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Jüdische Wochenschau · 1961-10-06 · 1913 (6.10.1961) · p. Seite 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1913 (6.10.1961)
Date
1961-10-06
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — V ut i.tf „ ( tte Ccte-ki r-r- J LA SEMANA ISRAELITA A«o XXII. — Ne. 1913 Musik Aires „DIE SCHWEIGSAME ERA VF' IM COLON Als cudamerVi.aiusc'iie Iärstauffüh-ung gjHg, 20 Jahie nach (kr Dresdner Uraufführung, die komische Oper von Richard Slrauss „Die schweigsame F au” in Szene. Wer erinnert -ich ntchi. der labilen Chaiafc'er- Josigkeit des Komponisten, der nach dem Tode seines nnsierblich gewordenen Librettisten Hugo von Hotmannslhal keinen Ge löge len als Stefan Zweig zu des sen Nachfolger auseri'or, und der dann den jüdischen Au1er des frei nach Ben Jonson’s „Epic-oene or )he silent Woroan” nachged ch- Ictcn Textbuches .einfach fallen hess. indem er den Foirieiungen der nationalsozialistischen Machthaber einfach nachgab? Lendenlahme Erklärungen. die nach Friedensschluss erfolgten, können nicht über den bekannien Slrauss'sehen F.gc-i sra u s hin wegtä u sehen, dem alles ..wurscht” war, wenn er nur genügend Tantiemen einstreichen konnte. Soweit Strauss als Mensch. Als Künstler schneidet er weit besser ab. wenn er auch praktisch als revolutionärer Tonschöpier nach der „Ariadne aui Naxos” U912) aufgehorf batte, noch 1 iir die Evolution der daiatif lolgenden Jahre von Wichtigkeit, zu sein. Seine Welterfclge sind ausser den „Symphonischen Dichtungen” seine Salome, Elektra und Rosenkavalier. Alles spätere ist — freilich geniale — Wiederholung. Die weisende schöpferische Ader schlug nicht mehr. Strauss hat Zweig (wie auch Hofmannslhai) sehr, sehr vieles zu danken. Das Libretto ist von ausserordentlicher Profilierung aller aus der Comedia Del" Arle entnommenen Figuren, die durch die Dichtung weit aus ihre«) steicoiypen Rahmen hcrausüclen und eigene Menschen mit eigenen Schicksalen weiden. Wenn die Dichtung genial ist, so ist es die Musik nur zuweilen, sie hat grosse Momente besonders dann, wenn der Kcmponisi ins Intime, ins Kammerorchester übe; wechselt. Die Lärmszenen sind zwar stets oiigineJI, aber nicht immer ¡'■berzeugend. Wir erkennen den genialen Strauss des Rosenkavalier besonders in einer Szene, dem grossen Sextett des 2. Aktes, wieder, welches hinreissend du.chkempeniert ist. Am -Pull wirkte He'nz Wallbirg, über dessen dynamische 'Persönlichkeit wir bereite anlässlich seines k ürziiehen Mozart - Depots beliebten konnten. Als restloser Kenner der komplizierten Partitur lohne er mit ausserordentlicher Sichiiheil und tiefem Emp'infen die Aufführung zu vollem Erfolg, an d?m gleicher massen die unaufdringlich wiikende. aber gekonnte Regie von Frank De Quell Anteil batte. Tullio Bonis nur kurz in Erscheinung li-tiender Chor sang untad?- Jig, und die Bühnenbi'tier und Kostüme von Aivaro Duranova y Vedia waien adäquat. Kurt Böhme in der B -mbenrcl’e des Sir Moroses Dielt, was man von ihm erwartete. Seine bis ins letzte psychologisch durchdachte Partie wurde grcssartig gesungen. Neu für uns war der junge Bariton Heinz Friedlich der sich als Barbier (schwierige Sprech- und Singrolle) ausgezeichnet bewährte und in jeder Beziehung das Beste da: aus machte. Ein weiteres Debüt . die 23jährige Sopranistin Jngebcrg Hallstein in Hlw ¡sehen Geld Jerusalem — Das dramatische Spiel biblischen Inhalls „Zwischen Gold und Flamme“, ein Spiel fiir Jugendliche von Rahe] Mine, ist in Jerusalem mi1 grossem Ei folge aufgeliihrt worden . Frau Rahel JanaH ben Zwi, die Gattin des israelischen Staatspräsidenten, die bei der Verstellung anwesend war, sagte, als sie die Leiterin des Je usalemer Jugendlbeaters „Urim“. Frau Dania Lewir. beglückwünschte: „Es ist sicher ei ne der schönsten und positivsten Jugendauf Jübriingen oie mir jeweils zu sehen geboten w-aren.“ Das Spiel bandelt vom Leben des kleinen Moses im Falast der pbai aonisehen Fiinzessin. EHE SATIRE AUF ARNOLD ZWEIG MARGARETE SIJSMAN WiSS: .. .. . îiïMïÊk I:. frauen der ioföiantik i veränderte und erweiterte AusgaDe 176 S mit 16 Bildnissen auf Kunstdruckpapier, in Leinen gebunden 12,80 DM. Joseph Melzer Verlag, Koeln MOZAHTSTHASSE 13 der Titelrolle, die aufgrund ihrer sicheren, musikalischen und mit Cha mo inspirierten Persönlichkeit einen spontanen Erfolg buchen kennte. Ruz-er.a Horakowa bewährte sich;?hr als Haushälterin, und ein gleiches ist vo>n Renate Holm (Isctta) zu berich en, de:-en a-g gekürzte Partie ihr nicht die Möglichkeit gab, sich derart zu en.falten, wie es eine Sängerin ihrer Kategorie verdient hätte. Nichtsdestoweniger bestach sie, wie schon bei '»lo zait, das Publikum visuell und stimmlich. Ein be-onder-ts Lob Noemi Scuza als Carlclta, die gut sang und noch besser deutsch sprach, was man von ihren Kollegen Giulio Viamonte, Juan Jsnin und Victor de Narke nur bedingt behaupten darf. Der grosse Applaus galt in erster Linie der in An befracht der kurzen zur .Verfügung stehenden Probenzeit als »ehr geglückt zu bell achtenden Aulfühl ung; Der )FT brachte eine sehr inte essante Erstaufführung der ge'iingenen Satire eines zeitgenössischen. Italieners, Massimo Dursi- „Bertoldo am Hofe”. Lauf dem Programm ist Bertoldo eine alte Figur in Italien, eine Art Sancho Pansa, was er bei der Auflührung im 1FT übrigens nicht war, schon nicht wegen der hohen schlanken GesiaJt seines Darstellers Dmsi hat eine alte, stehende, im Bewusstsein seiner Volksgenossen verankerte Person übernommen und ihm seinen Sa kasmus in den Mund gelegt Bertoldo lebt in einem Volke, dem ve-boten ist, das zu sagen, was es sagen möchte ln diesem Land darf nur der König sich frei äussern, und selbst der nur in beschränktem Masse, weil seine Königin auch ihm heilig über den Mund fährt. Eeitoldo zieht singend von Ort. zu Ort, redet, wie ihm der Schnabel gewachsen ist und macht, sich ihvnit natürlich oben sehr unbeliebt. Man will ihm einen Maulkorb liir ewig vciJegen. Ber- I foldo lässt sich aber nicht | so leicht iangen und hat gar kein Lust zu sterben. Des-! halb lässt er einen Haupt- . mann der königlichen Wa- I che den ihm zugedaebien ‘ Ted erleiden. Er tritt am j Hole auf, sehr zum Aerger; des Königs und dem noch J grösseren seiner Gerichts-; persenen, aber zur Freude der jungen Holdamen (und auch der den 1FT bis zum letzten Plaz füllenden Zuschauer). Schliesslich ist ihm ein „sanller” Tod zugedacht. Er soll sich an den es gab sehr vielt Verhängt. Es will uns scheinen, dass Zweig neue Freunde ge.vonl nen hat, jedoch Sir.iuss durch dieses Opus nicht. c-n. Die BAKM1ZWA unseres Sohnes A R N 0 L B 0 liORIERTO findet s. G. w. am 14. Oktober 198) um 8 Uhr 30 im Tempel Eet Israel, Conde 1345, statt. Manfredo Selig und Frau Bruftlttldie gelb. Seewald Buenos Aires, Vilela 4354 Empfang: Sonntag, den 15. Oktober, von 17—20 Uhr in der Confitería Danubio. Pampa 2451. Die BAR M1ZWA unseres Sohnes ALFREDO findet s. G. w. am Schabbat Berechis, den 7. Oktober 1961, in der Chaim Weizmann-Synagoge, Arcos 2319, statt. SALC SCHUTZ wnd Frau ILSE'gefc. JACOBSOHN BARUCH R0STKBWSKI und ELSE R0STKGWSKI {eigen hocherfreut die VERMAEHLUNG ihrer Kinder Kive Falzman und Raquel R®stfe©wski an die s. G. w. am 8. Oktober in Israel, Kibbuz, Mischmar Haemek stattfinden wird. Villa Ballester, 6. Oktober 1961 Av. Argentina 244 ERNESTO SCHLOSS MARION COHN DE SCHLOSS grossen als VERMAEHLTE Die Trauung findet s. G. w. am Sonntag, den 15! Oktober um 19.30 Uhr, in der Synagoge Moldes' 2449 . statt. Rivadavia 2187 Rosario jQuesada 2219 Buenos Aires i RECHT DER FREIEN im IFT Leckefbissen der königlichen Tale) übeitiessen und daran sterben. Deshalb wird Bertoldo hoch geehrt, sein junger Sohn wird zum Hofnarren ernannl; aber er selbst, der unerschiockene Verfechter der Wahl beit, stirbt auf offener Szene, wenn auch anders als die Hofsebranzen es ihm zugedacht haben. Die Aufführung ries 1FT, wenn auch nichl in allem vollkommen, verdient hohes Lob. Yirair Mossiari, vom Ohel in Tel Aviv, führt die Regie und viel viel besser als in der „Fami-'k Kubieh”, mit der er sich hier vorstellte. Das Bühnenbild von Guillermo de la Tone, w-ie gewöhnlich im IFT, ausgezeichnet. Alles sp ühi von lebhaften bunten Farben. Die Umbauten gehen lasch vor sich, was übrigen* um so mehr bedauern lässt, dass solch ein Werk mil tieferer Bedeutung pausenlos aufgefühit worden ist, ohne dem Zuschauer Zeit zur Besinnung zu geben. Mcssian lässt 4 Bänkelsänger gleichsam als Cher der alten griechischen Tragödie auffreten. Sie singen sehr schön, be- 'sonders die beiden Frauen, und sprechen ihre losen Randbemerkungen vorbildlich deutlich aus. Der Unterschied zwischen Hof und Volk ist klar e kenntlich. Die Satire wird verdeutlicht, und die Darsteller suchen nach besten M' g'ich keiten die Absichten ihres Autors und ihres Regisseurs zu verwirklichen, Carlo-s Alberto Usay, der Darsteller des Titelhelden, holt aus der daok'baien Rolle heraus, was ihm möglich ist. Er spricht einige spbze Worte sehr gut und wirkungsvoll, obwohl er kein grosser „Sprecher” ist; aber der Rezensent g aubt, dass aus dieser volkstümlichen, tief menschlichen Rolle mehr herauszuhol-en ist. Die anderen Darsteller wurden ihren Figuren in wesentlich höherem Masse gerecht. Die Bänkelsänger, David Epeibaum, Angel Barcelo, Rosa Wa.serman und Berta Drechsler sind schon gelobt woiden., Pablo Kivera und Maria Garn bildeten als böser König und Königin den schwarzen Hinte igr und zu der lichten volkstümlichen Gestalt Beitoldos. Marta Garn bewährte sich wieder als gute Sprecherin. Felipe Wainsztein als Sohn Bertoldos batte schauspielerisch einen grossen Moment, als er nach dem Tode seines Vaters angeekelt das Na; renkleid auszog und dem Hof vor die Fussc warf. Die anderen Dai steiler, Marcelo Zaies, Sara Solnek. Maurieio Burak, David Scbnek, Samuel Dan und Isabel Greco müssen sich mit einem Gesamtlob begnügen. Ganz besonders hei vergehoben sei aber Elita Aizemberg, die wieder die schauspielerisch stärkste Leistung des Abends bot. So beweglich, leicht gelöst und voll menschlichen Humors hätte auch Bertoldo sein müssen Dann wäre es eine unvergessliche Aufführung geworden. Aber auch so w.-.ien die Zuschauer begeistert. Es war eben ein angenehmer, vergnüglicher Theaterabend, über den nachzudenken wirklich lohnt und der die These des Autors „Der Mensch soll frei von Furcht, leben” klar verkörperte. I>r. Ka, 1 Kost lealro Soleil CORRIENTES 3150 T. E. 86-2307 Täglich um 22 Uhr Sonntag IS und 22 Uhr Mottele und Siissele B U R S T E I N mit ihren Eltern Paul Burstein Lilian Lux in der indischen Operette EINE HOCHZEIT Wi STAEDTELE m TEATKO LETZTE PREMIERE DER SPIELZEIT 1961 Montag, den 16. Oktober, um 21 Uhr :fK MUSIKALISCHES LUSTSPIEL von SCHEU und NEBENHUT WIEDERHOLUNGEN: Donnerstag, den 19., um 19.45 Uhr; Freitag, den 20., um 19.45 Uhr; Sonnabend, den 21., um 20.15 Uhr, und Sonntag, den 22., um 15.15 Uhr. Eintrittskarten an der Theaterkasse. Esmera.da 367, ST. E. 45-3591, werktags von 10—12 und 15—IS Uhr. Samstag von 10—13 Uhr IFT BOLOGNE SUR MER 547 T. E, 88 9420 VIERNES Y SABADO 22 HORAS DOMINGO 18 HORAS ESTRENO BERT0LG0 EN LA CORTE de MASSIMO DURSI. Traducción ATILIO DABIN1. Dirección YIRA1R MOSSIAN ISRAEL-BRIEFMARKEN l KA WIEDERVERKAEUFER _ ALLE NEUAUSGA í BEN ZÜM OFFIZIELLEN PREIS; Agencia Filatélica oficial; i de) Estado de Israel, Z J VIAMONTE 350. I/B - Bumkx Aire*, R«P Ar**»I»*« 0 É/6RÍ 84¡Xwi>)tes Radical il'cRl) TJli jrtatipn d«s< l web« iiWiscten ¡BAJA). um de» iieier-hí fficintam «b tjscbtn A“1' j¡e gegenw-ar Juden als auç Rf-yolk'C ran? Der Dee» U Vizepra „(.„al-Conüics Effhtparebort sndtr Spifzi Ddibe-ante Jfs sieht, tel m w deputierten lil Gc-ñi lind del Rebollar eher wurden MA ♦ LEANDRO i ♦«H****** Resta í Paso 452 Um« Aufi Mirr »»j letzt Anrichtei ■ itUiáá li»Hi S w tiWlfs Betreu i‘Wn «e. S lia Aui Wie Becker, jahreiai »ilCarltm-K '•» Qialitael ftflÍgkl-:ÍdU11 W, Gabs und S ER äaendi •Hl

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