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Jüdische Wochenschau · 1961-07-07 · 1891 (7.7.1961) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1891 (7.7.1961)
Date
1961-07-07
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German, Spanish
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FRANQUEO PAGADO i » 0 .5 4M Coacesi^n W8 j Ä “ S W t- 4; < V 1 TARIFA REDUCIDA I Concesión 1629 1 SEMANA Ano XXII. BUENOS AIRES, VIERNES 7 DE JULIO DE mi No. 18dl EL EJEMPLAR! n toda la RepúbHcatt - Bueno« Airee PVJETRREDON 21M 1* T. E. »3 . MI3 i»». OAS ARABISCHE FLUECHTLINGSPROBLEM ln einem Interview, das König Hussein von TransjordanieV am 17. Januar. 1860 einem Korrespondenten der Associated Prass gewahrte, sagte er mit unerwarteter Offenheit: ..Seit 1948 haben die aca-, bischen Führer die Palästi-' ««frage in unverantwortli-. eher Weise behandelt. Sie | haben keine Pläne und keine bestimmte Einstellung. j Sie haben die Palästinenser Jüc_ egoistisch j politische . ,| Zwecke benutzt Das ist lächerlich, und ich konnte savon einem Sonderkorrespondenten vieler Flüchtlinge ansammeln. so ist dies das Ergebnis der Politik der Feudalherrscher und militärischer Diktatoren, die jetzt die arabischen Länder regieren. - Obgleich im letzten Jahrkann zehnt die meisten arabiwenn sehen Länder ihre Herrscher gewechselt haben, besteht weiterhin die Feindschaft gegen den jüdischen Staat, der auf Beschluss der Vereinten Nationen entstand London. 2. Oktober 1948). Das Flüchtlings-Problem, das durch politische Erwägungen der Araber geschaffen wurde und als ein Mittel politischer Erpressung am Leben gehalten wird, nur gelöst werden, die arabischen Herrscher dies wünschen. tung aufstellen, dass die Lösung eines solchen Problems in einem so ungeheuer grossen Land wie Indien viel leichter sei als in den arabischen Staaten. Wir möchten jedoch einige Parallelen ziehen. Die neun Millionen pakistanischer Flüchtlinge stellen 2 Prozent der Bevölkerung Indiens dar. Selbst wenn wir; zugäbeu. dass die Zahl der arabischen Flüchtlinge eine Million beträgt (in Wirklichkeit ist diese Zahl stark , übertrieben), würden sie . weniger als 2 Prozent der I gesamten Bevölkerung der arabischen Staaten ausmachen. ka»nt war Zahlreiche neu- - "’'Z'TT’l "" ul« vu“ 1,,rel“, Für die Absorbierung der trale Beobachter die das Entstehen zu vet-.früheren Wohnort vertrie-! Flüchtlinge hat Indien 287,25 FiüchtüngsProblem studiert * mSchlauen urd ver-*?“ WOIdf wat£>; Pfund oder 804,3 Die schlauen und verüberwiegende Mehrheit die-1 Millionen Dollar ausgege-, 1 ser Menschen hat ihr Leben ben. Der Betrag pro Kopf .in anderen Ländern wieder belief sich also auf etwa) | aufgebaut. Ihre Einordnung 90 Dollar, während die 1 FLUECHTLINGE IN ANDEREN LAENDERN ln der ganzen Welt gibt es zahlreiche Fälle der Lö- Mb dies-n Worten hat er ' und d*" d,e?a”den paJa^‘! von Fluchtliogsprobleh»Sl mr»ff-*n nens<seher 'rabef und die Nach .dem letzten Inhtbrh* 2’ allgemein be-! Heere der arabischen Staa-, Krieg gab es 4C Millionen a , ten vergeblich gleich bei Menschen, die von ihrem seinem Entstehen zu ver-. früheren Wohnort vertrie-! nichten suchten. I ben worden waren. Die , , , , .; Die schlauen und verhabeu. haben die einzig mog-, hJ Herrscheihofflicbe Schlussfolgerung geteQ * Laufe der Jahzogen. dass für d<e arabi-, 1.^ die WeU verg€SSen wür. sehen Herrscher die Flucht-; linge nur ein VON DER STREIKLAGE IN ISRAEL Tel Aviv. — Obwohl der Streik der bes Aerzte und Ingenieure vorläufig vermieden * konnte, nachdem die Regierung ’ versprochen . gunsten der von den Akademikern gestellten For rungen zu intervenieren, ist der Eisenbahntransport j im ganzen Lande praktisch stillgelegt. Die Verwal-i lungsbeamten, Signalwärter und Streckenpersonal ha-! ben als Protest gegen die Gehälter die Arbeit nieder-1 gelegt. Nur zwischen Tel Aviv und Haifa liefen noch einige Züge. Der Aerztestreik ist abgesagt worden, bis die Forderungen der Aerzt« von einem interministeriellen Comité gepiift sein werden. Die Ansprüche der besoldeten Ingenieure wurden zum Teil erfüllt, und eine definitive Einigung steht bevor. Ein neuer Streik ist in einem anderen Zweig der israelischen Industrie ausgebrochen, nachdem die Arbeiter einer der grössten Textilfirmen. ATA, ihre Forderusgen auf 6 Prozent Gehaltsangleichung an die erhöhten Lebenskosten abgewiesen sahen. Die Unruhe unter den Elektrizitäts-Arbeitern ist aut Zusammenstösse in verschiedenen Fabriken zurückzuführen und steht mit den kommenden Wahlen in Zusammenhang. Mehrere ..Aktions -Comités der Arbeiter, die ohne Befragung der Belegschaften gegründet wurden, konnten dazu veranlasst werden, sich j wieder aufzulösen. (ITA) gen, die von c’em schungsausschuss für europäische Flüchtlingsfragen unternommen wurden, fassten ihre Ergebnisse wie folgt zusammen: , Die offizielle Einstellung der Gastländer ist allge- - - - -vjm-.üw v er hindern, da die Flüclit- .... , ‘ 1 de, dass sie es waren, die po 1 1S^UQs die palästinensischen Ara- P j.her aufforderten, ihre Heimat zu verlassen, um die arabische Invasion leichter durchführen und Israel für das arabische Flüchtlings- Problem verantwortlich machen zu können. Diese Beschuldigung kann mit zahlreichen und schwerwiegennen Auszug ging leichter, schneller und.uNWRA etwa 350 Millionen natürlicher vonstatten, wenn Dollar für arabische Fliichtsie unter Menschen., ihrer ¡ingshilfe verausgabt hat, I stisehe Tendenzen offenbar I würden, nur nach den Bestimmungen des Strafgesetj zes wegen Religionsstörung Tel Aviv. — Zwei Israeli-' 0der wegen Aufreizung zu ■! I sehe Unterseeboote unter- Feindseligkeiten gegen Minauf Ati«fcildMNg«f*fcrt eigenen Rasse, Religion und; also etwa 350 Dollar pro Kultur angesiedelt wurden.! Kopf (auch dies ist unter Ein hervorragendes Bei-1 der Annahme Zu verstehen, spiel hierfür ist der Staat dass es eine Million Flächt- . , . , . „. . Israel, der bei seiner Grünlinge gibt). Die Absorbie- ( nahmen kürzlich eine Aus-, ¿^rheiten durch den Staatsdung eine Bevölkerung von ■ rung in Indien, das nicht zu I aus einem Be- 1 etwa dreiviertei Million den reichsten Ländern der Joclen .hatte.- Seitdem sind Welt gehört, wurde _ohne in-^ _ ¿ordnet worden; .. etwa . ~die^; nationale"Fonds habenlbre 1 ziele. (AWfc)“ bildungsfahrt im Mittel- . anwalt verfolgbar. vneer. Dabei benutzten die Diese Bestimmungen set- Boole bei ihren Angriffs-; en jedoch für die heutigen »IrAiii. i» Hngea^s ^^Druckmittel;^üb^das Schicksal iin- [ werdOMuk TieTräcHTeT we?3en'. um die grisstmögiieh-e Anzahl von ■. den folgenden Tagen Konzessionen zu erhalten.” erliessen die jüdischen Be- (REMP Bulletin. Den Haag, hördelvdie jetzt Haifa voll- 1957. S. 26). ständig in der Hand hatten, ARABERFUEHRER HINDERN ANSJEDLUNG einen dringenden Aufruf an j aIle Araber, i i Haifa zu bleiben .. und versprachen ihnen Schutz und Sicherheit..; Es ist der schlechte Wille ( Doch blieben von den 62.00Ö j der arabischen Herrscher, Arabern, die früher in Haider die Ansiedlur.g und Rej fa wohnten, nur 5.000—6.000. habilitierung der Fliichtlin- : Verschiedene Faktoren be-' ge verhindert. Wenn die einfiuss<en ihre Entschei- Flüchtlinge in Transjordaj dung. sich durch Flucht in I nien noch heute in proviso- Sicherheit zu bringen. Es rischen Unterkünften leben,; besteht kaum ein Zweifel, I wenn ihnen im Gazastrei-1 dass der wichtigste die=er fen die Möglichkeit genonv Faktoren die Aufrufe der; men wird, in Aegypten Arj Höheren Arabischen Exej beit anzunehmen und sich kutive über das Radio wa,- wirtschaftlich einzuordnen, ,-en. die die Araber Haifas, wenn Bitterkeit und Feindj drängten, die Stadt zu ver-' Seligkeit sich im Herzen lassen...” (The Economist, Flüchtlinge aus arabischen Ländern. Dieser Bevölkerungsaustausch, der nicht durch ein Uebereinkommen herbeigeführt wurde, sondern die Folge politischer Gesotz ¿egen Rassenhetze geplant i Ereignisse war. der einen Seite der Grenze! ein ständiges politisches I Problem und auf der israelischen Seite der Grenze ■ konstruktive Ansiedlung. Ilunderttausende von Einwanderern, die mittellos ordnung arabiscber Flüchtlinge angeboten, und auch Israel hat sich bereit erklärt, Entschädigung zu! „ . zahlen : Wien. — Der osterreichi- __ Bei ihrer wirtschaftlichen j sche Justizminister Dr. Broschuf auf I Einordnung haben die I erklärte, wenn es sich . Flüchtlinge in Indien durch als notwendig erweisen sollihre Fähigkeiten Erfahrun-i "'iR'de er dem Parla- ' gen und Leistungen zur Entment ein besonderes Gesetz Wicklung des Landes beige-. SeSen Rassenhetze vorletragen. Wieder einmal wurteilte mit dass zur de der Beweis geliefert, ■ etwa ein Dutzend Verdass wirkliche Einordnung j fahren wegen j um nicht zögern, dem Par- ' lament vorzuschlagen, diese Bestimmungen in Form eii nes gesonderten Gesetzes zu beschliessen und nichj erst | die Reform des gesamten Strafgesetzes abzuwärten. ( (AWZ) Gefaengnis für! Beschimpfuni; I Düsseldorf. — Zu 18 Mo- Inaten Gefängnis wurde in antisemitiaus dem Jemen. Aegypten, keine wirtschaftliche Belasc^er Provokationen im Dresden der Angeklagte Irak, Syrien und den mosj stung darstellt, sondern im j anS^ seien. Nach gelten-, Wieland M. verui teilt, weil lemischen Ländern Nord- Gegenteil ein Anporn für In Israel ist man verwundert Jerusalem. — Die israelischen Beamten sind höchst verwundert, dass die Regierung in Bonn zum! Botschafter Westdeutschlands in Schweden Karl Werkmeister, den einstigen diplomatischen Vertreter ( des Hitlerregimes in Budapest ernannt hat. Werkmeister bat Nazideutschland dort repräsentiert, als Eichmanns Tätigkeit in Ungarn ihren Höhepunkt er-1 reicht hatte.! Zuerst waren sich die israelischen Beamten nicht; einig, ob der neue Botschafter der westdeutschen Re- gierung mit diesem Werkmeister identisch ist. Doch' inzwischen erklärten sie, sie seien davon überzeugt,! dass es sich um den Adjutanten des berüchtigten. Veesemayer handelt In israelischen Kreisen bedauj ert man diese Ernennung, die in einem Augenblick : erfolgt, in dem die Aufmerksamkeit der Weltüffent-! licbkeit durch den Eichmann-Prozess auf die Exnazis! gelenkt wird, die noch in der bonner Regierung tätig sind, isnd diese Ernennung einen Exnazi betrifft, I dessen Name mit dem traurigsten Kapitel der Aus-j rottungs-Aktion der Hitlerschergen verknüpft ist. Es wird vor altem unterstrichen, dass Werkmeisters Vorgesetzter, Veesemayer, besonders gegen den schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg agi-1 tierte, der sich im Kriege die Rettung der ungarij sehen Juden zum Ziel gesetzt hatte. (ITA) | afrikas kamen sindin Is- ■ weitere Entwicklung ist. j raels wirtschaftlichem und I Zur Lösung des arabi-1 kulturellem Leben völlig ab-' schon Flüchtlingsproblems, sorbiert worden, nur weil das durch den Angriff der, die Regierung Israels und 1 arabischen Staaten auf Is-1 die Bevölkerung den Wunsch rael geschaffen wurde, fehhatten, sie aufzunehmen len weder Land, Wasser, j und ihnen als gleichbeiech-, Geld noch internationale tigte Bürger neue Lebensj Unterstützung. Nur eins; möglichkeiten zu geben. ' fehlt — der aufrichtige . Wunsch der arabischen i DAS BEISPIEL INDIENS , Führer 2ur Lösuag des Pro. I Ein weiteres und nicht blems weniger überzeugendes Bei-1 _ spiel ist die Absorbierung von neun Millionen pakistanischer Flüchtlinge in Indien. Eine offizielle Veröffentlichung der indischen j Regierung, die in London. dem Recht seien antisemitier in einer Gastwirtschaft sehe Aeusserungen, soweit1 einen Juden ,.in sehamlosie nicht als Ehrenbeleidiser und zynischer Weise” gung durch den Betroffe- ( geschmäht und ihm ein Glas nen verfolgt werden, und Bier über den Kopf geschiitsoweit nicht nationalsozialitet hatte. (AWZ) Lateinamerikaner in Israel Jerusalem. — Eine Delegation des Verbandes laerschien (Indian News), bej teinamerikanischer Immilichtet über die Absorbie- ] granten wurden vom Prä$irungs- und Aufbaupläne, die . den ten der Exekutive der in Indien durchgeführt wur-(jewish Agencv, Mosche den, über Wohnbauprojekte Sharett, empfangen, mit und Betufsschulung, über j dem sie Probleme der wirk- 130 Krankenhäuser, mehr samen Eingliederung der als tausend Schulen und 500 Neuankömmlinge aus Südneue Siedlungen, die für die | amerika besprachen. Flüchtlinge geschaffen wurj Die Delegierten machten den. Riesige Landflächen j Sharetf darauf aufmerkwurden den landwirtschaft- \ sam( dass es zur Zeit der liehen Siedlern unter den (Gründung Israels im Jahre Flüchtlingen zur Verfügung ] 1943 nUr 350 Lateinamerigestellt. Im Laufe von zehn . Vaner in Israel gab, deren Jahren wurde das Problem!Zahl ihres Wissens sieh, | von neun Millionen Flucht-j heute auf 1.500 beläuft, die; lingen gelöst. hauptsächlich in Kibbuzim Man kann die Behauplieben. (ITA) EINE PROVOKATION MOSKAUS v 1 Jerusalem. — Das israelische Aussenministerium j stellte die Beschuldigungen, die die Regierung der j URRS gegen einen israelischen Diplomaten wegen J Spionage erhoben hat, energisch in Abrede. Der j Sprecher des Ministeriums bezeiehnete die Nachricht j der Tass-Agentur über die Gründe für die Ausweisung des Ersten Sekretärs der Israel-Botschaft in Moskau Jaakow Sharett als ,.einen neuen Fall von Provokation seitens der sowjetischen Geheimpolizei” und „ein Netz von Verleumdungen vom eisten bis zum letzten Wort.” „Weder dieser noch irgendein anderer israelischer Beamter der Botschaft”, so heisst es in dieser Erklärung, ,hat sich je an Spionage noch an der Verbreitung antisowjetischen Materials in der Sowjetunion beteiligt”, und „die Ziele, die die Tass-Agentur verfolgt, liegen auf der Hand.” Kopenhagen. — . aakow Sharett, der Erste Sekretär der israelischen Botschaft in Moskau der von der Sowjetregierung ausgewiesen wurde, beschuldigte die Sowjetunion bei seiner Ankunft hier, dass sie gegen j ihn „einen falschen pionagefall ■ fabrizieren” wolle. Sharett erklärte, er und seihe Frau seien von der sowjetischen PoÜzei „hart” behandelt worden. (ITA) Registra de 1» Pr o p iedid Intelectual No. 656 $85 Impreso èn la Imprenta POLIGLOTA — Äivadavi« Ä1 'i ,-vh;. LEO BAECB Ar institutk? NEW YOEK^./^y. » «W- 'wM.-S :

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