Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1961-06-27 · 1888 (27.6.1961) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1888 (27.6.1961)
Date
1961-06-27
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/9616703-9612115-9612555--1437-9612560
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

'1 * KUNST Neue Bücher Literarische Notizen i Zungen in )n f)r, f'mTZ BERGER -itab von dw man die darüberliegende 'fassen mittelalterlich-arabische und , wer err«id die tiefer liegende hellenioosnische Mofische Schicht, und Tschet Mit dieser Ausgrabung dort in Han wurde die Aufmerksamkeit antiken Bandes breiteren Publikums Caesarea ehtet "aret^auf Caesarea gelenkt. noet erkenn. Im Sommer 1956 erfolgte 1 ™d Türmen die nächste Ausgrabung. Es er. Auch des wurde nahe den schon 1945 Meter breitet festgestellten Mosaiken eikonnte man ner Synagoge am Meer das srkennen. Aber zugehörige Synagogengebäuuf uar er mr de aus der talmudischen ur.d Bäume Zeit am nördlichen Ufer r verdecktet ausgegraben. H'er fand man ‘ klaren I'b ejne Mikwe und die zugehö- ■n weiten Feirige Wasserleitung sowie ■agen in wt Inschriften aut Säulen und nanöer Sanier, Mosaikfussböden.;ste auf der Die nächste Ausgrabung ie der antiket legte auf einem der römischen Stadtmauer östlich vorgelagerten Hügel einen grossen byzantinischen Mosaikfussboden aus dem 7. Jahrhundert mit den reizvollsten bunten Tierdarstellungen frei. Im Jahre 1959 begann eine italienische Expedition die Ausgrabung des grossen römischen Theaters, die zur Zeit bereits in der dritten Grabungssaison durchgeführt wird und in den nächsten Jahren fortgesetzt werden soll. Auc-h ein Teil der römisch - oyzantinischen Sfadtmauer wurde von die, ser Gruppe ausgegraben. Im letzten Sommer dehnte sie ihre Forschungen auch auf das Küstengebiet aus und stiess dort auf die von ¿•.gjWjrtag- Josephus berichtete unterirsich mit monumentalen xuTinelanlagen unter der gesamten herodianischen Stadt hinzog. Im Jahre 1960 erschien das amerikanische Forschungsschiff Sea Diver“. um die Tiefsee-Erforschucg des alten herodianischen Hafens zu beginnen. Bereits vorher, im Frühjahr 1960. hatten die umfangreichen Arbeiten begonnen. für die die Touristikabteilung Gelder zur Verfügung gestellt hatte und deren Fortführung jetzt für längere Zeit projektiert ist. Aus den Ergebnissen dieser Arbeiten sei das Wichtigste hervorgehoben. Von dem nördlich der Stadt gelegenen stark von Dünen verdeckten Aquädukt. den im 2 Jahrhundert die römischen Legionäre erbaut hatten, ist eine vorher versandete Strecke von mehr als dreissig sechs Meter hohen Bogen fr-gigelegt worden, die im Kontrast gegen das blaue Meer einen schönen Anblick bieten. Die von d’m französischen König Ludwig dem Heiligen am Jahre 1251 erbauten Burgmauern und Graben der Kreuzfahrerstadt sind in monatelanger Arbeit ausgegraben worden. 550 Meter an der Ostseite und je 230 Meter im Norden und im Süden. Der Umfang der Arbeiten mag durch die Tatsache deutlich werden, dass hier 30.000 Kubikmeter Erde entfernt werden mussten um den 10 Meter breiten Burggraben und die seitlichen Befestigungen teilweise in Höhe von 10 bis 15 fnahmen Prot, laden vor Jak Vissenschaftler lheiten erkenndie der fluchnicht bemer- und den Zumit der Ueherlieferung lachte durch die antike on Caesarea äusseren Gelurch. der ihr eniger veränubauten das deinen Stadt, mg der -Alt- >and. und nur dt? südlich Vlscbereikib irg entst erstört oder eb praehtvol- L chmuek verir eine gewis- » das Militär iände ab. Der ¡ein Bild verrend vor dem jchen Kriege inen Halbinsel dbeben auseingten Burgreste ihrer standen weit draussen , Meer ragende lie Häfen der jer Kreuzfahrer latte mau t® Süd- und W: afens. *um J™ [einen. "ieder‘ Damit «« Bild einet »a- .viedererstanden ¡ephus inf“e Schilderung Hadie ha!- eines m M'ertum hHfe aufnehmen pm zweiten ff* «, konkurriert» Jahre« vor «fhn 'base der TmH;ue-und!an)it di« begann d»m Kder) ti * lbteilung-her B»11 T röiHlsC”e Statuen » ' zebnstm drei-;ine ¡t eineId M°s8ik' 'eppi-Ät ¿¡h .BRIEFMARKEN -.jkEl/fER _ ALLE NEUAUSGAjEDOfEIZIELl-EN PREIS bEI< Filatélica oficial Vi ßstado de Israel, .ftt - Bu»no» Air««, R*p Argentis« . Metern sichtbar zu machen. Von dem verträumten Dorfidyll aus der Zeit vor dem Kriege ist nichts mehr geblieben. Monumentale mittelalterliche Befestigungswerke bieten sich dem Auge des Beschauers dar. Das Nordtor und Osttor, mit schönen Skulpturen, Kreuzbogen ur.d Rosetten französisch-gotischen Stils in den Vorhallen sind zum Vorschein gekommen, daneben ansehnliche Reste der Brücken, die über den Graben in die Burg geführt haben. Die grosse Brücke zum Osttor mit ihren Spitzbogen-Pfeilern befindet sich zur Zeit im Stadium der Rekonstruktion. Vom Osttor führt eine Strasse mit marmorner Pflasterung in die Stadt. Im Innern der Kreuzfahrerstadt ist die dreischiffige St. Paul-Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert in ihren Grundmauern zu sehen, und tief unter ihr ein mächtiges Gewölbe aus herodianischen Quadratsteinen. Hier s:-eht man deutlich, wie die mittelalterliche Bauschicht über der römischen errichtet ist. Nicht weit davon nördlich erscheinen die Grundmauern und Bögen eines anderen herodianischen Monumentalbaus, den man als den von Flavius Josephus erwähnten Tempel des Augustus und der Göttin Roma identifizieren will. Südlich der Kreuzfahrerstadt hat man die Ausgrabungen fortgesetzt und Gebäude aus der byzantinisch- ,7r.l . Ppr:nö/> «ofnnist ein gut erhaltener Mo. saikfussboden. der in einem Kreise in griechischer Sprache die Worte des Römerbriefes 13.3 enthält: ..Willst du dich nicht fürchten vor der Obrigkeit, so tue Gutes“. Da man immer geneigt ist. die Ueberlieferung der Geschichte und die Ausgrabungsfunde in Einklang zu bringen, haben die Ausgräber die Möglichkeit in Betracht gezogen dass in diesem Gebäude einst die berühmte Bibliothek des Kirchenvaters Origines gewesen sein könnte, in der auch später der Bischof Eusebius gearbeitet hat. Im übrigen sind wichtige Einzelfunde zu Tage gekommen. so ein mächtiger Marmorstein. der iti grossen Lettern den lateinischen Namen Caesareas enthält, den Kaiser Vespasian ihr als römischer Kronkolonie gab, eine Marmor-Statue des ..Guten Hirten“ aus dem 4. Jahrhundert und vor allem ein Schatz von goldenen Schmucksachen aus der Kreuzfahrerzeit. Entsprechend den Prinzipien der Touristikabteilung, hat man an den Aussenseiten der Burggräben gute Fahrstrassen angelegt, Parkplätze errichtet und ebenso die anderen wichtigsten Hauptpunkte durch Zufahrtstrassen erreichbar gemacht. Bevor man zu diesem kilometerweit sich hinstrekkenden antiken Ausgrabungsgelände gelangt, sieht man linker Hand auf einem Aussichtshügel ein schön gelegenes Gebäude. Hier macht die moderne Zeit ihr Recht geltend. Nicht weit östlich von der herodianischen Rennbahn, in der 20.000 Zuschauer dem damaligen Volksvergnügen der Pferdewettrennen Zusehen konnten, befindet sich der moderne Golfplatz. Wir blicken in diesem Jahr auf das 10jährige Jubiläum einer Ausgrabungstätigkeit Mordechai Bemsztein: „Das war die Epoche des Aschkenas”. Verlag Jüdisches Buch, Buenos Aires (in Jiddisch). Der bekannte Forscher M. Bernsztein gibt als letzten Band seiner Trilogie „Das W'ar die Epoche Aschkenas” einen Ueberbliek über die Entstehung des aschkenasischen Judentums in Deutschland und der jiddischen Sprache um die Wende des vorigen Jahrtausends, sowie seine Bedeutung in Europa bis zur Vernichtung durch die Nazis. Die Geschichte des aschkenasischen Judentums, aus dem das deutsche, polnische und russische Judentum entstanden sind, ist interessant und farbenreich, doch getrübt von den Leiden der Märtyrer und den Verfolgungen durch Kreuzritter und fanatische Mönche. Anhand der reichen jüdischen Literatur rekonstruiert Bernsztein diese Epoche und deutet sie aus Ueberresten von Bauten, Grabsteinen. sowie Strassen- und Plätzenamen, die trotz der Schandtaten der Nazis, die alles Jüdische aus Deutschland ausziriierzen versuchten, überlebt haben. Das Buch bringt ein ungeheuer vielseitiges Quellenmaterial aus alten germanischen Urkunden und Ueberlieferungen bis zu den Forschungen der modernen Zeit, die beim Beginn des Wütens de- .Herrenmenschen” jäh unterbrochen wurden. Wir können aus vielen alten Bildern und Fotografien aus der Xaehk-ieeseDOche diesen für die Geschichte des europäischen Judentums so wichtigen Zeitabschnitt verfolgen. Der Forscher gibt einen genauif. f? Geschichte der alten' luetischen Gemeinden, deren Erforschung roch lange nicht abgeschlossen ist. Mordechai Bernsztain ist einer der besten Kenner dieser Epoche. Wie eine Mär aus alten Zeiten klingt sein Bericht zu uns herüber und schildert das hohe geistige Kulturniveau des damaligen deutschen Judentums und seine Fähigkeit, festgefügte Gemeinde- und Hilfs - Organisationen aufgrund jüdischer Bruderschaften zu bilden und geistige Werte zu schaffen, als die ganze Welt noch im Analphabetentum steckte. Diese organisierten Kehillot waren zu damaliger Zeit die einzigen dieser Art in der Welt und stellen noch heute das Vorbild zum Aufbau der Kehillot in Amerika dar. Mit dem vorliegenden Buch schliesst Bernsztein seine Forschungen über die Epoche ..Aschkenas” in Westdeutschland ab. und es wäre für die deutschsprechenden Juden ein Gewinn, wenn sich ein Mäzen finden würde, dedie Herausgabe dieser B'üche.r in deutscher Uebersetzung ermöglichen würde. ’ Ernennung Prof. Sol Liptzin vom City College New York wurde zum Vorsitzenden der neuerrichteten Kommission für jüdische Angelegenheiten des American Jewish Congress ernannt. Prof. Liptzin ist einer der führenden amerikanisch-jüdischen Autoren und Erzieher; er wird sieh bemühen, die sich ändernde Entwicklung im amerikanischen jüdischen Leben in Seminarien darzuste len und auf eine Identifizierung mit dem Judentum und seinen Werten hinzu wirken. Sigfried Guggenheim gestorben Im Alter von 87 Jahren starb in Amerika Dr. Siegfried Guggenheim. der aus Offenbach am Main stammte. Er war ein Mäzen der deutschen Buchkunst: die berühmte Offenbacher Hagada wurde dank seiner Anregung und Förderung ausgeführt. Vor sieben Jah. ren wurde er zum Ehrenbürge,. seiner Geburtsstadt ernannt. Andenken jüdischer Soldaten Das vor mehr als 25 Jahren erschienene Buch ..Kriegsbriete gefallener Juden“ soi) auf Veranlassung des Bundesverteidigungsministers neu aufgelegt werden. Im ersten Weltkrieg sind über 12.000 Soldaten p'idischen Glaubens auf deutscher Seite gefallen. Die Darstellung des Schicksals der deutschen Soldaten jüdischen Glaubens sei wichtiger als manche historische Untersuchung, „ob ein Kampfverhand um diese oder jene Uhrzeit angegriffen habe oder davongelaufen sei...“ Film über Warschauer Ghetto Der französische Filmre-, gisseur Frederic Rossif will einen Dokumentarfilm über das Warschauer Ghetto drehen. 15 Ueberlebende des Ghetto werden in diesem Film, der den Titel „Ein Mann, ein ehemaliges Kind” tragen soll, über ihre Erlebnisse in den Schreckensjahren der deutschen Besatzung berichten. Preisgekrönt „Brüderlich Hand in Hand“ heisst ein Kinder- Film. den eine junge amerikanisch-jüdische Filmproduzentin. Heien Winston kürzlich ir. England fertiggestel t hat: es ist ein Film zur-Erziehung gegen religiöse Vorurteile und Diskriminierung. Der Film wurde in Amerika von der Conference of Christians and Jews“ preisgekrönt. piarid Oistrach Der berühmte Geiger David Oistrach wurde zum Ehrenmitglied der .talieni. gehen Musikakademie „Ssn- ¡> Ceeilia” gewählt. Ehrenmitglieder der Aksden » sind u. *. bereits der Cellist Pablo Casals. der Geiger Fritz Kreisler, die Pia- Syndikus angefe I»ft Bonn. — Wegen Beleidigung der Juden in Deutschland erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den ehemaligen Syndikus einer Godesberger Autovejkaufs - Gesel.schaff, Dr. Fikdrieh Wilhelm Schmidt. Schmidt wird beschuldigt, am 30. Dezember 1959 in einer Mitgliederversammlung der Deutschen Reichsparlej in einer öonner Gastwirtschaft gesagt zu haben. „Die Frage, ob eine Synagoge überhaupt ein Gotteshaus ist. darüber sind sieh die Fachleute noch nicht, einig. Wenn man Luther darüber hcren würde, gäbe es ein schönes Gelächter.“ <AWZ) n.sten Arthur Rubirsteir. und Alfred Cortot und (.er Komponist Dimitri Sohostakc witsch. David Oistrach unternimmt mit seinem Sohn Igor eine fünfwöchige Gastspielreise durch Westeuropa. David Oistrach ergibt sich hierauf zum Festival „Prager Frühling” und a.'iscb’iessend wird er pei den W:ener Festspielen mitwirken. im tuni wird er in der Schweiz in mehreren Konzerien mitwirken und im Jub wird er mit Pable Ca¬ íais in Prades spielen. IHR INSERAT m der JUED1SCHEN WOCHENSCHAU bringt immer Ertoig Auskunft: T. E. 63-2613 HEBREO SIN MAESTRO por AH ARON ROSfiN •i-rrinna empieza (m.s.) mat-jil «int» *?mna 1 T fi ,13 7 cuenta-cálculo „i m'jc-nä rn#n .11? antes, delante ■'ID1? .13 8 señor piX .1 3 3 lif-néi otórt cuándo? -na .13 9 media rsn .i >4 ma-tái - T je-tzi d-hacia *?X .140 perdón nn'^o .13 3 el s'li-já .0 0.15) Tfcy nrafn I * - vT V V TT. Km nEnnn-nm ax j nina i?3E? n»tfa ar1 ^a T - V T T : T DE? “Dis? Km .U.45) »31. T Km -nfraai .onn-sn -ip? TI * — * “t: T m?ED rnmim nK "rnnp .(10.3 0) 'sm •»:« ieds? ¡min ,rnin- . T : “ T T '^Kiü ^K ¡•'K IIEpSn .PIT I^KiE? "3K ]i“iK nP'K?nyizm no TT“ .. mm ,»3-11 n - nun /n5? Tlii« .3J33 rni3»n V» p^cmn ...]rp p“K .rnin ,rnini;nK , 1 uv rv * mn zc - T ’ 1 . missa T “ mrr^c - * : ,miasa mirQEin ‘pax ,Qi9n des Staates Israel in Caesarea zurück. die das Bild völlig verändert hat und die verschiedenen historischen Schichten aus der Zeit des Herodes. der Kreuzfahrer und der Byzantiner deutlich in Erscheinung treten lässt Für den, der vor 9 oder 10 Jahren dort war oder auch nur vor einem Jahr wird alles völlig umgewranflelt erscheinen. Denn hier hat in einem Jahrzehnt Forschergeist, vereint mit dem Gedanken der Entwicklung eines inter. national interessanten Touristenplatzes. Eindrucksvolles geschaffen.?-nfcsa r* T; . - I ■ v iedi? na nía *ík t : “ v •' ’?aKiE? nnK na,, •* T ” T nania px nm narria px *73 migaa nx t T : * ” : ma yn5? ynx nntoaa TI'” ,-nE?aa vnaa fVa ynx - ¡nEnnrrrraa xm ^3 “Tran ax xa aiK - t t : * ” v T :Qmaix nntraa .»ia®n jrnpnrrn'aa fVa pnx xm mmaixnEpnrrrraa?na ]iax na-x mniraa miran *?x xa n1? ]iv - T : - V T ’ v f Materia! de lectura en hebreo ¡.id! con puntuación y también material para adelantados, se puede solicitar a la Organización Hebreo en fu país o dirigirse a: Brit lirit 0¡amit, P.O.B. 71 <), ¡crusaUm, Israel. Public,:Jo por el Riit lv;.t Obmit Hebraeisch ohne Lehrer 131 Rechnung 132 Maschine 133 Herr 134 Hälfte 135 Verzeihung 136 Woche 137 besinn! (rniinnl. Einzahl) 138 vor 139 wann? 'nur Fragewort) 140 zu, ir. Richtung auf

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.