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Jüdische Wochenschau · 1961-06-30 · 1889 (30.6.1961) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1889 (30.6.1961)
Date
1961-06-30
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Spanish
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VHr»e*, 3« de .loni© LA SEMANA ISRAELITA Neue Spannung im Orient AB« XXII. _ Xc. 18λ |jekt eignet: die arabischen sehaft solle wieder aufge-( (Schluss von Seite 1) ihnen bis dahin hermetisch Flüchtlinge, die für die Araber einen unschätzbaren Wert haben. Man müsste sie erfinden, werden sich die arabischen Politiker muss aufpassen Er darf von arabischer Seite mit! .die russischen Sympathien Amerika geführt worden' verschlossen waren , "kht verlieren. Das würde seien, liegen nicht vor. lm-i^„. ¡fl,r ihn bedeuten, dass er merhin gibt es einige Fin-1 ..wfnn es s*e nicht Der Westen verfahrt nach; nicht nur für den Kreml, gerzeige, dass Präsident g ben wurdegleichen Grundsätzen. Versondern auch fürs Weisse Kennedy mit den Aegyptern ' ,Das es sich eigentlich garteidiger der Freiheit gegen Haus .in Washington uninüber die Zukunft des Mitt alle kommunistisch-faschiteressant wird. j leren Ostens verhandelte g ischen Unterdrücker hat j Vielleicht sollte man die um das von Eisenhower ver- Nordameiika ein Bündnis Frage viel gründlicher unlorene Terrain wieder aufmit Franco - Spanien - getersuch?n. als dies bisher der zuholen. Fall war. aus welchen Wie die Dinge sich histo- Gründen Krutschew den risch entwickelt haben, wurnicht Flüchtlinge im frischt werden. Das alles klingt viel harmloser als es ist. Denn der Besuch des Generalsekretärs der Arabischen Liga war gut vorbereitet 'worden. Die deutschen Diplomaten in Kairo und Damas-' kus waren zuvor in Bonn 1« SEMANA ISRAELITA schlossen. Dass dort hunderte Menschen in Kerkern schmachten, weil sie n.cht die offizielle Meinung des Landes teilen, dass dort jede Individualität unterdrückt wird, iede Freiheit ausgelöscht ist stört die Amerikaner nicht; sie brauchen die Flugbasen in Spanien. um die Freiheit an anderen Stellen der Erde zu schützen. In dieser komplexen, widerspruchsvollen Welt, in der Ost "ie West bereit sind, jedes Prinzip, das ihnen heilig ist um eines Vorteils willen im Kampf um die Vorherrschaft über eir.e unglückliche Menschheit aufzugeben und zu opfern. ist es schwer, seinen Grundsätzen treu zu bleiben. Der kleine Nasser — und im Verhältnis zu den Giganten ist er sehr klein. ägyptischen Parlamentariern Vorhaltungen machte und sie darauf hinwies, dass Nasser die Verfolgung von Kommunisten unterlassen solle. Niemand wird annehmen. dass er es den Kommunisten Aegyptens zuliebe getan hätte. Der Kreml hat ruhig zugesehen wie Hitlerdeutsehland Kommunisten misshandelte und ermordete. ohne einzugreifen, ohne zu warnen, ohne Proteste zu erheben, ohne sich daran stören zu lassen mit dem Dritten Reich eine neue polnische Teilung abzuschliessen. Und wenn Krutschew seine ägyptischen Parteifreunde schützen wollte, warum hat er es nicht schon längst getan? Natürlich gibt es für die Beantwortung dieser Frage keine festen Anhaltspunkte. Man ist auf politische Kombinationen angewiesen, wie so häufig auf diesem Ge- — versucht sich in dieses teuflische Spiel einzuschalten. Ihm ist hierbei jedes Mittel genehm, denn in die-; ser aufgewühlten Vielt . biete, das dem neutralen niemand mehr nach Ge- 0(j€1. aussenstehenden Berechtigkeit und politischem; trachter mitunter Rätsel Ansfand. Natürlich ist h*asaufgibt, die kaum oder nur ser nach der Strafpredigt, sehwe„ zu ]ösen sind Man die Krutschew seinen Paria- . darf mit einer an Sicherir.entariern gehalten hat.; heit grenzenden Wahrhellhörig geworden. Er scheinlichkeit annehmen. _____! dass gewisse Vorgänge im westlichen Lager diese russische Reaktion ausgelöst 1 haben, um Nasser zu wari nen. sich nicht zu weit mit! den Amerikanern einzulas-! sen. Klare Verlautbarungen de das ägyptisch-russische Bündnis von Nasser aus Gefühlen verschmähter Liebe abgeschlossen. Der reichlich selbstherrliche Dulles, dessen politische Fehler zu cr.er völligen Katastropher.politik geführt haben, glaubte un*er Missachtung der berechtigten Forderungen aller Nationen des Mittleren Ostens seine Petroleumpolitik durchsetzen zu müssen. Er wollte sowohl Israel wie Aegypten das Diktat seiner Interessen aufdrücken. was ihm in beiden Fällen nicht gelungen ist. Israel erwies sich durch die Festigkeit Ben Gurions entschlossener als das mächtige Amerika, während Nasser einfach die Front wechselte. wenigstens zu einem recht erheblichen Teil. Die Amerikaner sassen zwischen den Stühlen. um Sinne des Wortes handelt, jZUr Berichterstattung ersondern um Opfer arabi-1 schienen und sollen einen scher Machenschaften starken Druck auf die Rehaben doch diese Fliichtlin- ( Sprung ausgeübt haben, ge ihren Wohnsitz in Palä-jd>e arabischen Politiker stina nicht verlassen, weil 1 nicht nur mit allen diplomaste von den Juden vertriej tischen Ehren zu empfanben worden waren. — ist ¡ gen, sondern ihnen auch gesrbon zu wiederholten Ma-! wisse Zusagen und Versprejj.strnar.arjo — aparece *os Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Dr. H. Swarsenslcy Pueyrredón 2190, 1? izq. T. E. 83-2613 80.6930 Abono-Preis: Argentinien: $ 75.— pro Quartal Ausland $ 450.•— jährl. Kennedy den Arabern nicht len ausïesprochen worden.! chungen zu machen. Wenn1 geringe Versprechungen ge- Aber alle Argumente werauch keine Einzelheiten j macht haben muss, den stumm, wenn es sich über die Gespräche zwi- | Dass die Kanadier bereit um Politik handelt. Kenne- . sehen deutschen und arabisind, die israelische Posidy dürfte keinen Hindef sehen Politikern bekannt ge-! fion. ebenso wie Frankreich rungsgrund gefunden hageben worden sind, liegt die es tut zu fördern ist ben. um den Aegyptern Hil- I Vermutung nahe, dass ge- | durchaus möglich und’auch fe in dieser Angelegenheit! wisse Versprechungen erwichtig. Denn Israel zu Lasten Israels zu verfolgten, die allerdings nicht sprechen. unbedingt zu Lasten Israist dringend darauf angewiesen. politische Freunde zu Um dieses Geschäft über i e.^s Sehen müssen. Die plötzhaben, die an den arabidie Flüchtlinge zwischen j hche Wendung Krutschews sehen Oelquellen weniger USA und VAR zu fördern. | längst bekannte Zu-1 als die Amerikaner jntermusste von ägyptischer Sei- Stände in Aegypten deuten! essiert sind, te etwas unternommen werdarauf hin. dass auch in | Das jetzige Schreiben, das den. zumal die Russen ner-1 Abreden erfolgten, devon der israelischen UNvös wurden und vorerst zu-' ren ^''el eine Entfremdung ' Delegation dom Sicherheitsrückhaltend opponierten. i der VAR gegenüber der|rat übergeben wurde, ist Die arabischen Politiker i Sowjetunion gewesen ist. -j, •j - ,ejn weiteres Zeichen für die suchten eine andere An-. So gibt es also versehiesteigende israelische Wachsamkeit. Dass Israel keine grossangelegte politische j Aktion gestartet hat. dürfte wohl darauf zurüc-kziführen sein, dass die Durchschlagskraft des Si- | cherheitsrates in letzter Zeit als stärker Israel will Dr. FREY griffsfläche; sie glaubten, [ dene Anzeichen dafür, dass! sie in Bonn gefunden zu hadie Diskussion über die ben. Dort setzten sie aiso zu > Orientfrage wieder aufge-j einem weiteren Schlag ein, nommen werden soll. Die Wie es Diktatoren häufig 1 um sich der — mutmassli-! Sehiessereien an der israezu tun pflegen, ersetzt Nas- . chen — Zusicherungen Kenlisch-s.vrischen Grenze lieser im wesentlichen Macht | nedys ganz sicher zu werj fern die schon bekannte mu- I durch Reden. Er droht mit: den. | sikalische Untermalung für! eher geringer seinem Stellungswechsel, j So machte dem der Gedie künftigen B^spreehungeworden ist. Allmählich verliert aber dieneralsekretär der Arabi-! §en- Israel steht dieser Ent- ' keine Zeit auf lange Debatses Zaubermittel an Wirksehen Liga. Abdel Khalek wieklung nicht ganz taren-lter. verwenden. Man kennt samkeit. Deswegen war er Hassuifa, einen Besuch in tos1 gegenüber. Die Reise1 in den UN die israelische recht gefügig, als Kennedy j Westdeutschland, wo er — Ben Gurions nach Kanada ■ Entschlossenheit, für den aut eine festere Haltung der gegen jedes Reglament — ur)d seine Begegnung mit i Frieden einzutreten, aber VAR drückte, was wiedermit den Ehren empfangen Kennedy dürften dem Zweck : auch die israelische Bereitwurde, die-sonst nur einem gedient haben eine nähere , sehaft, die Grenzen des Staatsoberhaupt erwiesen [Aufklärung der bisher im j Landes gegen jeden arabiwerden. Er verhandelte mit; Verborgenen liegenden Vorsehen Uebergriff zu verteiverschiedenen Ministern, u. j gänge zu erhalten. Offen-j digen. Unter c1!es4n Um- Abogado PUEYRREDON Í1»0 1* L*q nachm 16—19 Uhr über Besprechungen, die lj REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 5Ö9 T E. 49-5850 i ‘—•—'i J. 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Man erklärte ihm, handlungspartner Aegypten .Israel werde keine Waffen a. mit dem Vizekanzler sichtlich war das Ergebnis Prof. Ehrhardt. besuchte der Besprechungen mit Berlin, wo er von Bürger-1 Kennedy nicht sehr zufriedenstellend, denn nach dieser Begegnung traten weitere Symptome auf, die den Schluss nahelegen, dass JUDITH SCHENKOLEWSKl KULTUSSTICKEREiEN Schabbosdecken - Tallisbeute' Käppchen . Maz. zot-Taschen - Hand- und Maschinenstiekerei von Bett- und Tischwäsche BEßEDERO 2585 T. E. 73.9155 irgendetwas anbieten. Was lag also näher, als ihm Versprechungen aut Kosten Dritter zu machen. Dieser Dritte, der die Zeche bezahlen soll, ist im Mittleren Osten immer Israel. Da gibt es ein Problem, das sich glänzend zum Handelsobvon Deutschland erhalten, das Abkommen werde nicht erneue-t und die alte deutsch-arabische Freund- Propiedades Frankenberg berät Sie Kostenlos und unverbindlich beim Kaut oder Verkauf von CESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSER Manuela Pedraza 2530 pl o. Dp. B T. 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