Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1853 (17.2.1961)
- Date
- 1961-02-17
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 17 de Febrero de 1961 Año XXII. — No. 1853 — 7 EREIGNISSE DER WOCHE 0er Besuch Perlrweifs Der Besuch, den Dr. Perlzwcig von der Leitung des Jüdischer. Weltkongresses in Buenos Aires abstattet, hat in der weiten Oeffentlichkeit ein beachtliches Echo gefunden. Die Tagespresse berichtete ausführlich über die Pressekonferenz, die Dr. Perlzweig im Alvear Hotel am vergangenen Freitag gegeben hat. Perlzweig ist gewiss eine interessante Persönlichkeit. Ein englischer Jude mit vielseitigen politischen und wirtschaftswissenschaftlichen Interessen, Schüler der berühmten Universität Cambridge, wandte steh der junge Perlzweig auch rabbinischen Studien zu. wurde Reformrabbi in den USA, um dann sich seiner eigentlichen Aufgabe, nicht mehr der Sorge um eine Gemeinde, sondern um eie ganze jüdische Gemeinschaft zuzuwenden. Für diese Mission brachte er ausserordentliche Voraussetzungen mit: ein grosses jüdisches Wissen, hervorragende politische und ökonomische Kenntnisse sowie seine Vertrautheit mit den Problemen der grösseren politischen Welt, die er sich vor allem während seiner Studienjahre angeeignet hatte und zu denen auch glänzende Beziehungen zu den grossen Staatsmännern unserer Zeit gehörten. Seit Jahren steht Perlzweig in Diensten des Weltkongresses. zü dessen leitenden Persönlichkeiten er gehört. Pressekonferenz Dr. Perlzweig berührte während der Pressekonferenz eire Reihe wichtiger Fragen, insbesondere solche. die mit der Tätigkeit des JWK innerhalb und in Zusammenarbeit mit den UN stehen. Dr. Perlzweig sprach von dem Kampf des Kongresses um Ue'berwindung des Rassenhasses sowie jeglicher religiösen (•der nationalen Dikriminie. rang. Der Jüdische Weltkongress trägt nicht nur diesen Kampf gegen jegliche Diskriminierung im Interesse des jüdischen Volkes aus obwohl dies natür- ¡iich seine erste Funktion i ist, sondern kämpft für die. | se Forderung im Interesse ¡aller Völker und Rassen, j aller Gruppen und Minderheiten, unterstrich Perlj zweig. In seinen weiteren ¡Ausführungen ging er auf die Erziehungsprobleme ein, die mit diesem Fragenkomplex in Verbindung stehen. Hier liegt ein Aufgabengebiet der UNESCO, mit der unser Jüdischer Weltkon. gr:ss ebenfalls eng zusamlrenarbeitet. Die Reinigung und Berichtigung der Schulbücher von diskriminierenden oder die Juden verleumdenden Texten ist eine wichtige Arbeit, die vom; JWF mi; grossem Erfolg! geleistet wirdi Besonderes Interesse zeigten die Presseleute für die I Kriegsverbrecher, ein Thema, das mit dem bevorstehenden Eichmann-Prozess voi. besonderer Wichtigkeit wurde. Perlzweig wies auf die Tatsache hin, dass der Jüdische Weltkongress nicht Israel repräsentiere, das allein durch seine Regierung und ihre legitimen Bevollmächtigten vertreten werde. Dagegen habe der JWK in Israel eine ausserordentlich aktive und wichtige „Filiale”. Aus diesem Grunde könne er, Perlzweig, zur Frage des Eichmann-Prozesses aucn nur kursorisch informieren, während die authentische Information iiur von den berufenen israelischen Organen gegeben werden könne. Perlzweig berichtete in diesem Zusammenhang von der Zusammenarbeit aller Regierungen und Organisationen. Auf die Tatsache wurde besonders hingewiesen, dass die argentinische Regierung einen Haftbefehl gegen einen der ybelsten Kriegsver. j Brecher, den flüchtigen La. , gerarzt von Auschwitz na- ' mens Mengele, erlassen ha- be, ohne dass es gelungen sei, diesen Verbrecher zu fassen. Auf die Zusammenarbeit mit den Stellen anderer Länder — unter ihnen die Bundesrepublik Deutschland — wurde besonders aufmerksam gemacht. Die anwesenden Journalisten richteten eine Reihe von Fragen an den Gast, die dieser mit Sachkunde beantwortete, konferenz w’urde vom Präsidenten der südamerika. nischen Executive des JWK Herrn Dr. M. Goldman, geleitet. Argentiniens Juden ehren Sarmiento Anlässlich der Wiedert über das berichteten, was! Gegenstand der Kritik an.! derer w ar geben wir den anregenden Darstellungen unseres aufmerksamen Lesers sehr gern die erforderliche Publizität, weil wir Die^Presse ’rier Meinung sind, es ist besser zu loben als zu kritisieren. Der Briefschreiber erklärt dass die von Herrn Rabbiner Marshall Meyer Isrdings darf das nicht eine Kritib ausschliessen, die konstruktiv gemeint ist. Schliesslich muss jeder in der Oeffentlichkeit wirkende Mensch mit einer solchen Kritik rechnen, die sogar erwünscht ist, solange sie sachlich bleibt. Neue Broschüre ne» Aufmachung einen Bericht von Dr. Nachum Goldmann über „Die Lage der Juden in der Sowjetunion”. Es handelt sich um einen Sonderdruck aus der Zeitschrift der Argentinischen Zionistischen Organisation „Jerusalem”. Die Ausführungen Dr Goldmanns, die sich durch ihre besondere Klarheit auszeichnen, dürften w'eit über die jüdischen Der Jüdische Weltkon. . geleistete Arbeit für den 'gress, Exekutive in Buenos Kreise hinaus em lebhaftes Ausbau und die Dirchfüh- Aires, publizierte in sehö- Interesse finden, rung des Ferienlagers nicht j genug gewürdigt werden könne. Habe Rabb. Meyer doch Herr selbst mit; kehr des 150. Geburstages j Hand angelegt, um das La- | von Domingo Faustino Sarper zu errichten und seine 'miento richtete die DAIA . Durchführung zu ermogli- ¡: ein Schreiben an den Präsi- \ chen. Eine Kritik an der j ' üenten des Volkscomites für; notwendiger. Disziplin sei | 1 die Ehrung des Nationalhelnicht berechtigt, denn ohne , j den Dr Alberto Palcos, eine selbst gewollte und von j 1 aller, beachtete Ordnung { sei ein solches Lager mit CENTRO THEODOR HERZL PU2YRREDON 2190, lo, iz«. T. E. S3 2613 dessen Inhalt wir im fol genden w'iedergeben: Buen.s Aires, lebrero 16 de 1961 Estimado Ja ver y Javera: 'leñemos el agrado de mvitar u Uds. a la Die datA beehrt sich vieien Jugendlichen nicht „Die UA.A Deenrr sicn durchzuführen. ihnen in ihrer Eigenschaft als Präsident der Kommission für die Feiern zum 150 Geburtstag von Sarm.iento in ihrem eigenen Namen und im Namen der B ihr vertretenen jüdi- Mit besonderer Genugtuung sei hervorgehoben, dass dte Teilnehmer am Lager in wahren jüdischen einem von ' sehen Kollektivität Argenti- I niens ihren Anschluss auszusprechen. Rabbiner Marshall Meyer verstehe es, die Jugend zu begeistern und für jüdische; Religion und Tradition zu ' I : gewinnen Einige Beispiele | i Den Autor des „Facundo von gemeinsamem Beten! j zu ehren, heisst das Vaterwerden angeführt, wo selbst j! land, seine edelsten Tradikleinere Teilnehmer am La-! i'tionen und Ideale zu ehren. . per sjcjj durch ihre Keant-! denen er sein Leben weih-,;1jsse hervortäte». Aus diei to. das dem argentinischen; sem Grunde, so schliesst Fortschritt diente. Sarmiender\B riefschrei her, -solle m A ' AlMAM AM UMO Nach langem schwerem Leiden verschied gestern mein lieber Mann, mein guter Vater und Grossvater, Schw'ager, Onkel und Neffe, der Kantor und Lehrer,, Herr ISIDOR SCHREIBER im Alter von 69 Jahren. In tiefer Trauer: DORA SCHREIBER, geb. SATZ EIJGKNIE JOSEPHS, geb. SCHREIBER RAQUELITA Buenos Aires. 11. Februar 3961. Ayacucho 1427 , 3? Die Beisetzung hat bereits stattgefunden. LU ACH (Kalender) | Freitag, den 17. Februar l. Adar 2. Tag Rosch chodescb Adar Sonnabend, den 18. Februar 2. Adar Parschat TRUMA 2. B. M. XXV — XXVII 19 Haftara 1. Könige V 26 — VI 13 Sonntag, den 19. Februar 3. Adar Montag, den 20. Februar 4. Adar Dienstag, den 21. Februar 5. Adar Mittwoch, den 22. Februar 6. Adar Donnerstag, den 23. Februar 7. Adar Freitag, den 24. Februar _ 8. Adar Sonnabend, den 25. Februar 9 Adar Parschat TETZAWE 2. M. fb XXVII 20 — XXX 10 Parschat SACHOR 5. B. M. XXV 17 — 19 Haftara 1. Schmuei XV 1 — 34 Sonntag, den 26. Februar Montag, den 27. Februar Dienstag, den 28. Fcftmoar 10. Adar 11. Adar 12. Adar ta war einer der grössten Kämpfer für die Menschenrechte, und dieses höchste Ziel bestimmte jeden Schritt seines langen Lebens und. formte seine ausser gewöhn liehe Persönlichkeit, Jflt'.der sich der Erziehe# > und Staatsmann vereinigten? Sein langes Leben warf; den dringenden Bedürfnissen Argentiniens und des iibri-‘ gen Kontinents geweiht, und dies erklärt seine Wirkung i auf ganz Amerika, das ihn gemeinsam als einen der den 20 lateinamerikanischen Ländern gemeinsamen Nation alheLcjen anerj kennt. Er feilte die gemeinsame Sprache und war ein grosser Schriftsteller des Spanischen. Dies alle.! wrar er in seinem Land. Die Präsidentschaft Argentiniens bedeutete den Höhepunkt seiner öffentlichen Karriere, doch er fuhr weiter fort, mit dem gleichen Enthusiasmus für die Demokratie zu kämpfen, sein Werk der Kritik und des Aufbaus clurchzufUhren, und dies bis zu seinem letzten Atemzug. Seine Schöpfungen auf allen Gebieten leben fort. Er war ein grossartiger Journalist und ein begeisterter Lehrer, denn «r glaubte an die Kraft des Geistes, den er in wirksame und überdauern* de Bahnen lenkte. Ihm sind fast alle Institutionen unserer kulturellen Tradition zu verdanken, und es müsste genügen auf das Gesetz 1420 über Gemeinschafts- Erziehung zu verweisen, das einer der Pfeiler ist, ruf dem unser demokratisches Gebäude ruht.” Ein Wort zu einer Differenz Unter dieser U.eberschrift brachten wir einen kurzen Bericht über die Differenz, die zwischen der bonaerenser Zeitschrift „La Luz” und einer Gemeinde ausgebrochen ist, und in deren Mittelpunkt der Rabbiner Meyer steht. Zu diesem Thema erhielten wir eine längere Zuschrift eines interessierten Lesers, der aus r.äeh&ter . Nähe Zeuge der Arbeit geworden ist, die in einer dankenswerten Weise vom Rabbiner Marsball Meyer im Ferienlager geleistet worden ist. Obwohl wir den Rabbiner M. Meyer weder angegriffen noch kritisiert haben, sondern nur man einen Menschen wie Herrn Rabbiner Meyer nicht aftgreife», der iiLJmseren Kreisen wertvolle Arbeit leistet. —; Auch in dieser Hinsicht können wir uns dem Briefschjeiber gnschliessen. Al- .-- —— m EXTRAORDINARIA que tendrá lugar el día lunes 27 de febrero de 1961, en la “Asociación Israelita Amigos del Keren Kayemet”, calle Corrientes No. 2133, 1er piso, Capital Federal. a las 19 horas. m Pasado media hora de dicho plazo, la Asamblea tendrá quorum, cualquiera sta la cantidad de socios presentes. ORDEN DEL DIA: 1° Aprobación, modificación y ampliación de estatutos. 2° Autorizar a la Comisión Directiva, gestionar ante la Inspeción General de Justicia, la obtención de nuestra Personería Jurídica. Tendrán voz y voto en la Asamblea todos los socios mayores de 18 años y que están al día con sus cuotas. di r STEHT VOR DEM ABSCHLUSS WER BISHER SEINE BEISTEUERUNG NOCH NICHT GELEISTET HAT, ERFUELLE RASCHEST SEINE PFLICHT. WER MIT SEINEN ZAHLUNGEN NOCH IM RÜCKSTAND IST, WIRD ERSUCHT, SEIN KONTO NOCH IN DIESEM MONAT AUSZUGLEICHEN. Nkhf vergessen: Niehl vergessen: BEISTEUERN ZAHLUNGEN LEISTEN ES IST PFLICHT i § k a r: l AN NAHMESTELLEN: CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL Comité Centroeuropeo. Sarmiento 2376, 3*. T, E.: 47-2320 und sämtliche Sekretariate der angeschlossenen Organisationen und Gemeinden.