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Jüdische Wochenschau · 1961-08-04 · 1899 (4.8.1961) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1899 (4.8.1961)
Date
1961-08-04
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, 4 de Agosto de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Año XXII. — No. 1899 — 3- Martin Bormann in Spanien? Seit dem Untergang des Dritten Reiches tauchen immer wieder in der Weltpresse Meldungen auf, laut denen Hitlers Stellvertreter Martin Bormann — von dem seinerzeit behauptet wurde er sei bei den Kämpfen um Berlin gefallen, als er versuchte, aus dem Führer- Bunker zu entkommen — noch am Leben ist und sich in Südamerika verstecken würde. Andererseits wurden unlängst auch Meldungen im Ausland verbreitet, laut delm SAISON - AUS; and SAISON¬ VORVERKAUF AUSSERGE WOEHNLICH PREISWERTE ANGEBO¬ TE IN DER GESAMTEN HERRENBEKLEIDUNGS¬ LINIE. Und wenn Sie Musskleidune wünschen, erst recht za uns! STAEMDICE PASSFGflMKQNTRGLLE Herrenbekleidung Mcápú 484 I T.E. 31-7845 Herrenausstattung Mcripú 982 T. E. 31 0357 nen Bormann in Spanien lebe, von wo et noch vor einigen Monaten einen Brief | an seine Frau gerichtet häti te.! i Die Frage, ob der in ab-1 [ sentia bereits in Nürnberg * verurteilte Nazi Martin Bori mann noch am Leben weilt i und nicht, wie bisher immer ■ verbreitet wurde, beim Versuch, aus dem damaligen eingeschlossenen Berlin zu , entkommen, getötet wurde, ist wieder aktuell geworden. ■ In der ■„Frankfurter Rund-! schau“ wurde kürzlich ein Brief des ehemaligen Verteidigers von Martin Bor-, mann vor dem Alliierten 1 Kriegsgericht in Nürnberg veröffentlicht. In diesem Brief behauptet der damalij ge Offizialverteidiger, der; Rechtsanwalt Dr. Friedrich Bergold, dass Bormann I960 einen Brief an seine Frau I geschrieben hat, bzw. haben soll. Andere Meldungen i wiederum sprechen von ei-) nein natürlichen Tode Bormanns im Jahre 1946 in Tirol. i Immer mehr verdichten sich die Aussagen und Beweis, dass die Nachrichten vom angeblichen Tode Bormanns in Berlin im Mai 1945 unrichtig sind. Womöglich w’urden diese Gerüchte sogar von Bormann selbst oder seinesgleichen absichtlich verbreitet. Hier besteht mehr als nur eine Möglichkeit der Tarnung. Zum vollkommenen Untertauchen ist eine Todeserklärung durchaus „brauchbar“, und auch Eichmanns Frau. Vera versuchte bekanntlich ihren versteckt lebenden Mann durch österreichische Gerichte für „als in Prag umgekömmen“ erklären zu lassen. Wie bekannt wird, befindet sich bei der sattsam bekannten Generalslaatsanwaltschaft von Schleswig- Holstein eine schriftliche Aussage des ehemaligen SS- StandartenführCrs Walter Leuchtenberg, in der Leuchtenberg behauptet, dass Martin Bormann zusammen mit dem belgischen SS-Fiihrer Leon Degrelle im Juni 1945 vom Tegernsee nach Schleswig-Holstein „gereist“ sei. Die Aussage von Leuchtenberg wird von Heinrich Lienau, einem Flensburger Schriftsteller, der selbst viele Jahre im KZ - Lager Sachsenhausen eingekerkert war, erhärtet. Lienau sagte aus, — und er beharrt auch weiterhin auf seiner Aussage, — dass er Bormann am 26. Juni 1945 in einem Güterzug auf der Fahrt zwischen Lüneburg und Flensburg gesehen habe. Bormann sei dann in Lüneburg aus einem Sanitätszug in einen Güterzug umgestiegen. Hier weicht jedoch Lienaus Aussage von der des Leuchtenberg ab. Denn Lienau behauptet, Bormann habe Jägerkleidung getragen einschliesslich sogenannter Knickerbocker-Hosen, und sei ohne jegliche Begleitung gewesen. Doch hat Bormann, gemäss Lienau, genauso wie er selbst, auf die Frage nach einer möglichen Weiterfahrt den Hinweis auf einen saleführenden Güterzug bekommen der auf dem Wege nach Dänemark war. Lienau ist daher so sieher in seiner Aussage, da er mit Bormann im selben Güterwagen bis zum Bahnhof Flensburg- Weiche fuhr. Lienau stieg an seinem Ziel angekommen aus, doch Bormann setzte seine Reise fort. Vermutlich gelangte er mit diesem Güterzug bis nach Dänemark. Doch wer weiss, ob Bormann sich nicht vor dem Erreichen der dänischen Grenze eines „Besseren“ besann? Man weiss, dass Schleswig-Holstein ein Sammelbecken für Nazis mit übelster Vergangenheit geworden ist, wie der erst kürzlich entlarvte Dr. Sawade alias SS-Arzt Heyde, der bekannte Dr. Schlegelberger,, der zur Zeit des Volksgerichtshofes der Staatssekretär des sogenannten Nazi-Justizministeriums war, ganz zu schweigen von Leuten wie dem früheren Oberreichsanwalt Dr. Lautz. Die Schleswig- Holsteinsche Staatsanwaltschaft bzw. die zuständigen Landes- Regierungsbehörden leben noch sehr in der Vergangenheit, vor 1945. Wenn es 15 Jahre brauchte, bis der Druck der Oeffentlichkeit die dortige Landesregierung zu Schritten gegen entlarvte Nazis zwang, wer weiss da, was sich dort noch alles verbirgt? Auch braucht einen diese Zufluchtsstätte ehemaliger Nazis dicht an der dänischen Grenze nicht allzu sehr verwundern. Der Nachfolger Hitlers — laut dessen Testament — der frühere General-Admiral Karl Dönitz errichtete bekanntlich seine Nachfolge-Regierung mit den letzten getreuen Nazis zusammen, in „Schleswig-Holstein meerumschlun- LA SEMANA ISRAELITA BIS EM AN AfUO INDEPENDIENTE B*. Aire* — PUEYRREDON 2190, 1* i*q. — T. E. 83-261b 4. August 1961 22. Aw 5721 WAHLPROGRAMM DER MAP AI Teppichbaus - M. Höchberg] UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKTüPFTEN ■ TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN EUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eif«n« Fabrikation — Unverbindlich« Vorführung Auf Wunsch Zahlungscrleichterungen MABCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GaOESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag von 9—IS Uhr im Auestellungshaus Calle ANDONAEGUI 2083 4 Quader vor Station Urquiza MUEBLfS _ WdteuñMrt j MODERNE WOHN- UND SCHLAFZIMMER j EINRICHTUNGEN — SESSELGARNITUREN SARMIENTO 1147 CABILDO 774 t . AUTO - REPARATUR - WERKSTATT „BENO” BEÑO HUTSCHNE& Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - nos —ii-L-JJSL!1 Jerusalem. — Das Zentralcomite der Mapai nahm einstimmig ein acht Punkte umfassendes Wahl - Programm an. das die folgenden Versprechen enthält: 1. Steigerung der Einwanderung und Eingliederung der Einwanderer als vordringlichste Aufgabe des Staates in heutiger Stunde. 2. Gewährleistung eines demokratischen 'Regimes mit persönlicher Freiheit und Gleichheit von Rechten und Pflichten aller Bürger. 3. Förderung jeder Art von privaten und genossenschaftlichen Investitionen. 4. Erweiterung der ländlichen Kolonisation und der Kooperativen zur Schaffung einer neuen Gesellschaft, in der die Ausbeutung des Menschen unmöglich wird. 5. Besiedlung des Negews und Galiläas und Entlastung der dichtbevölkerten städtischen Zonen und der Küstenebene. 6. Erweiterung der Möglichkeiten im Erziehungswesen. 7. Befestigung der israelischen Aussenpoiitik auf dem Willen zum Frieden und der Zusammenarbeit mit allen Nationen mit dem Ziel, einen arabisch-israelischen Pakt zu schliessen, der sich auf gegenseitige Unabhängikeit grüadet und die Armee als Friedensgarant besitzt. 8. Entwicklung der Wissenschaft, Forschung, Literatur und Künste. Vizeminister für Erziehung, Ami Assaf, der in der Debatte anlässlich der Aufstellung dieses Programms das Wort ergriff, führte aus, dass die Mapai ihren Wunsch betonen müsse, die Regierungs - Koalition beizubehalten. In einer Wahlversammlung verwies Justizminister Finehas Rosen darauf hin, dass der Abschuss der Shavit-Rakete in einem ungünstigen Augenblick erfolgt sei, da „diese Frage wie s« viele andere nicht dem Kabinett vorgelegt wurde.’' Er äusserte, da die Mapai sich das Verdienst für alle Erfolge selbst zuschreibe, so müsse sie auch die Verantwortung für die Fehischläge des Staates tragen. ,,Wir nähern uns absolut rieht der ökonomischen Unabhängigkeit’ , ' stellte er fest, „und noch ist der Frieden mit unseren Nachbarn nicht voraüszusehen.” Er betonte, dass die Liberale Partei an die Privatinitiative glaube und weniger Vertrauen zu Unternehmen habe, die von der Regierung abhängen, wie dies so gemässigte Sozialisten wie Fir.anzminister Levi Esbkol und Handels- und Industrie- Minister Pinchas Sapir erträumen. (ITA) gen”. Und von hier konnte man ziemlich schnell Anschluss an die „Odessa-Organisation“ finden, die für , falsche Papiere und Unterj grund-Transporte ins Aus- 1 land sorgte. Auch bestand in Schleswig-Holstein im so- . genannten Hauptquartier I von Dönitz noch Wochen nach der am 7. Mal 1945 in Reims Unterzeichneten „bei dingungslosen Kapitulation“ eine Art autonome deutsche Militärverwaltung, die stark j von Nazis durchsetzt war. I Leuchtenberg hingegen behauptet auch jetzt noch, dass Bormann zusammen! mit Degrelle unter falschem Namen in Spanien lebe, j Unter denen, die mit ehemaligen SS-Funktionären in engstem Kontakt stehen sollen, taucht immer wieder der Name der Baronin Til- 1 la von Jena auf, die in dem Seebad List auf der Insel Sylt lebt. Es wird behauptet, i dass sie eine vollständige Kartei besitze, die alle ehemaligen SS-Nazi-Funktionäre, die der sog. “HIAG” angehören, enthält, und auch Martin Bormann soll dort i verzeichnet sein. Die HIAG soll bekanntlich im Ausland . befindliche ehemalige Nazis und Offiziere unterstützen, wie auch deren Verbindung unter einander aufrechter- I halten. j Da die Baronin von Jena ja auch in Schleswig-Hol- : stein ansässig ist, denn die j Insel Sylt gehört zu diesem Lande, und da zu ihren engsten Freunden der frü- Botschafter an der Elfenbeinküste Jerusalem. — Der israelische Botschafter an der Eifenbeinküste, Schlomo Hillel, wurde auch zum Botschafter in Dahomey, Ober- Volta und Nigeria ernannt. Hillel hat seinen Wohnsitz in Abidjan, der Hauptstadt der Elfenbeinküste. (AWZ) here SS-General Reinefarth zählt, der heute Landtagsabgeordneter ist, kann man wohl kaum mit einer schnellen und ernsthafen Untersuchung rechnen, ob Martin Bormann noch am Leben ist und ob er sieh wirklich in Spanien befindet. Irüofn»«*: CAMARA DE COMERCIO ARGENTINO ALEMANA 25 d. Moyo 347, P. 3, Oi. 332 T«l 32-6293 B*. A*«s MATERIALES NACIONALES E IMPORTADOS ftapa LA INDUSTRIAL RAFFIA NMVM éMROl (M hitmé* mHóii« HILADO METALICO . DORADO V * PLATEADO f Procedendo É.C.U.U, y IlpKKÍM f IttfM 1*4. f («»MR ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE Sprechstunden: Dienste*, Mittwcch mul Freite* ven 15—18 Uhr VEftREtST: AB 24. JULI BIS 29. AUfiUST Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANO* TESTAMENTE - ERBSCHAFTSSACHEN VERTRAEGE - VERWALTUNGEN BUEROZEIT: 16—19 Uhr P0ETRRE00H KSt K|. 1*. US HEMS — T. E. S3-KI3 I

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