Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1856 (28.2.1961)
- Date
- 1961-02-28
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Martes, 28 de Febrero de 19<n LA SEMANA ISRAELITA Año XXII. — No. 185G — 7 Schiffe íiir Israel ' Das Ritual mord-Maerchen von Dr. H. J. SALOMON | Zwischen den Dolomiten , . , J .... _. . .’und dem Grossglocknerge. Hunderte von Werftarbeider „Moledeth . Sie wird ^iet jjegt die entzückende lern in Nantes sahen düster offiziell ..nur“ ein Touri- ^acjtgemeinde Lienz, deren in die Zukunft. Wie lange stenschiff sein, ein Einklasj.^jZen{jg Andreas-Kirche nenoch würde es Arbeit für sie senschiff mit nur wenigen ^en wertvollen Sklupturen geben? Wann wird das Da-' Kabinen 1. Klasse, aber cjne Tafei zeigt, die folgenmoklesschwert der Entlas-; jetzt schon behaupten die de inschrift trägt: ..Hier sung. das dronend über ih- Herren, die andere ischrae. i rujien dje Gebeine des un. rem Kopf schwebte, fallen lische Passagierschiffe gut; st.huldigen Kindes Ursula und sie vernichten? Werden ( kennen, dass in Bezug si}f, welches im Alter von die Werften, aus Mangel Komfort die „Moledeth” mit Jahren am Karfreitag des an Bauaufträgen stillgelegt ihren Salons, ihren Kino, ih. jahres 1443 von den Juden werden? rem Schwimmbassin . und gtmartert worden ist.” Die Rettung kam von Isj^rer Synagoge, mit einge-; Die in der Biedermeier, rael. Lange war über den bauten ®taJ?dlsai®5eIb die zpit verfertigte Tafel hängt Bau eines 6400-Tonnen Pasa,?d*r®n Schiffe u”?r“f.n, schon gej(. vieien Jahren in sagierdampfers verhandelt wird. Mit ihrem schnittigen 1 djeser Kirche. Am Ende des worden. Günstige Offerten Rumpf wird die „Moledeth; zweiten Weltkrieges haben waren Israel von verschie.,ein Frachtschiff im Mittels;ch zahlreiche humanitäre denen Seiten gemacht wor-! meer sfin- : Organisationen, zuletzt auch den. Die Belgier, in der Von der Demonstration1 die Oesterreichische Liga gleichen Krise wie andere (der Werftarbeiter, die den j für Menschenrechte an die Schiffsbauländer. hatten; angesetzten Stapellauf der | Verwaltung der St. Andreasweitgehende Konzessionen .Moledeth“ verhinderte, Kirche gewandt, mit der gemacht und offen zugegej waren, die Franzosen be- Bitte, den Gedenkstein, der ben: wenn Ihr nicht bei uns troffen. Am meisten fürch-1 der von den Nazis befreibaut. werden wir Werften; teten sie, die Israelis könn-jten Zeit grossen Anstoss erschliessen müssen. Die Not! ten glauben, es richte sieh j regte, in der von den inin Frankreich war pressan-' geg«n sie, gegen Israel; als und ausländischen Touristen ter. In Paris wurde besei die Geste der Arbeiter] schlossen, noch grössere antisemitisch. Das veran-' ~ ~ Konzessionen zu machen. ] lasste Handelsmieister I gen wir(j ¡n Nantes die Zahl Die Regierung war einver- Grandul, trotz seiner knapp der j 400 Arbeiter des standen, solche Swbsidien , bemessenen Zeit, die Jourj Schiffsrumpfes auf 1.000 rezu bewilligen, dass sie jenalisten aus Israel am nach. duzier\ werden müssen. Es den Konkurrenten aus dem sten Tag bei sich za emp- ¡gt ^lar dagg aug dieser gi- Feld schlagen mussten. fangen und zu erklären: i tuation ’Kommun;sten KapL Der Erfolg blieb nicht aus. £eSen Euch ging es, taj sChlagen wollen. Frei- M. Grandval, der Minister sondern gegen mich. Wennjj*^. Demonstration der für die Handelsmarine, I a3*c . zugeben muss dass Arbeiter hätte unterdrückt konnte bekanntgeben, dass! Frankreich nicht von Anti-; w€rden können, aber hätte mit Israel Abschlüsse ge- ®ei??ltlsinus *rei ist: *e ^9 *! der Einsatz 'on Polizei (der tätigt werden konnten, die : beiter von Nantes sind keipj-äfgkt hatte nicht genug für die Jahre 1960 bis 1962 ■ ,n® Antisemiten. (Grandyal den Bau von nicht weniger ist selbst Jude). Nur eine 1 vielbewunderten Kirche zu; entfernen. Die vielfachen ■ Bitten wurden aber abgewiesen, obwohl es ein gro.! sser Unterschied ist, ein I kulturell wertvolles Denk-! mal zu erhalten, auch wenn! es in die gegenwärtige Zeit nicht mehr passt, oder eine j Tafel mit dem vielfach wi. oerlegten Ritualmordmär. : dien in einer Zeit weiter zu 'zeigen, da knapp vorher rund 6 Millionen Juden ih-! rerseits den Martertod in Konzentrationslagern und Gaskammern gefunden hatten. I Vielleicht wäre die Angelegenheit, wie so man. ¡che andere, untergesunken, | wenn nicht das Ritualmord, j denkmal erst vor nicht all- 1 zu langer Zeit wieder aufgefrischt worden wäre. Dem j Berichterstatter einer Wochenzeitung fiel auf, dass j die Tafel fast wie neu leuch-; tctc. Ein Fremdenführer j erklärte hierzu, dass auch : der Pfarrer erst unlängst D I E in seiner Predigt von der armen Ursula Böck gespro-! chen habe. In der Sakristei ist übrigens um fünf Schilling auch heute noch eine Broschüre .Stadtkirche St. Andreas, Lienz” zu erhalten In dem im Verlag Schell & Steiner, München und Zürich, erschienenen Bändchen ist auf Seite 13 aie Geschichte des „von den Juden ermordeten” Kindes erwähnt. Auch hat der Verlag der katholischen Pressvereins- Puchhandlung in Brixen eine andere Broschüre hcrausgegeben, die sich „Ursula von Lienz” nennt. In ihr ist in den abstossendsten Einzelheiten geschildert, wie in der Lienzer Judengasse (die es heute noch gibt) Juden — darunter „Samuel, der grimmigste und blutgierigste von allen” — mit Scheren, Messern, Pfriemen und Nadeln das Kind zu Tode gemartert hätten. Es »et zu hoffen, dass die UEBERSCHALL- FLUGZEVCE Tel Aviv. — Die israe. lischt Luftwaffe besitzt Ueberschall _ Flugzeuge, wie Schimon Peres, der Vizeminister für Verteidigung auf dem Kongress für Luft- und Raumfahrt enthüllte. Er teilte mit, dass die Luft, waffe Israels mit Jet-Apparaten von riesiger Geschwindigkeit ausgestattet wird und begonnen wurde, die letzten Maschinen mit Propeller antrieb aus dem Die..st zu ziehen. (ITA) zuständigen Behörden, vor allem das Strafgericht, we. gen der ln dem geschilderten Vorgang enthaltenen Aufreizung und Aufforderung zum Rassenhass, ein- , schreiten und durch geeignete Massnahmen diesem unverantwortlichen Treiben .ein Ende setzen werden. I G. K. Leute in Nantes und hätte Verstärkung erbitten müssen) nicht zu Zusammenstö. ssen führen können, deren Ende keiner absehen kann? Und wem wäre damit geals zehn Schiffen vorsehen, ■ Zahl von ihnen, 200 davon 1960 ein 1100-Tonnen- ] bis 300 waren aufgewiegelt Frachtschiff, das kürzlich1 worden und schrien mit. schon in Strassburg vom Jetzt hal>en sie Katzenjam- 6_ Stapel lief, ein Kutter, der, ™er- Jetzt bedauern sie, | dient gewesen? Sollte man in Dieppe im Bau gegeben i dass f* sich haben mitraetwa der politischen Opposiwurde. ein 13.700 . Tonnen-1ssen lassen. Sie haben die Frachtschiff, das ln La Sey- Arbei,* wieder aufgenomne unter dem Namen „Dah-Hmen ” lia“ vom Stapel lief, ein | Katzenjammer hatten nicht_ 34^.000 - Tonnen - Tanker j nur^ dze Arbeiter. Dem sehr Arbeiterpolitik gewesen. Es J 1 ~'“u' ’ war nur folgerichtig, dass in dieser Situation die Zeremonie der Schiffstaufe tion einen Trumph in die Hände spielen? Das wäre weder im Sinn der Regierung noch im Interesse der „Samson“ dessen Stapel- I sicheren und selbstbewusslauf auch in La Ciotat er7 ten Grandval wird man folgte, und das 6400-Tonj schwerlich Katzenjammer __ nen-Passagierschiff „MoIg. j nachsagen können, doch war j unterblieb. Es war besser, deth , dessen Stapellauf. die Pressekonferenz nicht «¡p ab zu sauen als mit den ebenfalls in Nantes vorge- \ Ausdruck eines ähnlichen | heissbSln L«iten aus sehen war. Für das Jahr (Gefühls? Es war eine höchst! Nantes anzufangen 1962 ist der Ozeandampfer, peinliche Situation. Gäste i Eine weitere Entschuldi- „King David“ (oder „King waren installiert worden, gegung an die Adresse der Is. Salomon ) mit 22.000 Tonj rade diejenigen, die Schiffs, raelis für eine Haltung der nen für die Wert in St. Na- : bauten in Auftrag gegeben I Arbeiter gab der Werftdiza!T.e g.ep’ailt-. ¡hatten. Sie sollten wenig-! rektor: „Gestern Abend, — Die Arbeit in Nantes ist ] stens verstehen: von den I erklärte M. Mauimin mit vorzüglich, so versicherte 37.000 werden 9.000 Werftargewisser Befriedisunu_ha- Ite.!ter abgebaut werte» sl?^ uber müssen. Dann können im- Bedauern über das Gesche- T i^ua l.ai beschweren, j mer noch 500.000 Sebifsstonhen ausgesprochen und die In französischen Fachkreij nen im Jahr gebaut werden. Arbeit wieder aufgenom- ™3nspin ub«r- Selbst dafür ist keine Ga. men. Ich wollte Ihnen das schwangliehen Tonen vonlrantie gegeben. Notgedrun. mitteUen, wegen der guten Beziehungen zwischen uns, und um jedes Missverständnis zu vermeiden.” M. Mauimin versicherte, dass seine Werft mit grösster Energie an der Fertigstellung der „Moledeth” arbeiten würde. Sie würde so gut ausgeführt werden, dass die | i ZIM gern ein Schwester- 1 schiff in derselben Werft in Auftrag geben würde. „Wir bringen damit nur unsere Sympathie für Ihr Land zum Ausdruck”, schloss der Werftdirektor. ,Es ist bekannt, dass ein unter Schwierigkeiten geborenes Kind seinen Eltern besonders lieb und teuer ist, dass es ein langes und gutes Leben hat. Sei es so mit der .Moledeth’!” El 1 ISRAEL - BRIEFMARKEN I A/f WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEUAVK1A- I BEI« ZUM OFFIZIELLER PREIS » 3* Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, VIAMOKTE SSO, I/B — Buenos Aires, Rep JtifMÜM | LUACH (Kalender) 12. Adar 13. Adar Dienstag, den 28. Februar Mittwoch, den 1. März Ta’anit Ester (Fasttag; . Am Abend Vorlesung deT Megilat Ester Donnerstag, den 2. März 14 Adar PURIM Freitag, den 3. März 15. Adar Schuschan - Purim Sonnabend, den 4. März 16 Adar Parschat KI TISSA 2. B. M. XXX 11 — XXXIV 35 Haftara 1. Könige XVIII 1 — 39 Sonntag, den 5. März 17 Adar Montag, den 6. März is’ Adar Dienstag, den 7. März 19 Adar Mittwoch, den 8. März 20'. Adar Donnerstag, den 9. März 21 Adar Freitag, den 10. März 22. Adar Sonnabend, den 11. März 23 Adar Parschat Wayakhel-Pckude 2. B. M. XXXV 1 — XL3S Parschat Para 4. B. M. XIX 1 — 22 Haftara Yecheske’el XXXVI 16—38 Neumondsankündigung Nissan Sonntag, den 12. März 24 Adar1 Montag, den 13. März 25.’ Adar I STEHT VOR DEM ABSCHLUSS WER BISHER SEINE BEISTEUERUNG NOCH NICHT GELEISTET HAT, ERFUELLE RASCHEST SEINE PFLICHT, WER MIT SEINEN ZAHLUNGEN NOCH IM RÜCKSTAND IST, WIRD ERSUCHT, SEIN KONTO NOCH IN DIESEM MONAT AUSZUGLEICHEN. Nicht vergessen: Nicht vergessen: BEISTEUERN ZAHLUNGEN LEISTEN 1* F Ll'c H T 1 § HA E L ANNAHMESTELLEN: CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL Comité Centroeuropeo. Sarmiento 2376. 3’. T. E: £7-2320 und sämtliche Sekretariate der angeschlossenen Organisationen und Gemeinden. MITTWOCH, den is. MAERZ Vortragsabend ÜBER DIE HEUTIGE LAGE VOR GROSSEN EREIGNISSEN THG IM SALON GGNDE