d. n. die Vernichtung) von mehr als tausend Juden in den benachbarten Städtchen Mikulince und Strusow'. Alle diese Unglücklichen wurden zur Vergasung nach Belzec gebracht. Lex wirkte bei allen „Judenaktionen’ in Tarnopol — mag es sich um grössere oder kleinere gehandelt haben — mit. Unter anderem hat er das Waisenhaus im Ghetto Tarnopol liquidiert. Als die Zahl der Waisenkinder, die der Gestapo bekannt war. mit der tatsächlich erfassten Zahl nicht übereinstimmte (es gelang einigen Kindern, sich zu verstecken), liess er so viele erwachsene Juden einfangen, dass die vorgesehene Zahl voll wurde. Nach Berichten von Augenzeugen hat sich Lex persönlich an der Tötung von Juden beteiligt. Die Staatsanwaltschaft in Waldshut (Westdeutschland) führt jetzt Untersuchungen! über NS - Verbrechen im Raume Lemberg Tarnopol j durch. Sowohl von Zeugen! als auch von Verhafteten wird immer wieder der Na- ] me Lex als einer der Haupt-! schuldigen genannt. Die Staatsanwaltschaft in Walds-1 hut übersandte dem österreichischen Justizministerium weitgehendes Bela- I stungsmaterial gegen Lex; ‘ ebenso gelangten nach Oesterreich Zeugenaussagen Ueberlebender aus Tarnopol, die Lex schwerstens belasten. Lex war zuletzt als Kirchensteuereinnehmer (sic!) des Pfarramtes in Leibnitz beschäftigt. Arabische Jugendliche verurteilt Jerusalem. — Verschiedene arabische Jugendliche wurden zu Gefängnisstrafen zwischen 15 und 21 Monaten verurteilt, weil sie ohne Erlaubnis ihren Wohnbezirk verlassen oder versucht haben, die Grenze nach dem ägyptischen Gazagebiet zu überschreiten. Zwei junge Araber aus Tajiba, einem zentral gelegenen arabischen Dorf in Israel, wurden nur hundert Meter von der Grenze festgenommen und konnten nicht erklären, was sie dort 2U tun hatten. Ein Militärgericht in Kfar Saba verwarf ihre Erklärung, sie hätten in Israel keine Arbeit finden können und woll- , ten in Aegypten ein „hesse-1 res Leben” suchen. (ITA) 1 Vereinte Nationen. — Das israelische Angebot an die Ara’oorstaaten, einen Nichtangriffs- und Abrüstungspakt zu sc-hliessen, das von Golda Meir gemacht wurde, ist von Mahmud Fawzi, dem Aussenminister der Vereinigten Arabischen Republik in der UN-Generalversammlung atgelehnt worden. In seiner Rede an die Versammlung wiederholte Fawzi die übliche arabische Forderung, dass „Israel alle UN-Resolutionen erfüllen” müsse und die arabischen Flüchtlinge das Recht haben sollen, repatriiert zu werden. Er erklärte, dass seine Regierung „die palästinensischen Araber bis zur vollen und effektiven Anerkennung ihrer Rechte” energisch unterstütze. Hierauf oezog er sieh ironisch auf die Erkläiung Frau Meirs] ohne ihren Namen zu nennen. Die Schlichtungskommission für Palästina, die auftragsgemäss der Ve-sammlung einen Bericht über den Gang der Erfüllung der Empfehlungen der UN über das Problem der arabischen Flüchtlinge vorlegtn soll, steht unter dem Druck der arabischen Delegationen. Diese scheinen über den allgemeinen Inhalt des Berichtes, der am 15. Oktober unterbreitet werden sollte, wenig begeistert zu sein. Der Bericht wurde von Dr. Joseph E. Johnson, dem Präsidenten der Carnegie-Stiftung für den internationalen Frieden, verfasst. Dr. Johnson besuchte als Emissär der Schlichtungskommission vor kurzem den Mittelosten. Wie man weiss. bietet der Bericht ein „aus-. geglichenes” Bild der Lage; der arabischen Flüchtlinge und verteilt die Verantwortung zu gleichen Teilen zwi- ] sehen den Arabersaalen und j Israel, was die Löusng des Konflikts angeht Diese Verj teilung behagt den arjbi-1 sehen Delegationen keii.es-, wegs, die darauf bestehen, I dass der Bericht der Komj mission „hart” für Israel sein müsse. Wie man inzwischen erfuhr hat Dr. Johnson in seiner Beurteilung des arabischen Fliicntlingsproblems darauf verwiesen. dass die Wiederansiedlur.g der Flüchtlinge auf ar »bischen Böden und ihre Eingliederung in das arabische Wirtschaftsleben Alternativen zu dtr Repatriierung darstelien, welche ursprünglich von einer Resolution der Generalversammlung über diese Frage im Jahre 1948 vorgeschlagen wurde. DIE FLUECHTLINGS- FRAGE VOR DER KNESSET Jerusalem. — Minisierpräsident Ben Gunon wies in einer Rede vor dr Knesset energisch den „hinterlistigen” Vorschlag zurück, den arabischen Flüchtlingen freizustellen, sieh für die Rückkehr nach Israel zu entscheiden. Dies sei, so führt? er aus, eine Politik, die auf die Zerstörung Israels hinzielt. Er mac.ite diese Erklärung in Beantwor-j tung eines Antrags der Chei rut, eine Debatte über die Politik der Regierung in der Frag? der Flüchtlinge einzuleiR-n. Er betonte, es würde niemandem einfallen, die Ühr zuriiekzudrehen und über die Ereignisse zu debattieren, die 20 Millionen Fliichdinge aus dem zweiten Weltkrieg verursachten. Es seien Beweise vorhanden, so führte er aus, dass die palästinensischen Araber, welche heute als Flüchtlinge leben, ihre Wohnstätten auf Anweisung und Befehl ihrer arabischen Führer verliessen, und dies in der Erwartung taten, zusammen mit den arabischen Invasionsarmeen zurückzukehren, die den jüdischen Staat vernichten und die Juden ins Meer treiben sollt?n. Ben Guriou wies darauf hin, drss die Araber, welche zur Zeit rter Staatsgründung in Israel lebten, noch heute dort wohnen und sieh Ihnen nach dem von der Regierung für die Wiedervereinigung der Familien aufg?stellten Programm weitere 30.000 Araber zugesellt haben. Der Ministerpräsident versicherte, er habe nichts gegen die Debatte einzuwenden, doch hielte er es für angezeigt, bis zur Rückkehr von Aussenminister Golda Meir zu war.en, die gtgenwäitig den Sitzungen der UN-Generalversamnilung in New York beiwohnt. — Der Antrag der Cheriq wurde mit grosser Mehrheit angenommen, — (ITA) Registro de la Propiedad Intelectual No. 656.635 impreso en la Imprenta POLIGLOTA — Rivadavia 831 e ¿¿ex M '