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Jüdische Wochenschau · 1961-02-03 · 1850 (3.2.1961) · p. Seite 4

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1850 (3.2.1961)
Date
1961-02-03
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Spanish
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Viernes, 3 de Febrero de 1!>K1 LA SEMANA ISRAELITA Año XXII, — So. 1850 DIE EREIGNISSE DER WOCHE1 Ackerbürgerstadt der Nabataeer Jagung der südamerikanischen Exekutive de: Jüdischen Weltkongresses in Buenos Aires Anlässlich der dritten Pie- , i.nsTzung der Südamerika.' ätschen Exekutive des Jü- . (••sehen Weltkongresses, die j für den 11.. 12. und 13. Fe-1 brrar in Buenos Aires anfceraumt ist. wird einer der bedeutendsten politischen Führer des Judentums, Dr. Maurice L. Perlzweig, der Direktor der Abteilung für internationale Fragen des J. W. K. und dessen ständiger Repräsentant vor den Vereii ten Nationen, nach Ar. g.u tir.ien kommen. | Der hohe Besucher, weicht r am kommenden Donnerstag in Buenos Aires ein- Ireffen soll, ist einer der Gründer des Jüdischen Welt- 1 k ir.gresses und Mitglied sei. 1946 war er Mitglied der Exekutive der Zionistischen Weltorganisation und einer der engsten Mitarbeiter ihres Präsidenten Prof. Chaim Weizmann. Ausserdem war er Präsident der Bne Brit; in England und Mitglied der Exekutive des Board of Deputies der englischen Juc'.erheit. Er ist einer der Organisatoren des Weltver- I bandes jüdischer Universitätsstudenten. Ausgedehntes j Arbeitsfeld j Dr. Ferlzweig arbeitete ' aktiv mit Dr. Stephen Wise und Dr. Nachum Goldmann zusammen, um zu erreichen, ttcisr. der J.W.K. in den! Minderheiten, als über die Rechte der Juden auf Auswanderung diskutiert wurde. Dr. Peilzweig hat bei verschiedenen Gelegenheiten lateinamerikanischen Ländern seinen Besuch abgeplattet und besitzt eine gründliche Kenntnis ihrer Frcbleme. Seine Teilnahme an der dritten Plenarsitzung der Exekutive des J.W.K. vhd von grösstem Nutzen für die Orientierung der zwischengemeindlichen Beziehungen im Kampf gegen de l Antisemitismus sein. ISRAEL - BOTSCHAFTER SAGT TEILNAHME ZU Der Botschafter Israels in Argentinien, General Josef Avidar, hat die Eir'adung der südamerikanischen Exekutive de- Jüdischen Weltkongresses angenommen und wird cer Eröffnung der dritten Plenarsitzung beiwohnen, die am Sinnabend, den 11. Februar hier in Buenos Aires un.ei Teilnahme von Repräsentanten der verschiedenen lateinamerikanischen Judenhcilen stattfinden wird. Bei dieser Gelegenheit vird Botschafter Avidar eine Begrüssungsanspraclvi halten. ner Exekutive seit Beginn i ihier Tätigkeit im Jahre ‘ 3936. Bis zum Jahre 1942 , kutele er die englische Abteilung des Kongresses. | Dr Pe’lzw-eig war aktiv , am Rettungswerk für die ein epäischen Juden wäh-j rend des zweiten Weltkrie-1 ge? beteiligt. Er war der Verfasser zweier Dokumenj fe. die der Bewegung als Grurdlage dienten, die dazu führte, dass Präsident j Roosevel: den Ausschuss für Kriegsflüchtlinge schuf. | Dr Perlzweig wurde in England erzogen. Er besuchte die Universitäten j von London und Cambridge. 1 wo er sowohl in Nationalüki romie wie auch in Orientalischen Sprachen promov ierte. Seit seiner Jugend gehört Dt Perlzweig der zionistischen Bewegung an. Er war t-mei der Führer der ZionirHrclen Organisation Grossbritanniens und mehrere Jaf-ie hindurch Herausgeber der Zeitschrift ..London Zion:st Review’’. Von 1936 bis Wirtschafts- und Sozialrat d.tr Vereinten Nationen als 1 beratendes Mitglied aufge- > nommen würde. Diese Resolution wurde am 28. März 1947 gefasst, und der J.W.K. \iai der erste nicht-staatliche jüdische Organismus, der in dieser Eigenschaft in cen UN zugelassen wurde. Als ständiger Repräsen- , tant vor den UN entwickelt Dr Perlzweig eine ausge. j dehrte politische und diplomatische Akitivität. Er ist j | einer der Autoren der Deklaration der Menschen-1 , vechic Häutig fällt ihm die Aufgabe zu. die Verteidi-! gung der Rechte der Juden | in den verschiedenen Län- 1; dem zu übernehmen. Gera- | d'1 ir den ersten Tagen des | vergangenen Monats Janu- , ar führte er eine heftige; j Polemik mit dem Vertreter ¡der VAR. Abdel Hamid Ab-1 dei Ghan . und dem Reprä-! sontanten der Sowjetunion, j V7 I. Saposehnikov,', in der j Suhkommission für die Verj hülung von Diskriminierungen und den Schutz der 1 Zweites Seminar juedischer Studenten ln dem Badeort San Luis, der 70 Kilometer von Montevideo entfernt liegt, fand das zweite Seminar jiidisehei Studenten in Südamerika statt, das von der Föderation zionistischer Studenten in Südamerika (FCSSA1 unter den Ausspizien des Jüdischen Weltkongresses organisiert wurde. Ar. diesem Seminar nahmen 50 Studenten aus Argentinien (Buenos Aires, Rc«ario, Córdoba. La Plata und Paraná 1, Uruguay, Chile, Paraguay und Venezuela teil. Da? Seminar dauerte vierzehn Tage. Folgende Vorlesungen wurden gehalten: ..Soziologische Studie Israels'. bestehend aus fünf \oitragen die der Botschafter Israels in Uruguay. Jizehak Aikavi. hielt: ..Das zeü ger.össische jüdische Denken“ — acht Vorträge vom pädagogischen Direktor de? Seminaré. Prof. Dr. len: Dujovne: „Geschichte \ j-, d Entwicklung der jüdischer Gemeinden in J.ateit amerika“ acht Vorträge von Dr. Natán Lerner; „Geschuhte der jüdischen Gemeinden in Europa“, drei \ ertrage von Marc Turkow; „Gruppen-Psychologie“, acht theoretischprahti'-che Vortrage von Prof. Eduardo I. Regow-kv. Eine Reise durch die weiten Gebiete des Negew gleicht heute einer Spazierfahrt und ist kaum noch mit besonderen Anstrengungen verbunden. Die Strassen die die vegetationslosen Flächen südlich Beer Sehewas durchziehen, haben uns wie- : der mit der Kultur der Nabatäer bekannt gemacht, einem bis vor kurzer Zeit wenig geläufigen Namen, verschwiegen von Ge- | Schichtsforschern und Reisebüchern. einfach deshalb, weil man zu wenig von ihrer Herkunft und ihrer Entwicklung wusste. Die Nabatäer kommen aus den weiten Gebieten des Ost - Jordanlandes. obre Hauptstadt und ihr religiöses Zentrum war Petra, der ..Felsen Edoras“. In der Periode des zweitel Tempels leben sie in dem heutigen Transjordanien. In di« Weltgeschieht i treten sie zur Zeit des Verfalls der hellenistischen Macht in Vorder- ■ Asien, als ihnen durch ihre geographische Situation die . Handelswege beinahe j zwangsläufig zufallen. Ungefähr um 200 vor der Zeit- . rechntuig errichten sie ihre Siedlungen zwischen Elat und El Arisch. I Wir kennen heute Kurnub, an dem Weg zwischen Beer Schewa und der Südspitze des Toten Meeres, Abdat. ar. der Strasse nach Elat und Schiwta im westlichen Negew, zur Sicherung des i Weges nach Gaza und Aegypten. In der späteren Entwicklung des Landes werden ' diese Orte römisch, um an- ’ grenzt hatten. Beide Staatsgebilde lebten nebeneinander. bis der grosse Eroberer. das römische Imperium ■ beiden ein Ende bereitete, i Die Nabadier haben die ersten Siedlungen im Negew . errichtet, sie gruben Brunj nen und Bewässeren.gsanla-; gen und errichteten Wasserj resevoirc, die das Regen- wasscr von den Bergen sammelten. ] i Während wir in Abdat ne- , ben den Ruinen der Stadt; auch die Befestigungsanla- , gen bewundern können, linden wir in Schiwta nur die; : Reste der byzantinischen Stadt, ja sogar zweistöckige . Gebäude, die recht gut erj halten sind, wie auch zwei grosse Basiliken. Die Wohn- ( h'.user waren aus dicken Wänden und fensterlos, um , das Eindringen der Sonnenj strahlen zu verhindern, in manchen Zimmern sind Ni- | sehen in den Wänden. — Vorläufer unserer heutigen j Wandschränke. Die grosse ■ steinerne Weinpresse im Ort weist auf nie landwirtschaft- , (liehe Betätigung der Einwoh- , ner hin. Die Strassen sind . mit Steinplatten ausgelegt,! 1 wie auch die öffentlichen Plätze, um das Regenwasser 1 ' im Winter sammeln zu kön- . nen. Wie in Abdat befinden sich tiefe Zisterren unter , allen Häusern, während die 1 grossen örtlichen Wasserre-! servoire sieh auch hier ausserhalb der Stadt befinden, | saulier ir. die Felsen ge- . schlagen bis zu einem Fasi sungsvermögen von 500 Ku- , ' bikmetern, und mit veri schliessbaren Oeffnungen, schliessend unter die Macht 1 die eine Verschmutzung des Wie liegen die Feiertage? Mittwoch den 1. März Dr.rnerstag, den 2. März Freitag, den 31. März Sonnabend, den 1. April Sonntag den 2. April Freitag, den 7. April Sonnabend, (Jen 8. April Fi eitag, den 21. April Donnerstag, den 4. Mai Sonnabend, den 20. Mai Sonntag, den 21. Mai Montag, den 22. Mai Sonntag, den 2. Juli Sonnaberci, den 22. Juli Sonntag, den 23. Juli Sonntag, den 10. September Fasten Esther Purim Erew Pessach 1. Tag Pessach 2. Tag Pessach 7. Tag Pessach 8. Tag Pessach Yom haätzmaut (Unabhängigkeitstag Israels Lag b'Omer Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot Schiwa asar b’tamus Erew Tischa b'Aw Tischa b’Aw Erew Rosc-h Haschana 5722 Ueber Probleme der internationalen Beziehungen des Staates Israel und die aL- -asiatischen Länder, sowie über das Leben der verschiedenen jüdischen Gemeinden, denen sie Bei suche abstatten, sprachen der Botschafter Israels in Aigenlinien General Josef . Avidar und seine Gattin, die hebräische Schriftstellerin Jemina Tchernov uz-Avidar. Vier Vorlesungen waren dem Problem , des Nazismus und dem An-! tisemitismus gewidmet, im , Lcf.cnderen dem Fall Eich- | mann vom historischen, juristischen und politischen Gesichtspunkt aus. Diese Verträge hielten Dr. Natán Lerr.er und die Herren Marc Turkow und Manuel Tenrenbaum. Die Studenten beteiligten ' sh h aktiv an den Arbeiten; des Seminars und bewiesen! ein hohes geistiges Niveau.; Nací Beendigung des Se-; minars wurde die 2. Kon- : vention der FUSSA eröffne1. Botschafter Jizehak Arkavi und seine Gattin gaben in ihren Räumen einen Empfang für die Teilnehmer des Seminars. von Byzanz zu kommen. Mit der Eroberung des Landes durch die Araber bricht die Geschichte der Negevv-Siedlungen plötzlich ab; die Einwohner aller dieser Städte müssen mit dem Rückzug der Chrislen (6401 verschwunden sein. Der Zustand der Ruinen, insbesondere in Abdat und Schiwta. schliesst es aus. von einem langsamen Verfall zu sprechen. Heute, dreizehnhundert Jahre später. finden wir die Anlagen noch fast unzerstört vor. insbesondere die vielen Zisternen, die so aussehen. als ob sie noch gestern in Gebrauch gewesen s den. Es ist so, als ob die Nabatäer und die Hasmonäer ihre Einflussphären abge- Regenwassers verhindern sollten, aber auch eine gerege’te Verteilung ermöglichten. Auf einer entfernt liegenden Höhe sind die Reste einer Burg oder Polizeistation gefunden worden. Während Abdat gleichzeitig Festung und Stadt war. auf Hügeln über der Strasse gebaut liegt Schiwta auf flachen Anhöhen. Die Handelswege und strategischen Linien zum Mittelmeer wurden von einem besonderen befestigten Platz gesichert. Um zu beweisen dass die Nabatäer wie auch später uie Byzantiner ihre land Gelehrter. Prof. M. Even Ari eine Farm am Rande des Ortes restauriert. Er hat die terassentörmigen Felder und die komplizierten Bewässerungsanlagen freigelegt Die Kanäle sind so gebaut, dass jedes der verschiedenen hoch liegenden Felder einen besonderen Zufluss hat. Niedrige Steinterrassen sorgen dafür. dass das Wasser bis zu einer bestimmten Höhe stehen bleibt und nur der Ueberfluss das nächste, tieferliegende Feld bewässert. Hier sind nun Bäume und Sträueher gesetzt. Und trotzdem wir den Ort vor der Regenzeit besuchen, fallen die vielen grünen Blätter auf, wenn cs sicherlich auch noch Jahre dauern wird, bis sich endgültige Schlüsse aus dem Versuch ziehen lassen werden. Tn der Zwischenzeil werden die täglichen Niederschläge gemessen, wie auch die Mengen, die durch die einzelnen Kanäle rinnen. Prof. Even Ari geht bei seinen Versuchen von der Voraussetzung aus, dass sich' die Einwohner der Stadt Schiwta, — die Schätzungen schwanken von 6000 hi? zu 9000 — vom Lande haben ernähren müssen. Die vielen kleinen Wasserkanäle, deren Reste man gefunden hat. haben die Aufgabe gehabt, jeden Tropfen Regenwasser von den Hügeln auf die Felder zu führen. Wir Müssen nicht, wieweit die Versuche einer solchen extensiven Landwirtschaft einen Einfluss auf die zukuftige Entwicklung des Negew haben können. — aber die Wasseranlagen der Nabatäer. ihre Reservoire zeigen. dass man auch dort mindestens Wasser sammeln kann, das sonst in der Regenzeit nutzlos, zerstörend von den Bergen stürzt. nr< es als Reserve neben den geplanten Wasseranlagen zu benutzen. Und das ist eine Lehre, die wir jedesmal nach einem Besuch der so gut erhaltenen Ruinenstädte erhalten: der Negew hat eine Vergangenheit gehabt, also kann er auch e-'ne Zukunft haben, wobei es kaum zu verstehen ist. dass in einem so bereisten Land die wirtschaftlichen Kulturen Ruinen und die Kulturen, die nur auf die vorhandenen sie verkörpern, für viele Wassermengen aufgebaut j Jahrhunderte unbekannt gebatten, hat ein jerusalemer wesen sind. m m m tr tr v» vst tr tr v?» Israel - Marken tn grösster Auswahl: «. .. VIERERBLOCKS - MARKEN MIT PLATTENNUM- MER - MARKEN MIT BAND - KOMPLETTE BOGEN (planchas) - VOLL. STAENDIGE SAMMLUNGEN — WERTVOLLE AUSGABEN — ERSTE SERIE VORHANDEN — VERTRAUF.NSWUERDIGE BERATUNG Alfonso MORITZSON Guanacache 2351, dep. 2 IN. CABILDO Í 0 i 0 0 0 0 P 0 0 t i 0! 0 $ 0 0 ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL ¡ —— -— .— --0 Dr. Hardi Swarsensky ¡ t Asuntos Europeos exclusivamente g Sprechstunden: Dienstaff, Mittwoch u. Freitag v. 15—18 Uhr 0 Dr. Günter Frey Asuntos Argentinos y Sudamericanos TESTAMENT! - ERBSCHAFTSSÄCHEN n BLEROZE1T: 16—19 Uhr II g PUEYRREDON 2190 esq. Av. LAS HERAS — T. E. 83-2613 g a * , TO. tTi T2.:

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