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Jüdische Wochenschau · 1961-06-03 · 1883 (3.6.1961) · p. Seite 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1883 (3.6.1961)
Date
1961-06-03
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Spanish
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Vi'mes. 9 rie Jimio rie 1861 LA SEMANA ISRAELITA Año XXII. — No. 1883 , K£A£n v(£y£m£T <* írs^££ JfsSep'S Pî- DER DICHTER BÀRRENECHEA COMITE CENTr.OEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Siock — i. E. 48-36S5. 4S.568Î FEIERLICHE DIPLOMUEBERGABE Eie LTebcrgabe einer gro-;?.n Anzahl von Diplomen ml.'.sslich von Eintragungen ei die ve schiedenen Fest. Dächer des KKL im Laufe Ser letzten etwa 1L Jahre fand am 29. Mai im grossen Saal des ..Cuito Israelita de F,elgraro'’ s’att, d;n diese Gemeind? liebenswürdigerweise zur Verfügung gestellt hatte. Der Festakt, m d:*m etwa 150 Freund? des Keren Kajemeth teilnabmen. begann mit einer Pegrüssungsanspraehc des Comité - Vorsitzenden Curt Wilk. der auf den tiefen in. r.eren Zusammenhang zwischen Schawuct. dem Feste der Lehre und der Natur, das wenig? Tage zuvor begangen worden war und der rationalen Arbeit des KKL hinwiss, die auf der alten jüdischen Gesetzgebung beruht. Der Redner gab seiner Freude Ausdruck über das zunehmende Interesse ’unserer Menschen an den Aufgaben der nationalen In. stitutionen. — An diese Begrüssung schlossen sich die künstlerischen Darbietungen d;s beliebten Kinderchors der Gemeinde ,,Achdut Jisrael”. dessen jugendlicher Dirigent Alfredo Goldschmidt noch einige humoristische Rezitationen binzufgte. Sowohl er wie der Cher fanden stürmischen Beifall des Publikums. 1 Der Gast aus Israel, Chawer Barcan. Leiter der Alijah.Abteilung der „Jewish Agency” für Lateinamerika. berichtete von den enormen Fortschritten Israels, die er nach einer Abwesenheit von 18 Monaten fest- Auf Einladung des Instituts für argentinisch-israelischen Kulturaustausch traf der chilenische Dichter Ju. lio, Barrenechea aus Santiago de Chile ein, um hier zwei Vorlesungen zu halten. | Auf dem Flughafen von j Ezeiza wurde er vom Präi sidenten des Instituts Dr. Moisés Goldman erwartet, ■ sowie vom Kulturattache der chilenischen Botschaft. D. Enrique Araja Gómez, dem Präsidenten des ar gentinischen Schriftstellerverbandes. Prof. Fermín Estrella Gutiérrez, dem Re | Präsentanten des Jüdischen Weltkongresses, Herrn Marc Turkow, und dem Direktor des Instituts, Herrn Borut-h Tenembaum. Dr. Barrenechea reiste im gleichen Fiugzeug wie ARNOLD ZWEIG Bilanz der deutschen Judenheii Erste in Deutschland erschienene Ausgabe mit einem Nachwort von Achim von Barries. 328 Seiten — DM 16,80 (gebunden) HANS KOHN: '*• MARTIN BUBER Sein Werk und seine Zeit Ite um ein Geleitwort des Verfassers und ein Nach wort von Dr. Robert Weltsch vermehrte Auflage ca 500 S gr. 8?, Leinen gebunden DM 24.80. MARGARETE SL'SMAN Frauen der Romantik 3 veränderte und erweiterte Ausgabe 178 S mit 16 Bildnissen aul Kunstdruckpapifr, m Leinen genuncen 12,80 DM. FLAV1US JOSEPHUS Geschichte des jüdischen Krieges Uebersetzt und mi. Einleitung und Anmerkurgen wei sener. von Dr. H CLEMEN TZ - fCi. 8* ttitö Seilen, 2 Karlen aut hoizlr. Pap-e) m Leinen geo. DM 25.— Joseph Metzer Verlag, Koeln MCZ ARTSTRASSE 13 der chilenisch? Minister für OeffenUiche Bauten, Ing. Ernesto Pinto Lagarrigue. Sofort irach seiner Ankunft im Hotel Crillon empfing Dr. Barrenechea die Vertreter der Presse und staltete am Nachmittag des gleichen Tages dem Verband argentinischer Schriftsteller seinen Besuch ab. Dr. Barrenechea wird bis kommenden Montag in Bue. nos Aires bleiben und auch an verschiedenen, ihm zu Ehren angekündigten Veranstaltungen teilnehmen. Sein? erste-Vorlesung hielt Dr. Barrenechea in der Facultad de Filosofía y Letras über die Dichterin Gabriela Mist . al. Er wurde von Dr. •Tesé Po o eingeführt. Am darauffolgenden Tage behandelte er in der Facultad de Der.'cho y Ciencias Sociales das Thema ..Vision des Israel”, wobei seine Einführung in Händen von Prof. Fermín Eslella Gutiérrez lag. Während des dritten Vortrages wurde duch das Institut für argentinisch.israelischen Kulturaustausch eine Broschüre über Gabriela Mistral verteilt. die ebenfalls die Gedanken des Dichters über Israel enthält. In seinen Ausführungen, die Dr. Barrenechea kurz nach seiner Ankunft in Buenos Aires zu den Journalisten machte, sprach der Dichter über die Gründe, die den Anlass zu seiner Reise gaben. Ausser den Vorlesungen, die er sich hier zu halten verpflichtet habe, wolle er über die Veröffentlichung seines noch nicht ganz vollendeten Bu. ches über Israel verhandeln. das den Titel ,.Ein Baum für jeden Toten ’ trägt. EXODUS IN PARIS stellen konnte und machte; einige interessante Berner.' kungen über die Schawuotfeiern der israelischen Jugend und die zunehmende! Alijah aus Ländern, deren. Judenheiten den Wunsch I nach Auswanderung seit Jahren verwirklichen wollen. j Die Verteilung der Diplo- | me hatte der Chawer Jüan] Meyer . K?yt übernommen, 1 der sich dieser Mission gei schickt entledigte, wobei er j eine besonders herzlich ge- | haitone Ansprache an die : Jugendlichen richtete, die j ihre Barmitzwa-Diplome erj hielten. Auch wurde der | heimgegangenen Freunde des KKL, Fonfe und Dr. I Abraham Mibashan in ei. , nigen Erinnerungsworten | gedacht. i Der sehr gelungene Abend darf als ein Erfolg des KKL hinsichtlich der noch grösseren Verbreitung der Festbücher bezeichnet werden, und an dieser Stelle soll nochmals allen Mitwirkenden herzlichst gedankt werden, nicht zuletzt der Gemeinde für die gewähr, te Gastfreundschaft; namens des Cuito Israelita de Belgrano hatte deren Vorstandsmitglied, Herr Weilheimer die Anwesenden begrüsst. 4us unserer Arbeit Anlässlich der Feier des 15. Geburtstages von Frl. Martha Edith Schön, Tochter des Ehepaares Isaak und Julieta Schön führten Frau Ella Wajnbuch und Herr Kurt Grätzer eine Sammlung zu Gunsten des KKL durch, welche die Summe von $ 3.020.— ergab; auf den Namen von Martha Edith wird ein „Gan” in Israel gepflanzt. Frau Nanny Tennenbaum spdente den Betrag von $ 1.500.— zum Pflanzen von 50 Bäumen zum Andenken an. ihren Gatten: Samuel Tennenbaum s. A. ATJS UNSEREN KOLONIEN Unsere Repräsentantin in der Kolonie Avigdor über wies uns den Betrag von j $ 2.940.—, der sich folgen-! dermassen zusammensetzt; | $ 2 165— aus Büchsenlee-1 rangen und $ 775,- aus ei. ME BRUECKE ZWISCHEN ner Sammlung anlässlich UNS UND ISRAEL IST DIE der Barmizwahfeier von j BLAUE BI'ECHSE DES! Adoifo Appel, wofür Bäume KÄL Die Pariser Pemiere des „Exodus” von Otto Preminger im Lichtspieltheater „Ambassade - Gaumont“ wurde zu dem, was man in Paris ..ein gesellschaftliches Ereignis“ zu nennen pflegt... Zahlreiche Persönlichkeiten ¿er Literatur, des Theaters und der Politik waren anwesend, nicht Zuletzt die Männer der Wissenschaft, unter ihnen Francis Perrin, Hochkommissar für atomare Angelegenheiten, der sich sehr angelegentlich mit dem hinter ihm sitzenden Jules Moch. ehemaliger Minister und führendes Mitglied der S. F. I. O. von Guy Mollet unterhielt, obwohl er, Perrin, eine Nuance linker als Mitglied der „Sozialistischen Einheitspartei“ von Daniel May:r. Depraux und Bourdet steht. Die P. S.’ U. befindet sich bekanntlich in betonter Feindseligkeit ge. genüber den Mollet-Sozialisten, ein Grossteil ihrer Führer ist aus der alten Partei gekommen. Neben Francis Perrin ass Edmond Miche'ct. Justizmi-, nister im Kabinett Debre, ehemaliger Heros der Wi-!derstandsbewegung und Inj sasse der Hitlersehen Todeslager. Der Schriftsteller André Maurois zeigte sich am Schluss besonders enthusiastisch und eilte auf Otto Preminger zu, um ihn zu beglückwünschen. Man sah weiterhin Depreux. den Generalsekretär der P. S. U. ebenfalls ein ehemaliger Minister, den Baron Edmond de Rothschild und viele andere. Die, sechszehn. jiihrjge Jill Haworth, die eine der Hauptrollen spielt wurde vom Publikum unter dem zärtlich bewegten Augen ihrer anwesenden Mutter besonders gefeiert. Ihr Gegenspieler. Sal Mineo, 21 Jahre alt, erhielt ebenfalls demonstrativen Applaus. ' Auch für die Kasse war dieser Abend ein Triumph; .das Kino war ausverkauft. obwohl jeder Parkettplatz 20.000 alte Francs, das heisst 2000 belgische Frs. oder 40 Dollar kostete. Das war ein auch für französische Verhältnisse l bisher niemals erzielter Fi.mgala-Rekordpreis. EIN MODERNES STVECK IM 1FT auf den Namen des Jungen . gepflanzt werden. EINE RICHTIGSTELLUNG ' In der letzten Freitagnum-' mer an dieser Stelle ist uns ein unliebsamer Fehler unterlaufen, den wir wie folgt richtigstellen; Herr Erico Auarbach spendete für die Pflanzung von Bäumen zum Andenken an sei- '■ ne Mutter, Frau Gertrude , Auerbach s. A. den Betrag! von $ 1.000.—. i Wir danken allen unseren Spendern und Mitarbeitern. Unser Telegramir.dienst Telegramme und Baumspenden bei jeder Gelegenheit. bitten wir. unter nachfolgenden Telefon.Nummern aufzugeben: 709931 73-4010 68-7004 84-2900 54-3200 48-3095 Sekr-ta-ia.1 4*-5083 Das rührige Theater IFT brachte als Neuaufführung „Die Familie Kubich” des tschechischen Autors Karvas die in Europa unter dem Titel „Die Mitternaehtsmesse“ mit viel Erfolg über die Bühnen gegangen ist. Der Autor schildert mit dramatischem Geschehen und unter Verzicht auf jedwede Charakteristik das Schicksal einer christlichen Familie (der jüdische Vater ist getauft) in einem slowakischen Städtchen. Der eine -Sohn ist Standartenführer der SA, der andere kämpft bei den Partisanen, die Tochter hat ein Lieberverhältnis mit dem nazideutschen Ortskommandanten und einen Op portunisten zum Gatten. Also genug für jeden Geschmack. Dazu kommt noch die junge Liebe zwischen dem jüngeren Sohne und einer Kameradin, die auch bei den Partisanen kämpft, den einzigen beiden Idealisten unter lauter höchst windigen Gestalten. Die Aufführung war sauber und gut, ohne allerdings an Glanzleistungen des IFT wie „Der Bürger als Edelmann“ oder „Die 3 Sehwei stein“ zu erinnern. Als Regisseur war Yirair Mossian aus Tel Aviv gekommen, der l mit Hilfe eines geschickten Bühnenbildes, das jeden Umbau entbehrlich machte, aus dem Werk alle Wirkung herausholte. Die Darsteller des IFT waren alle gut. Eli. za Aitemberg, die Anna ¡Frank des IFT, diesmal als grauhaarige Mutter, Martha j Gam, Mauricio Burak, Da- ' vid Sznek, Felipe Wainstein. | Samuel Dan, Bernardo Koj gan und Rosa W’assermann.! Dieses junge neue Gesicht ¡fiel angenehm durch zarte gemessene feine Töne und einen lieblichen Gesang auf. Eine versprechende junge j Schauspielerin. j Der IFT wollte, was lo-! benswert ist, den Bonae- | rensern zeigen, was sich in! Europa unter der Naziherr, j schaft abgespielt hat. Dazu | wäre allerdings viel zweckmässiger gewesen. „Die Fa- I milie Kubich“ in spanischer! und nicht in jiddischer Spra-! che aufzuführen, damit auch ¡einige Nicht-Juden das Stück . sehen können. 1 FT BOLOGNE SUR MER 547 T. E. 88.9420 SONNABEND UM 22 UHR, SONNTAG UM 18 UHR DIE FAMILIE KUBICH von PETER KARVAS (gespielt in jiddischer Sprache) Regie uild Leitung: YIRAIR MOSSIAN Dpuffdies Theater I im TEATRO ODEON M I SONNTAG, DEN 11. JUNI, M 7 «I I Der zerbrochene Krug n « DAS UNSTERBLICHE LUSTSPIEL VON g HEINRICH VON KLEIST *4 i Regie: Jacques Arndt M m S Eintrittskarten an der Theaterkasse, Esmeralda 367. g Tel. 45-3591. Werktags von 16—12 u. von 15—19 Uhr g Samstag von 10—13 Uhr f ISR AEL - BRI EFM AR KEN AJ WIEDERVERKAEUFER - ALLE NEUAÜSGA- I RER ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial; del Estado de Israel, \.AMONTE 538, I/B — Bu«ae, Airea, R»P Ar«tn*»»e

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