Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1879 (27.5.1961)
- Date
- 1961-05-27
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Sábado, 27 de Mayo de 1961 L A SEMANA ISRAELITA Año XXII. — No. 1879 — 7 Der Dank des Vaterlandes iNassers Giftküche Vorbei«, d. Red.: Ohne uns im eiBielneii mit dem folgenden Leserbrief-Artikel zu identifizieren, veröL fentlichen wir diese Ausführungen als einen ehrlich gemeinten Beitrag zu der Diskussion einer Frage, die für ziele ihr Schicksal bedeutet. tionslager und Gaskam. mern trieben! Das nannten sie „in hohen Ehren halzur „Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts” ist irgend wie ein Ueber die „Israer‘-Ab- ' weit nicht nur die absolute :ilung Nassers wurden Schädlichkeit des Staates , . c„h.-rv.rv.o,- 7,. letzthin folgende interessante Israel, die Gefahr Uir den leiser Schimmer zu entdekwtn„^haitfn hBtannt. Frieden und die shevhcit ken, dass man gewillt ist die Schmach, die man je- Der londoner „Guardian” bringt eine Meldung seines fconner Korrespondenten, dass die Bundesregierung I ten”. »ich ..endlich” der Opfer | Heute, fast nach 30 Jahciei Juden in Deutschland ren, wollen sie die JüdiwJhrend des ersten Welt- | sehen Frontkämpfer ,.reha. kiieges „erinnere” und an- bilitieren": .Der Mut und geordnet habe, ihre Namen der Patriotismus der jädiwieder an den Denkmälern sehen Soldaten dürfe anzubringen deren Entferj mals vergessen werden nung Hitler angeordnet ha- Es klingt wie eine Ironie,' Khre der be (Jüdische Wochenschau wenn man heute solche! sehen vorn 6. 4. öl Nr. 1866). j Worte hört. Diese .Wiedergutmachung’. mals verge hat lange genug auf sich Man hatte es nicht allein Kei deutschen Juden” (Vor. warten lassen. Hier zeigt j .vergessen’ sondern .dank-! trupp Verlag Berlin SW1 29, es sich, dass man etwas te’ denen, die sich .opfer-j 1935) jn einem Neudruck ..wieder gu’machen” will, ten auf dem Altar des Vaj hcrausgäbe und unter die Der Name „Israel-Abtei-1 der Welt, die er angcblch nen Helfern zur Verteidi-. lung“ besagt nur wenig über beweisen, sie be^ eune* Deutschlands” zufü« die eigentliche Aktivität die- ( schuftigen sich auch mit f, wenStins materiöf:! *r Abteilung. die in Wahr, dem „Jüdischen Preb cm“ gujzumachen. Im a««-' te« G «Mclm , “de„Jw" ,s'e" S. Ä.™“ “»“5t j “rU.n". “ 12»™«*** «« — t» git ¡cf ia teilweise über sllen Variationen betrieben i zialismus. B?r * gut*; Recht’! wird, und die auch der Spio-1 Es wird aus alten Banden r >-«ules 1 L : „aee der Sabotage und der des „Völkischen Beobach- Vielleicht konnte die Bun-jvofbereitung von Mordüber-Iters“ und des „Stürmers“ me-1 ocsregierung ein Minimum I fäUen auf die Kolonisten in geschöpft es wird die Mordae WWiederherstellung der i gefallenen jüdi- Soldaten 1914—1918 den Gcenzbezirken dient. Sie ist vor allem eine Proliteratur des Dritten Rei! ches gegen die Juden her- , angezogen, und es werden „ dürfe niej unternehme.1. wenn sie das pagandaabteilung, in der anj dje pathologischen Hetzre sen werden . ”! Buch „Kriegsbriefe gefalle-1 tisemihsche Pamphlete in den der p'rominenten de: Jugend kostenlos verteilte. Denn hier sind viele edle Worte niedergeschrieben. schleudert werden. Diese Pamphlete sollen der Umv.as überhaupt nicht wie. tclandes’ 1 welche hohlen der gutzumachen ist: di« Worte!) mit dem schreck. zu diffamieren. die mit ih- Rehen Erstickungstode im rem Tode ihren körperli- Gasofen und Greueltaten,' geben einige”Beispiele: eben Leiden (Verstümme-; die zu schildern einem an-1 lung, unheilbaren Krank, ständigen Menschen unheiten usw.1 für Deutschnutglich ist land kämpften im guten| Wo waren denn alle die, ^!|UbnhTrelner Sf' d e Sich ”r‘eute” auf ein-j Frag „och den Wind, der singt. Er ist frei und die! °b der „Jude als , mal ihrer Verbündeten”,' kommt von ni ”, eUprpmrfpr,’1ffiil inier „Kameraden ’ erin. i p-ra«e mich nicht, wer mich lehrte zu singen. . s,.Fremder f7 deutschr.ern wollen? Der Ton ge- Leh;te doch keiner die Nachtigall, und sie land an dei Fiont stand, ist y,-.sser Generä e, die vor 45 unwesentlich. Jedes Land.jahren als iunge Offiziere in der Welt ehrt die Kamp des NS Staates verwendet. Aber man geht noch über Hitler und seine Bande hinaus. Die —. sogenannten Protokolle der sen Mengen in alle Welt g - yyejsen von ^ion” eine uralte zahlreichen Sprachen wie Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch und Arabisch fabriziert und in grosfreche Fälschung .aus zaristischer Zeit, wurden von dieser „Israel-Abteilung“ in sechs Sprachen neu herausgebracht. Ein alter antisemitischer neben jüdischen Offizieren fer, die in einem Kriege ihr I. in der Front’ standen, in Leben für dieses Land aufs der „Soldatenzeitung” und Spiel setzten. Nur Deutsch- Msziorganen lassen nicht land blieb es Vorbehalten, e"kennen. dass sie sich iha.s „Dank diese „Helden”; rer damaliger Kameraden zu beschimpfen und zu ver- ' „ehrenvoll erinnern” wol. leumden! j len! Mit leerem Wortge- Diese Charakterlosigkeit knngel ist hier nichts gesteht auf derselben Stufe t-an! Die jüdischen, jungen mit der sadistischen Mordj Menschen, die voller Enthu. lust an Greisen. Frauen siasmus und Idealismus als una Kindern jener, die es ' Kriegsfreiwillige an die »uch heute noch wagen. ih. ' Flandernfront eilten und ihr re unverschämte Schnauze j junges Leben einbüssten, öffentlich spazieren gehen:ha’ man mit Schimpf und zu lassen (der Leser möge Schande belegt und ihr Annur diesen unparlamentari-1 df nken besudelt! In den sehen Ausdruck im Nazi. . Gasöfen wurden Fliegerhel- Jargon verzeihen; doch mit j den mit höchsten Auszeich. derartigen charakterlosen. r:ungen meuchlings ermorsmoralischen Gesellen kann det! Kann da überhaupt man nicht anders sprechen). I noch etwas gutgemacht In einem Brief des damawerden? Noch nicht .einmal ligen Reichspräsidenten v. , in der ..Wiedergutmachung”, D^J"i Hindenburg vom 3. Oktober das heisst ln den Gesetzen ' 1932 an den Vorsitzenden |__ des ..Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten” Dr.! Löwenstein heisst es: „...In | ehrfurchtsvoller Erinnerung , an die auch aus ihren Reij hen für das Vaterland ge-1 fallenen Kameraden ...” Der Chef der Wehrmachts. atiteilung Oberstleutnant Oti sagte bei einer Kundschen Volkes” indem sie Sie „Judenschweine” betitelten. sie in Konzentra- AUS DEN LIEDERN DES JEHUDA .Frage mich nicht, wer ich bin und von wannen ich komme, ' „Klassiker“ Houston Cham- 1 berlain, der „Rasse-Wisnirgends. senschaftler’ ist in dieser 1 Israel-Abteilung zu neuen I Ehren gekommen. Auch die singt voller Sehnsucht.” ( Väter des französischen An- Ludwig Franz Meyer | tisemitismus wie Drumont, wurden von der „Israel-Ab- „„...Ich bin glücklich, feindlichen Kugeln machen 1 teilung“ als würdig befunnun im blutigen Ernst für sich mit solcher Unterden, in ihre Propaganda die heilige Wahrheit unsescheidung teine Mühe. Gott eingeschaltet zu werden, rer Idee zeugen zu dürfen sei Dank! Aber fort mit I Nach den Rezepten der und stärker als je lodert bitteren Gedanken. „Ich Goebbeis-Taktik gibt man in uns die Liebe zum Vastritt aus Hass der Städter | „Aufklärungsserien“ heraus, teriand. Dass leider Gottes und nicht um Euern Dank.” die die „Gefahr“ des Judenin der Heimat die ehrlosen 21. 11. 1914 Leutnant der tums-.für die Gesellschaft Stimmen der Verleumdung Reserve Fr’tz Mayer 23jäh-' erläutern sollen. Diese Senoch nicht verstummt sind,r:g am 19. 7 1916 gefallen rien haben Titel wie diese: vermag uns nicht zu ent, bei Fromelles. | „Das Judentum und das mutigen. Nur traurig,. Wir wollen mit einer Verbrechen“ Thema: „Der furchtbar traurig macht uns Strophe aus dem Gedicht, jüdische Prozentsatz am dies. Was wollen sie denn Die Ausziehenden” des am Weltverbrecnen übersteigt Blut? — 19. 5. 1882 in Königsberg die Norm“ — ..Das Judengeborenen und am 9. 1. I tum und die Unzucht in der 1915 in Frankreich gefalle. Literatur“. Thema: „Fast nen Schriftstellers Walter I'cymann schliessen: n ehr als unser Mögen sie doch an dem ver. gossenen Blut unserer Glaubensbrüder weitere Rassen. Studien treiben. — Die „Kennt keiner das Buch, in dem geschrieben steht, Dass dies«-! falle und jener heil heimwärts geht? Doch später ist in Stein und Lied zu lesen, im Kampfe fielen, sind unsere Besten gewesen.” E. A. H. alle in Kunst machenden Pornographen sind Juden“ — „Judentum und Sittlichkeitsverbrechen”. Thema: „Die Mehrzahl der Sittlichkeitsverbrecher sind Juden”. — „.Jüdische Ritualmorde”. Aufwärmung des längst toti EINHEITSKAMPAGNE f»Tn»E«P Kritik an Rassendiskriminierung Washington — Die Ras. sendiskriminierung in den Vereinigten Staaten ist das grösste Hindernis für ein besseres Verhältnis zu afrikanischen Ländern. Diese Feststellung trafen drei amerikanische Senatoren in einem Bericht an den Se. natsausschuss für Auslandsbeziehungen. Die demokratischen Senatoren Church, Mogee und Moss hatten im vergangenen November und Dezem. ber 16 afrikanische Länder besucht und waren auf dem letzten Teil ihrer Studienreise auch von Kennedys Bruder Edward begleitet worden. (AWZ) Hakenkreuzschmierer Weilheim. — Die Landpolizei in Weilheim hat den 26jährigen Richard Ohlinger festgenommen, der für drei Hakenkreuz . Schmierereien verantwortlich gemacht wird. (AWZ) 1961 Geben fuer Israel geben fuer sich selbst!m Barmizwah-Jahr Israels: | Mobilisierung der Herzen und der Taschen ANNAHMESTELLEN- CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL COMITE CENTROELROPEO Sarrciiento 2.376, 3’ — T. E. 47-3820 und särriiiiche öcKretariate der angeschlossenen Organisationen und Gemeinden geglaubten Ritualmnrdmärchens, Missgeburt aus pervertierter Phantasie und infamer Hetze eines früheren antisemitischen Jahrhunderts. Daneben gibt es Serien, die aili aktuellen Krisenerscheinungen (politische Unruhen, soziale Krisen. Wirtschaftsstörungen) auf jüdische Machinationen zu- [ rückzuführen suchen. I In der deutschsprachigen Sektion der .Israei-Abtei-! lung” sind mindestens sechs ehemalige SA* SS. und Gestapo-Chefs tätig. Franz Bartel, früher Niedersehlesien, höherer Gestapobeam. ter, NS-Parteimitglied seit 1927, heisst heute El Hussein. Seine Spezialität: Material . Beschaffung über j „die überragende Beteili- ■ gung von Juden an Taschen.; diebstahl und Hochstapelei.” | Wilhelm Böckler, früher I Ostpreussen nennt sich zur | Zeit Abdel Mah Krim War als SS.Sturmführer an Morj den an Juden beteiligt: war | bei der „Ausräucherung” des Warschauer Ghetto da. I bei —. Mitarbeiter an den Broschüren über „jüdische , Unzucht” sowie an allgemein antisemitischen Pamph’eten. | Erich Bünz. SA.Sturmfüh. . rer, bereits 1929 an den j Berliner Kurfürstendamm- ] Pogromen beteiligt; Spezia- . list für „die Erfahrungen! des 3. Reiches in der Judenfrage”. Heisst jetzt Ali Allan. Karl Holter, früher Kreis i Oppeln. Gestapomann. Ex.!perte für .Judenverhöre” in den Konzentration^laj gern. Mitarbeiter an Broschüren über „Jüdisches I Verbrechertum”. ' Albert Thielemann. SS- Chef aus Böhmen (Reichen, j berger Bezirk), an schweren Judenausschreitunsen , bereits im Frühjahr 1939! beteiligt, heisst heute Aman i Khader. Wertet Streicheri Artikel über das ..sittlich . verfallene Judentum” aus. | Schreibt antisemitische „Stoss-Flugblätter”. die da. zu bestimmt sind, den Antisemitismus in Deutschland zu beleben. Werner Birgel, heute El Gamin. früher SS-Führcr im Bezirk Leipzig; arbeitet an allgemein . antisemitischen Broschüren und gilt als Experte für das' „Verhalten der Juden in den Konzentrationslagern”. Themen: Asoziale Haltung der jüdischen Häftlinge, Mangel an Kameradschaft, Feigheit. Neigung zum Verrat aus Furcht. Birgel leitete einen Sicherheitsdienst in zwei Konzentrat icnslagern und war auch an der „Austilgung” der Märtyrer des Warschauer Ghetto beteiligt. Es ist unverkennbar, dass ein guter Teil der von Zeit, zu Zeit in der deutschen Bundesrepublik und in an. deren Ländern auf tauchenden illegalen antisemitischen Hetz- und Schmäh. Pamphlete aus dieser Sektion der Nasserschen „Israel. Abteilung” stammen. Die Broschüren werden auf Umwegen nach Frankreich und Italien. nach der Schweiz und in die Bundesrepublik geschleust. Kassom und Bourphuiba Paris. — Miristernr" dent Kassem hat den sischcn Staatsrräsiden’ru Bonrgluiiba «r einem Staat«, besuch eingeladen. Kassem hat eine Einladung Bonn, ghuibas, Tunis zu besuche:?, bereits angenommen (AWZ)