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Jüdische Wochenschau · 1961-05-05 · 1873 (5.5.1961) · p. Seite 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1873 (5.5.1961)
Date
1961-05-05
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — Viernes, 5 de May« de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Año XXII. — No. 1873 Musik in Buenos Aires SY MPHONIF. KONZERT DES NATIONALEN RUNDFUNK¬ ORCHESTERS Der Veteran Bruno Bandim ist kein grosser, aber ein sehr zuverlässiger Dirigent. Seine unbestreitbaren Verdienste sind. unbekannten Künstlern die erste Tribüne zu geben, wenig gespielte und verloren geg aubte Werke zu entstauben und erst- oder neuauf zuführen und neben Theodor Fuchs der einzige Orchesterleitet zu sein der dem Polv piiotiischen Bündenchr,.-;in fei Leitung von Carlos La rrinibe Gelegenheit biett, mit dem Orchester gemeinsam zu musizieren. Der sehen traditionelle Wimer/> klus des i 11A Orchesters wickeb sich wieder in der Aula der Rechtsfakultät ab. Tm Frfiiungskenzert erlebten wir drei Erstaufführungen. Das Oratorium ..San I-'eüpe Neri" von Alessandro Scarlatti hat in der Bearbeitung von Re. mn Giazotto und Giuscpp? Piceoli nicht gewonnen. Anstatt Längen des an sich ansprechenden Opus zu kürzen ur.d es zu konzentrieren, wurde es uns zu ausgedehnt und auch für zu grosses Streich - Orchester gesetzt geboten, welches ausgezeichnet in Form war. Die Solisten Armando Beilin (Tenor). Mirtha Garbarini (Sopran). und Ruzena Horako. wa (Mezzosopran) kamen gut und voll zur Geltung, was von der Altistin Mara Jaeoube nicht berichtet werden kann. Als Mittelstück lernten wir Felipe Boeros Oratorium ,.Jesus Abulat Super Acquas“ kennen, eine konzise, epigonenhaft konzipierte, aber gekonnt instrumentierte Komposition mit Beilin, Ricardo Catena (Bariton) und . Fernando De Aranoa (Bass) als gediegene Vokalsolisten. Zum Abschluss hörten wir da» zweifellos interessanteste Stück des Abends: „Mcssa Di Gloria’' von Giacomo Puccini. die uns nicht eine Opernhaft-verlogene. sondern einfache und ehrliche Musik, getragen von tiefer Frömmigkeit des erfolgreichsten italienischen Opernkomponisten vermittelte, welche oft .an Verdi gemahnte. Bandini wurde zusammen mit seinem Orchester, Larrimbe und dessen Chor, der an i teilnahm.! ert. allen drei Werken stürmisch gefeic—n KUENSTLER AH BRESLAUER OPER ,,AMERICAN FESTIVAL BALLET" IM COI.ISEO | | Die vor 3 Jahren gegründete internationale Tanzj gruppe, welche bereits meh.' rere europäische Tournees 'hinter sich hat und u. a. ]aich in Tel Aviv gastierte, machte ihr argentinisches Debüt. Es sei vorweg gesagt, dass in einer Kunst, sradt wir der unseren, wo | emehrere grosse ständige Orchester gibt es unangebracht erscheint, ein Ballett ¡zu den Klängen von Schallpbtten auftreten zu lassen; cs gehört nun einmal ins Bereich der Terpsiehore. dass vor ihrer Bühne im Graben Musiker sitzen. Die Illusion verlangt es. Nach einer blassen En- ■ sembleleistung in Chopins ' . Sylphides" mit recht guter Solisrendarbietungen ’ , wie Irina v. Klenau. Helga Sommerkamp. Kenneth Gillespie, Roger Lucas Lean ' A’m und Virginia Zango sahen wir den ..Grand Pas de Dcux" von Luis Minkus virtuos und viel applaudiert getanzt von Gillespie und Lucas. Grossen Anklang fanden auch die ..Baquia. nas Brasileiras” aus der Feder von Heitor Villa-Lobos (Sommerkamp, Paul 1 Hangauer. ' Joseph Savoi ui d. Antonio Barbeiro). j | Qualitativ, sowohl schöpferisch als auch interpre. , tiert, lag das Niveau des * : zv. eiten Teils über dem des ersten. „Eat-ers od Darkness” (Musik von Benja-, min Britten) ist eine deprimierend.aufregende Episode des .,Fin de siede”, in . 1 deren Verlauf ein Gatte seine Frau verlässt, und sie (im Irrenhaus internieren i lässt, in dessen Räumen sie wirklich den Ver.-tand verliert; ausgezeichnete Leistung von Christine Hennesy und ihrer Kollegen. | } Zum Abschluss wurde nach der Musik von Don Giles „Shinding” getanzt, i eine groteske Persiflage auf di-° nordamerikanischen „Far West”. Filme, mit Charme und Grazie von aller, genannten Tänzern interpretiert, zu denen sich : noch Gene Hill Sagan, Lc-yd Tigett und Nansi Cie-; i ment gesellten. Der Choreo. ' graph Renzo Raiss und der Direktor des „Corps de im TEATRO ODEON •U m | Saisoneroeffnung: MONTAG, 8. Mai, 21 Uhr 1 Das grosse ABC 3 Komödie von MARCEL PAGNOL 3 Regie: ALFRED SCHNOZS 3 WIEDERHOLUNG: DONNERSTAG, FREITAG, J SONNABEND UND SONNTAG. •i* 2 Eintrittskarten an der Theaterkasse, Esmeralda 367, " Tel 45-351*1. Werktags von 10—12 u. von 15—19 Uhr S?4na33283iaMg«a3aa3«aiB31ga5ia33I33E8a3Sa8a25na--J<.^^-*-’i.:-l '! I ISRAEL - BRIEFMARKEN KA W IEDERVERKAEUFER - ALLE NEU AUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS J Agencia Filatélica oficial l del Estado de Israel, VIAMONTE 550 l/B - Bueno. Aíre» R«P Arflsnl n» # Prof. Adolf Rott, der bekannte Bühnenfachmann, sagte einmal: „Das Urgeheimnis des Theaters ist das Fre jdebringen. Hierin liegt das Wunder, das Geheimnis, die Ehrfurcht vor dem Unbekannten. Dieses grenzenlose Geheimnis muss unbedingt gewahrt sein!” — Schon in der Jugend war es das grösste Erlebnis für muh, eine Oper zu hören: Textlich und musikalisch wchlvorbereitet gingen wir damals in das Breslauer Stadttheater. Es war die Blütezeit der Breslauer D:itr unter dem jüdischen Theaterdirektor Dr. Th Loe. wc. der fast Iber 20 Jahre das Opernhaus und vier Jahrzehnte die Geschicke der anderen breslauer Bühnen gelenkt hat. Mein Vater war viele Tahre hindurch Theaterarzt. und so hatte ich die Gelegenheit, mit ihm die meisten Werke oft und eingenend zu sehen. Fiebernd sass mau vor Beginn der Aufführung da. — dieses Theaterfieber ist immer ein wesentlicher Bestandteil einer Theateraufführung gewesen — man kam sofort in die echte, richtige Theaterstimmung, bereit die Genialität eines Mozart. Wagner. Bizet. Smetnna, Verdi, Humperdinck, usw., in sich aufzunehmen. Die Instrumente wurden gestimmt, es war jene für eine Theaterbesuch so wichtige festliche Atmosphäre der Spannung, es roch förmlich nach Schminke, Kostümen, Faibe und Kulissenluft! Man ewebte wirkliche Theaterathmospäre! Die Lichter gingen langsam aus. es läutere zum dritten Mal, der Kapellmeister kam ans Pult, die Oouvertüre setzte ein — cas Spiel begann! Lnd was sieh dann absp’elte, was sich Aug’ und Ohr bot, war stets von strenger Stiltreue, hoher Qualität ltnd Individualität, denn bei Dr. I.oewe gab es schon damals jenen bestimmten AofHihrungsstil, bei dem der Säuger besonders auch auf darstellerische Fähigkeiten gelenkt wurde. Nicht dass der Künstler nur sang, er musste im Spiel das erleben, was er musikalisch ausdrückte, die Einheit von Singen und Darstellen verschmelzen. Es war ein prächtig abgestimmtes Ensemble. Der Fachmann bezeichnet ein solches Zusamrr.enspiel von Gesang und Darstellung mit „Ensemblekunst". Jr. dem Ensemble der Breslauer Oper gab es viele Jar.re hindurch auch namhattf jüdische Künstler, von Dr. Lcewe eifrig gefördert, im ersten Rollenfach. Ich ha„t die jüdischen Kräfte der Oper in allen ihren Rol- Ballett” Michel Dilutry zeichneten für die Aufführung verantwortlich. Es gab viele Vorhängedie Flash - Photographen flitzten wie bei Presseempfängen und störten die Dar. bietungen weidlich. c-b ,len oft gehört und bewundert und Hans Baron, der erste , Spieltenor, gleichzeitig Objmann der GDBA (Bühnengenossensehaft), Vorsitzender der Betriebsräte und 1 Mitglied der Stadttheater- G. m. b. H.. der kürzlich SO wurde, hat mir die Na. ' men der Kollegen bestätigt und meinem Gedächtnis freundlicherweise etwas nachgeholfen. Er selbst war . ein vorzüglicher David, Mine Loge, Steuermann, . Georg und Peter Iwanow, ¡stets höchst erfolggekrönt.! Jüdische Dirigenten, wie auch Sänger und Sängerin- , neu erfreuten die breslauer ¡Theaterbesucher, letztere in beiden Hauptgruppen, nämlich in seriösen Fächern, wie; ■ in Spiel- und Charakterfächern. wie es in der Bühnenpraxis heisst. Nennen wir zunächst die Bühnenvor stände, so erinnern wir uns des grossen Bühnenkapellmeisters Julius Priiwer, dem die Breslauer Oper unter , Dr Loewe Höchstleistungen! verdankt. Auch Bruno Walter begann seine Biihnentä- | tigkeit in Breslau. Vorher und gleichzeitig dirigierte I bei uns der berühmte Alfred .Hertz, den wir späterhin bei der „Met“ wiederfinden. Von jüdischen Dirigenten sind noch zu erwähnen: Richard Lert (Gatte von Vicki Baum), Klaus Pringsheim (später in Tokio). Leopold Weintraub und Hans Oppenheim. Als feinmusikalischer Korrepetitor fungierte Georg Markowitz, als zweiter Konzertmeister war lange Jahre Siegfied Rosenthal tätig. Im seriösen Rollenfach gedenken wir folgender Na- 'ruen: Else Weiss (jugendli- J eher — dramatischer Soprar.i, Marga Dannenberg (Hochdramatischei. Marianne Keil (jugendliche Sängerin), Olga Pewny (jungdramatischer Sopran 1. Mark ' Oster und Siegmur.d Hecker waren lyrische Baritone, Josef Borin glänzte als lyrischer Tenor. In den Spiel und Charakter Lehern hörten wir Alfred ^Schauer und Julius Wiiheimi als grandiose Bassbafios (Beckmesser, Ochs, Lortzingrollenü;, ferner Hans Faber (Tenorbuffo), Erwin Frim (Spielbariton) und! Walter Capali (Bassbuffo), : Alma Saccur (Koloratur) und Clara Jaffe (Spielalt) ¡waren entzückende Märchengestalter. als „Hansel und Gretel” und Martha . Schoreschewky iüramati-! scher Mezzosopran) spielte *die Knusperhexe, wunderbar grauslich! I Unser Dr. Theodor Loewe der Direktor (1899—1913), war einer der wenigen akademischen Tneaterdirektoren jener Zeit. Besonders die Oper, deren Pflege er sich mit Feuereifer widmete. trug den Ruf der bres- lauer Theater weit in die Welt hinaus, nicht nur allein ins Reich. Im Jahre 1898 gab es eine Tournee der Breslauer Oper nach Petersburg unter der musikalischen Leitung von Julius Priiwer. Man spielte im kaiserlichen Marientheater „Meistersinger“, „Tristan“ und den „Fliegenden Holländer“. 1907 fuhr das breslauer Ensemble nach Amsterdam. Budapest und Wien, um ebenfalls unter Priiwer, dort Richad Strauss’ „Salome“ vorzuführen. Das Repertoire T.oewes gehörte damals zu den reichhaltigsten aller deutschen Bühnen. Jede wichtige Neuerscheinung wurde alsbald nach der Premiere auch in Bieslau aufgeüihrt. Mustergültige Aufführungen aller Werke von Wagner führte er den Breslauern vor, als Wagners Musikdrama noch nicht so als Repertoirestücke angesehen wurden. Als Loewe aus der Direktion der Breslauer Oper 1913 ausschied, gab es nach der letzten Vorstellung eine demonstrative Huldigung, die mehr als 20 Minuten dauerte. Der Abschied Dr. Loewes des verdienten Lenkers der Breslauer Theatergeschicke war ein Triumph für den scheidenden jüdischen Direktor. In seinen letzten Lebensjahren widmete er sich vor allem jüdischen Kullurfragen. Julius Sachs, Tel Aviv Ein neuer Versitzender New York. — Zum 10. Präsidenten des Amerikanisch-Jüdischen Comités wurde der New Yorker Anwalt Frederick Green gewählt. Der bisherige Präsident des American Jewish Comité, Herbert Ehrman aus Boston, wurde zum Ehrenpräsidenten dieser Organisation ge. wählt. (ITA) HEBREO SIN MAESTRO por AHAKÓN ROSEN ocho sh'mo-né nue\e té-sha diez é-ser no hay ein compañero ja-ver compañera ja-ve-ro 13100 .5 6 esta zot nxî .51 00PI .5 7 hora sha-â 100 .5 2 T T 100 .5 8 cinco ja-iuesh 001 .5 3 *’ T fX .5 9 seis shesh 00 .5 4 131 .60 •* T siete 030 .5 5 shé-va man .r'3-1100 nania -ax- .00 ,0on ,03ix nai .. T — : “ : naris ix iob0 isnbi n»0a 11001 , 10^70 Dib0 .nal»«?? 10*70 i3ii ,xn nb'x- : “xv .rraa io*?0 iann - ns po 1100 ]nx 1030- .13010 oV7tf .cían ,naio0 ,030 ,00 ,0pn .*i0y ,370n ,sa0 ,03100 ,SJ0P1 ,000 .0on ,00 .. 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