Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1850 (3.2.1961)
- Date
- 1961-02-03
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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— Viernes, 3 de Febrera de 1*01 JÜDISCHE WOCHENSCHAU AE# XXn. — No. 185# Er warnte vor Illusionen Rockwell reist noch Australien < Schluss von Seite 1 ) ihre” Front zu behaupten und zu beweisen. Trotz der Regulierung der Nachrichten und einer rigorosen Zensur blieb es dem Westen nicht unbekannt, dass sich der chinesisch-russische Gegensatz \ erschürft hat, wenn er auch nach aussen hin iiberbrückt oder verdeckt werden Konnte. Der entscheidende Kernpunkt dieser inreröst'iehen Auseinandersetzungen ist gerade die Frage der Beziehungen der kommunistischen zur westlichen Welt, die vom Osten als ..kapitalistische” bezeichnet zu werden pflegt. Während die Chinesen der Meinung sind, dass ein Ausgleich mit dem Westen unmöglich sei. wollen die Russen der von Krutschew vcrgezeicnneten Linie der ,.friedlichen Koexistenz” weiterhin Folge leisten. Der Kreml ist der Meinung, der Westen werde dem Kommunismus eines Tages auch ohne kriegerische Konflikte wie eine reife Frucht in den Schoss fallen. Jetzt wird es also darauf ankc-mmm. wie weit die nti-e amerikanische Politik die im Osten vorhandenen Gegensätze auszuwerden imstande sein wird. Ohne die friedliche Koexistenz muss es zu einem reuen vernichtenden Weltkrieg kommen in welchem es keine Sieeer. sondern nur noch Besiegte geben wird. Hirt an hat Krutschew keiner Zweitel, während seine chinesischen Bundesgenossen diese Auffassung in Ueberschätzung ihrer eigenen Dr, FREY i V b o ff a d o PUETRREDOH 2199 1« taq nachm IS—IS Ubr : REAL PENj Füllhalter REPARATUREN |! Spezialgeschäft J CORRIENTES 569 J ï E. 49-S850 i I Stärke nicht teilen. Keine verantwortliche Regierung kann es aber auf eine solche Machtprobe ankommen lassen, da die Vernichtungskraft der modernen Waffen zu einer totalen Katastrophe führen muss. Krutschew hat bereits den Vorschlag einer Begegnung mi’ dem neuen amerikanischen Präsidenten gemacht. Als alter Fuchs hat er cs für richt'e gehalten, die Initiative zu ergreifen. um nicht zu einer Aufforderung Kenredys Stellung nehmen zu müssen. Jetzt hat er die Möglichkeit, der Welt zu verkünden, dass er, Krutschew, der Führer aller Russen und Kommunisten, eine Friedenshand dem neuen amerikanischen Präsidenten entgegengesirjokt habe. Ob es nun bald oder ersi später zu einer Begegnung Kennedy - Krutschew kor" men wird, alle Menschen urd Volker dürften sich darin einig sein, dass eine Verständigung erforderlich ist. so schwierig sie auch sein wird. Das ost-westliehc Verhältnis ist in den letzten Monaten durch die Entwicklung in Kuba und anderen lateinamerikanischen Ländern ausserordentlich beschwert werden. Wir wollen nicht zur Fragr Stellung nehmen, wie weit gerade an diese?,' Entwicklung dem Weissen Haur ein gerüttelt Mass Schuld zuzusprechen ist. Di«- Gefahr, die dem Westen von einigen südamerikanischen Ländern droht, kann nicht geleugnet werden. Kennedy muss verstehen, dass es sich hier ganz gewiss nicht um ideologiscive Problem» handelt. Junge Völker s;nii national besonders empfindlich. Auch die Amerikaner sind es. Sie müssen also für die naliora-en Forderungen der lateinamerikanischen Länder; Masstäbe ardegen. die sich an ihren eigenen nationalen F.nipfinduneen orientieren können. Die kubanische Einordnung sehe Front wäre sig. Es gab bereits mehrere ..rote Generäle” als Diktatoren in lateinamerikanische:! Republiken, die jedoch niemals daran dachten, mit den Russen ge- Sache Lösungen führen. Die westliche Nachkriegspolitik hat sich im wesentlichen darauf beschränkt, durch Beschwichtigung offene Streitfragen zu überbrücken. So kam es zur Teilung von Ber’in, Triest und Jerusalem, so zu einem ,.Teilungsfrieden” in Korea. Die Triestfrage liess sich dann kü ren, weil sich die beteiligten Länder verständigten. Aber alle anderen geteilten Probleme blieben nun in doppelter Schärfe bestehen. Die kommunistische Gefahr in Lateinamerika kann nur dann gebannt werden, wenn die Voraussetzungen beseitigt werden, die z. B. Kuba;;n die Arme des Kommunismus getrieben haben. Nur der Kommunismus ver- ' mag aus Bürgerkriegsstimm uij gen, Arbeitslosigkeit, Wirtschaftskrisen, nationa-! ¡c- Depression und politischer Bevormundung eines Volkes '/erteile zu ziehen. Wer die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen zu schaffen versteht, di? solche Erscheinungen verhindern oder beseitigen, 1 der sichert sich die unbedingte Linientreue der kleiner. Länder im westlichen Block. Mit leerem Magen lassen sich keine grosser. Incusirieprcjekte verfolgen. Mit leerer. Kassen gibt es keinen internationalen Handel. Die Belastung clor nationalen Zukunft als Sicherung für gewährte Kredite nimmt heute kein Volk mehr ruhig hin. Auf solche historisch gewordene Tatsachen im Volkerieben muss die neue amerikanische Politik entsprechende Rücksicht nehmen. Für eine führende Weltmacht wird es immer zum Nachteil gereichen, wenn sie sich nicht für eine klare politische Position entsebliesst. Eine Poliiik des Jongiierers kann sich ein Nasser, vielleicht auch Tito oder Nehru erlauben. Die , amerikanische Politik wurj Washington. — George Fockwell kündigte an, er habe von dem australischen Naz-verband, der der inter- . rationalen Nazi-Organisat.on angeschlossen ist, eine Einladung erhalten, am 1. I Mai in Sydney zu sprechen. D e Reise werde er unternehmen, sobald ihm die MB’el hierzu zur Verfügung geslellt werden. Sollte er die nötigen Visen nicht erhalten, so werde er sich an das State Departement um , Hilfe wenden. Ars Canberra, der HaupL; stact Australiens, eingelaufene Kabel besagen, dass i sowohl Ministerpräsident Mer.zies wie auch der Mi-; nister für Einwanderung, Alexander R. Downer, ihre Konsulate in den USA angewiesen haben, Rockwell kein Visum zu erteilen. Downer soll geäussert haben: , Australien hasst jedwedes polnisches Extrem. Wenn die Tatsachen beweisen, dass dieser Mann ein Nazi cdr Neonazi ist, so ist er in unserem Land nicht willkommen“ (ITA) Besucher aus Argentinien i i Jerusalem. Die Gymnasialschüler von Haifa veranstalteten einen Empfang für die 150 argentinischen Jügendlichen, die gegenwärtig in Israel weilen. Dieser Besuch hat die Aufmerksamkeit der gesamten israelischen F .-esse erregt. In allen Zeitungen wird auf die argentinische Initiative verwiesen und das Interesse betont, das in Argentinien für I jüdische Dinge wach ist. I (ITA) | LA SEMANA ISRAELITA Bisemanario — aparece los Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Di. H. Swarsensky Pueyrredón 2190. 1“ izq. T, E. 83-2613 80-6930 Abono-Preis: Argentinien: $ 75.— pro Quartal Ausland $ 450.— jährl. NS-Dokumente veroeff entlieht Keine Ausreise aus Marekke de gerade deswegen als in eine russi- 1 schwächlich und erfolglos überflüsangeseher, weil sie sich nirgends zu klaren Definitionen entscheiden konnte. Die Amerikaner werden sieh nur den verlorenen Respekt wieder verschaffen, wenn sie Meinungen äussern und sich zu klaren Entscheidunselche finanziellen Beihilfen zu gewähren. Diese Hilfspolitik führte vor allem im Mittleren Osten zu keinem Erfolg. Die Amerikaner gaben bisher den Aegyptern und den anderen arabischen Ländern sehr erhebliche Gelder und förderten auf gleichem Wege auch Israel. Aber der politische Konflikt blieb in de’- aiten Schärfe bestehen. Bei wirtschaftlichem Fortschritt konnten sich die beteiligten Länder sogar den Luxus weiterer Provokationen erlauben. Dies gilt durchaus nicht nur im Verhältnis der arabischen Länder zu Israel, sondern mit gleicher Berechtigung auch für die Beziehungen der Araberstaaten untereinander . Ob Kennedy die Kraft und die Macht hat. im Orient Frieden zu stiften, muss noch dahingestellt bleiben. Di» vor allem für Israel die Herstellung des Friedens eine grundlegende Lebensfrage ist. hoffen wir, dass unsere Erwartungen in diser Hinsicht keine Illusion ist. Paris. — Die marokkanische Regierung sperrte die Bewilligung zur Auswanderung für alle Bürger jeglicher Religion. Die jüdischen Organisationen bezeichnen diese Massnahmen als ..Propaganda“ und ihren diese Reaktion auf den steigenden Unwillen über die Verweigerung fundamentaler Rechte zu, wobei sie darauf verweisen, dass die neue Verfügung keine Lösung der grundlegenden Schwierigkeiten bei der Ausgabe von Passer, darstellt. (ITA)! Bielefeld. — Einen ersten Band „Ausgewählte Doku- | mente zur Geschichte des Nationalsozialismus 1933 bis 1945“ hat die Landesarbeitsgemeinsebaft Nordrhein- Westfalen für politische und soziale Bildung in Bielefeld I de1* Oeffentlichkeit vorgelegt. (AWZ) Empfang einer juedischen Abordnung Casablanca. — Der Gouverneur empfing eine jüdische Delegation, mit der er die durch die kürzlichen Vorfälle geschaffene Lage besprach. Kommandant Medbch teilte in dieser zw< istündigen Unterredung mit, dass der Gouverneur von Fez den dortigen Juderiat empfangen habe, um einen Protest gegen die Verhaftung von 20 Juden anzuhören, die am Schabbat auf dem Weg zur Synagoge festgenommeh wurden. (ITA) Ehemalg« KZ* Aufseherin verurteilt Köln Das Kölner Schtffergericht verurteilte eine 4(jährige Kellnerin zu zehn Monaten Gefängnis, weil sie kurz nach der Kölner Synagogenschändung Weihnachten 1959 Juden beleidigt und erk’srt hatte, man habe bei der Vergasung nur halbe Ai beit geleistet. Die Ermittlungen ergaben dass die Kellnerin früher Aufseherin im KZ-Lager Rav enbrück und in Lublin war (AWZ) Bevoelkerunf; der VAR j London. — In der VAR leben der letzten Volkszähj lung zufolge 30,6 Millionen ■ Menschen, davon mehr als j 25 Millionen in der ägyptischen Region. 1957 wurden j in Aegypten knapp 23 Millionen gezählt. Für Syrien I wuiden 1958 etwa 4,4 Millionen Einwohner geschätzt. of7nNr-ay I tmeinsame Sache zu ma- . . _. chen. Nur wenn die Nord-1 8« durcormgen. Die vorr amerikaner begreifen, dass ITEHVENu. GEMÜETS- KRANKHEITEN i J. Liebling i sie auf diese Sonderkonslellation in lateinamerikani- I sehen Ländern Rücksicht zu nehmen haben, nur dann wird die Einheitlichkeit aller Amerikas wiederhergestellt werden können. FOURK1ERE — ¡ SPERfiHOELZEB j D1À2 VELEZ 5224 a) 46 j T. E 43.2343 0340 y M2} j ge amerikanisch« Regierung j 1 gab Darlehen oder Entwick- : I lungshilfen, wenn sie mit! j politischen Schwierigkeiten j | rechnen musste. Dieses Zaubermittel hat seine Wirkung eingebüsst. Denn auch andere — vor allem östli- Dr. M. J. Kuhn pror. ÍRIVADAVIA 262.5 III Tel. 46-7524 l Mont., Mittwoch Freitag 117—20 Uhr Tel. Anmel- I dung erbeten«. Politische Probleme könj ehe Staaten — sind in der nen nur gelöst werde, wenn Rage, vielleicht sogar zu neue Bedingungen gesebaf- ■ günstigeren Bedingungen fen werden, die zu neuen i ___ Propiedades 'rankenberg ^Alattka. (2k berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kaut oder Verkant von WOHNUNGEN HAEUSER GESCHAFFTEN Manuela Pcdzaza 2636 pi. b. Dp. B T. E. 70-7244 HUTSALON j Jetzt in u e I g r a ö. g MOLDES 2561 T. E. 73-9229 73-9155 Jacobo M Lapidus dipl. Mohel TUCUMAN 2396. 44 T. E.: <8-2124 Dr. B. Schwarcz ZAHNARZT ESTOMBA 2363 — S2-62I4 RAYOS X PARADFNTOSF VERREIST BIS 27. FEBRUAR Confitería NIZA Conde 2020 7 6.0.2 8 6l . Servidos iunch de categoría n 5 H. 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E. 76-2406 ft A Sprechstunden taglieli van 25 Uhr 36 bis U Uhr We» Vor «»*•* jahrhund«r .t.-tienhe jahrnun^ rikams<*e - »••ti um >“ uprä= STä Lr flous- “schwerfällig« lind selten »» lung df valtung- Heu ,.~a iwei * wurmig, re und zwei 1 ter, ist das mtai die & jeder ameril waltung gew( amerikanisch tik bestimmt Bien, an die meisten ande zu halten hat Die Wahl i tischen Präsi de; „Mepubli hower gab n foisonver ,m MOVAT unserer Bel Maipú aut aUe Ft (Sommer. Hi ter! bis tur n 40 Prozei (nicht inbesr dun; und G Ah Lagern 30 Prazen Eise emsijar heit sich mit duuf zu eine Weltmarkt rersi „Wir raeui raeumes ei dea miri Hilter jede stück steht nem Könnt Zuzeriässij stuuf des ( res< ¿*4 Maipú 484 Maipú 982 $♦♦♦♦♦♦♦< Verka; auto Avd