Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1873 (5.5.1961)
- Date
- 1961-05-05
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Vînmes, 5 de Mayo de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Ereignisse der Woche Generalversammlungen Die DAIA, die zentrale Organisation des argentinischen Judentums, hielt vor wenigen Tagen ihre Generalversammlung ab, in der über verschiedene wichtige Fragen beraten und beschlossen wurde. Seit mehr als einem Jahr hat die DAIA keinen gewählten Präsidenten, da es nach dem Tode des allgemein hochverehrten Herrn Dr. A. Mibashan zu keinen Neuwahlen gekommen ist. Die Geschäfte wurden von den Vizepräsidenten Dr. Natan Lerner, José Lutzki und Dr. Marcos Diner geführt. Zur Zeit amtiert Dr. Diner. Das Wahlsystem ist geän. dert worden. Es werden in Zukunft von der Generalversammlung Wahlmänner gewählt, die dann die eigentliche Vorstandswahl vornehmen. Auch die AMIA, die Kehila von Buenos Aires, führte ihre ordnungsgemässe Generalversammlung durch, auf der im wesentlichen nur die Beratung des Etats erfolgte. Die geführten Debatten unterstrichen die Notwendigkeit, den Mindestbeitrag zu erhöhen, der den Zeitverhältnissen angepasst werden müsse. Die „Fraktion” Zentraleuropäische Liste nahm geschlossen an den Beratungen teil. Einheitskampagne Das Comité für die Einheitskampagne hat seine Tätigkeit für die neue Israel-Aktion mit grosser Begeisterung aufgenommen. Die Kampagne wird in allen Kreisen, den Gemeinden und Organisationen bereits durchgeführt. Verschieden Vereinigungen haben — wie in jedem Jahr eine sogenannte Tischaktion eingeleitet. Bei verschiedenen Gelegenheiten wurde auch öffentlich darauf hingewiesen, dass gerade im Sektor der deutschsprechen- Dr. HERMAN WEYL GESTORBEN; Kurz vor Redaktionsschluss erreicht un; die erschüt-j ternde Nachricht, dass unser langjähriger Freund, Be-; rater und Mitarbeiter, Herr Dr. Herman Weyl einem langen Leiden plötzlich erlegen ist. | Dr. Herman Weyl war eine einmalige Persönlichkeit j in unserem Kreise, der durch sein ungewöhnliches und lÉiliilll rf| ¡ i:«?: umfassendes Wissen hervorragte. Arzt, Philosoph, Histoj riker und Soziologe, hat Dr. Weyl mit einer ausserge-1 wohnlichen Tiefe die Zeitprobleme betrachtet und er- ■ forscht und in seinen zahlreichen, von der Jüdischen Wo.! chenschau veröffentlichten Beiträgen in einer inhaltlich I wie stilistisch bestechenden Form, wenn auch nicht imj ... mer populär verständlich, seine gründlich überlegten1 -! Auffassungen veröffentlicht. ”rv> Wir werden noch bei einer späteren Gelegenheit die j Persönlichkeit des Herrn Dr. Herman Weyl würdigen. ziellen Interesse der ehemais deutschen Juden rechnen müsste. Denn all das, was diesen deutschen Juden einmal wertvoll gewesen ist, wird vom Leo-ßaeck Institut bewahrt und gepflegt, verat beitet und der künftigen Geschichtsschreibung über geben. Dass dieses deutsche Judentum ,etwas-1 geleistet ur.d den späteren Generationen zu sagen hat, davon sind doch die deutschen Juden immer überzeugt gewe sen. Vor garnieht allzu langer Zeit hat der Jerusalemer Universitätslehrer, Prof. Dr. Ernst Simen, in meisterhafter Form über das ..Erbe des deutschen Judentums“ gesprochen, das es zu pflegen gilt. Auch solche, die im allgemeinen nicht zu unseren Veranstaltungen zu erscheinen gewöhnt sind, — offenbar weil sie dies nicht mehr notig naben. — spendeten Kind Simou ehrlich gemein tUilali. Nun gilt * ■ „äs Leo Baeok- Inslitut areinen vielfachen Auignueu und Zieic-n zu fördern. Dar.- geschieht einfach dadurch, das$ man Mitgiku dieses Instituts wird in Argentinien hat das Institut bisner 40 Mitglieder! Sicherlich sind alle, die cas lesen, der Meinung, dass diese Zahl nicht sehr erfreulich ist. Man kann das je doch leicht ändern, indem jeder Mitglied wird. Für die meisten wird ein Jahresbeitrag von 10 Dollar er schwinglicb sein. Anmeldungen nimmt das Büro der Jüdischen Wochenschau <La Semana Israelita) entgegen. Sie können auch an den Beauftragstituts die sehr interessante ’ tei des Instituts in Buenos Zeitschrift kostenlos erhal- ' Aires. Herrn Gurt Wilk, Caj ten, die vom Institut herauspital. Moreno, gerichtet wergegeben wird, und dass sie ¿ien. I aut alle anderen Publika- Nur nebenbei bemerkt sei, tionen nicht unwesentliche dass die Mitglieder des In-' Ermässigungen bekommen. Die BARMITZWAH unseres Solmes ALBERTO findet s. G. w. am 6. Mai in der Synagoge Larrazabal 1254 statt. Norbert Herz und Terese geb. Schuckmann Empfang 16-19 Uhr Larrazabal 1254. Die BAR MITZWAH unseres Huhnes ANDRES MIGUEL findet s G. w. r.m Sonuabtnu, den 13- Alai, in der Synagoge Lamroth Hakol, Caseros 1450, Flonua, statt. '1 BEXXO HOHLIL1LER u. flau ILSE | geh. VON HALLE i Entre Rios 2o65, Oiivos j Empfang im Salon der Synagoge nach der Zeremonie, j Die BAR MIZWA unserer lieben Sohnes JÖRNNY GOLDBERGER findet s. G. w. am Sonnabend, een 6. Mai 1961, in der Leo Baeek Synagoge, \idal ¿049 statt. SEINE ELTERN Empfang: Sonnabend, den ff. Mai, von 37—13 Uhr, Monroe 48)1. den Juden die Kampagne ist, mit dankbaren Gefühlen gei der Verpflichtung, ihre Beisteuerung zur Kampagne in würdiger Höhe zu leisten. Von der Israel-Botschaft Die israelische Botschaft in Buenos Aires teilt mit, dass in diesen Tagen Herr David A. Barr eingetroffen der als Wirtschaftsrat Botschaft demnächst genüber Israel durehgefiihrt werden sollte. Haben doch Juden die Tatsache, dass sie die ehemaligen deutschen Indivudual - Entschädigungen für die unter dem Nazismus erlittenen Vermögens- und Berufsschäden erhalten, ausschliesslich der Existenz des Staates Israel zu verdanken! sein Amt übernehmen wird.! David Barr, der heute 40 Jahre alt ist. wurde in Is-• rael ebenso wie seine Vor-' fahren geboren, die seit sechs Generationen mit dem Lande verwurzelt sind. Barr absolvierte seine Studien in Israel, wo er an der Tel Aviver Hochschule in Rechts- und Wirtschaftsfra- [ er Mitglied des Büros des , Sfaatskontiolleurs Dr. S. i Moses, wo er Pianarbeiien I durchführte. Er gilt als ei-; ner der bedeutendsten Wirtj schaftsexperten und wird i seine Kenntnisse hier in den Dienst der Botschaft steilen wo er wichtige Informationen über Handel, Industrie und Finanzen Israels allen Interessenten erteilen wird, i ÄCIBÄ Mataderos Vor kurzem fand in der ACIBA Mataderos ein Vortagsabend statt, der das Thema ,,Was nicht in der Zeitung steht“ zum Gegenstand hatte. Mit Rücksicht auf dieses Thema wird niemand erwarten, dass wir HEITSKA! t jetzt auf dem Umwege über Insofern besteht also für j gen doktorierte. i diesen Vortragsabend über diesen Kreis eine doppelte! Seit mehreren Jahren war Fiagen und Erscheinungen ¡berichten, die sonst nicht in Nach langem schweren mit grosser Geduld ertragenem Leiden verstarb mein geliebter Gatte, unser guter Vater, Grossvater und Bruder, Herr MAX MEYER <fr. Hamburg) im 81. Lebensjahr. Im Namen der Hinterbliebenen: FR1EDEL MEYER geb. EISEMANN Die Berdigung findet heute, Freitag, morgens um 10 Uhr vom Trauerhaus, Sucre 2516 aus, statt. GEBEN ISRAEL $ m- Am 30. Apri] entschlief mein geliebter Mann, unser geliebter Vater, Schwiegervater, Grossvater, Sch-vager, Onkel und Neffe, Herr Dr. EDUARD0 GUCKENHEIMER (früher Hamburg) EDITH GUCKENHEIMER, geb. COHN.OETTINGER GEORGE GLASNER und Frau ILSE, geb. GUCKENHEIMER JOAQUIN GUCKENHEIMER und Frau SHIRLEY geb. MENDEL IRENE, DANIEL, MARCELA, CAROLINA als Enkel FLORA GUCKENHEIMER Die Beisetzung hat bereits stattgefunden. der Zeitung veröffentlicht werden. Zum Thema also wird hier nichts berichtet werden. Es war erfreulich zu sehen, wie sich eine, in einem für viele ..abgelegenen“ Stadtteil der Bundeshauptstadt, seit Jahren bestehende Gruppe weiterenwickelt. Mindestens ebenso erfreulich dürfte der Zusammenhang sein, der zwischen den Mitgliedern dieser Gruppe besteht, der immerhin stark gerug ist. um auch solche Mitglieder zu den Veranstaltungen zu rufen, die längst nicht mehr in Mataderos wohnen. Das grosse Interesse das alle Teilnehmer an den eigenen wie an den allgemeinen Zeitproblemen he.; zeugten, machte dieser Vortrags- und Aussprache- Abend auch für die ..auswärtigen Gäste“ wertvoll. Leo Baeck-Institut Zu wiederholten Maien und beverschiedenen Gelegenheiten wurde auf die' Bedeutung des Leo-Baeck-In Statuts aufmerksam gemacht Idas — wie kaum eine zweij te Organisation" oder Einrichtung — mit dem spe. P bedeutet GEBEN luer SICH SELBST im Barmizwah-Jahr Israels:! -1 Mobilisierung der .Taschen’; AnnahmesMlen: CAMPANA UN IDA PRO ISRAEL. COMITÉ CENTROEUROPEO Sarmiento 2376, 39 — T. E. 47-3820 und sämtliche seKretariate der angeschlossenen Organisationen und Gemeinden