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Jüdische Wochenschau · 1961-09-29 · 1912 (29.9.1961) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1912 (29.9.1961)
Date
1961-09-29
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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LA SEMANA ISRAELITA Ano XXII. — No. 1912 — 5 Viernes, 29 dk Septiembre de 1961 ER SIMCHAT-THORA-FEST Faschisten treil Stets, wenn Simchat Thora, der Tag der „Thorafreude” naht, bedauert man den Verfall dieses letzten Feiertages in dem Reigen der Feste im Monat Tischri. Werden schon Rosch Hasehana und Jom Kippur auf diesem südlichen Kontinent nicht mehr ganz so beachtet wie einst in unseren mittel- und osteuropäischen Gemeinden, wird Sukkot geradezu vernachlässigt, so zählt Simchat Thora, am Tage nach der Seelenfeier am Schlussfest, für die meisten heutigen Juden iioerhaupf nicht mehr. Und doch müssten diese, die so gern den prophetisch-universalistischen Kern des Judentums besonders hervorzuheben pflegen, dem Freudenfeste der Thora stärkeres Interesse entgegenbringen. Man hat dies mancherorts dadurch zu erreichen versucht, dass man am Simchat Thora noch einmal predigen. noch einmal die grossen Festgesänge wiederholen Jiess, doch ohne Erfolg: Simchat Thora „zieht nicht mehr”, wenn man von den geräuschvollen Umzügen der Kinder in den Synagogen mit den Fähnchen absieht. Der Chassidismus mit reiner spontanen Herzensfrommigkeij hatte den Simt hat Thora-Tanz eingeführt, und auch die Spaziergänge seiner Jugend am Nachmittage des Festtages galten der „Thora in der Natur”. Diese religiöse Inbrunst, das Entfiammtsein, fehlt uns modernen Juden. Vielleicht fassen wir den Begriff „Thora“ zu eng, indem wir ihn ausschliesslich und ganz wörtlich nehmen als das „Fiinfbueh” mit seinen Kommentaren. Es gibt aber doch Augenblicke, da man in der Thora den Inbegriff der jüdischen Lehre in ihrer Gesamtheit erfasst, die ganze Heilige Schrift, schriftliche und mündliche Lehre, den ganzen, unermesslich reichen Schatz der jüdischen Tradition und Literatur, die grosse Offenbarung des jüdischen Weltgeistes durch die Jahrtausende. Letzten; Endes geht doch alles auf die fünf Büc-her Mose zurück. die Thorarolle, die alles symbolisiert, die zu allen Zeiten Anfang und Ausgangspunkt aller jüdischen Bildung gewesen ist. In Wirklichkeit bildet Simchat Thora die notwendige Ergänzung zu den „Erhabenen Festen“ Rosch Haschana und Jom Kippur. Diese Feste sind Tage der Sehnsucht, Persönlichkeitsfeste. Doch das blosse „Hinneni“ des Neujahrstages und das „Solachti“ des Versöhnungsfestes genügen keineswegs. Es geht nicht ohne die Thora selbst, die in den vergangenen zweihundert Jahren allzu sehr in den Hintergrund gedrängt worden ist. Auch verbindet sich mit dem Begriff „Thora“ die Erinnerung an die lebendige jüdische Tradition, die wir in unserer Zeit stärker herbei — bezw. zurücksehnen. Die Aufforderung, „Zurück zu Simchat Thora, zur Freude an der Lehre”, muss nicht unbedingt die buchstäbliche Unterwerfung unter das gesamte religiöse Brauchtum bedeuten, auch dort, wo es nicht mehr ganz dem Zeitempfinden entspricht; sie will vielmehr sagen: „Zurück zu den Wurzeln der Religiosität, die unseren Vätern durch die Gnade der Geschichte als ewige Wahrheit offenbar geworden ist". So könnte Simchat Thora, ähnlich dem Schawuotfest, wieder zum Geburtstag der Thora werden, die nicht nur zuende gelesen und wieder begonnen werden soll, um einer Vorschrift unserer Weisen zu ensprechen, sondern als höchster Ausdruck jüdischen Geistes empiunwerden müsste. Die Freude an den Schlussfeiertagen sollte neu geweckt werden, damit diese nicht „Abschluss“, sondern „Beginn“ bedeuten. Erst dann hat die ganze Festesreih? des Tisehri ihren vollen Sinn empfangen. Curt Wilk Seit mehr als einem Jahr kann man beobachten, wie eine faschistische Gruppe versucht, durch eine scharfe antisemitische Linie politische- Macht und Einfluss zu gewinnen. Die Behörden haben lange Zeit diesem ’Treiben nicht die gebotene Aufmerksamkeit, geschenkt, offensichtlich in der Annahme, dass man diesen Aktionen einer für bedeutungslos gehaltenen Bewegung keine grössere Bedeutung beizumessen brauche. Die Welle der gegen Juden und jüdischen Institutionen gerichteten Angriffe haben seit dem schändlichen Ueberfall auf ein zionistisches Vorbereitungsager in einem erschreckenden Masse zugenommen, sodass sich ein Senator gezwungen sah, die lange Liste dieser Verbrechen im argentinischen Senat vorzutragen. Trotzdem sind auch in letzter Zeit weitere Anschläge dieser Ar* verübt worden. Dass es an der Zeit ist, gegen diese Vorgänge entschieden Front zu machen, geht aus einem Artikel hervor, der von der konservativen Zeitung „La Prensa”, der führenden Tageszeitung Argentiniens, am letzten Sonntag veröffentlicht worden ist. und in welchem es u. a. heisst: „Neuerlich und besonders in Buenos Aires sind Atentate gegen Eigentum und physische Existenz von Individuen und Körperschaften, die religiösen G-emein- -sehafien und gewissen Aktivitäten kultureller und künstlerischer Art zugehören, verübt worden, bei denen Gruppen von Jugendlichen auftrefen, die sich Nationalisten nennen. Die durch diese Vorkommnisse hervorgerufene Beunruhigung scheint jedoch nicht von den Behörden genügend geteilt zu werden, deren Pflicht die Verteidigung der Ruhe und der Rechte aller Sektoren der Bevölkerung ist. Aufgrund der Ausen ihr Unwesen sebreilungen — von denen einige schon vor Wochen verübt wurden — hat die Regierung im Wege des Innenministeriums kürzlich die Annahme gewisser Massnahmen angekündigt. um diese Attentate zu unterdrücken und zu verhindern. Es muss daran erinnert werden, dass im August des vergangenen Jahres vor sp.'oehcn wurde, dis gleichen Untersuchungen durchzuf¡ihren und ähniiehe Vorkehrungen aufgrund der rassistischen Unruhen zu fretlen. die sich in der bonaerenser Sarmiento-Schuie ereignelen. Wurden diese Massnahmen getroffen und welches sind die Ergebnisse der vorgenommenen Untersuchungen? Dies sind die Fragen, die sieh heute steilen, denn bisher ist noch keine befriedigende Auskunft bekannt geworden. Es kann sieh um kein undurchdringliches Geheimnis hande’n. so dass es im Laufe eines Jahres unmöglich gewesen wäre fesfzusfellen, wer die Urheber dieser Delikte sind, wer jene sind, die sie veranlassen und planen, und wer das Geld und vor allem die Waffen liefert, mit denen die Uebcrfälle ausgeführt wer- Wie die Attentate gegen einig? Theatersäle gezeigt haben, handelt es sich in manchen Fällen um Feuerwaffen von verbotenen Kalibern und sogar um Maschinenpistolen; möglicherweise stehen wir hier vor dem einfachen Ausbruch eines organisierten Verbrechertums, das die politische Maske nicht verdecken kann. Derartige Akte können nicht einfach in die Kalegorie von „Aktivitäten am Rande” eingereiht werden, als die sie im vergangenen Jahr der Innenminister bezeichnete. Desgleichen darf man auch nicht ihre Bedeutung mit dem Argument verkleinern, dass es sich um den „Ausdruck einer kleinen Minderheit” handelt.” — ISRAELS BEKANNTESTES TOURISTENHOTEL Tel Aviv, Jarkonsfr. 90 ELEGANTE ZIMMER — Al .LE MIT KUEHI.LUFT ANLAGE — ERSTKLASSIGE Ki llt HE — ANGE¬ NEHMER AUFENTHALT — LUFTIGE TEKRASSE AM MEER — ZIMMER AUCH MIT VOLLPENSION hotel ARMON (Vorherige Zimmerbest“Jung ist unbedingt erforderlich) Pension Familiar ** M Flamin unter Aufsicht der Herren Rabbiner Dr. FINK und Dr. OPPENHEIMER CHASCOMUS 1 Quader von der Lacruna F. C. N. G. R. Sukkot •««» fTOID Zimmer mit priv. Bad CHASCOMUS CORDOBA 38 T. E. 2910 Inf. in Buenos Aires: T. E. 7C 2312 Rechtzeitige Anmeldung erbeten bis 22. September ♦ ♦ ♦ ♦ «««««. i: Restaurant »Paso” "IM <; Paso 452 Cal fontlo) — T. E. 87-9259^ ¡1 Unter Autacht oes V*ad Harsbonhn der Kehilla | i; MITTAGS- und ABKNDTISCH \ j; von ietzf an auch Sonntag abends geöffnet > Anrichten von kleinen Festlichkeiten |;i und Banketten i reisnisse gen durch Bereitstellung grösserer Summen, deren Zahjung sich auf verschiedene Jahre erstreckt, mitzuarbeiten. KKL-Kinus Anfang Oktober findet in Buenos Aires ein Kinus des Keren Kayemet statt, an dem sich auch Vertreter der uruguayischen, bolivianischen Keren Kayemet-Büros beteiligen werden, um eine engere Zusammenarbeit und Koordinierung zur Verstärkung der Sammelaktionen zu erreichen. Der Präsident des argentinischen KKL, Herr Isaak Kaplan, der schon mehr als ein halbes Jahrhundert einer der tatkräftigsten Mitarbeiter des KKL in Argentinien ist, sprach sich sehr optimistisch über die Aussichten für eine bedeutende Steigerung der Möglichkeiten der Arbeit des KKL aus, der sieh auch hier einer ungeheuer grossen Beliebtheit erfreut und auf allen Festen und Feierlichkeiten viele freiwillige Mithelfer findet, die durch Sammlungen bedeutende Einnahmen erzielen. Es ist erreicht worden, dass auf keiner jüdischen Feier die Liste des KKL fehlt, und auch die KKL-Biiehse bringt grosse Summen, die für den Aufbau Israels äusserst wichtig sind. Die Leitung des argentinischen KKL hat es sich zur! dringendsten Aufgabe gestellt, die Einnahmen auf fünfzig Millionen im Jahr zu steigern, was nach Meinung der Leitung möglich ist. da man im Durchschnitt nach dem alten Arbeitsi Schema bereits durchschnittlich zwanzig Millionen Pesos erreicht. Man p’ant, das bisherige System. Mitarbeiter in den leitenden Stellungen nach Stimmzahl der Wahlen de? zionistisehen Parteien zu ernennen, aufzugeben und Menschen, die bereit sind, ihre Zeit dem KKL freiwillig zur Verfügung zu stellen ohne Parteinachweis auizunehmen, um neue Wege der Arbeit zu suchen, die auf eigener Initiative beruhen und nicht an Vorschriften gebunden sind. Der israelische Delegierte des Hauptbüros des KKL Herr Pesskin. sprach über die neuen Pläne und berichtete, dass man an die einzelnen Büros herantrill. um sie zur Urbarmachung und Aufbau einzelner Landstriche durch Uebernanme der hierzu notwendigen geldlichen Verpflichtungen zu bewegen. So hat z. B. das kanadische Judentum den Aufbau von Wonnblocks in Jerusalem und von Grenzsiedlungen übernommen, und auch das mexikanische Judentum, das zu den bedeutendsten Beisteuerern des KKL gehört hat sich diesem Gedanken angeschlossen und verpflichtet, an dem Aufbau von Siedlun- Die jüdische Gemeinschaft wird im Rahmen diese. Aktion des KKL aufgelc ij< rt werden, die Finanzierung des Aulbaus einer Grenzzone zu übernehmen, denn es liegen immer noch Millionen von Dunam brach so vor allem im Negew, die durch den Ke en Ksjemet für die Ansiedlung neuer Einwanderer urbar gemacht werden müssen. Der Kinus wird am 8. Oktober in Buenos Aires ahgehallen werden und alle Freunde des KKL werden gebelen, sich dieser Aktion zur Verfügung zu steilen. Los fugares que desefe ¡a portfolio fe emocionan, fe maravillan, fe "transportan", VEA¬ LOS, CONOZCALOS, VIVALOS*?'USTED MISMO. Israel - Marken und Marken aller Laender — ISeuigkeiten - “Tematicos” K.,',n.»?.r^Ster Auswah,: u. a. VIERERBLOCKS — MARKEN MIT PLATTEN. nummern — MARKEN MIT BAND — KOMPLETTE BOGEN (olanchasl — 0 LSEF VORwivnci-.UNGEN — WERTVOLLE AUSGABEN — ERSTE SERIE VORHANDEN — VERTRAUENSWUERDIGE BERATUNG ALFONSO MORITZSON Guaiiacachp 2351, dep. 2 esq. CABILDO EXCURSIONES "EXODO" DE VIAJES ±kf lifil i CORRIENTES 2063 - PLANTA BAJA, Of. f, 10, l4 V lé V T. E. 49-3491 /45-4957 / 49-0433/45-7M7/49-1229

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