Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1855 (24.2.1961)
- Date
- 1961-02-24
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Vieri»«*, 24 de Febr#r« de 1M1 cceUnEr COMITE CEKTROEUROPEO Corriente« 2294 — VI. Stock — T. E. 4Í-3495. *«-5«83 LA SEMANA ISRAELITA AS« XXII. — So. 1855 — 7 Weisheit der Eslherrolie PURIMWUNDE» UND KKL Purim ist kein „Fest” im sehen Volkes dem KKL die Sinne der jüdischen Tradi-1 gigantische Aufgabe an, tion. aber ein Tag der Freu. | den Boden Israels zu neude und Fröhlichkeit für jung und alt. Dies war er auch in den bittersten Zeiten der Verfolgung und Unterdrückung, weil sich die Erinnerung an die Errettung aus höchster Gefahr in wunderbarer Weise im „Bilde Dir nicht ein, und in würdiger Haltung dass Du allein im König- ■ hinter der Königin stünde, liehen Palaste von allen j Dies ist nur eine der vie Juden der Gefahr entge- len Episoden aus dem biblihen wirst; ziehst Du Dich j sehen EstheTbuch, die ihre jetzt zurück, so wird den - Aktualität in den letzten Juden von anderswo her Jahrzehnten besonders oft Hilfe und Rettung wer den; Du aber und Dein Vaterhaus, Ihr werdet zugrunde gehen.” (Estherrolle IV, 13, 14) Diese Worte aus Megillat! Esther,von Mordechai zur i Königin Esther gesprochen, l sollen zeigen, dass selbst j ein Mensch, der, vom Glükjiidischen Volke lebendig j dem 60. seit seiner Begrün erhalten hatte. Der plötzlij düng, rechnet der Keren ehe Umschwung, die „letzte : Kajemeth mit der Unter- Chance”, spielten oftmals Stützung aller Juden, um die entscheidende Rolle, j grossartige Projekte für Ur. und so ist es zu erklären, barmachung und Aufforem Leben zu erwecken. Der Tag der Befreiung von Ha. man, dem Judenfeind einer jeden Generation jüdischer Menschen, Purim, ist der gegebene Tag, der erlösenden Aufgaben des KKL zu _o_ .__ gedenken. Im Jubeljahr, s^h ^nichV'Tn absoluter Si-! den im Sinne von Esther erwiesen. Nur, wenn Juden sich dessen bewusst waren, dass es unklug und gefährlich ist, sich auf bestimmte politische oder wirtschaftliche Positionen stützen zu wollen, die ihnen angeblich Sicherheit garantieren würden, konnte an die Rettung aus drohenden Gefahren gedacht werden. Oftmals re- ' ' ke begünstigt, auf den deten in vergangener Zeit ¡Herrscherthon gelangt ist, I verantwortungsbewusste Ju. ' ... - , < , ni 11_ •_ f*' -__ TT’ dass in Purim derjenige Tag entstand, an welchem das jüdische Volk seinem Dank an die Vorsehung dafür Ausdruck gab, dass die rohe Gewalt, der Vernichtungswolle unserer Feinde stung in den kommenden Jahren zu verwirklichen. Aus unserer Arbeit Anlässlich der Vermähkmg von Herrn Moises nicht zu triumphieren ver-! Freskel und Frl. Ines Neu. mochten. j mark wurde der Betrag von Im Glanz des Wunders \ $ 3.650,— zu Gunsten des ( stand Purim zu allen Zei. j yKT. unter den anwesenden ten. Es ist daher nur natür. Gästen gesammelt; auf den j lieh, dass dieser Tag der]nfamcn des jungen Paares Freude im jüdischen Lande; wü-a ejn „Gan” in Israeli zu neuer Bedeutung gelanggepflanzt *e- S°™rd d,f Vorlesen | Ehepaar Ricardo i der Estherrolle m der spe„dete anlässlich Hauptsynagoge von Tel Aviv , Feief ihrer Silbernen! von Tausenden mitangehort h it den Betrag von welche die angrenzenden $ _ fü den KKL; au{ Platze und Strassen fu en; | Namen deg Jubeipaares; “« spuren die^ beispiellose den Baume ¡n Israel Aktualität der Geschehnisse .. . i heraus, die sich vor unge- . anz ‘! fahr 2.500 Jahren in der per.! ®e' der Feier der eioldesischen Diaspora ereignenpn Hochzeit des Ehepaares i ten; sie denken an die Er- EHas und Sabine Teichner, ■ eignisse der letzten fünf ff*b. Mehl, wurde der Be- | Jahrzehnte in Ost- und Mit.; trag von i 1.125.— gesam. teleuropa, sie fühlen, dass , melt; auf den Namen des I der Siegeszug der Wahrheit . Ehepaares werden Bäume und des Rechtes nicht auf-! gepflanzt. j zuhalten ist, und sie sind j Familie Gerhard Markuse ' sich dessen bewusst, dass spendete den Betrag von! sich nie wiederholen darf, ' i 1.000.— anlässlich der | was vergangene Epochen i Vermählung ihres Sohnes; dem jüdischen Volke an ’ Günther mit Frl. Paulina; Leid zugefügt haben. Und! Malnikas; auf den Namen inmitten des Korsos, der! des Brautpaares werden i Maskeraden, der ausgelasj Bäume gepflanzt. ' senen Scherze, der Tänze, j Frau Clothilde Rothschild , Gesänge und Illuminationen j spendete den Betrag von kennt der Jischuw von Is- $ 1.000.— zum Pflanzen von rael seine Verantwortung j Bäumen zum Andenken an vor der jüdischen Gesamtihren Gatten, Fritz Rothheit, der er sich am frohschild s. A., anlässlich der cherheit wiegen und Bedro- und Mordechai zu ihren ) hung von Leben und Eigen-1 Stammes- und Glaubensge. i tum niemals als unmöglich nossen, ohne Verständnis zu betrachten dürfe. Selbst ein ¡finden, und dies ist eine der Dasein auf der Menschheit | weiteren Lehren aus der Höhen, unter der Gnaden, i Estherrolle; Alle unsere sonne eines der Mächtig- Verteidigungsreden bleiben sten der antiken Welt, stellerfolglos, wenn nicht eine te etwas sehr Fragwürdiges i Persönlichkeit wie Mordedar, und es ist die menschj chai unsere Sache führt, liehe Grösse Esthers, dass I Bis auf den heutigen Tag sie in jenem kritischen Auj können weder unsere Pregenblick, da sich ihr Volk! diger noch unsere Dichter in schwerer Gefahr befand, , und Denker die judenfeinderkannte, wo ihr Platz war,! liehen Behauptungen ent- und dass sie das Risiko auf sich nehmen müsse, ungerufen zum König zu gehen, um den Versuch zu unternehmen, die jüdischen Bürger des persischen Reiches kräften, wenn nicht ein jü disches Volk vorhanden ist, dessen Lebensführung eine einzige Widerlegung der an. tisemitischen Angriffe bildet. Medinat Israel, in un gCl UtO ---- - --7 zu retten. Wenn die Koniseren Tagen, ist solch ein gin zu ihrem Pflegevater lebendiger Gegenbeweis für j spricht: „Gehe hin und verj die Haltlosigkeit und innere; sammle alle Juden”, so ' Unwahrhaftigkeit der juden-; kommt damit zum Aus- , feindlichen Anklagen. I druck, dass der gewagte j Von Haman, dem Juden-! Schritt nur dann Aussicht j feinde, sagen unsere alten auf Erfolg haben könne, Lehrer, dass er „ein Kunsti wenn die gesamte Judenj —. .. .. heit des Landes geschlossen ler der vieldeutigen Rede” 'gewesen sei. „Das ist ein ¡Volk”, so spricht er zum ¡König, „das überall zer | streut lebt und die königlichen Gesetze nicht beachtet.” Achaschveroseh wird also ein Volk geschildert, das sich über andere Völker erhaben dünkt, „zerstreut lebt”, d. h., kein Interesse am Vaterland habe; „in allen Provinzen findet man Juden”, was leicht so verstanden werden kann, | dass sie sich überall vorj drängen -würden. Und schliesslich; „die eigentümlichen Gesetze”. Was liegt! da näher als der Gedanke, dass man mit eigenen Leh. I ren die persischen Gesetze unbeachtet 'lassen und sich I gegebenenfalls der Landes-! Verteidigung entziehen wolle? Immer sind es diese I Beschuldigungen gewesen, | die, hier von Haman ge- ' schickt formuliert, in den verschiedensten Epochen! gegen das jüdische Volk vorgebracht worden sind; sie allein zeigen bereits die : Lebensechtheit und -Weisheit der Estherrolle. | Die Beweise lassen sich vermehren, um die Glaub, j Würdigkeit dieser Schrift aufzuzeigen. Ihre gesamte; Erzählung stellt ein Zusammentreffen von Umständen dar, an denen nichts Ueber-; natürliches wahrgenommen werden kann. Kein unmittelbares göttliches Eingreij fen wird erkennbar, aber gerade diese Natürlichkeit ' des Ablaufs der Gescheh- | nisse verleiht der Estherrol. > 3e ihre besondere Bedeu-1 tung. Es ist, als ob den Ju- : den klargemacht werden 'sollte, dass andere Zeiten, veränderte Lebensbedingungen, andere Beweise der göttlichen Hilfe erheischen i würden. Nicht mehr, w'ie einst in Mizrajim, verwandelt sich Wasser in Blut; und Licht in Finsternis, j Vielmehr müssen die Juden erkennen, dass in der ge- ' schichtlichen Entwicklung 1 der Ereignisse die Rettung I ruhen, in dem natürlichen 1 Ablauf der Begebenheiten Gottes schützende Hand! sich offenbaren wird. Das Wunder von Purim liegt im Willen zur Selbsterhaltung: Die jüdische Existenz ist der sichtbarste Ausdruck vom Vorhandensein der göttlichen Wunderkraft. Esther und Mordechai waren solche entschlösse, nen jüdischen Menschen, deren politische Tatkraft von religiösem Geiste erfüllt war, und deshalb konnten sie über das Schlechte triumphieren. Und das jüdische Volk überwand alle Hamans seiner Ge. , schichte und feierte immer wieder Purim zur Erinnerung an die Befreiung aus Not und Gefahr, d freilich manchmal erst im allerletzten Augenblick erfolgte. Aber das jüdische Weiterleben war gewährleistet durch dieses Vertrauen auf die eigene Kraft und die Sammlung aller Juden zu gemeinsamen Aufgaben. Auch dies ist eine der ewiggültigen Lehren, die wir der Estherrolle entnehmen soll. Curt Wilk lichsten Tage des jüdischen Jahres schicksalhaft und mit ganzem Herzen verbun. den fühlt. Aeusserster Ausdruck die- Barmizwah ihres Sohnes Enrique. Fr«« Katy Reith überwies uns den Betrag von $ 450.— zum Pflanzen von ser Freude am Triumph Bäumen zum Andenken an der gerechten Sache ist aber j Dr. Gustavo Reith s. A., so. nicht nur das karnevalistiwie an die Familie Reith s. sehe Treiben in den Stra- 1 A. ssen der Städte und Sied-1 Herr Roberto Baer Überlungen. Man spendet zu Puwies uns eine Spende von rim in grosszügiger Weise I $ 300.— anlässlich seines 75. dem Keren Kajemeth Leisj Geburtstages, wofür Bäume rael, als dem grossen, alle! auf seinen Namen gepflanzt Kreise einigenden, überpar. j werden, teilichen, nationalen Boden-j Anlässlich'der Feier des fonds, dessen Aufgaben im 90. Geburtstages von Frau Staate wachsen, in mancher Thea Levy ergab die durchgegenüber früher veränder-; geführte Sammlung die ten Form neue Möglichkei-! Summe von $ 1.240.—; auf ten . für den Aufbau er. | den Namen der Jubilarin schliessen. Regierung und , werden Bäume gepflanzt. Volk von Israel vertrauen j Wir danken allen unseren im Namen des ganzen jüdi- Spendern und Mitarbeitern. LUACH (Kalender) Freitag, den 24. Februar 8. Adar Sonnabend, den 25. Februar 9 Adar Parschat TETZAWE 2. M. B. XXVII 20 — XXX 10 Parschat SACHOR 5. B. M. XXV 17 — 19 Haftara 1. Schmuei XV 1 — 34 Sonntag, den 26. Februar 10. Adar Montag, den 27. Februar h Adar Dienstag, den 28. Februar 12. Adar Mittwoch, den 1. März 13. Adar Ta anit Ester (Fasttag) Am Abend Vorlesung der Megilat Ester Donnerstag, den 2. März 14 Adar PURIM Freitag, den 3. Mära 15. Adar Schuschan - Purim Sonnabend, den 4. Mörz lg Adar Parsehat KI TISSA 2. B. M. XXX 11 — XXXIV 35 Haltera 1. Könige XVttl 1 — 36 Ru ege fuer die Polizei Jerusalem. — Die Knesset erteilte den israelischen Polizeioffizieren eine ernste Rüge für das Verhalten der Polizisten, denen die Aufgabe zufiel, die Menschenmenge zu zerstreuen, die sich vor dem Theater Ohel in Tel Aviv am 4. Februar angesammelt hatte, als das ZentralcomitS der Mapai über den Ausschluss von Pinchas Lavon, dem damaligen Generalsekretär der Histadrut abstimmte. Der Fall soll der Kommission für innere Angelegenheiten unterbreitet werden, nachdem die Vertreter der Allgemeinen Zionisten, der Mapam und Cherut über das Verhalten der Polizei Klage geführt haben. Aus den eingebrachten Anträgen geht hervor, dass während einer Demonstration der Studenten gegen den Ausschluss von Lavon Kriminalpolizisten sich den mapaiistischen Saalwärtern zugesellten und auf die lautesten Schreier mit Gummiknüppeln, die sie aus ihren Taschen hervorzogen, einschlugen. Die Abgeordneten vertreten den Standpunkt, dass das Publikum stets in der Lage sein muss, seine polizeilichen Angreifer identifizieren zu können, und die Saalwärter vor ihrem Eingreifen ihre Armbinden hätten anlegen müssen, womit brutale Schlägereien vermieden worden wäden. (ITA) Israels Export Jerusalem. — Die landwirtschaftlichen Exporte Israels belaufen sich für das Jahr 1960 auf insgesamt 62.100.000 Dollar, d. h. 5 Millionen Dollar mehr als im Vorjahr, wie das Ackerbau - Ministerium mitteilt. Die höchste Steigerung hat die Eierausfuhr erfahren, aber auch Zitrusfrüchte, Gemüse, Erdnüsse und Bananen sind in grösseren Men#en exportiert worden. «TA) D I E STEHT VOR DEM ABSCHLUSS WER BISHER SEINE BEISTEUERUNG NOCH NICHT GELEISTET HAT, ERFUELLE RASCHEST SEINE PFLICHT. WER MIT SEINEN ZAHLUNGEN NOCH IM RÜCKSTAND IST, WIRD ERSUCHT, SEIN KONTO NOCH IN DIESEM MONAT AUSZUGLEICHEN. Niehl vergessen: Nicht vergessen: BEISTEUERN ZAHLUNGEN LEISTEN ES IST PfLICHT FUER 1 S II A E I. ANNAHMESTELLEN: CAMPAÑA UNIDA PBO ISRAEL Comité Centroeuropeo. Sarmiento 2376. 3\ T. E.: .7-2320 und sämtliche Sekretariate der angeschlos- *e*en Organisationen und Gemeinden.