Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1888 (27.6.1961)
- Date
- 1961-06-27
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/9616703-9612115-9612555--1434-9612557- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Mohel 2× ep/1006163
OCR text
Msrtfs, 27 de Juni« de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Aß«. XXII. — Na. 1888 Die Erziehung der Jugend (Schluss von Seite 1) die Geschichte richtig jnter-1 , „ . . , „ ' pretiert. wird man verste-; Lehen Sems wie der gesell-: hen dass di<, vorbereituni sehatthehen Ordnung und « gen eines Krieges zwischen ' Beziehungen herrscht eine Friedensschluss und dem j vernichtende Stagnation euen Ausbruch der Feind.' Von einer Ent wicklung spre-1 Seligkeiten auch kein hinchen zu wollen, bedeutet : ziehendes Schutzmittel ge- ' gen einen weiteren Krieg1 gewesen sind. Seit Jahrtausenden werden Kriege durch Aufrüsten oder andere Massnahmen vorbereitet. viel-' leicht auch in der Hoffnung, . den letzten Schritt den blutigen Krieg zu vermeiden. | Aber dieser letzte Abschnitt der Entwicklung konnte bis- Blasphemie. Immer noch regiert das Gesetz des Stärkeren. Nicht Vernunft oder gar ethische Prinzipien beherrschen das;nternationale Leben, sondern Instinkte, Leidenschaften. Angst oder das Gefühl der physischen Ueberlegenheit. Vor mehr als einundeinhalb Jahrtausenden hat der her niemals verhindert werrcmische Schriftsteller Fla vius Renatus Vegetius in seiner Kriegsgeschichte, die aus viel älteren, uns nur nicht bekannten Quellen schöpfte, den Satz geprägt: den. Vielleicht wäre es noch schneller zum Kriege gekommen. wenn nicht alle gleichermassen sich auf den Krieg vorbereitet hätten. Das ist durchaus möglich. ,.Qui desiderat pacem, praeändert jedoch nichts am parat bellum” der in der populären Version des ..Si vis pacem. para bellum” zu I einem geflügelten Wort geworden ist und lautet: ' ,.\Venn Du den Frieden1 willst, bereite den Krieg! vor”. Das war der Erkenntnis letzter Schluss, und ist' trotz seiner schrecklichen | Primitivität die grösste Weisheit der modernen’ | Staatsmänner geblieben. Die 1 traurigen Ergebnis der un- : unterbrochenen Kette grösserer und kleinerer bewaffi nete Konflikte. Auch der psychologische Faktor der Angst und die unbedingte Einsicht, dass ein Krieg letztlich nichts an der Sachlage ändert, keine Gegensätze beseitigt, sondern nur versenärft keine Probleme löst, sondern sie nur verlagert, bilden Mobilisierung des Kriegsgettes als wirksamstes Mittel zur Erhaltung eines auf j tönernen Füssen ruhenden ' Friedens ist das Rezept der Politiker für ihre Verhandlungen auf .höchster Ebe- ’ welche vernichtenden Folgen ne . Andere Methoden, den dje Warna s modernen Waf- Frieden zu bewahren und haben würden, die heuauf feste, dauernde Grund- 1mir pinen Museumswert keine ausreichende Schutzmauer. um einen neuen Krieg unmöglich zu machen. Es hat nichts genützt, dass alle bereits vor dem Zweiten Weltkrieg wussten. lagen zu stellen, als den Krieg vorzubereiten haben trotz ihres vermeintlichen Fortschrittes die grossen politischen und geistigen Führer der Menschheit bis heute nicht gefunden I te nur einen besitzen. Es gibt keine Si- , cherheit dafür, dass nicht | ein weiteres Mal die 1 Menschheit in dPse Kata-1 Strophe gestürzt wird, weil i j der eine glaubt, er werde ex-1 sehen. Generation imt GtWt?-" kennen, dass sie mit ihren ration. immer wieder die! bisherigen Methoden einen Gelegenheit erhalten haben, Krieg “^niemals verhindern! sein. Sonst droht allen der Untergang. Es ist meist leichter, eine Schlacht zu schlagen, als eine Schlacht zu vermeiden. Die Mehrheit aller Menschen will auch den Frieden. zumindest hasst sie den Krieg. Der einzelne Bürger zieht nicht „begeistert” ins Feld. Er will den Frieden, seinen Frieden. Aber für den Menschen gilt noch immer das Gesetz des Rudels, der Horde. der Masse. Seine Persönlichkeit, sein Ich verwandelt sich, wird ein anderes, wenn er zur namenlosen Nummer w'ird und in der Masse untcrtaucht. Der Partei-Apparat übernimmt nicht hllein das Denken, sondern auch die .moralische' Verantwortlichkeit. die dann den einzelnen ins Ganze einj baut. Er fühit sich sicher und geborgen, weil er ge-1 rade diejenigen Eigenschaf-1 ten ausschaltet, die ihn zum i Menschen erheben sollten.! Die Massenpsychose ist eine Krankheit der brüchigen i modernen Gesellschaft, die I durch den technischen Fortj schritt gefördert wird. Deswegen ist. wenn man I von der Notwendigkeit einer Umkehr spricht, eine grundsätzliche Aenderung j des ErziehungsWesens er- | forderlich. Heute gilt die Erziehung zum Staatsbürger i als das unbestrittene Ideal. | Hiergegen könnte man auch nichts einwenden wenn im , Werkc de«. Friedens Mittelpunkt der Erziehung I s der Bürger und nicht der Staat stehen würdedas soll bedeuten, dass der Mensch zur Persönlichkeit heranreifen soll und nicht Ein Protest der Ehemaligen Klagenfurt. — In Klagenfurt fand die Jahresversammlung der Angehörigen der ehemaligen 118. Jägerdivision statt. Die Teilnehmer der Versammlung kamen aus verschiedenen Bundesländern und befassten sich mit aktuellen Gegenwartsfragen. Als wichtigste Frage schien ihnen das Verbot des Tragens der Naziorden im österreichischen Bundesheer bzwc das Verbot des Tragens der Naziorden in ihrer „Urform”, d. h. mit dem Hakenkreuz. Hier fasste man entsprechende Beschlüsse in Protestform, die den zuständigen Regierungsstellen zugeleitet werden sollten. Man verlangte ausserdem, dass den Besitzern der Naziorden seitens der Republik Oesterreich ein Ehrensold zugebiligt werden sollte. Die Versammelten lehnte jede Diffamierung der j deutschen Wehrmacht und ihrer Soldaten mit aller I Entschiedenheit ab. Für den 1. Oktober ds. Js. wurde j ein Eichenlaubtreffen in Salzburg beschlossen. i Solche und ähnliche Treffen finden laufend in verj schiedenen österreichischen Bundesländern statt, oh- | ne dass von Regierungsseite oder von den verantwortlichen politischen Parteien dazu ernsthaft Stel lung genommen wird. Alle diese Treffen dienen einem Zweck, nämlich der Verherrlichung der Hitler- Wehrmacht. (IPN) U SEMANA ISRAELITA Bisemanarlo — aparece ios Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Dr. H. Swarseniky Pueyrredón 2190, 1? izq. T. E. 83-2613 80.6930 Abono-Preis: Argentinien: $ 75.— pro Quartal Ausland S 450,— jährl. Wer der dem echten Menschheit muss also Erhaltung und, ist die höchste Aufmerk- Fortschritt der samkeit zu widmen. Es dienen will, i dürfte für die herrschende rüiein neues Gesellschaftsordnung ty- Erziehungsideal kämpfen, pisch sein, dass der Lehrer- Die alten Zielsetzungen | beruf zu den am schlechtemüssen fallen, die Verherrlichung des Kriegsgottes, um bei diesem Beispiel zu bleiben, muss überwunden werden. Nicht die grossen Feldherren oder Eroberer, sondern die Apostel des Friedens sind die wahren Heroen der Menschheit. Nicht für Kriegszwecke sind die grössten Budgets auszuwerfen. sondern für I Nicht für Atombomben, sondern für Krankenhäuser, - für Schulen, für Altershei-! me sollten die Mächtigen I auf dieser Erde sorgen, auf blîndgefügigen vermeintlicher Interessen. der noch imm^i Millionen zum ^staatlicher i 'n jedem Jahr des Hungers Staatucner I sterben während gleiehzei- ... . . , Lap.üS ’ileIlseul langen, ist die Entthronisiej liTt£Tn rung des Staates als eines sten bezahlten Tätigkeiten gehört. Unzweifelhaft liegt hierin eine unverantwortliche und tief befremdende Geringschätzung derjenigen Menschen, denen nicht nur die einzelnen Eltern, denen I heute auch der allmächtige l Staat das grösste Gut der | Familien und der Nation. , die Jugend, anvertraut. Eine ganz anderen Auswahl! als bisher muss geübt werj den, um einen Lehrerstand heranzubilden, dtr sich dieser wichtigsten und schwierigsten Aufgabe im Rahmen jeder menschlichen Gesellschaft gewachsen zeigen sollte. Die in der Aeusserüberhäupt. Es ist interessant. dass die Juden, die sich selbst für so intelligent halten, hierin keine Ausnahme machen. Jüdischer Lehrer zu sein, ist heute keine Auszeichnung, sondern ein Schicksal. Was aber kann eine Gemeinschaft von Lehrern erwarten, die von den Verantwortlichen nicht respektiert werden? Welche Zukunft kann eine solche Gemeinschaft haben? — Die Menschheit befindet sich in einem Zauberkreis. Wird sie den Bann brechen, den sie sich selbst auterlegt hat? Wird sie endlich den Mut haben, die Konsequenzen aus ihrer Erkenntnis zu ziehen? Werden den vielen Worten endlich die erlösenden Taten folgen? Fragen über Fragen stürzen auf uns ein. Werden sie geklärt werden, bevor es zu spät ist? In vielen europäischen Ländern ist eine starke Bewegung gegen den Atomkrieg im Gange. Träger sind Menschen aller Bevölkerungsschichten und Bildungskreise. Nur die Regierungen verhalten sich zunicht aus ihren eigenen Erfahrungen zu lernen, dass das Rezept des „Si vis pacem, para bellum” auch ein grosser Irrtum ist. Wenn man br. FREY' 4> 4► «► 4* 4» 4* Í 4> :: 4* * 4* r t /WW*WW*V\VW\AVVW\Vn Abogado PUEYRREDON 1190 l* i*q nachm 16—19 Ubr J, Liebling fourniere — SPERRHOELZER DIAZ VELEZ 5224 al 46 T E 43-2343 0340 V 3021 wird, auch nicht den Atomkrieg. Es müssen ganz an-1 dere Wege beschritten werden. als Wettrüsten und Angstmachen. Das geistige und moralische Niveau muss gehoben werden. Das mag banal klingen, ist aber die erste Voraussetzung für einen Freden oder, wenn man es aussprechen will, für die Weiterexistenz der Menschheit überhaupt. Man soll nicht antworten, das wissen wir auch. Es wird so viel gewusst, was nicht getan wird. Auf das Wissen kommt es jedoch nicht an sondern auf die Verwirklichung. Nicht Liebe predigen, sondern Liebe walten lassen, das muss das Nahziel der nächsten menschlichen Entwicklung Ideals an sich erforderlich. Der Staat wurde geschaffen. um den Bürgern zu dienen. Heute müssen die Bürger dem Staat dienen. Es ist also eine radikale Umschaltung notwendig geworden. die zur Wiederherstellung einer auf humanistischen Grundsätzen ruhenden Gesellschaftsordnung führen muss wenn man aus diesem ständigen Kriegszustand zu einem dauerhaften Frieden zu gelangen beabsichtigt. HS Erziehung. die Methoden und das Material des Unterrichts bedürfen einer neuen Regelung und einer internationalen Kontrolle. Der Auswahl der Lehrer eFT rerschaft ist ein Zeichen für I Leben und vor allem der die Dekadenz unserer Ge-' Erziehung der kommenden Seilschaft I Geschlechter eine neue Eine weitere Folge ist der i Richtung, aber auch einen Mohel N. Plaksin Superi 2719 T. E. 76.b784 76-2312 Î NERVENu. GEMÜTS. I l KRANKHEITEN Dr. M. j. KUHN orov. RIVADAV1A 2025 III Tel. »8 7524 lont.. Mittwocn. Freitag 17—20 Uhr Tel. Anmeldung erbeten. Mangel an Lehrkräften neuen Inhalt geben könnten. AUSENTE DEL PAIS EN VIAJE DE ESTUDIO HASTA EL 2 DE JULIO Dr. SAUL UMANSKY I SARMIENTO 3116 T. E. «7 1362 —i REAL PEN j L Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 5b9 T E. 49-5850 Ontica i DIPL OPTIKER ¡Sarmiento 82$ ¡T. E. 35 - Aíattliú. 1 3 T î i &har2Gú.ux\ HUTSALON I i Jetzt in! C e I g r a rs o j MOLDES 256 1 i T. E. 73-9229! 73-9155 i Propiedades Frankenberg oerät Sie Kostenlos und unverbindlich oeim Kau 1 oder Verkaul von CESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSER Manuela Pedraza 2530 pl d. Dp B T. E. T0-7244 Jaeobo M Lapidm dipl. Mohel TUCVMAN 2396 47 J T E.: 48-2124 I ». i I B. Schwartz j; ZAHNARZT j ‘KSTOMEA 2283 — 52-8214 ¡ I RAYOS X ¡ PARA DENTOSE I! TELE F.;? VORANMELDUNG Restaurant »Paso” Paso 452 (al fonclo) — T. E. 87-92o9e Unter Auf*;cnt des Vaad Harabonim der Kehilla * MITTAGS- und ABKNDTISCH * von jetzt an auch Sonntag abends gsoHnet * Anrichten von kleinen Festlichkeiten | und Banketten J Dr. BENJAMIN L 1 P N I Z K Y ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - REGU- UF.RUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden- Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. | JOSE HERNANDEZ 2518 T E 76-88'M und 73-0500 * BERNARDO STERN und JUAN JULIUSBURG AUSFUEHRUNG SAEMTLICHER Malerarbeiten CONDE 2318 Z. E. 76 7533¿ ¥ ¥ ¥ ¥ ¥ ¥ ¥ ¥ ¥ ¥ ¥ ¥ ¥ ♦ Mortag. a Es wird ¥ Dr. L. KLEIN Médico Magen, und Darmkrankheiten Röntgen Untersuchungen SPkECHSTUNDEN: D^nstag, gebeten. M-ttwoch u such vorher I SANTA FE 1391 V * * * * * * * * » V Freitag von 15—19 Ubr, telefonisch an zurríelo et * T. E. 44 9493 u. 44-1542 Ï Dr. Bernardo Goldstein MEDICO Cardiología — Hospital Fernández Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiogramme i CUBA 2141 - T. E. 73-8782 u. 73-6817 Sonnabend: 14—16 Uhr Consultas: Montag Jis Freitag: 15—18 Uhr