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Jüdische Wochenschau · 1961-02-21 · 1854 (21.2.1961) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1854 (21.2.1961)
Date
1961-02-21
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Spanish
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2 — Maries, 21 de Febrero de 1SW JtlDIlCHE WOCHIXICMIO A** f No. 1854 DAS ANTISEMITISCHE PANORAMA (Schiuss von Seit« 1,' . lung” verbirgt sich licht-! scheues Gesindel, das dort Preussisch-Berlin — auch; antisemitische Propaganda nicht nach fünfjähriger nabetreibt. Von hier aus wird zistischer Terrorherrschaft auch die Spionage und Sa. — dort beobachtet werden, botage geleitet, die gegen Nur der Wiener Kardinal , Israel inszeniert wird, hat Hitler begrüsst und sei- Selbst die Vorbereitung von ne Deklarationen mit dem Ueberfällen auf die Koloni. verächtlichen „Heil Hitler!” sten der israelischen Grenzunterzeichnet, obwohl ihn Siedlungen wird hier gehserzu niemand gezwungen plant, wie wir aus sicheren hat oder hätte zwingen kön- Quellen erfahren. *>en. v0n der Israel _ Abtei. Mit schwächlichen Protelung werden antisemitische sten. wie sie von den oster. Pamphlete in zahlreichen reichlichen Juden von Zeit Sprachen wie Englisch, zu Zeit gestartet werden, ist Französisch. Deutsch, Spawenig getan. Solches Ver. nisch und Arabisch fatorihalten der Oesterreicher ziert und in grossen Menrnuss ganz anders und an gen in alle Welt geschleuhöchster Stelle gebrand- ¿ert. Diese Pamphlete solmarkt werden. Oder ist es nicht wahr, dass von den dieissig aktivsten Mitmördern Eichmanns, der ja auch seine Karriere dort begann, dreizehn Oesterreicher waren? Niemand 1 weisen, sie braucht hierin einen Zufall sich auch mit len der Umwelt nicht nur die absolute Schädlichkeit des Staates Israel, die Gefahr für den Frieden und die Sicherheit der Welt, die er angeblich darstellt, bebeschäftigen 1 dem ,.jiidii zu erblicken.; sehen Problem” und zwar Heute ist auch Aegypten in der ..klassischen Weise zu einem Naziparadies gedes ehemaligen deutschen worden. obwohl Nasser Nationalsozialismus, nicht miide wird, immer Es wird aus alten Bänden wieder zu versichern, dass des „Völkischen Beobach- : er keine Sympathien für den ' ters” und des „Stürmers” Antisemitismus habe. Die . geschöpft, es wird die Araber, so erklärt Aegyp. ' Mordliteratur des Dritten tens Diktator, seien nicht Reiches gegen die Juden antijüdisch, sondern anti- ( herangezogen, und es werzionistäsch. Sie wenden sich den die pathologischen! gegen Israel und die Zioni-i Hetzreden der Prominenten sten, die diesen imperialisti- : des NS-Staates verwendet.; sehen Staat geschaffen ha- Aber man geht noch über! ben und aufbauen. Tatsäch- ' Hitler und seine Bande hin. lich leben auch heute die , aus. Die sogenannten „Pro- Juden in Aegypten mehr tokolle der Weisen von Zioöer weniger unangefoch. * on”, eine uralte frechte ten. Die offiziellen Bezie.; Fälschung aus zaristischer hungen sind nicht unfreund- Zeit, wurden von dieser „Islich. und ein hoher Funktiorael-Abteilung“ in sechs n;'r der Regierung besuch- Sprachen neu herausge. te an den Hohen jüdischen , bracht. Feiertagen die Hauptsyn- I Ein alter antisemitischer agoge. um im Namen Nas. ' .Klassiker’, Houston Cham. sers Glückwünsche zu über, berlain, der „Rasse-Wirtmitteln. Es ist eine alte Er- 1 schaftler”, ist in dieser Isj fahrung, dass in einer Dik- , rael-Abteilung zu neuen Eh. tatur alles möglich ist.! ren gekommen. Auch die Trotz dieser Einstellung j Väter des französischen j der Regierung Nassers, die ' Antisemitismus wie Dru. ■ sich natürlich schnell är.- i mont wurden von der ,,Isdern kann, muss man in! rael-Abteilung” als würdig Aegypten heute eine der an. j befunden, in ihre Propagantijüdb-hen Hetzzentralen da eingeschaltet zu werden, erblicken. Unter dem Fir. | Nach den Rezepten der mensehild „Israel - Abtei- Goe'bbels-Taktik gibt man ,Aufklärungsserien’ heraus, j die die „Gefahr” des Ju- | dentums für die Gesellschaft erläutern sollen. Diese Serien haben Titel wie! diese: I „Das Judentum und das Verbrechen”. Thema: „Der jüdische Prozentsatz am Weltverbrechen übersteigt die Norm.” — „Das Judentum und die Unzucht in der | Literatur”. Thema: „Fast alle Pornographen sind Jujden”. — „Judentum und Sittlichkeits . Verbrechen”. Thema: „Die Mehrzahl der Sittlichkeitsverbrecher sind Juden”. — „Jüdische Ritualmorde". Aufwärmung des längst totgeglaublen Ritu. almordmärchens, Missgeburt aus pervertierter Phantasie und infamer Hetze eines früheren antisemiti sehen Jahrhunderts.! Daneben gibt es Serien, j die alle aktuellen Krisenerscheinungen (politische Unruhen, soziale Krisen, Wirtschaftsstörungen) auf jüdische Machinationen zurück- : zuführen suchen. aw ) In der deutschsprachigen ' Sektion der „Israel-Abteii lung” sind mindestens sechs ehemalige SA.. SS- und Ge-! stapo-Chefs - tätig. Franz Bartel, früher Niederschlesien. höherer Gestapobeam.! ter. NS-Parteimitglied seit 1 1927, heisst heute El Hus- | sein. Seine Spezialität: Ma. 1 terialbesehaffung über „die überragende Beteiligung; von Juden an Taschendiebj stahl und Hochstapelei.” i Wilhelm Boeckler, früher Ostpreussen. nennt sieh zur ■, Zeit Abdel Mah Krim; er! war SS-Sturmfiihrer, an Morden an Juden beteiligt und hat bei der „Ausräucherung” des Warschauer Ghettos mitgewirkt. Er ist Mitarbeiter an den Broschü. ren über „jüdische Unzucht sowie an allgemein antisemitischen Pamphleten. Erich Bünz. SA.Sturmfiihrer, war bereits 1929 an den Berliner Kurfürstendamm Pogromen beteiligt; er ist Proteste gegen Rassenhass j Rom. — Der sozialistische Senator Banfi unterbreitete dem Innenministerium einen Protest, weil deT Bürgermeister \on Millesimo einem jüdischen italienischen Bürger, Paole Segri, einen Ausweis aus.! gehändigt hatte, in dem Segri als „der jüdischen Rasse zugehörig” gekennzeichnet wird. Der Staatssekretär des Inneren, Pisoti. erwiderte, die Regierung habe durch die Staatsanwaltschaft Beschwerde erhoben. Die Föderation jüdischer Gemeinde Italiens hat wiederholt, doch stets vergeblich die Behörden ersucht, das Dekret vom Jahre 1944 in Kraft zu setzen, durch das alle vom faschistischen Regime verfügten Angaben über Rassenzugehörigkeit für öffentliche Dokumente annulliert werden. (ITA) . Dr. FREY Abogado PUETRREDOM 2190 1* ta* nachm. 18—19 Uhr r J. Liebling FOURNIERE — SPERRHOELZER DIAZ VELEZ 5224 al 48 T. E. 43-2348/0340 T 3021 I REAL PEN I ¡ j I Füllhalter ' \; REPARATUREN I j; Spezialgeschäft 'j: CORRIENTES 589 1 j; ï E. 49-5850 °plita REX DIPL. OPTIKER Sarmiento 82! T. E. 35 - 735« JUDITH SCHENK0LEWSK1 KULTUSSTICKEREIEN Schabbosdecken - Tallisbeutel - Käppchen . Maz. zot-Taschen - Hand- und Maschinenstickerei von Bett- und Tischwäsche BEBEDERO 2585 T. E. 73.9155 GESUCHT wird Herr KÜRT SELIG, früher wohnhaft Pampa 2132. von einem Verwandten, der sich augenblicklich in Buenos Aires aufhält. 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Albert Thielemann, SS- Chef aus Böhmen (Reichenberger Bezirk), an schweren Judenausschreitungen im Frühjahr 1939 beteiligt, heisst heute Aman Khader; er wertet Streicher-Artikel über das „sittlich verfallene Judentum” aus und schreibt antisemitische „Stoss-Flug. 'blätter”, die dazu bestirnt sind, den Antisemitismus in Deutschland zu beleben. Werner Birgel, heute El Gamin, früher SS-Führer im Bezirk Leipzig, arbeitet an allgemein - antisemitischen Broschüren und gilt als Experte für „das Verhalten der Juden in den Konzentrationslagern”. Themen: Asoziale Haltung der jüdischen Häftlinge, Mangel an Kameraderie. Feigheit, Neigung zum Verrat aus Furcht. Birgel leitete einen Sicherheitsdienst in zwei Konzentrationslagern und war auch an der „Austilgung” der Märtyrer des Warschauer Ghetto beteiligt Es ist unverkennbar, dass ein guter Teil der von Zeit zu Zeit in der deutschen Bundesrepublik und in anderen Ländern auftauchenden illegalen antisemitischen Hetz- und Schmähpamphlete aus dieser Sektion der Nasserschen „Israel Abteilung” stammen. Die Broschüren werden auf Umwegen nach Frankreich und Italien, nach der Schweiz und in die Bundesrepublik gebracht. Unzweifelhaft sind die verantwortlichen Organe der Vereinten Nationen daran interessiert, den Rassen- und Völkerhass einzudämmen. Vielleicht können sie bereits einige Erfolge aufweisen. Das dürfte aber; nicht verhindern, dass man die grossen Gefahren dort; erkennt, wo bisher nicht eingeschritten worden ist. Denn Völker- und Rassenhass hat sich noch niemals auf bestimmte Nationen oder Gruppen beschränken lassen. Auch in Nazi-Deutschland hat es mit den Juden angefangen und mit einem unerbittlichen Vernichtungs - Kampf und grenzenlosen Zerstörungswillen gegen alle anderen Nationen, Rassen und Religionen geendet, die sieh tatsächlich oder vermeint, lieh den nazistischen Welteroberungsplänen widersetzt haben. Deswegen sollte sich die ganze Menscheit aus einem gesunden Selbsterhaltungstrieb allen nazistisch.antise. mitischen Machenschaften entgegenstemmen, nicht um die Juden vor unberechtigten Angriffen zu schützen, was gewiss auch allein schon eine grössere Aktivität rechtfertigen würde, i sondern um sich selbst ge- U SEMANA ISRAELITA BLemanario — aparece tos Martes y Viern*- Editado per Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: H*. H, Swarsensity Pueyrredön 2190, 1«? i™ T.XE. 83-2613 80-6930 Abono-Preis: Argentinien: $ 75.— pro Quartal Ausland $ 450,— jährl. gen eine neue Welle des i Hasses und der Vernichtung zu verteidigen, die er. neut ihre vernichtende VVir. j kung auf alle Länder haben könnte,- die sich im I Augenblick in Selbstsicher- 1 heit wiegen. Oesterraichische I Studenten vor Gericht j Innsbruck. — Eine Grup. pe von Studenten der hiesi-; gen Universität wird sich 1 vor Gericht wegen Rassenj hass zu verantworten hai ben. Der Staatsanwalt erhob Anklage gegen sie. weil sie eine antisemitische Kampagne gegen nordamerikanische jüdische Kollegen geführt hatten, die an der Medizinischen UniversitätsSchule immatrikuliert sind. Sollten die Studenten verurteilt werden, so kann das Urteil auf Gefängnis oder auf Geldstrafen lauten. Die verfolgten Studenten sind Irving Lichtenstein und Jay Schaross, die beide aus New York stammen. Rund 40 Angehörige einer studentischen Verbindung wurden angeklagt, die jüdischen Kollegen belästigt zu haben, indem, sie Hakenkreuze auf ihre Autos malten und sie k nerlich angriffen. Neben ihre Namen im Nachrichtenblatt der Universität hatten diese Nazis „Judenschweine” geschrieben. (ITA) NERVENu. GEMUETS- KRANKHEITEN Dr. M. J. Kuhn prov. RIVADAVIA 2625 III Tel. 48-7524 VERREIST BIS 5. MAERZ Dr. B. Sehwarcz ZAHNARZT ESTOMBA 2263 — 62-6214 RAYOS X PARADENTORE VERREIST BIS 27. FEBRUAR VARICES — ULCERAS DE LA PEERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY SARMIENTO 3116 T. E. 17 1362! j; Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-9259; ¡ ¡; Unter Aufsicht de* Vaad Harabonún der Restaurant »Paso Kehllla <; MITTAGS- und ABFNDTISCH f <; Anrichten von kleinen Festlichkeiten * * und Banketten * BERNARDO STERN und JUAN JULIUSBURG AUSFUEHRUNG SAEMTUCHER Malerarbeiten CONDE 2318 7. E. 76 7533 Dr. BENJAMIN LIPNIZKy} ZAHNARZT ROENTGENSTR AHLEN — ZAHNZIEHEN - BE¬ HANDLUNG MIT GASBET AEUBUMG — REGU. LISRUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden: Dienetag — Donnerstag — Sonnabend nach vorherig« Vereinbarung. JOSE HERNANDEZ 2518 T. E. 76-867J «ad 73-66W j Dr. L KLEIN Medico * Magen, und Darmkrankheiten? Röntgen-Untersnchungen t SPRECHSTUNDEN: * , J Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 Ubtj + Es wird gebeten, ruch vorher telefonisch anaurneiden. * * {SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542> * Dr. Bernardo Goldsfein MEDICO Verreist vom 6. bis 25. Februar inkl. Vertreter: Dr, A. SANGUINETTI CABILDO 2464 T. E. 76-2406 Sprechstunden täglich von 15 Uhr 3t We 18 Uhr

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