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Jüdische Wochenschau · 1961-06-12 · 1884 (12.6.1961) · p. Seite 7

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1884 (12.6.1961)
Date
1961-06-12
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Martes, 13 de Junio de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Año XXII. — No. 1884 — 7 B G kehrte zurueck VERHAFTUNGEN IN DIE LETZTEN TAGE IN PARIS Paris. _ Vor Abschluss seines Besuches in vier Ländern erhielt der Minister. Präsident Israels erneute Versicherungen von den französischen Staatsmännern, dass sie dem jüdischen Volk im Falle eines arabischen Angriffs Hilfe leisten würden. Desgleichen versprachen die Franzosen, die israelische Position zu unterstützen und sie anderen westlichen Mächten klarzulegen. Ben Gurion äusserte zu dem ITA Korresponden. ten: „Wenn meine Unterredungen mit anderen Politikern, mit denen ich zusammengetroffen bin, ebenso fruchtbar gewesen wären wie die Besprechungen in Paris, so wäre Israels Lage wirklich ausgezeichnet.’1 Wie es heisst, erzielte Ben Gurion grössere Erfol. ge, als man erwartet hatte. Obwoh: Ben Gurion keine konkreten Ersuchen gestellt hat, konnte er in Paris anscheinend auf allen Gebieten d. h* in interna, tiorialen Fragen wie aueh binsieM'ich der Lage im Mittelosten, zu einem völligen Einverständnis gelangen. Dies bedeutet, dass Frankreich, das gegenwärtig durch seine Verhandlungen mit den arabischen Na. tieaalisten in Algier voll in Anspruch genommen ist, nicht die Absicht hat. seine engen Beziehungen mit Israel zu lockern. Ein Bankett, das der französische Premierminister Michel Debré veranstaltete, bildete den offiziellen Abschluss des israelischen Besuches. Debré versprach Ben Gurion, seiner Einladung nach Israel sobald wie möglich Folge zu leisten. Am Abend des gleichen Tages empfing Ben Gurion 56 jüdische Führer, denen er die Erlernung des Hebräischen anempfahl . und Rahelegte, ihren Zionismus dureh die Auswanderung nach Israel unter Beweis zu stellen. ABSCHIED AUS FRANKREICH Ben Gurion gab bei seiner Abreise aus Frankreich die Erklärung ab, seine «Unterhaltungen mit den französischen Staatsmännern I seien „fruchtbar und befrie.'! digend” gewesen. Er nann- ' te seine Unterhaltung mit ' Präsident de Gaulle die I fruchtbarste Aussprache in den vier Ländern, die er I besucht hat. Frau Golda Meir blieb noch in Paris, 1 um die Besprechungen fortzusetzen. Sie sprach über ei- 1 ne Stunde mit Aussenmini. 1 ster Maurice Couve de Mur-! vi le am Quai d’Orsay und 1 erklärte später sie sei von . dem positiven Ergebnis angenehm berührt. \ I Wie verlautet, unterhielten sich die beiden Aussen, minister über die französische Unterstützung des israelischen Wunsehes, sieh den sechs Staaten anzuschliessen. die den Gemein, samen Europa Markt bilden, sowie über die Unterstützung Frankreichs bei der kommenden UN-Debat. te über die arabischen Flüchtlinge in der nächsten Generalversammlung. BEN GURKXN BERICHTET UEBER SEINE REISE .¡. | 1 Tel Aviv. — Ministerpräsident Ben Gurion kehrte nach seinem Besuch ver- ■ schiedener westlicher Länder nach Israel zurück und ¡erklärte: „Ich zweifle nicht ■ daran, dass meine Reise der Mühe wert war. Ieh habe sie nicht unternommen, um unsere Probleme zu lösen, jedenfalls war dies nicht meine Absicht, und so habe ieh keine Enttäuschung er. i litten. Im Gegenteil, ich erlebte einige angenehme Ueberrasehungen.! Ben Gurion berichtete von seinem Zusammentreffen mit dem Ministerpräsidenten Kanadas, John Diefenbaker, dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, John F. Kennedy, dem Generalsekretär der UN, Dag Hammarskjold und Adlay St«. | venson, dem Chef der USA- Delegation vor den UN. mit dem britischen Premierminister Harold MacMillan und Aussenminister Lord; Hom«. Schliesslich erzählt« er von seinen Unterhaltungen mit dem Präsidenten Frankreichs, General Charles de Gaulle, und dem französischen Ministerpräsi. f denten Michel Debré. „In allen diesen Ländern habe ich aueh mit den jüdischen PRESSEKONFERENZ DES JUSTIZMINISTERIUMS Im Zusammenhang mit dem Fall Eichmann wurden in den letzten Wochen in Oesterreich neun Personen wegen Verdachtes der Teilnahme an Mordtaten während der NS-Zeit in Haft genommen, so berichtete Justizminister Dr. Christian Broda auf einer Pressekonferenz. Dr. Egon Schönpflug, derzeit im Kreisgericht Wels in Haft, wird mehrerer Morde im Rahmen eines Einsatzkommandos beschuldigt. Gegen die bereits erhobene Anklage läuft ein Einspruch beim Ober andesgericht Linz Gegen Dr. Ratzesberger, der bei der Polizei in Steyr als Beamter tätig gewesen war soll die Anklage wegen ähnlicher Delikte demnächst erhoben werden. Im Gefangenenhaus des wiener Landesgerichtes befinden sich derzeit Josef Kripseh und Josef Höblinger, die an Toi desurteilen eines ungesetz. ' liehen Standgerichtes in Niederösterreich mitgewirkt haben. | Ebenfalls in Untersuchungshaft des Wiener Landesgerichts ist Franz Novak. Er steht mit Verbrechen Eichmanns im Zusammenhang. Als weitere Mitarbeiter Eichmanns sind Hermann Höfle in Sa zburg und. Franz : Murer in Graz in Haft. Leo- ■ pold Schümm wurde gleichfalls wegen Mordtaten während der Kriegszeit in Un- und zionistischen Führern: gesprochen”, fügte er hinzu- I „Der Zweck meiner Reise”, so führte Ben Gurion . aus, „war ein zweifacher, Ich wollte unsere Position und Bedürfnisse auseinandersetzen, und dies ist mir gelungen. Des weiteren wellte ich erfahren, welche Haltung die vier Staatsmän. | ner, die an. der Spitze der1 von mir besuchten Länder stehen, Israel gegenüber einnehmen. An einigen Orten waren die Resultate günstiger als ich erwartet hatte. Natürlich hegte ieh auch den Wunsch, mit den Führern der jüdischen Gemeinschaften zusammenzutreffen.” „In New York* , so ergänzte Ben Gurion seinen Bericht, „konnte ich mich ausserdem mit 60 führenden Repräsentanten vor den UN unterhalten, und in London besuchte ich Sir Winston Churchill.” (ITA) Buss-Gettesdienste 1 Bonn. — In den katholischen Kirchen West. 1 deutschlands wurden! Sondergottesdienste abgehaUen, um Busse für ] die von den Nazis an den Juden begangenen i Verbrechen abzulegen. , Die Bischöfe hatten die |! Gläubigen autgefordert, ■; diesen Gottesdiensten beizuwohnen, „um für die! von Angehörigen unseres Volkes verübten j schweren Verbrechen Gott um Vergebung zu bitten.” In dem bischöflichen Aufruf heisst es, „die Gebete werden für die Seelen der ermordeten Juden und die ihrer Verfolger gesprochen werden.” Die Kirchen be- '■ hörden verlangten von |! allen katholischen Deut i! sehen „ihrer Busse öfi fentlich Ausdruck zu verleihen.” (ITA) , tersuchungshaft genommen, und Alois Schintlholzer wird ¡beschuldigt, im November 1938 an einem Mordversuch an einem jüdischen Kaufmann teilgenommen zu haben. j Der Minister erklärte, der i Prozess gegen Eichmann 1 sei zur geschichtlichen Ab. I rechnung mit dem Nationalsozialismus als System geworden. No?h einmal wen- 1 de sich unser ganzes Mit- | gefühl dem so schwer geprüften jüdischen Volk zu. Der Prozess sei gleichzeitig eine Mahnung an alle, keine Legendenbildung um das Dritte Reich zu dulden. Das ist unsere Grundeinstellung, ' so unterstrich Minister Dr. Broda, wenn die Vergangenj heit nun auch in den östefj rcichischen Gerichtssälen ■ I wieder lebendig werden sollte. | 1 Der Justizminister hob in; diesem Zusammenhang her- ' ver, dass bisher im Eich, j! mann-Prozess keine Namen '! genannt wurden, die den i österreichischen Behörden I nicht schon bekannt sind. Der Justizminister verwies auch darauf, dass oft Vorwürfe gegen österreichisch« I Sicherheits- und Justizbehörden erhöhen werden weil 1 Mordverbrechen in der NS- Zeit nach so vielen Jahren . erst geahndet werden. Diese; Vorwürfe seien aber an die! unrichtige Adresse gerichtet i In sehr vielen Fällen wurden die Behörden von wichi tigen Tatsachen nicht in : Kenntnis gesetzt. So war es ' auch im Fall Murer, wo das i Faksimile eines schwer belastenden Dokuments, das ktirz!ieh auch in einer wie-;rer Tageszeitung veröffnet. licht wurden, den Justizbej hörden erst wenige Tage zuvor bekannt geworden war. j In der Diskussion teilte der Justizminister auf eine Anfrage mit, dass von den 43 Todesurteilen, di« seit Kriegsende und dem 30. Apj ril 1955 von österreichischen Gerichten im Volksgerichtsverfahren gefällt worden sind, 30 vollzogen wurden. Er bekannte sich in diesem Zusammenhang ausdrücklich als Gegner der Todes- {strafe. In dem oben genannten Zeitraum wurden 13.624 j Schuldsprüche gefällt. I Auf die Frage, wie sich die österreichische Justiz 2« I dem Problem der in der Sowjetunion Verurteilten stelle, GLEICHE RECHTE Rabat. — Die Juden Marokkos haben in dem neuen Grundgesetz, das König Hassan II. verkündet hat, Sicherheiten erhalten, dass ihnen die gleiche Behandlung wie! allen anderen Bürgern zuteil werden wird. Dieser Erlass ist der erste legislative Akt des neuen Königs von Marokko. I In dem neuen Gesetz heisst es ausdrücklich, dass „alle Marokkaner 1 gleich sind und die gleichen Rechte und Pflichten besitzen.” Man 1 glaubt, dass diese Klausel auf die Juden Bezug . hat. Der erste Artikel lautet allerdings, dass l „Marokko ein araoisches und muselmanisches Kö-! nigreich ist.” (ITA) antwortete der Minister, die Fälle aller nach 1955 aus der Sowjetunion nach Verbüssung einer Straftat nach Oesterreich repatriierten Personen wurden dahingehend untersucht, ob von eiweiteren Verfolgung Abstand genommen werden könne, weil eine Bestrafung über die im Ausland erfolgte hinaus nach österreichischer Rechtsauffassung nieht angehe. Nur bei Wiederaufnahme eines Verfahrens wegen neuer Fakten kann eine neuerliche Strafverfolgung erfolgen, wie etwa im Fall Murer. Der Minister hob hervor, dass die sowjetischen Behörden bei der Uebergabe der Abgeurteilten an Oesterreich niemals Prozess- oder Anklagematerial mitgegeben hätten. G. K. 1 Fernsehen berichtet über Eichmann-Prezess! Hamburg. — Eine Arbeitsgruppe des Nordwestdeut. . sehen RunJfunkverbandes Hamburg berichtet für das Deutsche Fernsehen über den Prozess gegen Eich-! mann. Der Arbeitsgruppe gehören Dr. Joachim Besser. Peter Schier-Gribowski und Kameramann Horst Schrieder an. (AWZ) Gerüchte und ihr Ursprung Jerusalem. — Drei politivon Deutschland an Portusehe Parteien, die Cherut, * gal verkauft werden würdie Liberalrn und die Ach- J den. Andererseits betonen dut Awoda haben eine drindem Verteidigungsministegende Knetsetdebatte ver- 1 rium nahestehende Persönlangt. nachdem Behauptunliehkeiten, dass Israel die gen laut wurden, dass die Waffen ohne irgendeine ursprünglich an die west- Klausel, die ihren Weiterdeutsche Bunaesrepublik ver verkauf verbieten würde, kauften „Ushi”.Maschinenverkauft hat. gewehre von den Deutsehen j Israel ist in letzter Zeit an die Portugiesen fiir die verschiedentlich in der WTeit- A Bekämpfung der Rebellen presse der Zusamenarbeit , n i* ABgtda weiterverkauft reaktionären Regimen - wurden. Diese Geschichte beschuldigt worden, und'es 2 wurde, wie die israelischen igt dea Israelis gelungen,, 2 Behörden glauben, Von dem den Ursprung dieser An-1 f Johannes van Leers, feindungen in Spanien fest-1 der heut* als Sachverstänzustellen, wo viele ehemali-: diger kn psychologischen ga Nazikriegsverbrecher,: Krieg gegen die Juden und mit denen van Leers Kon- , Israel m Diensten der VAR takfee. unterhält. Asyl gefun-! steht, als Propagandageden haben. Eines dieser, rüekt vorsätzlich in Umlauf Gerüchte behauptet, die gebracht. j französischen Rebellen, die FinaazHiinister Levi Kaki» Algier einen gegen de! hoi setzte steh in seiner Xi-' Gaulle gerichteten Staats. [ ge »Schaft als Stellvertreter.1 streich entfesse ten, hätten j' e>r Premierminister mit, von „Spanien, Portugal und;! Ministerpräsident Ben Gu- Israel” Waffen erhalten. '1 ridn und mit Aua»«nmiai- Die Araber verfolge» den ster Golda Meir hiorüber Zwoek, so heisst es, dureh I* Verbindung. | dte Verbreitung dieser Vor- Israe ioehe Rogierungsteattdun*en untor de» AM kreise verweisen darauf, kanern Feindseligkeiten ge- «hw» lmaad von der west.1 ge» Iorm& zn. errege» und t i «RmMMn Regier twg Stlerawte Auf in dentthera- [* - tthenftoJtcn es kalte» kai, dno* imt Krume* dar. wen tfa«i>»w;-R - i»eaohtoho» W»Ma» Liogduc an heReotam. (ITA) i n#g EINHEITSKAMPAGNE 1961 Geben fuer Israel bedeutet geben luer sich selbst!m Barmizwah-Jahr Israels: Mobilisierung der Herzen und der Taschen ANNAHMESTELLEN CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL. COMITE CENTRUEL’ROFEO Sarmiento 2376, 3’ — T. E. 47-3820 tmd samtliche benreta ríate der angeschlossenen Organisationen and Ccmeindea

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