Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1886 (21.6.1961)
- Date
- 1961-06-21
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Br und KUNST SisiSCHE J U D EN TUM ttXTNIS ier tn 'or!enDr.Kahw ■ dea- Pr..sicMn isehen Veltorg. ■st es Aufgabe ” des Institut, En- "as sich ir, i jüdischen Lt. - « eiche Krallen. nicht nur in fagen, sondern;unft". teil des Instituts '«Ohl Unterweiirschung Es bceits Kurs; über und Probleme!fien Sparten des hen Judentums, 'ht befasst sieb eren Aspekten ebens auf ver- CeWf'en. nie des jüdischen d'r Juden in die Juden ln Sparten der FELBER Wirtschaft der einzelnen Länder, ihr Kultur- und Geistesleben, ihre Institutionen und Unternehmen in den einzelnen Ländern, die Vernichtung der europäischen Judenheit und ihre Folgen, u. a. UMFASSENDES PROBLEM Wenn auch das Wort „zeitgenössisch“ sich besonders auf die in unseren Tagen waltenden Bedingungen bezieht, umfasst das Studium jeden Themas natürlich auch die Zeit, in der die Grundlagen für bestehende Bedingungen gelegt wurden. So beginnt die Forschung der Lebensbedingungen in den Vereinigten Staaten mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts; die der russischen Judenheit mit der Aufrichtung des Sowjet-Regimes; die des südamerikanischen Judentums mit dem Ende des ersten We tkrieges. Ein weitgestecktes Programm soil Zeitgeschichte, Soziologie, Demographie, Erziehung und verwandte Gebiete umfassen. FORSCHUNGSTHEMEN Die eigentliche Tätigkeit des Instituts ist in zwei Abteilungen einsreteilt: einmal wählen Kandidaten besondere Themen jüdischen Interesses wie: Rettung aus Nazi-Europa mit Hilfe Spaniens polnische Judenheit unter Sowjetrussland (1939—41) oder amerikanisch christliche Gruppen in Israel, und interviewen Personen, die >al ¿unten geiere des Paria- ■iner Seite mit Totokollen beinn erhielt auch ilfe von Freun- Ausland. die >s Besuches in ■i seiner Arbeit ¡migranten ge. Ein niebtiiiiaar aus Udler der UNES- ■‘hm hin und ICO Bonds, jacow Maimon izi?ern. Seine i viel.von seilt in Anspruch. ihn noch imle Idee Zwei al vv-ichentlich £r?eir.e ..Herind begibt sich ission. Einige »n Schüler hetzt seihst aJ! > besuchen d,e in Kiriat 1> Jerusalems. um die Kinder aufzuheitern, und ihr Besuch wird zum gesellschaftlichen Ereignis der Woche in diesen abgelegenen Orten. VOLLER GEGENWART Maimon behauptet, dass die Befriedigung, die er und seine Freiwilligen aus ihrer Arbeit erhalten, voller Gegenwert für ihre Mühe ist. Obgleich er vie'e Wohnungin besucht und hunderte Neuankömmlinge unterrichtet hat, ist er sich immer noch deq seltsam erregenden Gefühls bewusst, dass er beim Anblick eines Mannes oder einer Frau hat, die niemals in ihrem Leben einen Bleistift in der Hand gehalten haben die ihn zum ersten Mal ergreifen und mühevoll, fast mit Schmerzen versuchen, ihren Namenzu schreiben. Noch immer ist er erregt, wenn er mit seinem Lastwagen in einer entlegenen Siedlung eintrifft die Kinder schreiend herauslaufen, aufgeregt bei dem Gedanken an Gesang und Tanz. Noch immer ist er tief bewegt, wenn er die ersten hebräischen Worte einer alten Frau hört, die eine Brücke zwischen ihr und ihrem Sabre-Enkelkind schlagen werden. Marken — j\eui^eiten ~ “Tematicos”| ' ks-marken mit platten- I K0^TTE Bt,GEN (planchas) —i* 0 "u/ERTVOLUE AUSGABEN — tRSTE>1 i7rAUeNSWÜERDIGE beratung (juanacachf 2351, «lep. 2 esq. CABILDO persönliche Erlebnisse auf diesen Gebieten haben. (Im Falle des ersten hier erwähnten Themas wurden bereits ca 30 Personen, darunter Beamte ur.d Flüchtlinge, befragt). Eine andere Abteilung umfasst die Wahl besonderer Personen, die eine wichtige Rolle auf die Charakterbildung der heutigen Generation ausübten, und deren Erinnerungen, wenn aufgezeichnet, zweifellos die sehen bekannte Geschichte unseres Volkes bereichern wert en. So ist zum Beispiel viel Mateiiai von Prof. Mordechai M. Kaplan, New York City, über die Kehilla-Bcwegung in den Vereinigte« Staaten Zugang.ich gemacht worden, ebenfalls von Bert Lecker, cem früheren Vorsitzenden der Exekutive der Jewish Agency, über die politische Arbeit der Jewish Age.icy in London während der Jahre 1938—48. ARCHIV Des in solchen Interviews erhal ere Material soll durch Soziologen und Historiker geprüft und sortiert werden; ihrem Urteil wird es' überla?s;n bleiben, ob hiermit ein bedeutender Beitrag zur Geschichtsschreibung gemacht wurde. Das Archiv, welches in der Hauptsache die Urkunden zeitgenössischen Judentums enthalten wird, wird im Brennpunkt dieser Forschung stehen. Hier sollen Dokumen e und Aufzeich* nungen deponiert werden über die Vorgänge in den verschiedenen jüdischen Gemeindezentren der ganzen Welt. Es ist im Augenblick eine Abteilung für Demographie und Statistik unter der Leitung von Prof. R. Bachi im Entstehen, deren erste Arbeit, eine Bibliographie jüdischer demographischer Studien, sich in Vorbereit ing befi det. Zur Erleichterung der Arbeit werden Beziehungen arigeknüpft und Besprechungen einge eitet mit ausländischen Historikern und Soziahvissensehaftlern. nicht nur solchen jüdischer Abkunft, zum Zwecke der Abfassung von Berichte n und Untersuchungen gewisser Fermen jüdischen Lebens in ihi-sn Ländern. Die Gesamtidee der Schaffung eines solchen Instituts wurde in der Diaspora durchaus warm begrüsst. Zuerst sollen Beziehungen mit Buenos Aires, London und Brüssel aufgenommen werden. TEATRO COLON Martes, 20, a las 21 hs.: tercera función de abono nocturno, “Rigoletto” de Verdi. Jueyes, 22, a las 21 horas: función extraordinaria (po- .pular): “Rigoletto” de Ver di. Viernes 23, a las 21,30 hs.: primera función de . abono nocturno a 3 espectáculos coreográficos, “Coppelia’', de Delibes y ‘ Bolero’’ de Ravel. Sábado 24. a las 21 horas: función del abono a sábados nocturnos: “Rigoletto” de Verdi. Domingo 25, a las 17.30 ■ "'■'-„„ri;. ,’c p0|jbes y “Bolero” de Ravel. Ihn „Warum sind Ihre Bilder so traurig?“ fragte Professor Lowdermilk, als er die erste Ausstellung des jungen Malers eröffnete. „können Sie nicht ein Lächeln auf die Gesichter dieser Mädchen setzen?“ „Ich werde es versuchen“ stotterte der schüchterne junge Mann, indem er sich grosse Mühe gab, selber ein Lächeln zustande zu bringen. Der Museumsdirektor nahm den berühmten Bodenkundeexperten beiseite. „Er heisst Juda Bacon“, sagte er. „Ich glaube, ich sollte Ihnen seire Geschichte erzählen, Herr Professor.“ AUSCHWITZ Juda war dreizehn Jahre all, als seine Familie eines Morgens vor Sonnenaufgang verhaftet und in das Konzentrationslager Auschwitz verschickt wurde. Es war Ende de; Sommers 1942, als die Tschechoslowakei, wo er gehör an war und wo seine Famil e seit vielen Ger.elatioren gelebt hatte auf die Liste c’er Länder gesetzt wurde, die für die ..Endiösung“ hetimmt waren Bei der Ankunft im Läget mussten die Bacons di; sogenannte Mu'tarungsparade passieren. Seine Eltern und Schwestern erhiel'en den Befehl, nach rechts zu scher, zusammn mit der Mehl heit der Neuankömm-' linge, während er, mit einige i Burschen seines Alters, in ein mit Stacheldraht abgszä mies Gehege getrieben wurde. Man iess ihm keine Zeit, seiner Mutter einen Kuss zu geben und seinem Va-.er ein letztes Mal die Hand zu drücken. Erst im Jahre 1915 erfuhr er. warum er. ah einziger seiner Familie, über'sb-rn sollte Auf Befrhl von Eichmanns Bii-o liess man eine Grupre gesunder, hübscher Kinder als , Schaustücke“ am Leben, für den Fa 1, dass das Internationale Rote Kreuz Untersuchungen über das Schicksal der kindlichen Gefangenen ans’elien sollt.;. Drei Jahre lang leb‘e Juda Tag für Tag in der Nähe der Krematcr'en; Hunger war sein täglich Brei, und Alpträume seine ständigen Begleiter. In seinen Memoiren schreibt er: ..Wir blickten durch die Ritzen in unserem B'ock und wussten a les, was draussen vor sich ging. Keiner der Jungen weinte jemalswir waren zu traurig dazu. Wenn wir unser; Eltern in die Gaskammern v;r;chwinden sahen, starb etwas in uns. Aber in unserer Gemeinschaft von jung'n Burschen waren wir gute Freunde und teilten al'cs unter uns. Vielleicht hat uns c‘as gerettet...” SEINE ZEICHNUNGEN Als die Befreiung kam, war er sechzehn Jahre alt und ganz allein. Lange nachdem die wirklichen Greuel vorbei waren, lebten sie in dem erwachenden Geiste und der träumenden See'e des werdenden Künstler: fort. Wie viele andere, rief der junge Juda die Bilder der blutigen Vergangenheit zwangsweise wieder auf um sie mit einer Kraftanstrengung aus seinem Herzen zu vertreiben. Er warf sie aufs Papier später auf die Leinwand. Seine Zeichnungen des Todeszuges, der sie nach Auschwitz brachte. die schaurigen Drahtzäune des Lagers und di; Cruppen der Insassen beim Gebet zogen die Aufmerksamkeit einer Pflegerin der Jugendalijah auf sich, und es gelang ihr. ein palästinensisches Visum für d.en stil'en vers"hlosse. nei Jungen zu erhalten. Nachdem er s:ehs Monate heilte die Kunst von P. E. LAPIDE in einer landwirtschaftlichen Schule verbracht hatte, erhielt er ein Stipendium für ein vierjähriges Studium an der Bezalelschule in Jerusalem. Dort machte er gute Fortschritte. Seine unheimlichen Landschaften und spukhaften, starren Gestalten zeigten einen bitteren Charme aus der Welt des Jüngsten Gerichtes, die sein inneres Gesicht noch immer mit grausamer Klarheit vor sich sah. Doch ab und zu erschien die felsige Landschaft Jerusalems in seinen freundlicheren Bildern, und ein neuer Sinn für Farbenkontraste bezeugte die heilende Kraft der Kunst. A’s er den begehrten Herma nn-Struck-Preis für Oelmalerei erhielt, gab ihm ein Reisestipendium die Möglichkeit. eine Studienreise nach Eu rpa zu unternehmen. Nach seiner Rückkehr wurde er zum Lehrer an der Bezalelschule ernannt. „Ein Beweis für die Kraft des menschlichen Geistes“, rief Professor Lowdermilk aus und bestand darauf, sich bei iem jungen Künstler zu entschuldigen. „Aber nein“, sagte Juda, diesmal mit einem echten Lächeln, „Sie haben vollständig recht. Ich muss wieder lachen lernen". GEFILTERTE SCHOENHEIT Dies war vor einem Jahr, und es scheint, dass Juda die nächtliche Welt seiner zerstörten Jugend hinter sich gelassen hat. Er lebt in seinem eigenen Haus in Beit Masmil, einem Vorort Jerusalems. Als einer der vielversprechendster. Maler Israels wird er in der Kunstwelt des Landes geachtet und von a'l seinen Schülern verehrt, besonders von den Opfern cer Kinderlähmung, die er seit mehreren Jahren unterrichtet, weit über die offiziellen Arbeitsstunden hinaus. Es scheint, als ob er instinktiv verstände. Schönheit selbst in Tod und Krankheit, zu finden: so bringt er si; den Leidenden. Vor kurzem eröffnet« die bekannte Nora Gale ie eine Aussiedlung seiner Gemälde, viele werden gleich am ersten Tag verkauft. Die Farbenfreude dieser Bilder beweist, dass Juda Bacon das Ziel seiner leidvoiien Reise erreicht hat. Das Grauen und die Leiden der Vergangenheit sind noch spürbar, aber sic sind, wie durch ein Wunder, in reine Kunst verwandelt worden. Sein ..Jesus“ sieht aus. als ob er durch Auschwitz hindurchgegangen wäre doch sein; tiefen, dunklen Augen sind voll. Mitleid und Kummer. „Rache “ zeigt ein junges Mädchen bei den Vorbereit mg'n zur Hochzeit, aber daneben hängt ein von Zorn geprägtes Bild .Kreuzzug”, auf dem das Kreuz durch den weissen Griff ei. nes Schw;rt;s daiseslellt ist. das im Namen eines traurig vom Himmel hinabblickenden GoUes zum Blutvergiessen gezückt ist. Schenkung Das israelische SceiahrKrnuseum in Ilaita erhält ein Schiff, das eine Rekonstrukt!on eines der von dei Ali.ia Bet benutzten Auswandtrungsschiffe darstellt. HEBREO SIN MAESTRO por AHARÓN ROSÊN empleado TpS .12 6 pa-kiä suena (m.s.) VïVSJS .12 7 mtzai-izel mucho naan .128 har-bc menos r.ins .12 9 gerentc-dirt etug ✓.ma .130 m na-hei Xi.m) mp: mm", aaax nais? ixi arara jiDpsn rnano ix fx .Q^xiË*? .omann or jiDpDa nain?de? nana n?!i1-1n ¡x*? ns72?n ,*rn ,nm?ma ,nnx TT“ * T VT -T T“ (7.45) ran nina miatf “ v r v; naiK nm nnfoaa nnxi T T : - T - : ¡aiD ama xin î^man pn animal xa xin n? .. .n-n-n ¡amnra - - - . -T: T - ’a!i1-1n?atf nana - T ** - : JiiPman...!?nana nv uv arar lirai Qi- «.nao? ar nv ranan oficina aaira .121 nds-rad t : * reloj .12 2 sha-ón minuto r.p“T .12 3 du k á cuarto raí .124 re-va en pumo pria .125 t di-uk mn r?Q .Dias? ü^-an- T - T ."¿jDirT •ñipas naaaa nia apa?ior?nana r? xa nrr îT,n nbnx i^ar x1? nnx?na£n na?K3 T - T T ~ - T I înnfcaa tW?snr ninn nœsn a a ai ns?tën V Y : “ V T T - □r'^aaKamm ...(7.10) t; t t:?(7.i5) sam satf nstfn - VT - V T T : i ara ,nx.. ,?ar nna xi! : ” t : I saçÿ nsiÿa K3 sin paàn Ka ¿rin a# ara .prna .. .prna sam sac? nstfa 1!3ia Tps xm?■’$# arai nmpa an?*7Kw nnx nnàa'm.nxa ax .naia t : * “ TT — t rntf m . i * * — V T Tten ja naV.;i AUte^'i! de lectura en hebreo fácil con puntuad:.a j .ara’i,a material para adelantados, se puede solicitar a ¡a Oí -ar <? Hebreo en su pais o dirigirse a: Bdt Ivrit Olamit, P.O.B. 7111, jusalem, Isiael. Hebraeisch 121 Büro 122 Uhr 123 Minute 124 Viertel 125 pünktlich, genau 12f Angestel ter 127 läutet (männl. Einzahl) 128 viel(e) 129 weniger 130 Leiter, Direktor Fublicado por ei Brit Ivrit Dömüt ohne Lehrer ..Hanossea” ist der Name eines Reisebüros; wörtlich übersetzt: „Der Fahrgast”. Lascho'alirri den Anfragenden (am Telefon). — Die Wochentage haoen im Hebräischen keine Eigennamen; sie werden mit Ordnungszahlen benannt, ausser Schabbat.