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Jüdische Wochenschau · 1961-05-12 · 1875 (12.5.1961) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1875 (12.5.1961)
Date
1961-05-12
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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LA SEMANA ISRAELITA Viernes, 12 de Maye de 1AS1 A ri# XXII. — Ne. 1875 — « •*lí? Sí' ens.Ul>"vi|. ■AS ebt Í£r er Vortrag ^h.,r; s an sip), * f«*lnd le zt lurch ud«rers ¡n mit seine .oft setzt. lem weilt!an”lich zi er die Kon. ] z- B. von ™ waren I sondern fer«n Sinn. (eit in den teuer Kuh _ führen mlich das die Vii], ftisen soll. nde. wenn II d Sichersüll. Viel nd l’eter- “n wir von vielleicht r der Bei. Ende sei. n Ausriihkam. so wie sei- H. D. TRETE» in aiien erfolgung on aus. infeemirm der Hasses >n Ford Grup. eirennt die Bihunpen uf dem en Rasort. mmmenliat eine mg von der Me Betrieb les dtudi? Cenaeh dieonnenen ein veränderen ung von Zivilklage eines Ex-Nazi Vor einer Zivilkammer des Landesgerichts Düsseldorf findet gegenwärtig ein sehr interessanter ..Zivilprozess“ statt. Namen und Vergangenheit der Streitparteien sowie Objekt und Klagebe. gehren in diesem eigenarti-1 leumdung gen Zivilprozess bilden ein viel ernsteres Memento als klandestine Hakenkreuzschmierereien oder in Nacht und Nebel vorgenommene feige Friedhofsenändungen. Denn in diesem Prozess kommt die schwerwiegende deutschen Oeffentlichkeit ..reinzuwaschen“, sondern auch ihre früheren Todfeinde, die Männer des Widerstandes in der schrecklichen Epoche der .braunen Tau. sendjährigkeit“ wegen „Ver. zui Rechenschaft zu ziehen, ja sogar zu zwingen ihre seinerzeitigen Anlagen ..unter Exekutiorus. strenge“ zu widerrufen. Zunächst einmal sollen die Parteien dieses Prozesses vorgestellt v, e-den: Kläger ist der wohlbestallte Bauin. Tafsache Hervor, dass ehegenieur Hans Georg Gewehr malige SA . Heroen der schlimmsten Art die Zeit für gekommen «rächten, nicht nur sich sdbsf in der we-st. der in Düsseldorf seine Büros hat und hisher ..keinen Anstand halte“: Beklagter ist der mit seinem Buch EINE EIGENARTIGE METHODE In der Ausgabe der Jüdischen Wochenschau vom 24. Februar .961 wurde in einem Leitartikel unter der Uebcrsehriff ..Neuartige Wiedergutmachung” zu Ausführungen Stellung genommen, die Herr H. von Ditfurth in der Zeitung ..Di? Zeit” gemacht hatte. Der Artikel des Herrn v Ditfurth war uns von einem aufmerksamen Leser eingeschickt worden. In diesem Artikel war den Alliierten u. a. vorgeworfen worden, viel Unrecht gegen Deutschland getan zu haben, weswegen eine Wiedergutmachung jetzt am Platz wäre. In einer wenig erfreulichen Form waren neben vielen anderen, der üblichen Nazipropaganda entstammenden Behauptungen und Erklärungen auch die Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 angegriffen worden, jene deutschen Generäle ind Militärs, die den reichlich späten Versuch machten, Hitler zu stürzen. Jetzt erhalten wir vom Herausgeber der Zeitung ..Die Zeit”, die in Hamburg erscheint, die Nachricht. dass wir den Artikel missverstanden hätten, denn es handelte sich um ein.? Persiflage. In dem sehr freundlichen Brief heisst es. der Artikel sei ..eine bewusste Parodie auf die Ansichter gewisser Deutscher” gewesen. ..von denen es gottlob nicht viele, aber leider immer noch einige Exemplare gibt.’’ Herr v. Ditfurth. der unserer Auffassung sei. habe gegen einen Schulrektor polemisiert, der sich nicht einwandfrei geäussert habe. Schliesslich meint d-r Heraus, geber der ..Die Zeit”, wir hätten wohl den Artikel nicht ganz zuende gelesen, was er sich aus der berechtigten Empörung erklärt, sonst hätten wir verstehen müssen, dass auch Herr v. Ditfurth sich von soichen Elementen distanzieren wollte. Wir sind für diese Richtigstellung oder Aufklärung dankbar. Dass wir den Artikel nicht zuende gelesen hätten. ist nicht zutreffend. Wir haben den nrtike] mehrmals gelesen, bevor wir Stellung nahmen, da es sich immer empfiehlt, nicht in Zornesaufwallung, sondern mit ruhiger Ueberlegung zu antworten. Nun st aber etwas Merkwürdiges geschehen. Niehl nur wir haben den Artikelschreiber der Zeit reichlich missverstanden. Auch der Einsender des Artikels fasste die Ausführungen in der Zeit genau so aut wie wir es taten. Nicht genug damit schreibt hierzu der Herausge ber der Zeitung „Die Zeit” selbst: ..Uebrigens ist der A'tikel auch in Deutschland von einigen Lesern missverstanden worden.” — Obwohl d?r Herausgeber d:r Zeitung ..Die Zeit” rucht ausdrücklich darum bat, unseren Angriff zu korrigieren. kommen wir hiermit dieser selbstverständlichen journalistischen Verpflichtung nach: Wir nehmen mit Genugtuung zur Kenntnis, dass der Herr v. Ditfurth unsere Al tfassungen teilt, können jedoch im übrigen nichts zürn eknehmen. Denn unsere Angriffe richten sich nicht gegen einen einzelnen Menschei. sondern gegen eine politische Auffassung, die bereits einmal eine Welt ins Unglück gei issen hat, und die nach der eigenen Darstellung dr zitierten Zeitung auch heute noch in Deutschland vertreten wird. — Zum Schluss gestatten wir uns eire Anregung: nicht jedes Thema eignet sieh, zum Gegenstand einer Parodie gemacht zu werden, schon deswegen, weil die unmit Ulbar Be offenen nicht über jene ..Feinfühligkeit” be silzen. um in einer solchen Frage, die mit dem Tode und dem Schicksal \ on Millionen verbunden ist. die De-I iikafcsse einer Parodie ertragen zu können. '! „Bis zum bitteren Ende“ berühmt gewordene, gegenwärtig in Westberlin lebende Schriftsteller Dr. Hans Bernd Gisevius. Die Vorgeschichte des Prozesses ist bereits Geschichte oder zumindest der Grundstein zur Geschichte der braune.) Bestialität, beginnend mit dem Reichs, tagsbrand: — und damit sind wir bereits beim Gegenstand dejetzigen ,.Zivi'prozesses“ angelangt. Denn Herr Gewehr. der jetzt klagt, ist Identisch mit dem utfter dem Namen ..Pistolen _ He:i:i“ bekannten Obersturmführer und Brandspezialisten der — nach der ' Darstellung im oben zitierten Buche les jetzigen Bei klagten Gisevius — in Gö. rn.gs Auftrag zusammen mit einem SA-Trupp den Reichstag in Brand gesetzt hat. Obwohl die zwei Bände Givesius - Enthüllungen bereits in den Jahren 1945 und 1946 veröffentlicht wurden und ein grosses Aufsehen erregt Harten, dass Gisevius in der mündlichen I-lauptverhandlung des grossen Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozesses, auf An-i trag des Angeklagten Schacht v.ie auch der Anklagevertreter darüber als Zeuge vernommen, unter Eid ausgesagt hat, dass der Inhalt v n kommen der Wahrheit entspricht und „historisch treu“ viederge. geben wurdeobwohl Gisevius schon Jamals den.jetzigen Zivilkläger nicht nur als ..Anführer“ des SA- Trunps bs-ze ehnete, der am 17. Februar 1935 den Reichstagsbrand durchgeführt hat. wobei er diesen ..Pistolen- Ueini“ aucn mit den Titeln „Raube) hauptmann“ und . Taugenichts“ auszeiehnetc- — ist der aus dem „Pistolen- Heini“ wieder zum ehrbaren Bürger Hans Georg Ge. wehr gewordene Kläger nie. mals klagbar aufgetreten, weder in einem Strafprozess wegen Verleumdung noch auch in einem Zivilpro/.ess wegen Widerrufs. Nun wird ja bekanntlich di.e Geschichte von Zeit zu Zeit — offensichtlich auch nach den Bedürfnissen der Zeit — ..umgeschrieben“. Ein Amateurhistoriker namens Fritz Tobias veröffentlichte unter dem Titel ..Stehen Sie auf, van der Lubbe“ in einer Artikel-Serie im hamburger ..Spiegel“ , eine neue V wrion, die sich auffalienderweise mit den c-rsten. in der ganzen Welt j nicht wenig verlachten Lügen der Nazis deckt: Der schwachsinnige Holländer , Marius van oer Lubbe hätte ganz allein und aus eigenem ( Antrieb den Brand gelegt. - Merkwürdigerweise propa-! giert der ..Spiegel“ dieses; „neueste Forsehungsei geh-: nb“. i In der Konkurrenz.Wo-! chenschrift. der hamburger . I . Die Zeit“ hat nun Givesius 1 unter dem Titel „Widerlegung eines Reinvvaschungs-; Versuchs“ die Unmöglichkeit I dieser neue) Version zu be- 1 weisen gesucht und neuer. lieh aut die entscheidende \ Polle des H. G. Gewehr hingewiesen. Daraufhin klagte cbeser vor rem Zivilgericht, das den Historiker Gisevius dazu verurteilen soll: 1. seine Beschuldigungen bezüglich des Klägers zu widerrufen: und 2. sie auch in Zukunft zu unterlassen. Streitwert: 50.000 DM. - Nach dem Beweisbeschluss des Gerichts vom 17. Januar 1961 hat nunmehr der Beklag'e Gisevius die j prozessuale Verpflichtung, eien Wahrheitsbeweis dafür zu erbringen was er vor 15 Jahren über Hen Reichstagsbrand vom 2V. Februar 1933 geschrieben und als Zeuge vor dem Internationalen Gerichtshof in Nürnberg aus. gesagt hat. Auf ihn fällf In diesem „Zivilprozess“ die vol'e und ausschliessliche Beweisiast. Sollte ihm der Wahrheitsbeweis nicht vollständig gelegen, würde er zum Widerruf und Schadene-satz an den ..Pistolen-Hcini“ recte Bauingenieur Gewehr verumeilt werden — und die ..Wu,tgeschichte als Vv eltgcricht.“ müsse sich eigentlich dem neueren Spruch des düsseldorfer Zivilgelichls. ..unterwerfen“. Wie ander-; sah es mal aus als die braunen Ritter der hi tleris tischen Verbrecherbanden in .hier Todesangst vor dem Rache- und Vereeitungshunger oer Verfolgten und der Sieger sich in Mauslöcheru verbargen oder von allen nur denkbaren Tarnmigsmögiichkeiten Gebrauch machten! Jetzt, da Beweismangel und Beweisnot ihr neuen Sauerstoff und Lebensmut eugeführt haben. ' liebt die Hydra wieder ihr Haupt — und schreitet als . klagende Partei“ vor das Tribunal. Es ist interessant dass Gisevius schon 1946. im Vorwort zum 2. Band von , Bis zum birtern Ende“ solche ..Uesonuldprozesse” vorausgeahnt hat. (S. 19): ..Das ist;a die günstige -.Position dieser Funktionäre der braunen Revolution, dass sie abstreiten oder behaupten können, was ihnen für ilme IJnschuldslegende passt, weil die Belastungszeugen böse tigt sind, und — einstweilen noch — so viele Henker leben“. Er hat damals bereits .-.die totalitären Werbetrommeln Der katholische Beitrag zur Rettung der luden Italiens Anlässlich des Erscheinens des Buches „Der gelbe Stern — Die Juoenver- ¡foigung in Europa 1933 Dis ’1945' von Gerhard Schoenberger hat oer langjährige Sekretär Papst Pius' XII., Fater Dr. Robert Leiber SJ., in der führender. Zeitschrift der römischen Je. suiten „La t’vilitä eaftoli- I ca ’ einen Artikel veröffentlicht, der sieh mit ciem Ausmass der Rettung der ita. ]i nisehen Juden durch den Vatikan zur Zeit der Ver- , folgung befasst. Der Aufsatz stellt dar. dass die Absicht der Gestapo. die rund .50.000 Juden Italiens so wie die anderer besetzter Länder in die Gaskammern zu bringen und zu vernichten, vor .allem durch die Aktionen cier Kirche unmöglich gemacht worden ist. 2 775 Juden waren in den verschiedenen Nonnenklöstern Roms verborgen 992 in Männerklös ern und Pfarrhäusern. Für kürzere Zeitspannen waren in einer R ’ihr von kirchlichen Gebäuden 680 ur hergebracht. Die Zahl der Juden, die in d«n Vatikan selbst bzw. in den exterritorialen Lateran . Palast f ächteten. ist nicht genau fr tstellbar. Das vom deutschen Pallottinerpater An- , t n We’iKr ge’eitete St. Ra- I pl aelswerk hat 25.000 Opfer der Nazivertolgung unter, stützt, davon etwa 1 500 Juden die Auswanderung nach Amerika ermöglicht. Nach eler Besetzung Geerklingen“ gehört. Nach 15 Jahren schmettern clie Trompeten aber kein ..Wiclerrufs“Urteil «lnes Ziviigerichts. nacn 28 oder mehr Jahren aus offenkundiger Beweisnot erstanden, könnte am weltgeschichtlichen Urteil irgend was ändern. , nnas durch die deutsche ¡Wehrmacht übergab die jiicische Organisation DEI.A. | SFM K <rainalerzbiscnof Fioetto SJ 5 Millionen Lire: |d.ese wurden zusammen mit weiteren 20 Millionen jljre. die von italienischen ur.d amerikanischen Katho. |lken gesammelt worden; v. aren durch die Apostoli-! s'-he Nuntiatur in Rom an jüdische Flüchtlinge ver- ' tpj,t. Papst Pius X1T. naf sich mit Einzelfällen v er. felgter Juden persönlich Gefasst. Als die Gestapo von der jidischen Gemeinde Rom ule sofortige Beibringung von 50 kg Gold forderte, mit der Drohung sonst 200 Juden zu deportieren. bot der Papst an, den Juden che eventuelle fehlende ' Geldmenge aus dem Varlkanschatz zur Verfügung zu ' siellen. Es kam damals I nicht zur Annahme des Angebots. da clie römischen Juden clie verlangte Menge Gold selbst aufbringen konnten. jüdisches Reisebüro I Persönlithe Beratung «furch Heise experten Herrn % *$r. Bernardo Bittermunn und Mariano Feld CORRIENTES 2063 of. 9, 10, 14 y 16 T. 45-7607/49-0433 49-1229/49-3491 JVVVVVVVVVVVVVVVVrtVVVVWCVVVWVWVVWWWVVVVWVV/ | Restaurará -Paso ” “I5TD \ 5 Paso 152 (al fondo) — T. E. 87 9259| < Unte? 4ul*;cm aes Vaao Haraoomm oei Keniila J \ MITTAGS- und ABENDTISÍ H \ $ *-on jetzt an auch íonnta? abends geöRnet £ \ Anrichten von kleinen Festlichkeiten i e <* $ und Banketten; * * 'tWWWWtV.tWWWHVVVVWWmVWVVtWWVVWWW' Israel - und Marken aller Laender — ¡Seuiakeiten ‘7 enuiticos' ln groesster Auswahl: u. a. VIERERBLOCKS — MARKEN MIT PlaITLN nummern — MARKEN MIT BAND - KOMPLETTE BOGEN tplancna«. — VOt LSt AaNDlGt SAMMLUNGEN — WERTVOLLE AUSGABEN — ERSTE SERIE VORHANDEN — VERTRAUENSWUERDIGE BERATUNG ALFONH) MORITZSON '•KaiiaeiU’lM 2351. tlep. 2 esq. CAßlLDO SGA toui lOICI f AIRLINES ra.a informe* y pasaje* c:r¡jase a su a¿e;¡cia öe n«,e* w äh. Cu.dolía 315 - T. E. 32 hüóG

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