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Jüdische Wochenschau · 1961-04-01 · 1865 (1.4.1961) · p. Seite 7

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1865 (1.4.1961)
Date
1961-04-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Grosse An. strengungen haben einge. setzt, um dieses Jubiläumsjahr zu einem sehr erfolgreichen für die Keren Kaje. met-Arbeit zu gestalten. Auch die kommenden Pessaehtage. die eine Reihe un. serer Glaubensbrüder er. freulicherweise zu Reisen nach Israel benutzen können, müssen unseren Aktivitäten einen neuen Auftrieb geben. Im Pessachfest symboli. siert sich das wichtigste Ereignis der jüdicheji Nationalgeschichte, und die Kräfte, die von diesen Festtagen ausgingen, bewährten sich aufs wunderbarste in der ganzen jüdiiehen Geschichsen/ Im Lande der Freiheit wird Pessach auch als die Zeit der wiedererwachenden Natur festlich begangen, wer den Frühling in Erez Israel je erlebt hat, versteht auch erst ganz die Freude am Pessachfest in Stadt und Land. Wer dazu beiträgt, die Aufforstung Isra. eis durch den KKL zu er. leichtern und all die anderen schöpferischen Arbeiten, die der Jüdische Nationalfor.ds für die Erschliessung des Landes vollbringt, arbeitet auch dafür, dass Israel die alte landwirt. schaftliche Schönheit voll wiedergewinnt, die uns im „Lied der Lieder" entgegen- Kolonien im Süden des Toten Meeres NEUE BUECHER tt*. Unsere Generation, der tritt, das wir zu Pessach lees bestimmt war, „selbst! sen sollen, und das Israel in aus Mizrajim zu ziehen”, i der bezaubernden Pracht wurde von der Vorsehung des Frühlings in den Tagen gewürdigt, die Rückkehr nach Israel zu erleben und den Aufbau einer neuen Gesellschaftsordnung auf der Grundlage der jüdischen Freiheitsideale. Unsere Generation versteht vielleicht besser als jede vorangegangene den unschätzbaren Wert der Freiheit und kennt die Verpflichtungen, die von Pessach vor dem Leser erstehen lässt: „Denn sieh, der Winter ist fort, der Regen vorüber, vergangen. Die Blumen zeigen sich im Grunde, die Zeit des Rebtriebs ist da;, der Turtel. Ruf schallt uns im Lande, die Feige treibt ihre Köpfchen, die Reben, sie blühen, Duft spendend.” Aus unserer Arbeit Herr Helmuth Heinemann, Martinez, spendete anlässlich der Barmizwah seines Sohnes Rüben Osvaldo den Betrag von $ 5.000.— zu Gunsten des KKL; Ruben Osvaldo wird in das „Sefer Barmizwah” eingetragen, und ausserdem wird auf den Namen der Eltern ein „Ga«” gepflanzf. BESTE BUECHSEN IM MONAT MAERZ: Curt Americaner, H. Arnold, Francisco Ballin, Ger. man Bernhaut, Aranka Blauhorn. Otto Blumen, bäum, Enrioue Braun, Enrique Brieger, Ilse Emanuel, Frau Frankel, Else Goldschmidt, Federico und Juan Goldschmidt, Isidoro Goldschmidt, Sres. Friedhof geschaendet Düsseldorf. — Wie wir; erst jetzt erfahren, ist kürz, lieb, der jüdische Friedhof in Verden-Aller von bisher unbekannten Tätern geschändet worden. 11 Steine wurden dabei umgeworfen. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Die Stadt Verden hat ihrer tiefen Empörung über die Freveltat Ausdruck gegeben und alle geeigneten Schritte zur Auffindung der Friedhofsschänder in die Wege geleitet. Von ihr sowie vom Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen ist Anzeige erstattet worden. (AWZ) Film über Nürnberger Prozess New York. — Marlene Dietrich und Maximilian Schell werden die Hauptrol. len in einem amerikanischen Film über den Nürnberger Kriegsverbrecher- Prozess spielen, zu dem demnächst die Dreharbeiten beginnen sollen. (AWZ) . Grzymisch — Casa „Grim”, I Carlos Händler, Julio Hecht, ' Lotte Heckscher, Juan Ja- ■ coby, Walter Juda, Kahn Lilli, Ricardo Kahn, N. Kan. torowicz. Max Karlsberg, Arturo Karpeles, Sidonie Kirchheimer, Emilio Klein, Herman Klinger, Norberte Korn, Casa „La Pimpinela Escarlata”, Enrique Leske,! Luis Löwenstein, Beca May.! er, Enrique Mayer, B. Mehl, Ernesto Neumann, Ahron u. I Horst Oppenheim, Juan Opl penheimer, Walter Philipps, Isabel Poczter, Federieo Reich, Reynaldo Reich, Nicolas Rosenberg, Julio Rosenstein, Rodolfo Rubin, Toni Schmandt, Irma Schlesinger, Eduardo Schönfärber, Isfried Schuster, Sally Schuster, Franzisco Schwarz Juan Silberstein, Alfredo Simons, Enrique Stern, Juan ' Stern, Hugo Strauss, Er. | nesto Suessmann, Dr. Hardi! Swarss-nsky, Dr. Alfredo ' Trnka. Julio Weil, Ida Wetz. ler, Eva Wolff, Dr. Wolf- I mann.! Wir danken allen unseren Spendern und Mitarbeitern. Unser Telegrammdienst Telegramme un<? Baumspenden bei jeder Gelegenj heit, bitter wir. unter nach-! folgenden Telefon ^'"mrr.ern! aufzugeben: : 70-9931! 73-491Ö ' 68-7004 : 64-2966 I 54-3209! 48-3693 Sekretariat 48-5683 NAHUM N. GLATZE R: „Jerusalem and Rome“, The writings of Josephus. Verlag: „Meridian Books Inc.y | New York 1960. Das Interesse an Flavius : Josephus, dem jüdischen Heerführer und späteren Historiker im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung, ist gerade in der letzten Zeit neu erwacht, da in seiner Gestalt und Wirkungsweite manche geistigen und psychologischen Parallelen zu unserer Gegenwart im mer wieder aufgezeigt werden können. Zu den heutigen bedeutendsten Werken über dieses Thema darf das oben angeführte neue Werk von Professor Dr. N. N. Glatzer gerechnet werden, des hervorragenden jüdischen Gelehrten an der Brandeis- University (Massachusetts) wo er den Lehrstuhl für jüdische Geschichte innehat und das „Department of Near Eastern and Judaic Studies“ leitet. Uber andere Arbeiten des Verfassers wurde in diesen Spalten schon wiederholt von mir berichtet. Das vorliegende Werk „Jerusalem und Rom. Die Schriften des Josephus“ zeichnet sich durch seinen ganz zeitgemässer. Charck. ter und Stil aus und fasziniert in seiner interessanten Struktur und Diktion. In einer gehaltvollen Einleitung schildert Professor Dr. Glat. zer das römische Reich in der Zeitenwende, das zweite jüdische „Common, wealth“ und das Leben des Flavius Josephus, der im Jahre 37 oder 38 unserer I Zeitrechnung in Jerusalem geboren wurde und ,,zwi-; sehen 110 und 120“, wahrj scheinlich in Rom, unter ' römischer Schutzherrschaft starb. Seine verschiedenen lite- 1 rarisehen Werke, haupt.; sächlich „Der jüdische j Krieg“ und „Die jüdischen ' Altertümer” (eine Geschichte des jüdischen Vol. : kes seit den biblischen Zei- | ten bis zur Regierungszeit des römischen Kaisers Ne- \ rrn) werden eigehend beschrieben, ebenso seine Selbstbiographie „Vita“, und seine Verteidigungsschrift gegen Judenhass und Judenverfolgung „Contra Apionen“ auch „Anti-Apion“ genannt. In fesselnder Wei. se wird die Antithese „Rom und Jerusalem“ dargestellt, dann die Weltanschauung | des Flavius Josephus anai lysiert und schliesslich sein literarisches Werk und des. : sen Auswirkung im Verlauf 'der kommenden Jahrhunderte erläutert, seit der Ent.; stehungszeit im Rom des | ersten Jahrhunderts bis auf I den heutigen Tag. Zum I Schluss wird noch auf die , ganz modernen hebräischen Uebersetzungen und Darstellungen in Israel, in Je.; rusalem (1944) und Tel j Aviv (1957) verwiesen. | An diese Einleitung ' schliessen sich sieben aus- , führliche Kapitel, die ein | umfassendes Panorama des literarischen Werks des 1 Flavius Josephus entwerfen. | Als sicherer Cicerone ge. leitet uns Professor Dr. , Glatzer durch die ganze daj malige Zeit, die für das jii. ■ dische Schicksal, aber auch ’ für das Römische Reich und die beginnende „juden-christ. liehe Welt” von entscheidender Bedeutung geworden ist. In einem begleitenden Zwischentext (Antiqua-Kur.! siv) werden die geschichtlichen, politischen, sozialen und religiösen Einzelheiten I von N. N. Glatzer selbst zusammengefasst, auf die er dann seine Uebersetzung der entsprechenden Texte des I Flavius Jœephus als Quellenmaterial folgen lässt. S So ist ein geradezu faszi- I nierendes Werk entstanden, das über die jüdischen Gemeinschaften jener Zeit und i ihre religiösen und politi- 1 sehen Strömungen berichte,t über den Aufstand der Has. | nonäer, deren Herrschaftsbereich und Untergang, j über Herodes den Grossen und die römische Statthal-! terschaft im damaligen jüdischen Reich, über den Kampf Jerusalems gegen j Rom und den endgültigen Zusammenbruch des Reiches Juda, im Jahre 17, und die ■ sich anschliessenden politi-! sehen und geistigen Schicksalswege der damaligen jü_ dischen Gemeinschaft —. j Schicksalswege, die auch heute noch vielfach nicht zu! Ende gegangen sind .. j . Zeichnungen und Illustratio- ' nen bereichern den Text, ebenso zeitgemässe „Anmer-; kungen“, eine „Chronologi-! sehe Uebersicht“ seit der Zeit Alexanders des Grossen i (330 vor der gewöhnlichen j Zeitrechnung) bis zum Jah. : re 100 unserer Aera (im! ganzen etwa 4 Jahrhunder- I te), und eine genealogische Uebersicht von dem „Hasmonäer - Haus“ und der; „Herodes-Dynastie“. Eine I moderne Bibliographie gibt wertvolle literarische Hin- . weise. * Die buchtechnisehe Aufma. Protest gegen eine Kritik München. — Die Filmselbstkontrolle (FSK) der Spitzen _ Organisation der Film Wirtschaft (SPIO) und der .Neue Filmverleih” haben sich gegen die Kritik des schwedischen Filmproduzenten Erwin Leiserverwahrt. Bei der kürzlichen Auszeichnung seines Dokumentarfilms „Mein Kampf” in Berlin hatte er bedauert, dass sein Film „in der deutschen Fassung durch angeordnete Schnitte oder Abänderungen in seiner Aussage geschwächt, teilweise sogar verstümmelt” worden sei. (AWZ) Unfreiheit in der Sowjetunion New York. — 17 amerikanische jüdische Organisationen haben in einem Memorandum an die UN-Menschenrechts-Kommission auf die Lage der Juden in der Sowjetunion hingewiesen und die Vereinten Nationen aufgefordert, Schritte gegen die Diskriminierung der sowjetischen Juden zu unternehmen. (AWZ) chung ist ausgezeichnet, für Entwurf und Typographie zeichnet E aine Lustig. Das Werk ist handlich, in Taschenformat. Wir sind vor einer vorbildlichen bibliographischen Leistung. Das Werk selbst stellt eine literarische Glanzleistung dar, und wird in vielen Kreisen, jüdischen und nicht-jüdischen. unter Historikern, Theologen, Literaten, Politikern und Bücherfreunden, eine aufrichtige Anerkennung finden. Dr. Herman Weyl DIE BRUECKE ZWISCHEN UNS UND ISRAEL, 1ST DIE BLAUE EUECHSE DES K.K.L. Einheitskampagne für Israel 1961 Die vorbereitenden Arbeiten haben nach der diesjaehrigen Landeskonferenz, die am letzten Wochenende unter Teilnahme zahlreicher Delegierter stattfand, bereits begonnen. Wer bisher seine Zahlung für die Kampagne 1960 nicht geleistet hat, wird gebeten, dies sofort zu tun. ANNAHMESTELLEN: CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL Comité Centroeuropeo, Sarmiento 2376, 3\ T, E: Í7-232G und sämtliche Sekretariate der angeschlossenen Organisationen urJ

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