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Jüdische Wochenschau · 1961-08-01 · 1898 (1.8.1961) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1898 (1.8.1961)
Date
1961-08-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German, Spanish
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V franqueo pagado Concesión 908 Correo Argentino Centrai B SEMANA ISRAELITA Ano XXII. BUENOS AIRES, MARTES 1? DE AGOSTO DE 1961 No 1898 EL EJEMPLAR/I «o toda la Rapúbli«,^ ■ Bueno* Airea PUEYRREDON 2190 19 Uq. T. E. S3 . 2813 TARIFA REDUCIDA Concesión 162» Eine Zwischenbilanz f* *1 ' \ * SMgggg 1, ¿- ¡|||¡¡j|¡ l§tltä;Ä;V >’.v.stót*iS^a.. _ _ Wie. wirken der Eichmann-1 re gehen in ihrer allgemei-' Prozess und aii das Ent- ’ nen Tendenz durchaus nicht ¿.et'Iiche. «,i‘ er an den j aui Verharmlosung des unj iag kriegt. auf die öffentgeheuerlichen Tatbestandes liehe Meinung in Westaus und engen das Blickfeld deutschland? Es ist schwer auch nicht, auf den einen! sich darüber ein Bild zu Angeklagten und sein permachen. Wer unter öffentli-1 sönliches Schuldregister ein.! eher Meinung jene Me (nun- Kurz, w>er Augen und Oh-. gen verstehen will, die öfj ren nicht bewusst verfentüeh in Zeitungen und! schliesst, hat in der Bundes-, über den Aether ihren Ausrepublik Gelegenheit genug! druck finden, der wird eine zu sehen, zu hören und zu I recht positive Zwischenbi-1 erfahren, falls er nicht belanz ziehen. Den Publizisten I reits Bescheid wüsste. Er 1 des freien Deutschland muss wird gestellt von seinen In- \ bezeugt werden, dass sie | formationsorganen, die in, ihre Aufgabe in diesem Zu-1 diesem Fall ihre Aufgabe sammenhang mit grossem als eine moralische und [ Ernst durchführen. Das womöglich therapeutische deutsche Publikum wird | auffassen, von seinen Zeitungen, auch1 Ob er sich selber der i von den Massenbiättern, Vergangenheit seines Voi-! nicht geschont; das mit kes und seiner Mitverantdem deutschen Namen ver-. wortung für das Geschehe- , bundene Verbrechen des! ne stellt, das freilich hängt Völkermordes wird, so wie vom Bundesbürger ab. Uesein schauriges Bild aus i bergeht er den Zeitungsbeden Zeugenaussagen in Jerieht aus Jerusalem, schalj rusalem entsteht, in aller tet er sein Fernsehgerät ab, ' Breite und Eindringlichkeit wenn von Eichmann die j tagtäglich geschildert. I Rede ist? Oder isoliert er j Der Eichmann - Prozess ' sich mit einer Schutzschicht ist, wollte man ihn kalt-. gegen das, was ihn nach-! schnäuzig nur nach seinem denklich machen müsste,. Aktualitätswert beurteilen, flüchtet er sich in eine be-! in den vergangenen Wochen queme Oberflächlichkeit, die gewiss nicht immer ..sensazwar im Widerspruch zum tionell” geweseg_^ uno die j überkommenen Charakter-: Raumfliig^txiHl^T'Laos, in- ' M.'d des Landes steht, der Ben Gurlon besuchte auf der Rückreise von den USA, wo , nung in London. Das Bild zeigt öle beiden Staatsmänner neupoiriisetoe ^eschehni^ce man aber so oft begegnet? er — wie bekannt — wichtige Besprechungen mit derb in angeregter Unterhaltung. Churchill ' fühlte SI«-U seit haben iaus den T,«Ft„HPTXf irHFS I Pr;isidenten Kennedy gehrbt hat. den früheren briti-' seiner frühesten politischen Arbeit mit der Zionistischen Schlagzriiferir*^ät8r£ngt. Die j ECHq‘ jm vqlk Schen Premierminister Winston Churchill in dessen Woh- 1 Bewegung verbunden und zeigte stets grosse Interesse deutschen Redaktionen ha- ' . | für den Aufbau und die Entwicklung Israels, ben jedoch in der Regel der! Darüber ist kein« allge-| . Versuchung nicht nachgegej meine Aussage ’möglich. Es I " " . ——————____________ ben, ihn publizistisch ab-1 durch das „Ausland“. In Leserbriefe und Erfahrun-1 leichterten Feststellung beseinen Rücktritt zu nehmen, khngen und diese P^chc, «on erkennbar die bympto-• rechtsradrkalen Kreisen ist j gen im Gespräch mit Deutgnügen zu wollen, dass der , um das Ansehen der Bun- Ruckblendung ins Dritte ^e weisen in verschieden^ das Verfahren von Jerusa- schen davon, dass doch Eichmann - Prozess den1 desrepublik nicht weiter zu Reich von den politischen Richtung n. Es gibt Anzei-1 lern öffentlich als „Schau-; manchen Leuten ein Licht, Deutschen bisher nicht jene gefährden. Gegenwartsdramen über-1 dfr Inditterenz, jener prozess“ bezeichnet, und es i aufgegangen, ist, dass Viele! Prestigeeinbusse und jenen I Auch andere Famen, die spielen zu lassen, sondern schläfrigen G eichgultigkeit. ist ihm die Absicht unter-: tief berührt werden von politischen Schaden beunter den Umständen dieser dem, was sie aus diesem schert hat, den sie befurchj Wochen wieder stärker als Prozess erfahren, und sich | tet hatten — nicht zuletzt, Belastung des deutschen vielleicht zum ersten Mal eben dank dem Umstand. Prestiges empfunden werdarüber klar werden, mit dass andere akute Sorgen den als bisher, sind ins Spiel welcher Hypothek der deut-1 ihn aus dem Zentrum der ‘ gekommen, zum Beispiel sehe Name in der Welt noch 1 Aufmerksamkeit verdrängt der des früheren SS-Gene- Oeffentlichkeit sind zwar eher vereinzelt geblieben, aber niemand kann sagen, wie vieler Leute Empfinimmer belastet ist und wTar-, haben, um. Besonders getroffen dürfte die jung? Generation DER FALL GLOBKE rals Six, der gleich manchem seiner braunen Parteigenossen, einen hohen Posten in einem mächtigen halten ihren Berichten aus , die schon oft am Verhältnis schoben worden, Deutsch- Jerusalem — viele Organe der-heutigen Deutschen zu ]and zu diffamieren. Derhaben ihre eigenen Korre- ¡ihrer Vergangenheit bemerkt i artige Aeusserungen in der spondenten im Gerichtssaal, und kritisiert worden ist;1* — oft entgegen dem Nach-1 solche Gedankenlosigkeit richtengefälle und wohl dürfte wohl mehr als verauch dem Publikumsge-! stockter Trotz im Spiel ge- _^ schmack, nach wie vor eij wesen sein, als zum Beidüngen sie zum Ausdruck nen prominenten Platz of-1 spiel gerade in den letzten bringen. _____ fen. _ I Wochen die Tutzinger eine | An einigen Orten kamen! sein, der man allzu lange | Die Befriedung über die-, Nicht weniger ernst und : Strasse nach Ludendorff bein diesen Wochen antisemi-1 das Bild der Vergangenheit ,sen Verlauf könnte sich je- Industriekonzern bekleidet; eindrücklich ist die Berichtnannten und die Gemeindetische Handzettel in Umlauf j vorenthalten hatte und die; doch als voreilig erweisen. Six ist ebenfalls von der väter von Gifhorn auf dem | und das eine und andere ' es sich heute mit eigener- Mit der Nennung Globkes i Verteidigung als Entla- Wege üblichen Stimmenhan- Hakenkreuz, das wieder an i Bemühung aus den Fraghat zum erstenmal eine stungszeuge genannt wor dels einen früheren SA-Geeiner Wand erschien, mag menten zusammenzusetzen. Welle aus dem Gerichtsden, will aber nicht in Jefaltigen ^N^mfolger j eine psychologische Reak-j sucht. Statistisch zu fassen'saal in die Bonner Politik , rusalem aussagen, weil er und aufzurechnen sind dieübergeschlagen; der Name ’ als kompromittierte Gestalt se positiven Reaktionen nades Staatssekretärs Adenin Israel mit seiner Verturgemäss ebensowenig wie | auers wird möglicherweise haftung rechnen müsste, die negativen. In ihrer Qua-' in den jetzt angeordneten | lität entziehen sie sich der Vernehmungen einiger | - Meinungsforschung. I „Entlastungszeugen“ der In der politischen Welt1 Verteidigung, besonders des inTeressaniB Ulmrage Bonns scheinen sich manfrüheren Kriegsverwal-j Tel Aviv. — Eine Umfrache Routiniers mit der er erstattung in Radio und Fernsehen. Die Kommenta- Artigas-Wald in Israel Montevideo. -—■ Eine Delegation aus Mitgliedern des jüdischen Zentralcomit^s .aller Gemeinden* der uruguayischen Zionistischer. Organisation und des Vorstandes dm Keren Kajemet wurde von Aussenminister* Homero Martinez Montero empfangen, dem sie ein Dokument überreichten, in dem die Berndigung der Pflanzung des Artigas-Waldes zu Ehren des uruguayischen Nationalhelden beurkundet wird. Der Aussenminister nahm das Schriftstück bewegt in Empfang und brachte in seinem Dank zum Ausdruck, dass er selbst in Israel einer Setzling in diesem Wald gepflanzt habe md den Wunsch hege, eines Tages in seinem Schatten rasten zu können. (ITA) Röhms zum Bürgermeister , tion auf den Eichmann wählten. Dass dieser Mann prozess darstellen. Doch in der vorhergegangenen sind solche Erscheinungen Gemeindewahl die dritt-1 bisher sehr selten geblieben höchste Stimmenzahl er- Weit seltener, als manche reichen und sich &eit Jahr besorgte Leute im voraus und Tag als „Führer ‘ einer befürchtet hatten. Vertriebenengruppe auf- Auf der alKjerel. Seite zeuspielen konnte, deutet aller-: gen geradezu verzweifelte dings schon auf mehr als | auf mangelnden politischen Takt und verkümmertes; Vorstellungs - Vermögen, j nämlich auf eine stellenwei-1 se noch lebendige Gefolgj schaftstreue auch und gerade für prominente alte | Nazis. Sie hat zwar keinen alarmierenden Umfang und j kündigt auch nicht eine Zu-1 nähme des Rechtsradikalisj mus an, lässt aber auf verhärtete Restbestände der alten Gesinnung schliessen. die besonders in Vertriebej nenkreisen und da und _ dort: in ländlichen Verhältnissen im Norden, in Bayern neuerdings auch in der Pfalz, bei Gelegenheit aktiviert werden. Es gibt auch Zeichen von j Trotz und Ressentiments gegen die erneute Aufrol-1 lung der Vergangenheit Ansiedlung in Argentinien New York. — Ueber 400 Kandidaten für die definitive Ansiedlung in Argentinien sind in die Listen des United Hias Service eingetragen, wie Direktor Marek Schindeimann mitteilte. Die meisten dieser Juden stammen aus Osteuropa und dem Mittelosten. Schindelma.in besuchte den Sitz des Hias, um an einer Reihe von Konferenzen teilzunehmen. Er berichiete, über 1.300 Juden seien v.om Hias bei ihrer Ansiedlung in Argentinien in den 7 Jahren seiner Amtswaltung unterstützt worden, und alle diese Juden hätten sich nicht nur zufriedenstellend eingelebt, sondern viele von ihnen trügen in bedeutendem Masse zum wirtschaftlichen Wohlstand des Landes bei. In den letzten Jahren sei man bemüht gewesen, die jüdischen Neuankömmlinge nicht in Buenos Aires, sondern in Córdoba, Mendoza, Rosario und anderen Zonen anzusiedeln, womit man den Wünschen der argentinischen Regierung entsprochen habe, die eine Konzentration von Neueinwanderern in der Landeshauptstadt zu vermeiden bestrebt sei. (ITA) ■ tungsrats Merten, wieder ge, die in drei Tel Aviver auftauchen. | Krankenhäusern bei 1444! Aus Jerusalem sind jetzt; Wöchnerinnen und 345 an. . beschwörende Rufe deutderen weiblichen Patientin- | scher Berichterstatter zu | nen vorgenommen wurde,; vernehmen, diesen Mann! ergab eine Anzahl interes- . aus seiner Spitzenposition ' santer Antworten. 442 der zu entfernen, da er eine un-, Wöchnerinnen brachten ihr! erträgliche Belastung darerstes Kind zur Welt, 436; stelle und jedes Argument j das zweite, 233 das dritte zugunsten der Bundesrepu- und 333 das vierte oder mehr bük und ihrer Regierung j Von den befragten Frauen, allein durch seine Präsenz stammten 46,8 Prozent aus im Bundeskanzleramt zu-1 asiatischen oder afrikaninichte mache. Was Globke schen Auswanderungslänbisher zu seiner Entlastung I dern, 30,4 Prozent aus Euvorgebracht hat, scheint im; ropa und Amerika, während schärferen Licht dieses Pro- 22,8 Prozent in Israel ge-! zesses bei vielen Beobach- | tern an Bedeutung zu verlieren. Das Organ der deutboren waren. Die aus Europa und Israel stammenden Frauen wünschen Sozialdemokratie i schen grössere, die übrigen fordert ihn von neuem auf, 1 kleinere Familien. (AWZ). j Registre, de la Propiedad intelectual No. 656.635 Lmp*-e»o en la imprenta POLIGLOTA — Rlvadavit 631 'Sm ¡LEO BAECEJ ' J 1 IINSTITUTE NEW Y0BS I

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