Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1897 (28.7.1961)
- Date
- 1961-07-28
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/9616703-9612115-9612627--1512-9612634- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Viernes, 28 de J»lio de 1981 LA SEMANA ISRAELITA Aiï» XXII. — So. 1897 — 7 NT" PL Keine Diffamierung der Juden Rio de Janeiro. — Der Präsident Brasiliens, Janio Quadros, verbot in allen öffentlichen Schulen des Landes den Gebrauch des portugiesischen Lexikons, das zahlreiche ausgesprochen antisemitische Definitionen enthält, welche für die Juden beleidigend sind. Gleichzeitig verfügte der Präsident die Ernennung einer Kommission, der die Aufgabe zufallen wird, ein neues Wörterbuch für den Schulgebrauch auszuarbeiten. Präsident Quadros schritt zu dieser Massnahme auf Ersuchen der Föderation jüdischer Gemeinden Brasiliens. Der Streit um das Lexikon geht schon seit mehreren Jahren und erreichte seinen Höhepunkt vor einigen Wochen, als sein Verfasser sich weigerte, die Verbesserungen vorzunehmen, um die ihn der Präsident ersucht hatte. In diesem Lexikon wird das Wort ..Jude” mit ,.Hochstapler” erklärt und ,.Synagoge” als ..ein Ort. an dem die Juden ihre schmutzigen Geschäfte betreiben”. (ITA) In memoriam Benjamin Minz K*y£m£T! jivEpp * COMITE CENTnOEUROPEO corrientes 2294 — VI Stock — 'i E. 48-3695. 48.5662 ISRAEL 1950 UND 1961 Einer freundlichen Einladung unserer Mitarbeiterin, der Chawera A:ice Neumann und ihres Gatten, Folge leistend, fanden sich am vergangenen Donnerstag die Mitglieder unseres Comités und einige besonders interessierte Gäste zusammen, um unserem Vizepräsidenten, Chawer Werner Rosenberg. Gelegenheit zu geben, in kleinerem Kreise Reiseeindrücke wiederzugeben ynter Berücksichtigung der speziellen Aufgaben des KKL in der Gegenwart. Frühere Ausführungen ergänzend, vermochte der Redner die Unterschiede fein herauszuarbeiten, zwischen seinem Besuche vor elf Jahren und seinem jüngsten Aufenthalt im Lande, das er tatsächlich von Nord bis Süd in allen Teilen bereisen konnte. Vor allem bei Betrachtung des Hule-Tales dama s und heute, bei der Bewunderung d?r zahlreichen Wälder, die 1950 noch nicht existierten und ange- 'siehts der neuen städti- ' sehen Siedlungen, die es vor elf Jahren noch nicht gegeben hatte, konnte Chawer! Rosenberg auf das gigantische Werk des Keren Kajej met hinweisen, das heraus- I fordere zu immer stärkeren Leistungen unserer' Men- , sehen, zu,- Ausfindigmaj chung neuer Wege und Propaganda-Methoden namentlich für die Jugend.! Durch eine Reihe von Fragen an den Referenten | und die Anregung einiger I jüngerer Anwesender, dem KKL auf neue Weise Mitte] I zu erschliessen, sowie durch | die Vorführung der guten Aufnahmen, die Chawer Rosenberg und seine Gattin in | Israel gemacht hatten, fand der ungemein interessante Abend séinen Abschluss.! Für sein Gelingen sei an dieser Stelle nochmals ausser den direkt Beteiligten | dem Chawer Ernst Neumann und seiner Gattin hcrzlichst gedankt. Benjamin Minz war ein Chassid und ein Agudist. Diese beiden Faktoren formten seinen Charakter, waren sein Lebenselement und in gewissem Sinne auch sein Schicksal. Chassidismus und Agudismus sind fanatisch traditionsgebunden und R’ Benjamin Minz war lein unruhiger, strebender Geist mit offenen Augen und 'offenem Sinn, der weder Scheuklappen der Gesinnung noch beengende Hindernisse dulden wollte. Es lag ein innerer Wider. | spruch Bärin, dass er als; Agudist eigentlich Zionist! war. Er sah dje Zeichen | der Zeit voraus und widmete sich in der Renaissance des Volkes der Verwirkli- I chung. ja er hatte sogar oft 'etwas Revolutionäres in sich wodurch e-' nicht selten mit den Reaktionären im Agu- 1 clismus in Widerspruch geriet. 1 Seine Eltern gehörten al- I tun, vornehmen chassidi- [ sehen Familien an. Er ■ wuchs in Lodz zu reger pu- | fcbzistischer Aktivität her- 1 an. Seine wohlfundierte I ildung, seine Initiative und sein unermüdlicher Schaf- 1 Gnsdrang sicherten ihm bald eine führende Stellung in seinem Kreise, den er ' mit fortschrittlichen Ideen ' und einem klaren Blick für das Praktische des Lebens I befruchtete. Die Diesseits- I I.ebensbejahung des Chassidismus fand im Charakter von Benjamin Minz | deutlich klaren Ausdruck, und er folgte mit seiner Alija ins Heilige Land der Li. j nie der Wegbereiter der chassidischer. Lehre. Mit 22 Jahren bereits, im Jahre 1925, kam er nach Erez Israel. Zu einer Zeit, da nur wenige Zionisten | sleV nur Alija entschlossen, gehörte für den Agudisten doppelt starke Entschlusskraft dazu, aber der chassivon MEIR l il'lilU.li, Tel Aviv 11 and war in seiner Seele j s.ärker als das statische riement. j I Hier begann er seine neue , Existenz als Druckerei-Ar-' beiter, gründete dann eine , c:gene Druckerei. wurde 1 später Direktor der zionistisch-religiösen Tageszei. , lung ..Hazofeh”, und wirk- | re gleichzeitig in der agudij stischen Bewegung für die zu verschiedenen je nach der Fraki-.r war Zeiten. t.;ons - Konste lation, Vorsitzender der Innenkommission und Vizc-Vorsitzender der Knesset, was er mehr d:r Z'usammenarbeb mit der Mapai als seiner Fraktion, die ja zahlenmässig gclingfiigig war. zu verdanken hatte. Als ihn die Kooperation mit der Mapai vor einem Aufbau - Initiative des altneuen Landes. Daraus wur-jJ*,*lre dazu führte, mit der de fcloe' irhfi« eine I FAJ ir die Regierungskoalide folgerichtig eine Neu gründung innerhalb seiner B-wegung. die agudistische Arbeiterpartei Poalej Agudath Jisrael, die oaid auch in ande.en Ländern ihre non cúízutreten und Poslminüter zu werden, eröffriete dv oppositionelle Agudath tIsrael zusammen mit ih- [ee repräsentativen fnstitu- Zweieste len hatte. Benja-1tlonen uadtr Moezeth min Minz stand von vorn- Gdolej Hathorah: einen um- Ceiein und bis zum letzten i^e.-den Angriff gegen sei- Tage konkurrenzlos an der I Partei, der in ein Kesdische Drang ins Heilige Spitze der PAJ und erfreute1 sich bei seinen engeren Gesinnungsgenossen auf-' i-:chtiger Anerkennung und L-ebe. | Zur Zeit der Katastrophe I der europäischen Judenheit brachte er nach einem Eu- :opa-Besuch die Schrekkensbotschaft von den Massenmorden ins Land und t et' in einer erschütternden | Pressekonferenz den Jisehuw und seine Führung ij. sofortiger, entschiedener I Rettungsaktion auf doch I biieb sein App?ll leider erlo glos. i Ais Mitglied der Knesset I seitden ersten Tagen des israelischen Parlamentarisraus gewann er auch die | Sympathie der Funktionäre anderer Parteien, denen er schon aus der Zeit der Haj jgana, deren aktives Mitglied er war, wohlbekannt gewesen ist. Als Vertreter! j einer Arbeiterpartei bewies I J?r zum Unterschied von der '! Agudath Jisrael — wieder- 1 , l.elt Kooperationsbereit- | senaft mit der Mapai, die ihm bereitwillig repräsentative Positionen einräumte. rtir.kehrte, hatte er einer, ITerzar.-fad, von dem er : h : ur vorübergehend erhebe Auf di? Aufregungen durfte wohl auch die Gelbst ch* zurückzuführen sein di3 sich einstellte, und ein Schiaganfall bereitete die- 1 sem tatenreichen Leben am Tj Mai (15. Siwan) das frühe Ende. In einer Zeit, da er Angj’ffsz'el so vieler Agudist.-n war, veranstaltete Mil z im telaviver .Beth ischernichowsky’ eine umr.’ugr« che und interessante Ausstellung des Chassidismus, g’eichsam um zu bev.e,se>,. wie sehr er sich mir cl-’m Gedankengut des Chas- ■ujspu’s verbunden tiihite. Für seine Partei bildet das H.r scheiden ihres Führers fine schweren Verlust, besorrers jetzt, vor den \, ahien. da sieh dd PAJ mit der Agudath Jisrael wird messen müssen, die ihr verwirft, dass sie das Verbot des i-abbinischen Rates missachtend mit der Mapai paktiert hat und in tedreiben gegen ihn persönlich ausarte'e. Selbst Vor .Beleidigungen war er r,i(ht sicher, li-sss sich mitunter zu seinem Schutz von seinem Sohne begleiten, wenn er ausging: er konnte dachassidische Bethaus t;r-c Regierung eingetrelen in der Tel Aviver Achad Iis'"- dr die Forderungen der Haan, Strass? unweit seiner I Agudath Jisrael nicht er- Wohnung nicht mehr besu- , f”-iReben, so dass er gezwungen! ___• _ war, in einer Synagoge der | ,.\Jisr>»gdim zu beten und über die Hohen Feiertage uvi Kibbuz der PAJ Chefez | Cliaiirr. Zuflucht zu suchen. Auf der Posener Messe Wien. — Israel ist auch in diesem Jahre mit einem. Diese Lage blieb nicht ohgrösseren Stand auf der Infi? Euifluss auf seine Gej t?rnationaIen Messe in Posundheit und er litt seither sen vertreten. Der Stand. an Herzbeschwerden. Ais er wird von Frau Tigner vom he, Ausbruch der Regiej Handels- und Industrieminiru-gskrisc aus Amerika zusferium geleitet werden. ELEJfA HERZ L. JAQK SALMONA grüssen als VERLOBTE 18. Juli 1961 Buenos Aires ¿jLüijiijjjiiMiiiiiiiiiiiiiMiiniiiiintn iimtinMiimtnimDHiiiDiiiimiiitiiimiiimnitimtniitmtKtiniiniiiiimiiimininimiiin« -' EINHEITSKAMPAGNE Hoher KKL-Gast in Deutschland ' Rechtsanwalt Dr. S. Ussischkin ,der Sohn des grossen Kämpfers für den KKL. Menachem M. Ussischkin s. A., hat kürzlich mit seiner Gattin die KKL- Landeszentrale für die Bundesrepublik in Deutschland besucht. Es fand zu seinen Ehren ein Empfang im Leo Baeck-Saal der Gemeinde statt ,auf dem der Gast einen Ueberblick über die politische Situation in Israel und die besonderen Aufgaben des KKL gab. Ussischkin sprach u. a. von der Notwendigkeit der rascheren Besiedlung des Negew und von den Möglichkeiten die im Norden Israels bestünden. Den Abschluss dieses festlichen Abends bildete die Verlesung des Kapitels aus Chaim Weizmanns Memoiren iiber Menachem Ussjschkin durch den Landesrabbiner Dr. Salomonowicz, wodurch sich der anwesende Sohn sehr geehrt fühlen musste. — Mit der Drucklegung eines KKL- Luach in Deutschland wird in diesen Tagen durch die Landeszentrale in Düsseldorf begonnen. Ars Rnsoror Arboit Anlässlich der Feier des 03. Geburtstages von Frau KaroHna Königsteilt wurde durch die Mitarbeit von Frau Blanka Hift der Be ' trag "Von $ 2.000.— für den | KKL gesammelt. Auf den 1 Namen der Jubilarin werden 40 Bäume in Israel gej pflanzt. I Bei der Feier des 90. Geburtstages von Frau Hen- ( riette Simons wurde der Bei trag von 4 1.121.— zu Gunsten des KKL gesammelt, .wofür Bäum? auf den Na- | men der Jubilarin gepflanzt werden. ( Anlässlich der Feier des | 70. Geburtstages von Herrn Boris Chudnowsky in Bernal wurde der Betrag von 1$ 750.— für den KKL ge-! sammelt; auf den Namen d«s Jubilanten werden Bäuj me in Israel gepflanzt. Wir danken allen unseren Spendern und Mitarbeitern. | Unsor Telegrammdienst! E S Telegramme und Baumi spenden, bei jeder Gelegen- I heit, bitten wir, unter foli genden Telefon - Nummern aufzugeben: 70-9931 64-2966 54-3209 48-3695 Sekretariat 48-5683 i*Tnn***I i»IE BRUECKE ZWISCHEN UNS UND ISRAEL IST DIE BLAUE BUECHSE DBS KKL , „ 1961 Im Barmizwah-lahr Israels: Neue Einwanderer Neue Siedlungen Neues leben mit neuer Kraft ANNAHMESTELLEN: CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL, COMITE CENTROEUROPEO Sarmiento 2376, 39, T.E. 47-3820 und saemtliche Sekretariate der au gesehlossenen Organisationen und Gemeinden iiiiiiiiiiiiiHMHfHHHHiiiHHmiiiimiiHniTrnmmiiiTmtir ^^6+++/+++:/.+++/+/++0++:+^://A