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Jüdische Wochenschau · 1960-12-20 · 1837 (20.12.1960) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1837 (20.12.1960)
Date
1960-12-20
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German, Spanish
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f 8« I? 3 g « 44 Ö?g < ü FHANOUEO P/a» A DO Concesión 908 TARIFA REDUCIDA Concesión 1629 Año XXI. RUENOS AIRES. MARTES. 20 DE. DICIEMBRE DE 1900 No 1037 EL EJEMPLAR en toda la República 3, Buenos Aires PUEYRREDON 2190 19 izq. T. E. 83 . 2613 Da die Regierung Isiaels an schneller Fi oduktions- Sleigerung und pJanmässiger Wirtschafts - Entwicklung interessiert ist und dazu tunlichst auch Privatkapital aus dem Ausland heranziehen und die Initiative der Interessenten in die Wege lenken will, die dem staatlichen lndustrie.Entwicklungs. plan entsprechen, arbeitet das Handels- und Industrie- Ministerium Markt-Analysen Und Pläne über Fabriksprojekte aus und stellt sie Interessenten im In- und Ausland zur Verfügung. ~ Die Planung zielt darauf ab, soweit die Vorbedingun. gen dafür vorhanden sind oder geschaffen werden können, Waren, die noch importiert werden. im Lande selbst hei zustellen, und darüber hinaus zu erzeugen, was in bereits vorhandene Märkte oder in solche, die sich von Israel aus erschliessen }iessen, exportiert werden könnte. Das betrifft sowohl im Lande bereits bestehende Industrien, wie auch solche, die sich zusätzlich entwickeln Hessen. Zu den sowohl im Lande selbst wie auch für den Ex. port ei wünschten neuen Betiieben gehört z. B. eine Fa. brik für weissen Zement. Für weitere Unternehmungen der Herren, und Damen-Konfektion bestehen gute Voraussetzungen, da die Textilindustrie im Lande weitgehend entwickelt ist und gute Exportchancen hat. Seit Beginn ihrer Arbeit hat die Planungs-Abteilung des Ministeriums 39 Projekte ausgearbeitet, von denen bis Ende Oktober 1960 dreissig publiziert wurden, während neun demnächst veröffentlicht werden sollen. Neun Projekte wurden von Unternehmern zur Durchführung übernommen, noch bevor die Pläne voll ausgearbeitet waren. Von den 30 veröffentlichten Piojekten wurden 13 bereits zur Verwirklichung an Unternehmer übergeben und über weitere zwölf Pläne schweben noch Verhandlungen. Ende Oktober 1960 befanden sich noch 41 Projekte jrn Planungsstadium und zwar vost MEIR FAERBER, Tel Aviv 19 für chemische Fabriken. 7 für Baumaterial, 3 für Lebensmittel, 7 in der Metall- und Elektro-Branche und 5 biologische Fabriken. Für relativ neue Wirtschaftszweige erfolgt die Planung vorerst generell und erst dann geht man an die Ausarbeitung spezifischer Projekte heran. Das : betrifft Elektronik. Petro- ' Chemie. Maschinen und ln. dustrie-Ausrii stung. Optik, organische Farbstoffe, Pharmazeutik. die bitdogische Industrie und Edeichemikalien. Die vor eineinhalb Jahren veröffentlichte Vorschau auf dre zu erwartende Industrie- Entwicklung wurde in der Wirklichkeit nicht nur eingehaiten. sondern sogar noch überschritten. Im Jahre 1959 wuchs die Industrieproduktion um 16 Prozent gegenüber 1958. obwohl in der Voischau nur mit 16 Prozent gerechnet worde.i war. Die in der Industrie beschäftigten Arbeiter vermehrten sich dabei nur um 12.000, während die Vorschau.J5.000 erwartet hatte, da sich die Produktionsleistung pro Kopl verbessert hat. Der Industrie-Export (einschliesslich Diamanten) ver- , mehrte sich im Berichtsjahr; um 36 Millionen Dollar, was 44 Prozent in tatsächlichen Marktpreisen und 50 Piozent ¡in theoretischen Fixpreisen ¡bedeutet. Die Vorschau hatjte für das Jahr etwa 35 Millionen Dollar angenommen. 'Folgende Tabelle stellt die I geplante Produktion dem 'Wahrscheinlichen Produk- . tionsergebnis des Jahres 1960 ' und der tatsächlichen Pro- , duktion im Jahre 1959 gej genüber, zeigt daneben die ¡Produktions . Kapazität und gibt ein anschauliches Bild der Entwicklung in fünf Hanptzweigen der Wirtschaft (ln Millionen Jsraeii Pfund). ¿> ß BO 9 « P JA ÿ s o 10 £ ° in (h s 01 Öu jF* <U fxt m 0) 0> « S g 0) o •§ U .£ S’äe? iß « tti »? 0-. *0 d £ £ ¿ Pfl nj Ol O Ë 43 JA ,« 3 f-l Ti ft CÄH .„0)0 M u 4S O m <U V Dt w G c C (fl 0) 5 m ai C £ -S .fl Û 2 5 Ö _S n! tn «■ p( iflK « m ¡3 ß (X) T) J) El $> Diamanten.. . . . 113 110 92 130 Gum.mi und Plastik . . „ . 79 56 51 79 Holz . ... 154 125 123 163 Basis-Metalle ......... 277 190 180 210 Textil.. 395 300 2,67 450 Besonders erfolgreich war die Diamantenrndustrie, die die für 1965 vorausgesehene Produktion bereits im Jahre 1960 beinahe erreicht hat. Dagegen hal sich die chemische und die Metall-Industrie nicht so schnell entwickelt, wie erwartet worden war Für dreissig Industriezweige wurden Projekte veröffentlicht: Betrieb zur Renovierung und Ueberholung von Maschinen: Fabrik für elektronische Ausrüstung; Gold, und Silberschmiede; Zuckerfabrik: Stahlgusswerk; Unternehmen zur Konzentrierung von Erzen; Zitronensaft-Fabrik; Ziironensäure.Fabrik; 'Leinenspinnerei; Porforalfabrik; Fabrik für Elementar.Phosphor; Damenkonfektions-Fabriken: Brom; Thermische Behandlung; Ausrüstung für Fahrzeuge, Optik; Pelze; Plastik-Fabriken; MetalJ.Fabriken; Fabrik für hydraulische Ausrüstung; Atylen. und Polyatylen.Fabriken; Sperrplatten; weisser Zement: Nutria unter anderem. Bei der Feier zum 5 jährigen Bestehen von Kiriai Gai un. ieihält sich Ministerpräsident Ben Gmion mit der Jugendi Ein Film über Carl von Ossietzky Paris. — Hier wird ein Film vorbereitet, der aus der Reihe der üblichen Produktionen herausragt. Der Produzent, Paul Graetz, verfilmt das Leben des deutschen Nobelpreisträgers Carl von Ossietzki. Der Film, an dessen Drehbuch der französische Journalist Claude Brüle der amerikanische Autor Harald Flender und Axel Eggelbrecht, ein Freund von Carl von Osrietzky, arbeiten, soll dem deutschen Nobelpreisträger und ehemaligen Chefredakteur der in Berlin erschienenen „Weltbühne“ ein Denkmal setzen. „Kein Schicksal kann das Verhängnis der Staatswillkür eindrucksvoller vor Augen führen als das Schicksal Ossietzkys“, erklärte der Produzent. Ray mond Pellegrini wird die Hauptrolle in diesem FiJm spielen. (AWZ) Arabische Offensive gegen Israel Ehrungen für Henriette Szold Jerusalem. — Zum 100. Geburtstag von Henriette Szcld, der Gründerin der Hadassa . Organisation, wurde ihr zu Ehren eine Briefmarke herai—igegeben. Im Parlament hielt Kadish Luz in seiner Eigenschaft als Knesset. Präsident vor Beginn den Ferien eine Rede, in der er die Verdienste dei Verstorbenen würdigte. Ihr Werk, so führte er aus, kann kündigen Generationen :il.,; Vorbild dienen (ITA. | Die arabischen Vertreter jvor den UN schildern, wie ¡zu erwarten stand, in düsteiren Farben das Elend der 'arabischen Flüchtlinge, und um die Aufmerksamkeit davon abzulenken, dass die arabischen Länder selbst für die Armut und das Elend dieser Menschen verantwortlich sind, haben sie jetzt eine neue „Offensive” entfesselt. Sie beschuldigen Isiael, die im jüdischen Staat lebenden Araber zu „verfolgen”. Das ist eine grossartige Ausrede. Nur ist sie leider unhaltbar, da aus offiziellen UN-Dokumenten einwandfrei hei vergeht, dass es sieh um Greuel,märchen handelt. Das letzte Jahrbuch der UN für das Jahr 1959 enthält statistische Angaben über den Lebensstandard der in Israel und der in den benachbarten arabischen Ländern lebenden Araber. Daraus ist zu ersehen, dass das Jahreseinkommen eines Aegypters (zur Zeit, da diese Erhebungen gemacht wurden, d. h. 1956) pro Kopf 105.50 Dollar betrug, und ein irakischer Araber damals im Jahr 142,20 Dolla erreichte. Dagegen verdiente in der gleichen Zeitspanne ein isvon SAUL CARSON raelischer Araber 250 Dollar. Ein weiteres Dokument liegt vor, das z.ugegebenerrnassen aus einer pro.israelischen Quelle stammt, doch auf unparteiischen Ermittlungen fusst. Dieser Beriehl wurde von der Zionistischen Organisation Kanadas veröffentlicht und beschäftigt sich mit der ökonomischen Entwicklung von Israels Bevölkerung. Die Delegierten, die Einsicht in diese Unterlagen genommen haben, fanden sie höchst interessant. Das besagte Memorandum enthält einige Ziffern über Viehbesitz der Araber in Israel und in Aegypten, der auch heute noch, sowohl in Israel wie in den arabischen Nachbarstaaten, für den Wohlstand der arabischen Wirtschaft massgebend ist. Bei den israelischen Arabern hat sich der Viehbestand in weniger als einem Jahrzehnt verdreifacht, während er sich in Aegypten erheblich verkleinert hat. In Israel besitzt ein Araber 1,28, in Aegypten 0,18 Stück Vieh. Auch diese Zahlen sind in dem UN-Bericht über die ökonomische Entwicklung im Mitteiosten vom Jahre 1959 zu finden. Auf allen Gebieten der Volkswirtschaft, von der Erziehung bis zum Bauwesen, von der Mitgliedschaft in Gewerkschaften bis zur. Berufsausbildung und sozialen Wohlfahrt, ist der israelische Araber seinen Brüdern jenseits der Grenzen so weit voraus, dass der eine irn 20. Jahrhundert und die anderen jim Feudalzeitalter zu leben ¡scheinen. Israels Araber besuchen die Hebräische Universität und ändere höhere Lehranstalten, sie studieren Jura ¡und Medizin, Volkswirtschaft, Literatur, Ingenieur- I Wissenschaften urd Architektur, Sie wissen n zu schätzen, einer Gev. isc'-: i'v anzugehören, und zi-n>in bestens 10.700 israelisch e A aber sind Mitglieder der Uistadrut. In den Araberländern sabotiert die Regierung alle Pläne, die die UN oder private Gesellschaften für Hausbau und Wiederansiedlung >n Vorschlag bringen. In Israel kann jeder arabische Flüchtling von der Histadrut oder anderen Stellen einen in 25 Jahren abzahlbaren Kredit erhalten, um sich ■ein Haus zu bauen. I Die kanadische Zionistische Organisation stellt in ¡ihrem Bericht fest: „Der Araber in Israel ist nicht 'nur besser gesteltl als in I den Tagen vor Gründung des Staates, sondern sein Lebensstandard ist erheblich höher als der seiner Mitaraber in anderen mittelöstlichen Ländern,” Glücklicherweise können die meisten UN-Delegierten lesen und lassen sich im Gegensata zu ihren arabischen Kollegen überzeugen, die es ablehnen, eine objektive Statistik zur Kenntnis zu nehmen und aflft lautesten schreien, wenn die von i&rrtin behaupteten Fakten am schwächsten sind. sj’Vergasimgsïeiter*’5 verhaftet Braunschweig. — Bereit» 1958 hatte das Internationale Auschwitz-Comité gegen den Kriegsverbrecher Josef Klebr, der unter seinem richtigen Namen in Braun schweig lebte, in Frankfurt- Anzeige erstattet Nun erst wurde Klehr verhaftet. Er 'war in Auschwitz der Leiter ‘der „Desinfektionsabteilung“ d, h., er liess das kristallmilsehe „Cyclon B“ in die Gas, ¡kammern werfen Millionen ¡Opfer, Männer, Fraùen und (Kinder wurden hier grausam ermordet -I Klehr nahm auch an der Auswahl der Opfer teil und fühlte mit eigenen Händen zahllose todbringende Injektionen durch. Unter den österreichischen Opfern waren der bekannte Sozialdemokrat Dr, Robert Danne. berg, der Wiener Gemeinderat Edmund Reismann, der Rechtsanwalt Dr. Egon Schönhof und der Verleger Pr-eger (Szolnay - Verlag), (AWZ) Pflege historischer Stätten Tel Aviv. — Die israelische staatliche Gesellschaft zur Förderung der Touristik hat im vergangenen Jahr 835.00 Doller für die Verschönerung historischer Stätten, die das Ziel zahlreicher Touristen sind, verausgabt. (AWZ) r Freiwillige Feuerwehr in Chile Santiago de Chile: — Ein neues Gebäude für die freiwillige Feuerwehr, dessen Kosten sich auf 150.000 Dollar belaufen, wurde feierlich eröffnet. An der Zeremonie nahmen hohe Funktionäre 'der chilenischen Regierung Isowie Führer der jüdischen Gemeinschaft teil. Einer der Ehrengäste war der IsiaeL Botschafter Eliezer Doron. In Chile liegt die Feuerwehr in Händen von Freiwilligen. Unter diesen b<firv den sich seit mehreren Jahren Spanier, Italiener und Deutsche. Die jüdische Gemeinde hatte ihre eigene freiwillige Feuerwehr, die ausschliesslich aus Gemein», degeldem erhalten wird; Das neue Gebäude besitztauch Säle und andere Möglichkeiten für die Abhaltung: von Veranstaltungen. (ITA) Registro de la Propiedad Intelectual No. 656.63S Impreso eu la Imprenta POLIGLOTA — Corrientes 311#

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