Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1884 (12.6.1961)
- Date
- 1961-06-12
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/9616703-9612115-9612519--1398-9612521- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
2 — Martes, 13 de Junio de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Año XXII. — No. 1884 Frieden mit den Nachbarn (Schluss von Seite 1) bahnen sich jetzt neue Beziehungen an. die jedoch nur die Aufgabe haben, eine Lebensbasis des Nebeneinander, nicht des Miteinander zu schaffen. Wie weit das gelingen wird, dürfte im Augenblick noch nicht entschieden werden können. Aber dieser Machtkampf ist nicht nur auf politische Ambitionen und Wirtschaft, liehe Vorherrschaft begrenzt. Es geht um weit mehr: es geht um die Zukunftsgestaltung des Weltbildes, um die künftigen Formen des menschlichen Lebens und der Gesellschaft, um die Ideale und Kulturen. Die östliche Welt überträgt dem Menschen ganz andere Funktionen, der Gesellschaft ganz andere Aufgaben, dem geisngen Bilde ganz andere Gru. dlagen, als sie dem Westei seit vielen Jahrhunderten heilig sind. Der Osten will — um nur ein Beispiel zu nennen, — die Glaubensvors*eilung des Wrestens, wie sie im Christentum ihren Niederschlag gefunden l\d völlig eliminieren, an die Stelle vieler, dem westlichen Kulturmenschen wichtiger Vorstellungen andere Ueberzeu. gungen setzen, den alten durch einen neuen Gnuben ersetzen. Der Osten hi: die Macht der Kirche — wenn nicht zerscb'agen — so poch entscheidend gemindert der Westen versucht sie zu stützen. Die Beispiele können beliebig vermehrt werden, unrden Beweis dafür zu liefern, dass es eben nicht nur um politische Einfluss Sphären. sondern um die gesamte Zukunft des Menschen, der menschlichen und der staatlichen Gesellschaft, der Wirtschaft und des Glaubens geht. Das Judentum, das jüdi sehe Volk und die israelische Nation befinden sich inmitten dieser Auseinandersetzung, die gewiss nicht spurlos »n ihnen Vorbeigehen kann. Aber wir sind un. i r| I? D $! Massnanmen eines xommu-1i Ul\ r K IL I t nistischen Staates ebensolchen Weltbildes nichts zu,! ^■wie von den W'irtschaftsdok : ^un* Stalin und seine Nach-i * trinen der kapitalistischen folppr wussten genau, dass 4' < ► 4 ► 4 * 4 ’ 4 » V 4 > Abogado PUEYRREDON 2198 1* ta*. a «cbm IS—1t Ob» mittelbar nicht davon betroffen. WTeder gehören wir zum christlichen Kulturkreis, noch sind wir an der Vorstellungswelt des Ostens beteiligt. Niemals können wir die sich von selbst ergebenden Grenzen der einen wie der anderen Seite überschreiten, ohne uns selbst untreu zu werden und das Judentum aufzugeben. Deswegen ist es durclaus nicht unzutreffend. wenn wir von uns sagen, dass wir weder zum Osten noch zum Westen gehören. ■ Im politischen Alltag je. doch kann sich das •‘'leine Israel nicht den Luxus erlauben. eine absolut neutrale Rolle zu spielen. L.erzu sind selbst grosse Länder wie Indien trotz aller entgegengesetzten Beteuerungen Nehrus nicht imstande. Die westlichen Sympathien Israels sind durchaus nicht unbegründet. Der Klarheit halber müssen wir allerdings hinzufügen. dass wahrscheinlich auch östliche Sympathien Is-aels durchaus fundiert wären. Da aber d r Osten Israel zuriiekgestessen hat, blieb dem jungen, um seine Existenz ringenden Staat keine Wahl. 1 Unvereinbar mit der jüdischen Gedankenwelt ist der vom Osten vertretene Kommunismus. der auf dem hi. sterischen Materialismus Marxens beruht. Gemeinsam mit dem Osten ist die Suche nach einer neuen, geläuterten, gerechteren Gesellschaftsordnung, d'e auch zu einer vernünftigeren ausgleichenden sozialen Struk. tur der einzelnen Volkswirtschaften führt Hier begegnen wir ura’tem iüdischen Gedankengut wie dem Gemeineigentum am Boden, dem Schutz der Schwachen, der Frausn- und Kinderarbeit, der allgemeinen Ruhe (Sabbat-Gesetzgebung), dem Recht des Armen auf die Hilfe der Gemeinschaft usw. Aber die Wege die von Israel im Ringen zur Erreichung dieses Zieles in ei. I ner veränderten V:!t des 29. Jahrhunderts eingeschladie führenden Länder der' westlichen Welt vertreten, j auch das Ideal Israels ist.; Hier liegt Israels — und nicht nur des westlichen Blockes — Trennungslinie: vom Osten: die Anerken- : nung der Freiheit als eines ■ absoluten und unabdingbaren Wertes für die Völker ebenso wie für die Individuen. j Auf der Grundlage dieses : Rechtes ist das westliche Leben aufgebaut. Die Allmacht des Staates, der sieh von einem Zweckverband zur Wahrnehmung der In. teressen seiner Bürer zu ei-1 nem alles verschlingenden und beherrschenden Moloch' in der östlichen Welt ent-j wickelte, wird im Westen trotz einer offensichtlichen Annäherung an dieses Prinzip wie eg der Polizeistaat darstellt, immer noch entschieden abgelehnt. Noch gilt die alte These: der Staat ist für seine Bürger und nicht die Bürger für den Staat geschaffen. Komplize Eichmanns verhaftet Wien. — Die österreichische Polizei verhaftete | einen Komplizen des Kriegsverbrechers Adolf Eichmann, einen gewissen Alfred Slibik. Die Verhaftung erfolgte aufgrund der Beweise, die in dem in Jerusalem anhängigen Prozess vorgelegt worden sind. Die Polizei gab bekannt, Slibik, der eine Zeit, lang mit der Gestapo zusammengearbeitet hat, sei festgenommen worden, nachdem einer der Zeugen der Anklage ausgesagt hatte, dass er im zweiten Weltkrieg für den Tod eines jüdischen Bürgers verantwortlich gewiesen sei. Slibik wird beschuldigt, diesen Mord mit Eichmann zusammen im Jahre 1944 verübt zu haben, nachdem beide den Juden schwer misshandelt hatten. Das Justizministerium teilte mit, die Untersuchung gegen Slibik hätte durch Jahre hindurch wegen Mangels an Beweisen eingestellt werden müssen. Jetzt lägen diese Beweise vor, und darum sei der Angeklagte verhaftet werden. LA SEMANA ISRAELITA .tíisemanano — aparece tos Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Dr. H. Swarsensky Pueyrredón 2190. W izq. T. E. 83-2613 80.6930 Abono-Preis: Argentinien: $ 75.— pro Quartal Ausland $ 450,— jährl. gewinnen, die für sie schon Nichtfriedens und der stän. aus dem Grunde wichtig, j gen Kriegsbereitschaft auwar, weil sie auf diese Weisserordentlich leiden, wollen se den Westalliierten einen sie zwar nicht zugeben, schweren Schlag zufügen j kann aber nicht zweifelhaft konnten. Der Kreml ist mit Nasser im höchsten Masse unzufrieden, setzt dennoch seine proarabisch? Politik fort, um die arabischen Länder diese Siaus und verschärfen ihre antiisraelisehe Linie, die nur nach aussen hin von der Sowjet Natürlich gibt es nicht nur glatte Fronten Die gei. stige und ideologische Linie folgt — vor ailem im Westen — einem mitunter auch; sie nutzen kaum erträglichen Zicktuaüon geschickt zack überall dort, wo die Augenblicksinleressen stärker in den Vordergrund treten, und die Verantwortlichen meinen dass man über die ..Schönheitsfehler” hinwegsehen müsste. Dass sich der Westen mit dieser Politik keinen guten Dienst le'stet, wird meist erst zu spät erkannt. Aber der Osten folgt der | gleichen opportunistischen sein. Ben Gurion hat während seiner letzten Amerikareise offen hiervon gesprochen, Dennoch entspringt sein erneuter Vorschlag nach einem Frieden mit nicht in die Arme des We-' arabischen Nachbarn stens zurückzutreiben. Dies I we<ier einer Schwäche noch wissen die Araber natürlich ist er auf opportunistische Erwägungen zurückzufiih. 1 ren. I Israel ist stark genug, um ein Bekenntnis zum .. . . Frieden abzulegen. Die mei-, union gedeckt wird. Würden 1 ®tenDiktatoren, die mit ihdve Araber gegenüber Israel |rea Säbeln rassein. müssen plötzlich tine versöhnlichenach aussen hin für ihre re Haltung einnehmen, dann t Verbündeten und nach inhätten die Russen keinen nen für ihre Untertanen Vorwand mehr ihre Macht stets ihre eigene Macht anim Mittleren Osten durch preisen. Hierauf ist Tsrael di? arabische Hilfe aufreeht f »icht angewiesen. Einmal zu halten. hat es sieben angreifende , , arabische Länder besiegt, dy sich mit Krutschew ge- ,w” -t,-_j— li—tr— v.,,m iih»r Frie- , wirtschaftliche Entwicklung , ebenfalls den Beweis er. bracht, ohne die arabischen | Nachbarn sein Land auf- :bauen zu können. Die Arabische Liga hat nicht nur ] die arabischen Länder, sondern andere Staaten und Wirtschaftsfaktoren zu einem Boykott gegen Israel gezwungen. Mithilfe dieser — übrigens illegalen — Massnahme sollte die israe. lische Wirtschaft gedrosselt und das Lsuid ausgehungert werden. Ohne die Schäden, die dieser Boykott Israel zufügen konnte, verringern zu wollen, hat es sich doch gezeigt, dass Israel trotz der Abriegelung aller arabischen Märkte auch auf wirtschaftlichem Gebiet einen erstaunlichen Aufschwung zu nehmen vermochte. Aber das Land braucht den Friedin. Nicht nur das Land Israel, sondern der gesamte Mitte’osten. Jedes Land und jedes Volk haben ein Recht auf Frieden. Dies hat Ben Gurion noch ein. mal mit allem Nachdruck unterstrichen, bevor Kenne- Die Spannungen im Linie, von d?r gerade Israel leren Osten sind also auf stark berührt wird. Die Al. ( verschiedene Ursachen zulianz mit den arabischen rückzuführen, wobei die Staaten, die von den Russen , vorgeschobenen Gründe nur , , __1 _Ti„n» militärischen Lorbeeren. Das hat Ben Gurion mit seiein zweites Mal die Bedro.! troffen hat, um über Friehung durch Aegypten im den zu sprechen. Das war Sinai-Feldzug beseitigt. Is- ] der Sinn der Reise Ben Gurael braucht keine neuen rions. nur aus machtpolitischen ‘ eine untergeordnete Rolle Gründen geschlossen wurde, spie'en. Hierzu gehört di? kann unter k?in ideologi- Frage der arabischen sches Konzept gebracht wer- Flüchtlinge, die längst geden. Man darf sagen, dass löst worden wäre, wenn es Aegypten dieselbe Rolle für di' Araberstaaten nur gej _ die Russen spielt, die Spawollt hätten. Dass alle mit-; nien für die Amerikaner infelöstlichen Völker unter; 1 nem Bekenntnis zum Frieden auch zum Ausdruck bringen wollen Israel hat durch seine Wir hoffen, dass die von i Israels Ministerpräsidenten begonnene Friedensaktion in nicht allzu ferner Zeit von Erfolg gekrönt sein wird. nehat. Der russische Bruch dem mit Israel wurde zwar von - Dauerzustand des . t i£Ä Si ïir|.>° rH£p£.*;«?«2 Stalin ideologisch verbrämt, j , aber hatte mit irgendwel-; j Ntitt un- J. Liebling rOURMlERE — SPERR HO EL ZER 01 AZ VELEZ 4224 «1 46 T. E 43-2948/0346 y 9021 i REAL PEN £ Füllhalter REPA HA TUBEN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 . * IE. 49-585Ç \ opt™ KEX DIPL OPTIK KN [Sarmiento r.s.s-7 W’elt grundsätzlich verschieden. Auch darin ist Israel Scheidewand zwischen Ost und West. Wenn Ben Gfurion in dieser geistigen, wirtschaftlichen und politischen. Situation die Verbindungen Israels mit dem Westen bekräftigt hat, so brachte er. da. mit zum Ausdruck, dass das demokratische Ideal, das folger wussten genau, sie Israel orderten, um die Freundschaft der Araber zu Mohel N. Plaksin Superi 2719 T. E. 76-*7i»4 76-2312 GEMÜTS- KRANKHEITEN Dr. M. J. KUHN , _ oro». * RIVADA VIA 2625 m * Tel. 48 7524 C 4ont.. Mittwocn. Freitag ‘ j . 17—20 Uhr Tel. AnmeJ-j j. I dung erbeten. \ AtoLlth* ûk&pe&uxi HUTSALON - Jetzt in . B e 1 g r * ß > MOLDES 256 1 I T. E. 73-1229! 73-9155 Propiedad«« Frankenberg Gerät Sic kostenlos und unverbindlich beim Kaut •d« Verkant von 3E6CHAEFTKN WORKDM6BI HAEUSER Oft.* Jacobo M Lapidm dipl. Mohel TUCVMAN 2386 4* J T. E.: «8-2124 V Dr. B. Schwarcz T ZAHNARZT •ISTOWEA 2283 — 52-8214 } RAYOS X! PARA DPNTCSE i TELEF.? VORANMELDUNG Restaurant »Paso** J Paso 452 (al fondo) — T. E, 87-925»! Unter Aufetem *«• Vaad Harabeaiaa «ei KnfeRla MITTAGS- und ABFNDTISCH von letzt an aacb ItnnUt abend« gsö'fnet Anrichten von kleinen Festlichkeiten \ und Banketten BEKNAKDO STERN und JUAN Jl LU SBURG AUftFUEHHUNG SAEMTUCHEH Malerarbeiten CÛWOT »1» •.*.** AUSENTE DEL PAIS EN VIAJE DE ESTUDIO HASTA EL 2 DE JULIO Dr. SAUL IMANSKY SARMIENTO 3118?. E. 87 1362 Dr. BENJAMIN L1PN1ZKY ZAHNARZT AOE*TGE*STBAHL£* — ZAHNZIEHEN - BE¬ HANDLUNG MIT GASBET ACU RUNG - REGÜ- LIF.RUNC OER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden Oienttag — Donnerstag — Sonnabend nach vorhenset Vtrmbtrwg 10 SE HERN ANDEZ 2518 T e tt-WM und rsesoo ♦ « * ♦ * * « * * Dr. L K L EIN Médico Magen, und Darmkrankheiten Röntgen Unterwchungen SPnBCHSTUNDZM: l * ¿ J Montag, Dienstag. Mdiwocto n Freitag von 15—18 ühr^ *E» wird gebeten. s.ch vorher telefonisch ansumetden 4 «Es wird gebeten, ¿SANTA FE 1991 « T. E. 44 9493 u. 44-1542$ Dr. Bernardo Goldstein MEDICO Carditltfía — ' Hospital F*n»¿»4«i K>£ie 2 — OwtiwieHaaf — Oertrncardingremnte CUBA 2!4f — T. E. 73-C782 «. 73-SÍ17 Sennabentfr 14—IR «te Confitas: Meada», ai» irte