Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1961-05-16 · 1876 (16.5.1961) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1876 (16.5.1961)
Date
1961-05-16
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/9616703-9612115-9612447--1327-9612450
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Martes. 16 de Mayo de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Año XXII. — No. 1876 — 3 Die Schuldigen von Auschwitz Fraukfurt. — Gegen zahlreiche Lager- und Blockführcr, Lagerärzte, Angehörige der Wachmannschaften. Kapos, etc., die sich im KZ und Vernichtungslager Auschwitz Verbrechen gegen die Menschlichkeit haben zuschulden kommen lassen. laufen zur Zeit die Voruntersuchungen. Ein Teil der Schuldigen sitztin Untersuchungshaft, nach anderen wird noch gefahndet; teilweise wurden Verhaftete aber auch gegen Kaution oaer aus gesundheitlichen Gründen wieder auf freier. Fuss gesetzt. Die Vorbereitungen d^s kommende^ grossen Auschwitz-Prozesses liegt in den Händen von Oberstaatsanwalt Wolf. Frankfurt. Etwa owiet-Spionage in Israel I Erklaerungei Toynbees An einem der Februarta-da mit ihr eine ernste Of- Doch gibt es auch Fälle, die re des Jahres I960 liess sich fer.sivdrohung ein Agent in Kairo zu einer : wer mussten die entspredringenden Audienz. bei! ebenden Gegenmassnahmen Nasser anmelden. Anstandsunverzüglich getroffen wer- ‘den. Was also bis dahin wirklich nur ein beschränktes, reguläres und durchaus harmloses Militärmanüx er war, musste durch die plötzliche Bedrohung zu einer verbunden! erschreckend, ja ios vorgelassen, warnte er! den VAR-Diktalor vor einer bevorstehenden Aggression! Israels gegen Aegypten. j Er informierte Nasser , über israeliscne Trappen- und Waffenkonzentrationen j an der Südgrenze sowie über eine umfassende -Mobilisation der Reser,,e,.rur- | pcn. Es st bis heute ungeklärt geblieben, ob Nasser und der ägyptischen Spionnsehr bemerkt wurdç ge die Tatsache eines regulären israelischen Trup penmanövers, das zu dieser Zeit in der Nähe von Vzana ersehnt ternd sind, wenn es sich hier um Menschen und Persönlichkeiten handelt, denen man niemals zugetraut hatte, dass sie Spione und Landesverräter sind. Spionage ist fast zu ek'cr ..legitimen’’ Sache in den gegenseitigen Beziehungen der Völker geworden. Miiiumfassenden Defensivkon-. t irattaches sind schliesslich zer.traticn ausgebaut werden Es war das eine Zeit unheilvoller Spannung, die von de,- Ocficntiier.keit nicht so , weil mm davon Abstand nahm. C'uen viel.eicht iberfiüssig< r, Alarm zu schlagen. n eht nur via/.u da, um Cocktrils einzunehmen, doch sind cs fast niemals die oftizi-d. 1er. Instanzen, welche die wertvollen Informationen aufspüren. Es ist eine Tatsache, dass di r sowjeti-ehc Botschafter 600 Belastungszeugen aus. abgehalten wurde, entganden USA. Frankreich, Israel, [gen war. Hingegen ist wohl- Polen, der Tschechoslowakei bekannt, dass Nasser, auf und anderen Ländern müs- .Grund der sowjetischen War ‘ nung, unverzüglich grosse Natürlich trugen sich die . Abramow noch einen Tag Kommandanten der Israel-, vor der Sinai Aktion nach Armee rieht mit dem Ge- Moskau telegraphierte, die danken einer ..Aggression“ l Mobilisation in Israel sei ein herum, als sie das Manöver j ,.Bluff“. Und die Ameriknser vernommen werden. Vielfach ist bereits wertvolles dokumentarisches Material, u. a. vom “Yad Waschern”, zur Verfügung gestellt worden. Wichtige Hinweise und Aufschlüsse werden auch aus dem Prozess gegen Eichmann erwartet, Truppenmassen nebst schweren Waffen bis fast an in der Gegend von Ni/.ana abhielten. Und wie sich herausstellte, wollte Nasser seidie israelische Grenze in 1 ne Truppen zu jener Zeit Bewegung setzte und die bis ■ nicht auf Israel marschieren dahin unbefestigten Vor-'lassen, wenn er sie aucn in hutstellungen in der Sir.aij Offensivstellunge.i brachte. Halbinsel besetzte. j Möglicherweise hätte er sie Doch damit nicht genug, überhaupt nicht hingebracht ner merkten nichts von einem Atomreaktor, bis in Washington nach Monaten, Filme eines U Z-Flugzeuges entwickelt wurden, das über so mancher andere, der un- | verdächtig, ja allgemein angesehen, sein veiräterisches Handwerk weiter treibt, I Nicht nur die Sowjetspionage ist in Israel emsig tätig. Doch es ist ein Unterschied, ob neutrale oder freundschaftliche Mächte ih:e Dossiers mit geheimen i lolormationen über Israel füllen, oder ob dies in Mosk; u geschieht. Die britische Intelligence ist auch heute noch in Frankreich tätig und d e amerikanische — höchstwahrscheinlich — auch in England Doch die Informa- | tionen sind für „inneren Gebt auch“ bestimmt, worden nicht die Sicherheit der westlichen Länder gefährden, solange s;c nicht zufällig in die Hände der Sowjets fallen. I Als die amerikanische Intelligence den Atomreaktor ia Israel „entdeckte“ — zürnte Washington. Da zürti- ’ te es eben. Doch was Moskau bei uns ermittelt, kann „Sicherheitsdienstes“, die _.. _ w.„ _«,—• i liess nasser m»i u»e b«“*«*- w&re mm ment aie sowje. völlig unabhängig von den der Frankfurter Staatsan-, te ägyptische Armee nachj tische Warnung zugesangen. | diplomatischen Vertretungen Israel flog. i an Kairo wcitcrgelcifet wer- Gefährlich sind natürlich den und bedeutet eine un- Argenten des sogenannten ■. mittelbar? Gefährdung un- Philadelphia. — Der bekannte englische Historiker Arnold Tovnbeedessen an. ti israelische Ausfall? bereits des öfteren kritisiert wurden, sprach auf einer Veranstaltung des ber.ich. Upton Ameiiean Council of! Judaism. Diese Organisation hat bei verschiedenen! früheren Gelegenheiten Er- ’ Klärungen zugunsten der Araber und gegen die Juden i abgegeben. Toynbee "erstieg sich zu der Behauptung. dass Zionismus und Antisemitismus aus den I gleichen Quellen - schöpfen würden. Gegen diese Ausführungen wurde von verschiedenen Seiten neftig opponiert. Dfr bei der Versammlung anwesende Vorsitzende des Gemeinderates. L. Murray Soustcrman, erklärte, dass de Aeusserung Toynbees em erschreckendes Beispiel für die Difiamierung des ]■ dischen Volkes sei. Auch Rabbiner Theodore Gordon Philadelphia) protestierte gegen diese Darstellung des englischen Historikers. — OTA) waltschaft teilnehmen wird. , folgen und baute seine Kräf. j Utbrigens befindet sich der Bei dem derzeitigen Stand j te zu einer ausgesproche- Grossteil der ägyptischen der zum Teil sehr kompliner. Offensivstellung aus. | Armee immer noch in den zierten Ermittlungen dürfte Eine solch umfassende der Prozess kaum vor Ende ' Kräfteverschiebung blieb dieses Jahres beginnen. — natürlich der Israel-Intelli- (AWZ) I gence nicht verborgen, und VERLEIH VON GESELLSCHAFTS- ANZUEGEN KAGNER Das einzige jüdische Ges« häft ii» dieser Branche. Cangallo 2553 — Tel.: 47-4709 Buenos Aires Teppichhaus - H. Hochberg] 1 UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKNÜPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigene Fabrikation — Unverbindliche Vorführung Auf Wunsch Zahlungserleichternngen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag von 9—19 Uhr im Ausstellungshaus CaUe ANDONAEGUI 2083 4 Quader vor Station Urquiza ^lutBLfS Wdfe'ummri MODERNE WOHN. UND SCHLAFZIMMER¬ EINRICHTUNGEN — SESSELGARNITUREN Sarmiento 1147 Cabildo 774 AUTO - REPARATUR . WERKSTATT! „ B E N 0 ” BEÑO HUTSCHNECKER j Avda. CONSTITUYENTES 4902 î (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 vorgerückten Stellungen der Sir.ai-Halbinsel und stellte weiterhin eine permanente Bedrohung der südlichen Grenze Israels dar. Wir haben den obigen Fall so ausführlich behandelt, weil in ihm ziemlich unverblümt zu Tage trat, dass die Sowjetspionage in Israel über den sowjetischen Botschafter in Kairo ihre Informationen über geheime und militärische Angelegenheiten Israels direkt an Nasser weiterleitet. Was also ein Sowjetagent in Israel aufspürt, wird unweigerlich unserem ägyptischen Feind zur Kenntnis gegeben. Wir müssen uns das vor Augen halten, weil in der letzten Zeit die Sowjetspionage in Israel erhebliche Ausmasse angenommen hat. Ein so überraschender Zug wie die Sinai-Offensive, wäre heute kaum noch zu führen. Und tatsächlich, seit der Sinai - Offensive, als Moskau das schmähliche Versagen seines Geheimdienstes resümierte — ist die Sowjetspionage in Israel um ein vielfaches verstärkt worden. W’ir erleben des öftern unangenehme Ueberraschungen. Ein Fall wie Prof. Sitte ist symptomatisch. Weil unsortiert 671 Herrenoberhemden aus feinstem englischen Po. plin mit Doppelmanschette in weiss und beige, mit einfacher Manschette in hellblau zum aussergewöhnlichen Preise von m?n 550.— Vorrat; Grösse 371168 — 38 212, 39|216, 40|70 Spezialgeschäft für ausgewählte Ilerrenartikel r$58ir M aip ú 9 8 2 T. E. 31.0357 ihrer Länder arbeiten. Dies sind -Leute die für ihrer. Beruf gedrillt wurden und wissen, wie und auf welche Weise sie ihre Aufträge erfüllen sollen. Doch am gefährlichsten sind die „Inside-Agenten“, d. h. die Leute, welche Besitzer der militärischen oder anderen Staatsgeheimnisse sind, und sie einer fremden Macht ausliefern. Ein Klaus Fuchs z. B. wog eire Armee von bezahlten Agenten auf, weil er das britische Atomgeheimnis mit sich führte. Doch selten gäbe sich ein bedeutender Wissenschaftler oder eine militärische Persönlichkeit dazu her. Landesverrat für schnöde Münze zu üben. Hier kommt das Element des Idealismus hinzu. Die wirklich verblüffenden Erfolge hat die Sowjetspionage den angeworbenen Schlüsselpersönlichkeiten zu verdanken, welche den Sowjets aus Idealismus dienen. Diese sind auch am schwersten aufzuspüren und unschädlich zu machen. Auf einen, der entdeckt wird, kommt I sercr Sicherheit und Exii s’enz Daher sind, neben der direkten arabischen Spionage, die Sowjetagenter. in Israel die grösste Gefahr. Besonders die angewoxbenen Agenten“ — müssen zur Strecke gebracht werden, weil Wohl und Wehe unseres Staates davon abhängt. Und es gibt sicherlich solche auch bei uns. Letzt- Schlüssel Persönlichkeiten, 1 hin ist dem israelischen Sidie keiner Spionage zu vercherheitsdienst öfter die \ufdächtigen wagen würde, die gäbe zugefallen. Agenten sogenannten „idealistischen dieser Sorte zu entlarven. INDUSTRIAS YUVF-NA S.A Fábrica de calzado y zapatillas DESCANsç*. ANDONAEGUI 1270 Buenos Aires T. E.: 51.4810 m m va va ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL » Dr. Hardi Swarsensky Asuntos Europeos exclusivamente Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch u. Freitag v. 15—18 Uhr Dr. Günter Frey Asuntos Argentinos y Sudamericanos TESTAMENTE ERBSCHAFTSSACHEN VERTRAEGE VERWAITUNGEN BUEROZEIT: 16—19 UUr PUEYRREDGN 2190 esq. A*. LAS HERAS — T. E. 83-2613

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.