Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1843 (10.1.1961)
- Date
- 1961-01-10
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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«mi KU Literarische Notizen El den Nahen Osten *** »dC L1' n*r»*fe m "H mit £** rohl ¿c 1 t;*c als aseh Z, »* fctas j,. *l»nfcA Leiter A ¡** «¿5 r1,riti“n<i5t;:f W ^^Ihr- ®* *« °^8 mj ¿./: s* *sfe f ^»WVÖJS Lafi4 UHif ea fam Hiish * rtUi.iike ** md Bäte**. Israel ** t-.^. «Üi «*Bie3re.. EifiiüiAw^iä^jm riß Sr das e Pßtes fcr c'-jriäi.ifestgafe:;?*m n Vwferparj. inh i'.i Verissseiln w.Vi igirt’Sea kä?! *n- 'WosSift uj.-rifa das bemate-sne- Bacher üter fabin teasr e ist „Dar Aaäfad aber” von Wkag k ■.Viria^i'jnto, err - Wis* -M). 'ertaaer. als fcsit schwiasfer t bekamt, ist aiiit 1 guter Joecalistsd r der gesdiöfifen klung, somdera iat lafere tmtea Gitei gehabt, die eddi' und softakn VereHtn d» UM« w fe« bis Irak an Ort tsd zu studih® ri;n chen *»!5tes;in iichieeiiw atea** Emoli* m ^r,°' dieser Uni®11 *" Dazu komme, da-a er die Fähigkeit besitzt, die mitunter recht komplizierten Zusammenhänge klar herauszuarbeiten und dem Leser ein lebendiges Bild vom besonderen Charakter der Länder des Nahen Ostens zu verschaffen. Auf Grund seiner wiederholten Unterredungen mit Abdel Nasser und seiner Kenntnis des Landes kommt Brei holz zu der Schlussfolgerung: „Was Aegypten brauch., um stark und gesund zu werden trrd eine führende Rolle in der arabischen Walt zu spielen, ist eine grundlegende Sozial- und Wirtschaftsreform. die seine durch Elend und Unterdrückung abgestumpften Menschenmassen, die „Gefangenen des Nils", aus ihrer jahrtausendelangen Sklaverei befreien und zu selbstbewussten Bürgern ihres Staates rrv eben würde. Abdel Nasser hatte die Mache und . das Prestige, diese Reform durehzufhhren. aber er hat seine Chance nicht genutzt. Statt gegen Hurger und Not im eigenen Lande zu kämpfen, kämpfte er um die Hegemonie über die arabischen Volker... Statt der Führer seines eigsn Volkes auf dem Weg zu Fortschritt und sozialer Gerechtigkeit zu sein, wollte er der Führer der Araber auf dem Wege zu einer Einheit sein, die vor den Augen dessen, der sich ihr zu nähern glaubt, wie eine Fata Morgana in nichts auflöst.-’ Demgegenüber stellt der Verfasser fest, dass, so oft er König Hussein von Tranajordanien vom Präsidenten der Vereinigten ¿-»»rabise en Republik sprechen hörte, aus seinen Worten eher eine gewisse Geringschätzung als Hass oder gar Furcht klang, doch wsiss König Hussein, dass er den Kampf um sein Königreich bisrer noch nicht endgültig gewonnen hart. Obwohl der Titel des Buches nur auf die Araber hinweist, nimmt auch die Entstehung und Entwicklung des Staates Israel gebührenden Raum ein. Seine Stellung innerhalb der arabischen Welt wird vom Verfasser mit Sachkunde und Verständnis dargelegt. Er schildert in einem Kapitel „David und Goliat”, wie er wem ge Stunden nach der Proklamierurg das Staates Israel mit einem der wenigen verfügbaren Flugzeuge auf einem kleinen Flugplatz bei Haifa eintraf und dort von den jüdischen Soldaten feierlich als der erste Ausländer begrösst wurde, der in den Staat Israel einreiste. Bemerkenswert ist, was Bretholz zur Frage sagt, ob und inwieweit die arabische Minderheit in Israel als Brücke zwischen eiern jüdischen Staat und seinen arabischen Nachbarländern dienen könnte. Ben Guriort "habe ihm diese Frage negativ beantwortet ur.d dies damit begründet. dass er nicht glaube, dass die im Verhältnis zur Bevölkerung der Nachbarländer kleine arabische Minderheit in Israel trotz ihrer besseren wirtschaftlichen und kiTLurelten Lage die Haltung der Nachbarstaaten irgendwie beeinflussen könne. Ein arabischer Knesset- Abgeordneter gab ihm die Antwort: „Eine Brüske'kann man nur schlagen, wen«- es an beiden Ufern einen festen Brückenkopf gibt. Für die Brücke zwischen Israel und den arabischen Ländern besteht zur Zeit leider nur an einem Ufer ein solcher Brückenkopf.” Auf die Frage. ob er damit das israelische oder das arabisch« Ufer meinte, blieb d<^r Abge* ordnete die Antwort schuldig. ■cn. das iimtmi; isf, nick der Alisospäi'e «rio*a and m vi üsim&a, i die ist U. Jssiiie- Michen Sigriffe ür e maschlkbea fusse mgemdles hmd Vermhimse sich vieHsth in ßiimà abNiiààeti m. Allerdings is He eidende BehiitwÜ" .¡tjaeoe lit;en «*£££ deckte* üctt * tf sich schon t®1-3 “ järt- ».„„nsatt m ix*** *V ¡tfriV. t5äte ßti* ** ta#®«, 5^' defet mit Mendelssohn beginnt. Vielmehr betont er das traditionelle Moment, das sein Werk bestimmt. Vor ihm bereits pflegte man in verschiedenen Kreisen die allgemeine Bildung: Mendelssohn sah im Gegenteil seine Aufgabe darin, den Niedergang der Sitten und die immer stärker werdende Gleichgültigkeit gegerr-übt r dem Religiöser» awizufoalten. Im Gegensatz zu Mendelssohn unterstreicht Schochat die ausserordentliche Bedeutung K. Jacob Emdens, dessen Werk die Gedanken der Aufklärung und Mendelssohns enthält. Gewiss gab es schon ver Mendelssohn eine weitgehende Säkularisation des 'Lebens. Dennoch ist diese Darstellung in gewisser Hinsicht einseitig. Es gab kaum eine Epoche in der jüdischen Geschichte — von der Zeit der Biber angefangen —, in der nicht eine scharfe Kritik an den Zuw****‘- h Marken j „ jaKM MIT «UATTÏM ITOMi •^OCX^ilOÇEM tpUmJn«) - VOLL t , - ERÜTE SERIE % ■ beratvbo t atîa5 G^BBcach« 23S>], dep l \ M«, CABO.0O | ständen der Zeit geübt wurde und vor allem an den Bestrebungen der rechgewordenen Oberschicht, sich der fremden Umgebung anzugleichen. (Man vergleiche z. B. die vielen Schriften, die die Missbrauche der vornehmen spanischen Juden geissein, oder dng* heftige Kritik Maharals am der Jüdischen Geselüsehait seiner Zeit). Zugestanden sei, dass jetzt mehr über die Veränderungen, die sich auf allen Lebensgebieten vollzogen — nicht nur in negativem Sinne — berichtet wird, wenn auch in Schochats Buch das Positive, wie der Verfasser selbst zugibt, zuriieksteht. Auf der.., anderen Seite bedeutet trrftz allem die Aufklärung und» mit ihr Mendelssohn das stärkere Auftreten neuer Kräfte und Gedanken über Staat, Gesellschaft und den Menschen überhaupt. Diese Gedanken dringen vop aussen ein, werden im „Jerusalem“ Mendelssohns und' in anderen Schriften verarbeitet, wenn aueh unter Benutzung früherer jüdischer Gedanken.» Strömungen nicht nur des 18. Jahrhunderts, und bilden nun den Gärstoff für eine neue Auffassung und Form jüdischen Lebens. Das Idealbild efner universalen, aufgeklärten Gesellschaft, die über alle Gren- Tod in Rom In Rom verstarb plötzlich auf einer Vortragsreise Dr. Samson Raphael Hirsch (ein Enkel des grossen Rabbiners gleichen Namens), Dr. Hirsch war seinerzeit aus Frankfurt nach Brüssel ausgewandert. Einst praktischer Arzt, widmete er sich später wissenschaftlicher Tätigkeit auf dem Gebiet der Gerontologie. Jiddische Literatur An dir londoner Universität wurden Vorlesungen über jiddische Literatur vom Mittelalter bis zur Welt von Sehoiem Alechem gehalten; der Dozent ist Dr. J. Maitlis. Hebräisch-japanisches Wörterbuch Das erste japanisch . hebräische Diktionär wird von Professor Hassegawa von der Abteilung für semitische Studien an der Universität Tokio vorbereitet. 35. Jubiläum Die aschkenus-ische Gemeinde von Anis: ■> beging kürzlich 3ö. Bacher fü Export 4c« Tel Aviv. — Hier wurde ein neuer -Verlag zur Berausgaoe von Büchern ir» fremden Sprachen gegründet, die zum Export bestimmt sind. Als eines der ersten Bücher soll ein Werk von Ministerpräsident David Ben Gurion veröffentlicht werden. Sein Titel ist „Der Schatz der jüdischen Kunst”; es wird in englischer, französischer und deutscher Uebersetzung' erscheinen. Feiner ist die Drucklegung einer „Enzyklopädie für Frauen” vorgesehen, deren Verfasser André Maurois ist. Dieses Buch wird gleichzeitig auf Spanisch, Englisch und Französisch auf de« Markt gelangen. (OSA) Geburtstag- Wegen der schweren Verluste während des Krieges wurden d>e Feiern nur in bescheidenem Ausmass durchgefiihrt Auszeichnung Der jüdische Bildhauer Johan Wertheim erhielt von Prinz Bernhard der Niederlande eine Auszeichnung für bedeutende kulturelle Leistung. Wertvolles Manuskript Nach einem Bericht der „New York Times" soll sich Prof. Katsch aus New York, der siGh zu Mikrofilm-Aufnahmen von Manuskripten in der Sowjetunion befand, dahin geäussert haben, dass er eine Originalversion des Talmud gefunden habe, di« das Datum des Janres 500 d. g. Z. trage. Das Manuskript soll sich in der Bibliothek von Leningrad befinden. Im Alter von nur 43 Jahren ist in diesen Tagen plötzlich der in New York lebende Korespondent deutscher Zeitungen Arnold Scboenenberg, gestorben. Dieser begabte Journalist war als junger jüdischer Emigrant in den Jahren der Hitlerdiktatur aus Deutschland ausgewandert. Die Kriegsjahre hat er als Soldat verbracht. Er diente in der Royal Air Force in Nordafrika, später ging er nach Israel. Aber diesen unruhig-rast. losen Menschen, der nach immer neuen Eindrücken suchte, hielt «s nicht im Lande. Er ging nach Deutschland zurück und wanderte dann von neuem aus — nach den Vereinigten Staaten. Hier baute er sich eine journalistische Existenz auf. die bald erfolgreich Wurzeln schlug. In New York arbeitete Bchoenenberg für das Leo- Baeck-Institut und kam auch mit Radio und Fernsehen in. Kontakt. Sehoenenberg -war der USA-Korrespondent de« in Bad Godesberg ersebei nenden Wochenblattes der SPD, ..Vorwärts” D.-esern. Blatt, das unter einem unglücklichen Stern geboten schien ui.d immer wieder einen Wechsel seiner Cbefie daktion erleben musste, hat Schoenenberg durch seine scharfsichtigen Analysen öes politischen Lebens in den USA und durch seinen k<-torierten. lebeTdigen Stil wichtigen Auftrieb gegeben. Mit Arnold Schoanenbeig scheidet ein verantwortungsbewusster und begabter Journalist, dem eine Zukunft von grosser Wirksamkeit si eher Schien, leider viel zu früh aus dem Leben HC. ec--.atzen hinweggeht, beherrscht jetzt in einem anderen Sinne als früher das Denken der Geistigen. Darum dürfte entgegen Schochats Tn-escn Mendelssohn und sein Kreis eine besondere Bedeutung in der jüdischen Geschichte behalten. Es ist zu bedauern, dass gerade angesichts des reichen und ausserordentlich interessanten Quellenmaterials über die zwei grossen und einander befehdenden Rabbiner - Persönlichkeiten der Zeit, R. Jacob Emden und R, Jonathan Eibesch ätz, der Verfasser es nicht unternommen hat, einegeschlossene Darstellung der beiden und ihrer Gedankenwelt zu geben, ein Versuch, der das Werk wesentlich bereichert hätte. Auch der bedeutungsvolle Wechsel in der Haltung von Erez Israel und zur Gola, der sich in dieser Generation vollzieht, und an der die beiden Rabbanim scharfe Kritik üben, wiru nicht bervorgehoben, vielleicht weil er schon in anderen Werken beachtet wurde. Aber er vervollständigt das Bild der Zeit und darum fehlt seine Darstellung in diesem Zusammenhänge. Schochats Buch bildet zweifellos eine wesentliche Bereicherung unseres Bildes von der Entwicklung der deutschen Judenheit, vor allem auch auf Grund des reichhaltigen Quellenmaterials. Es regt zum Nachdenken an, gerade weil Ms dahin als fest betrachtete Scheidewände zwischen den Zeiten sich veflücihtigen. i folgende »Jahrgänge der ZEITSCHRIFT IM DEUTSCHEN REICH 4 Jahrgang . . ism 5 Jahrgang ». -. . 1899 6. Jahrgang. . imi 18. »Jahrgang. . m> 28. Jahrgang. . m2 Wer diese Jahrgänge besitzt oder wer auch nur einen der genannten Bände hat, wird gebeten, der Redaktion der JÜDISCHEN WOCHENSCHAU hiervon Mitteilung zu machen (Buenos Aires, Pueyrredon 2190, Tel.: 83-2613) PUBLIKATIONEN DES IF0 BAECK INSTITUTES SCHRIFTENREIHE WISSENSCHAFTLICHER ABHANDLUNG KN DES uEO BAßCK INSTITUTES J. C. ». MOHR (PAUL-SIEBSCKi TLHtBINGSM 1 S. »4DLER.RUDEL OSTJUDEN IN DEUTSCHLAND 1830 - 1940 ZUGLEICH EINE GESCHICHTE DER ORGANISATIONEN. DIE Sil BETRSTU- FEÄ. Mil EINEM GELEITWORT VON SIEGFRIED MOSCS SSt®* reiche *ozia;poi:ti»cö* Stua:e über da* WanoerscttirxMi »ir.#*- tiettaaa*« Grupps u*» Schatten ds* Aoussmu-smu* imm i*üw Wet'itnef*- ERNST SIMON AUFBAU IM UNTERGANG JUJEDISCHi ERWACHSENENBILDUNG IM NATIONALSQZtALJfcTlSCJMN DEUTSCHLAND ALS GEISTIGER WIDERSTAND S!»e Darstellung an» «tnzigartigen Kampf«» am deutseu-ee Judap «j* SeltMtb«. hauptu&g dureft dhe Macht der Bildung angeamn'» im aeoaattdm Vertuet*tun* durch physisch« Gewalt. WERDE AUCH DU HITGLIED des Leo Baeck-lnstituts AMMutld»?*««* Im Büro der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU. PuefTrsdön 2130. IS iiq, (33-23131 ■ : bi •.' **_■, . mmm A