Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1850 (3.2.1961)
- Date
- 1961-02-03
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 3 de Febrero de lîKîî LA SEMANA ISRAELITA Año XXti. — No. 1850 ei* ■SS Beireige. so ge. * ver. Senden °iiöoren Steinr. fcss ner bebleibt uss das ie Feld 1(1 nun «ir den be- '¡eien enn e$ Jahre end. dem «tr- "er- Niederauch Jrch rinnen, bei«(. 1 Vor. i Sieh Stadt iungen bis zu haben vielen deren hat. ehabt. «sser Felieweit liehen ächatt zu- Vesber Na. 7eidort mein J)eirend ur< den zu eine esmal ier so Städte tat eiehabt, Zukaum n eidie . die viele ge- JUDEN ~ MISSION j)es von MEAR FAEIWER, Tel Aviv Auf die Bewegung der Emanzipation, des Ringens um die Gleichberechtigung des einzelnen innerhalb des Volkes, in dessen Land er lebte, folgte die Bemühung um Gleichberechtigung der Völker und Gruppen. ln diesem Sinne bildete der Zionismus die natürliche Fortsetzung der Emanzipation, und nun. da der Judenstaat eine bestehende Tatsache ist. kann auch das Judentum seine Gleichberechtigung verteidigen. Bisher wurden die menschlichen. die bürgerlichen Rechte der Judenheit verteidigt, aber um die Rechte des Judentums kümmerte man sich wenig. Man beschränkte sieh auf Apologetik und darauf, für die Judenheit in ihren Wohnländern freie und ungestörte Religionsausübung zu fordern, individuell für den einzelnen und kollektiv für die jüdischen Gemeinden. Für die Einordnung des Judentums aber in den ihm gebührenden Rang unter den Weltreligionen wurde bisher kaum etwas getan. Man überliess das ..Werben um die Seelen“ den anderen Religionen. vor allem dem Christentum und dem Islam, da das Judentum kein Gewicht auf Proselytenmacherei lege und zum Unterschied von den beiden genannten Religionen keine Missionsaufgabe habe. Diese Bescheidenheit mag auf die Vertreter der anderen Religionen beruhigend wirken, aber sie widerspricht, wenn wir die Geschichte unvoreingenommen prüfen, dem eigentlichen jüdischen Charakter, wie er zur Zeit früherer Selbständigkeit zum Ausdruck kam. Der Verzicht von vornherein darauf. sich mit anderen Bekenntnissen zu messen, ist eher ein Ergebnis der Geistesverfassung der Galut. Langsam beginnen nun Initiatoren, sich zusammenzufinden, um in Israel wie in der Diaspora aktiv für das Judentum einzutreten. Die gemeinsame Ta- 1 gung der Agudah lemaan j Gcrej Zedek. des israeü-; sehen Verbandes zur Unj terstützung der Proselyten,! und des New Yorker Ver- ] bandes zur Verbreitung des : Judentums, die in der Zeit I des 25. Zionisten-Kongresj ses im jevusalemer King David Hotel stattfand, brachte den Gedanken der aktiven Verbreitung des Judentums zum Ausdruck. Der Vorsitzende des israelischen Verbandes, Dr. Jisrael Ben Seew, kündigte die Schaffung eines Instituts zur Ausbildung von Predigern und zur Vorbereitung von Nichtjuden für den Uebertritt ins Judentum, sowie zur Vertiefung des Verständnisses der Völker für das Judentum an; und namens der nordamerikanisehen Gruppe teilte Dr. Paul Riebenfeld reit, dass auch in den USA die Bewegung zur Verbreitung des j Judentums immer mehr I Interesse und Zuzug gewinnt Beide Vereine und ihre Sprecher sind noch nicht die geeigneten Kräfte, das Judentum auf diesem heissen Boden zu vertreten, aber sie machen wenigstens einen Anfang und dürfen als Platzhalter für Persönlichkeiten grösseren Formates gelten. Unter der Vorbedingung und der Voraussetzung, dass an den traditionellen Vorschriften zur Aufnahme ins Judentum exakt festgehallen werden muss, sind diese Bestrebungen durchaus zu begrüssen. Es Messe, die mosaische Prophetie in ihrer Grundauffassung zu ignorieren, wollte man die Verbreitung des Judentums als unjudisch betrachten. Jesaia, Ezechiel, Micha und vor allem vie’e wesentliche Teile unserer Liturgie sprechen eine eindeutige Sprache. Die reine Gottesidee, die Lehren der Sittlichkeit und des wütete erien ...j gfj t 1 Bilder der zerstörten CASBAH-Synagoge, die von mobamedanischen Horden in Algier entweiht worden ist. Die Eindringlinge zertrümmerten nicht nur das gesamte Mobiliar, sondern entweihten die Tbrah-Rollen und zerschlugen die Gesetzestafeln, dia über 300 Jahre alt waren. *♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦ Pension Familiar M Flamm unter Aufsicht I. Ehrw . der Rabbiner Dr. J. Fink und Dr. J. 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Schon die Zeit Davids und Salomos, dann nach dem ersten Exil, als die Cuthäer das Judentum annahmen, später unter der Herrschaft der Makkabäer, Königin Helene aus Adiabe ne mit ihren beiden Söhnen, der Massenübertritt der Frauen von Damaskus zum Judentum und dann die Ausbreitung des Judentums in Rom mit Flavius Clemens und Fulvia Saturnina bis im 3. Jahrhundert die Kaiserin Zenobia — seien nur als Beispiele angeführt, die das Wort des Rabbi Eliesar beweisen: Israel ging ins Exil, um an Proselyten zuzunehmen, denn es heisst .Ich werde es aussäen über die Erde und mich des Niehterbarmten erbarmen’ “. Allgemein bekannt ist, dass sich im Jahre 733 das Volk der Chasaren in Südrussland zum Judentum bekehrte und dann noch elwa 250 Jahre lang eines der grössten Reiche des europäischen Ostens verwaltete. Die Geschichte vom König Bulan, der die höchste Wahrheit unter den Religionen suchte und nach näherem Studium das Christentum und den Islam verwarf, da ihn nur das Judentum überzeugen konnte, kann sieb jederzeit in einem anderen Lande und Volke wiederholen. Stillstand ist Rückschritt, und in unserer bewegten Zeit hat auch das Judentum die Pflicht, in dem Religionsgespräch aktiv zu werden. Gläubige Menschen aller Völker betrachten das Wiedererstehen Israels und die Sammlung der Verstreuten als Fügung der Vorsehung, dio/hinter manchen anderen Wundern nicht zurückstelit. Aus allen Weltrichtungen ist der aufmerksame Blick nach Israel gerichtet, und diese Tatsache muss in unseren tagtäglichen Bewusstseinsinhalt eindringen und unserem Volke lind seinen Führern die Verantwortung gegenwärtig machen, die auf unserer Generation liegt, und die nicht nur unabsehbare Möglichkeiten, sondern auch Pflichten in sich birgt. In Asien und in Afrika gibt es vifele Staaten, deren VAR spielt amerikanische Filme Jerusalem. — Hiesige arabische Zeitungen beschuldigten die VAR, mit der Vorführung nordamerikanischer Bildstreifen, die in anderen arabischen Ländern wegen ihrer jüdischen oder aus Israel stammenden Darsteller verboten sind, grosse Geschäfte zu machen. Wie die arabische Presse berichtet, gehören zu den auf Verlangen Kairos boykottierten Künstlern Stars Völkei Heiden sind und momentan unter dem Einfluss des neuen, vorwärtstreibenden politischen! Luftzuges auch geistigen Fortschritt suchen, und deren Führer sich nach der Religion umsehen, die einfach und klar, überzeugend und der Logik nicht widersprechend, also glaubhaft wäre und für Völker verschiedener Rassen und Sprachen zugänglich sein könnte. In Afrika führen Islam und Christentum miteinander ein erbittertes Ringen um die Seelen der Eingeborenen. In Asien ist besonders bekannt, wie sehr sieh Japaner, die im Begriff sind, den Schintoismus aufzugeben, für das Judentum interessieren. Es wäre unverzeihlich, wenn sich Israel angesichts cieser Situation auch weiterhin noch der Verbreitung des Judentums widersetzen würde. Gegenwärtig halten die Rabbiner in Israel Gesuche um Aufnahme ins Judentum -poch ein ganzes Jahr lang zurück, um den Antragstellern Zeit zu lassen, sich ihren Schritt nochmals zu überlegen. Auf der Jerusalemer Konferenz wurde auch des Jerusalemer ui.d amerikanischen Konsuls Warder Kerssen gedacht, der während seiner Amtszeit in der Heiligen Stadt zum Judentum überlrat und nach seinem Tode, vor gerade hundert Jahren, im November 1860 auf dem Oelberg beerdigt wurde. U. a. nahm auch Rabbi Dr. Max Nussbaum aus Los Angeles (California), den die- Schauspielerin Elizabeth Taylor und das Künstlerpaar Sami Davies (einen Neger) und seine Frau May Brit (eine Schwedin) ins Judentum aufgenommen hat, auf dcT Konferenz für Verbreitung des Judentums Stellung. wie Susa Hayward und Elisabeth Taylor, während diese Namen in Kairo oder A lexi ndrien eine grosse Anziehungskraft ausüben. Die Zeitungen verweisen darauf, dass Elisabeth Taylor ein „warmer Empfang’’ zuteil wurde, als sie kürzlich in Aegypten eintraf, um ihren letzten Film .Kleopatra” zu drehen. Die arabische Presse enthüllt ferner, dass die VAR-Behörden eine grosse Propaganda für einen in Aegypten hergestellten Film machten, dessen Hauptdaritellerin Leila Murad, eine I in Safed geborene Jüdin ■ ist. <1TA) ÆEP Hr -«1 H i i Bf VI I Iff tntoime* CAMARA DE COMERCIO ARGENTINO - ALEMANA 25 de Moyo 347. P 3. Ol. 332 Tel 32 6293 8s Aires VERLEIH VON GESELLSCHAFT! 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