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Jüdische Wochenschau · 1961-10-06 · 1913 (6.10.1961) · p. Seite 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1913 (6.10.1961)
Date
1961-10-06
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German, Spanish
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VierM*¡, 6 d* Octubre de 1961 E A SEMANA ISRAELITA *5m __ s ' '— --Nc. R'J.'j Profesor “ “ Stein von Dr. E. G. Lowenthal, Frankfurt a, M. Xis Nalhan Stein zum ersten “Year Book” des Leo Baeck-Instjtuti; (1956) eine Jüngere Abhandlung über rtie „oberste Behörde für die Verwaltung dei jüdischen Angelegenheiten im Freistaat Baden“, den Obenat der Israeliten Badens, dessen Präsident er in den 15 Jahren von 1922 bis 1937 gewesen war, beisteuerte, trat «aturgemäss die Person des Verfassers in den Hinteigiund. Ihm Jag daran, die Entwicklung und die Einrichtungen des CKoeirats, mit. dem er bis zu seiner Auswanderung (ü'ber die Schweiz nach Amerika) aufs engste verbunden war, und die Mitwirkung dieses mehr als 100 Gemeinden und zahlreiche Rabbinate umfassenden Landesverbandes an und in den Spitzenorganisatinnen der Juden in Deutschland festzuhaiten. und er tat. das, ebenso gestützt auf gutes Material wie auf das eigene Gedächtnis. Während jener anderthalb Jahrzehnte war der Oberrat und sein eherenamtlicher, höchst aktiver Sprecher nahezu zu einem Begriif verschmolzen. Besonders an diese durch Autbau und Blüte? und dann durch Krisen und Schicksalsschläge gekennzeiennete Periode denk) man zurück, wenn es heisst, Nathan Stein persönlich zu windigen, unüberirieoen, mit einem Höchstmass an Objektivität; denn am 1. Oktober feierte 'er in New York, wo er seit 1939 wohnt, seinen 80. Geburtstag Wenn, wie in diesem „Fall“ in “Who’s Who?”- Naehschiag'büchern zu iesen steht „Jurist, Bankier, Erzieher”, so ist. das gewiss nicht unrichtig; aber diese Angabe ist nur eine schwach andeutende Umschreibung des wirklichen „Tatbestandes“, Der Jurist aus Wo ms Sohn von Rabbiner Dr. Alex Stein, einem mit. einer Hessin verheirateten Badener, entstammt einem jüdischleiigiösen Milieu in Südwestdeutschland. Der Weg vom Gymnasium der Heimatstadt über die Universität Heidelberg, Berlin und Giessen und durch die Etappen der juristischen Ausbildung hindurch in die Praxis verlief normal und rasch 1905/06 Anwalt, trat, Naihan Stein 1907 als Mitinhaber in das Karlsruher Banknaus Straus & Cc. ein; volle 30 Jahre, ein ganzes Menschenalter, hal er diesem Unternehmen seine Krall gewidmet, gepaart allerdings mit. mannigfachen Verpflichtungen im öffentlichen Leben und mit wissenschaftlich-akademischen Aufträgen Von 1911 bis 1933 war er mit der Technischen Hochschule in Karlsruhe verbunden, zunächst durch Lehrauftrag,ab 1923 als Ordentlicher Honorarprofessor für Wirtschaftswissenschaften, wobei das Bilanz- und Finanzwesen sein engeres Lehrgebiet ausmacble. Di? Kombination von . Bankier und Donzent Lh- Nationalökonomie führte dazu, dass er in einschlägigen Inieressenvertsetungen (Kammern, Verbänden) Sitz und Stimme hatte, als Handelsrichter und Finanzgeriebtsmitgüed fungierte dem Prüfungsausschuss für Wirtschaftsprüfer für Baden und die Pfalz vor stand. Hinzu kam die. nicht unbeträchtliche Arbeit im jüdischen Eereicb. 1917 zählte Stein zu den Gründern der Zentraiwohlfahr tssteiie der deutschen Juden (Berlin). 1920 übernahm er das Präsidium der Badischen 1s aeli- -trschen Landessynode Während seiner Oberralszeit war er Mitglied des Ausschusses der Reichsveitrctung der deutschen Juden (Berlin). Von 1946 bis 1952 stanfl er in New York an der Spitze der „American Federation of Jews from Central Europa” und äst seitdem ihr Ehrenpräsident. Natürlich gehört er zum Vorstand des New Yorker Arbeitskreises des Leo Baeek-Tnstituis. Charakteristisch für Professor Stein ist das Ineinanderfliessen dreier beruflicher Sphären, genau genommen, waren es vier die einen Menschen, ein Leben er füllen, ausfüilen. So war es vor 1933 und, eigent ieh nicht, eingeschränkt, auch noch nach 1933. ln Nathan Stein vereinten und vereinen sich vieiaitipe Elemente, solche des praktischen, rea- NACBRICHTEN 56 MILLION EN BAEUJWE Der Jüdische Nationalionds hat nach Meldung des israelischen RimdSvnl-s seit Gründung des Staates Israel rund 50 MjJdenen Bäume i gepllanzt Jn Zukunft, soüen j jähr lich acht bis neun Millionen Bäume gepflanzt weri den, um etwa ein Viertel ¡des iS: aedschen Bedarfs an i Bauholz decken zu können STRASSE AUF DEN ItOECIPSTEN BERG Eine neue Str asse ist vorn KKL zur Spitze des Mere-r.- btrges (mit 1293 Meter/ über dem Meer die höchste E hebu.ng des Laruks) gebaut. worden. Sie ziehe sieh in weiten Serpentinen über Felshänge zum Gipfel hinauf und gestattet Touristen einen bequemen Zugang zu einem der herrlichsten Aussichtspunkte des Landes Ausserdem ermöglicht die Strasse eine lcicirler-3 Pflege und Erneuerung des Piianzenv/nehses dieses Gebietes sowie die Beforstung heute noch kahler Felshänge. Später will der KKL hoch am Berg neue Waldarbeiter Siedlungen gründen. ENTWICKLUNG VON ELAT in Eial wurde für das Jabr I9C1.C2 ein Entwickluog&buJget ha Au.- müsse von 530.003.— )L angenommen. Hiervon seien 147.000 )L Jur die Anlage von Bürgersteigen und für den Ausbau der St; assenbeicuchturrg verwendet werden, 47.000.— 1L 1 r-T die Anlage eines Eussbaiiplatzes, die Fertigstellung des Amphitheaters und die Errichtung eines Spor (Zentrums. 15.000 JL sind iür di- Entwicklung ks Strandes und für eine ' m]agos1< Ile vorgesehen. Das Innenministerium beteiligt sich an dem Bmlge1 mit 30 Prozent, 90.000 1L . tue Besitzer von Grundstücken beltiagen und 102.000 1L hotfi man dm eh Subventionen zu erhalten. D_r Rest wird durch Anleihen gedeckt werden. Durch eine Spende der Familie ''«¡ft len Lebens mH anderen, die das Soziale, das Menschliche in ihm begründen. In dieser „Beschaifcnheii“ soll e; noch lange unter uns sein! Tu..t.bvehild.,, 20.000 1L seit cm s cnssm Hfl Meer t werden. GRUNDSTEINLEGUNG EUER WOHNUNGEN AUF DEM “PALMENMUEGFL” Am ..Sacbne Derwisch” dern „Palrnenhügel“ im Su- (Pm von Jaii'a, winde kürzlich der' Grundstein zu 250 'Wohnungen gelegt, die für die Insassen der im Gebiet von Tel Aviv—Jafa befindlichen Maabarol bestimmt sind. Sie werden von einer Ges i'scbait mit einem Aktienkapital von 10 Millionen TL, an welcher der Staat und die Stadt Tel Aviv—Jaffa beteiligt sind, errichtet. Im Rahmen der Aktion zur AuUesung dieser T/Jaabarot konnten irn Laufe eines Jahres mehr als 1000 Fami’ien in slä.ndige Wohnungen übersiedeln. M Wir erhielten die traurige Nncb/ipbt, dass am Mc.ntag, den 28. August, in La T/iesa, (Calif.) mein über alles geliebter Mann, unser einziger, geliebter Bruder, Schwager und Onkel, Herr MAX MIMDÜS (fr. Weener und leer, Ostfiiesl.) im 66. Lebensjahr plötzlich und unerwartel von uns gegangen ist. In tieisiem Schmerz: SELWA MSNDUS gefe. POLL Er Mesa (Caiil.) JULBO SPEIIEF. v, Frau TSLLY geh. MBN1BUS, River» FCS ERWIN STERN in. Fran CARLA geh. SELBER, Eos Angeles <Calif ) ALBERTO SP Eil ER ti. Braut, Rive-ra FCS ist es dies Kind, das sich des Glücks noch nicht bewusst ist, ein Leisen in Freiheit, unter seinesgleichen, vor sieh zu haben? War es eine Mutter, die sieh und die Ihren aus dem Druck und der Gefahr eines osfeurepaeiseben Landes nach Israel retten kennte? Oder war es ein Jude aus Tunis, Aßgier ©der Marokko, der naeh Jahren der Bedrohung zum ersten Hat frei atmen kann? Wir wissen es nicht. Mer wir wissen, dass der — seit der Gründung Israels die Grenzen des Jüdischen Staates überschritten hat und von den Seinen aufgenommen werden ist. Zur seihen Zeit und im seihen Land, da ein Mann, Symbol des Judenhasses und der Judemvermichtung, seines Urteils harrt, wird die erste Million ieu-Einwanderer erreicht und überschritten. Symbole begegnen sich in Zeit und Raum: das des Hasses, und das der Rettung und der laeehstenßiehe. Gerade in der gehebenen Stimmung der Hohen Feiertage und am Beginn des Metten Jahres müssen unsere Herzen vom Dankbarkeit erfüllt sein dafür, dass es uns gegeben war, durch die Vereinigte Kampagne wenigstens einen, wenn auch winzig kleinen, Anteil zu haben an der Rettung und Einordnung unserer Schwestern und Brüder — und dass es uns gegeben ist, weiterhin und in steigendem Masse unsere Rolle in dieser gewaltigen Rettungsaktion zu spielen, die vom Keren Hayessod (Campania Unida) mit zunehmender Intensifaef durchgeführt werden muss. Juden suchen eine Heimat und ein Heim, eine Zukunft für sich und ihre Kinder in Sicherheit, ein Leben frei von den Bedrohungen einer feindlichen Umwelt. Für die Flüchtlinge, die da kommen, beraubt ihrer gesamten Habe, tragen die Juden in Israel ebenso wie die Juden in allen Laendern die Verantwortung. Den Hilfebedürftigen beizustehen, im Geiste der Hohen Feiertage und des obersten jüdischen Gebotes, dem der Liebe zum Riaechsfen, gebt, und gebt von ganzem Herzen. CAMPAÑA UNIDA PIO ISRAEL , 3*. T. E. und saemtliche Sekretariate der abgeschlossenen Organisationen und Gemeinden

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