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Jüdische Wochenschau · 1960-12-09 · 1834 (9.12.1960) · p. Seite 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1834 (9.12.1960)
Date
1960-12-09
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — Vietn« 9 da DicUmbn da INO LA SEMANA ISRAELITA Afio XXI. - Ne 18M SCHEINBARE PARADOXA Je eisiger der „Kalte Krieg"’ ist, desto grösser wird <i»e Gefahr, d&as wir in der Hitze des Weltfern«* wmkornk Es gibt Leute, die zuviel vom Frieden sprechen, um sucht kriegerischer Absichten verdächtig zu sein.., ★ Das 'wort „Demokratie’" ist der Sehutzpanzer. hinter dem sicti die Antiöemokraten oft am sichersten fohle». — Porträt eines Bankdirektors Te schweigsamer die ben sie meistens zu sagen. w Menschen sind, desto mehr ha- Dunimheit ist oft die Waffe des Lebensklugen Die Intelligenz zerbricht viel eher im täglichen Leben als ihr Gegenst tick. •k Es gibt Menschen, dte so versklavt sind, dass sie nichts so sehr fürchten wie die Freiheit_ k Fs gibt, wenn auch gewiss selten, Diktaturen, die ein Umweg zur Demokratie sind. — Aber es gibt auch — und d_;S ist gar nicht so selten — Demokratien, die den direkten Weg zur Diktatur gehen. Es gehört viel Phantasie Ideen auszukomtnen. dazu, im Leben ganz ohne Es gibt Menschen, deren Krankheit es tst, zuviel Aerzte um ihre Gesundheit zu bemühen. k Ich kenne, entgegen dem Sprichwort, viele stille Wasser. die erschreckend seicht sind. — KURT KAISER-BLUETH Der Bankdirektor trug eine Halskette aus Elat-Steinen, Schuhe mit hohen Hakken und Lippenstift. Dieser Bankdirektor war nä ¡Frau Therese Flesch von der (Jacob Japhet-Bank, der ein- |zige Bankdirektor in Israel .und im Mittelosten, ja wahrscheinlich an dieser Küste! des Atlantischen Ozeans, der sich so kleiden kann. Selbst in Nordamerika. wo es weibliche Bankdirektoren gibt, sind diese auch nur sehr selten. Frau Flesch leitet die Ausländsabteilung der Bank. Sie begann, in dei Japhet Bank vor über 20 Jahren zu arbeiten, nachdem sie kurz ¡vorher. lSjähng aus 'Deutschland nach Israel gekommen war. Mit ihrer in ¡Deutschland erworbenen Handelsausbildung wurde sie sofort als feste Angestellte aufgenommen „Der Direktor war ziemlich beein- ¡druekt". so erzählt sie.! „denn gute Kenntnisse der Büroarbeit waren ziemlich von HELGA DUDMAN EREIGNISSE DER WOCHE OSFA-Modenschau Die Orgänizaciön Sionista Ftmenina Argentina tOSFAi veranstaltete in den schönen Räumen des Argentinischen Automobilklubs ihren diesjährigen Tee - Nachmittag. Diese Veranstaltung erhielt dadurch eine besondere Nahe. weil erstmalig eine IS¬ RAELISCHE MODENSCHAU vorgeführt wurde. Frau Dr. Hadassa Grinbeig leitete mit herzlichen Begrüssufigsworten ein. Unter den Erschienen sah man die Gattin des früheren Präsidenten. Brigadegeneral Aramburu, die Gattinnen des früheren urd des jetzigen argentin sch; n Botschafters in Israel, d e Damen der israelischen Botschaft und viele andere be- (kannte Persönlichkeiten unserer Gemeinschaft. Der äusere gesellschaftliche Rahmen trug viel zum Gelingen dieser Modenschau bei. Vorgeführt wurden Modelle, Stoffe, Kleider, Stickereien. deren Eleganz und Schönheit vor jedem Modehaus der Welt bestehen können. Alle vorgefiihrten Sachen wurden entworfen, gewebt. gestickt und genäht in , den Werkstätten der WIZO in Israel. Der moderne, vornehme Geschmack verbunden mit dem typischen israelischen Stil gaben den Sachen einen einzigartigen Charakter, wie wir ihn wenigstens hier noch niemals sahen. Man hat heute oft noch die Vorstellung, dass die israelische Frau immer nur die einfache, zweckmässige, sportliche Kleidung, kurze Hose, einfache Blusen usw. vorzieht. Diese Revue gab uns aber ein Bild, dass die Frau in Israel sich mit grossem Geschmack zu kleiden versteht. Dies bewiesen auch die eleganten Hausanzüge, Strandkostüme. Cocktail- und Abendkleider. Von allen Seiten wurde das Beste getan, um dieser Veranstaltung zu einem Erfolg zu verhelfen. Die vorführenden Damen, unter ih- ,nen Miss Argentina 1957. ha selten im damaligen Paläärnlich sund unter den 15-¡ährigen”. Und mit einem Lächeln fügt sie hinzu: „Sie wissen doch, dass die deutsche Erziehung recht gründlich ist.“ Ihre praktische Erfahrung im Bankwesen erwarb sie, wie dies auch nur möglich ist, durch die Praxis. Frau Flesch ist eine schlanke kräftig“ Frau, mit lebhaften, glanzenden Augen und einem zugleich energischen und beweglichen Auftreten. Sie kann in einer kürzeren Zeit und mit gross ter Eindringlichkeit über weit mehr Themen als die meisten Frauen oder Märner sprechen. Und sie glaubt dass Frauen sich sehr gut im Geschäftsleben durchsetzen können. So ist sie im besonderen der Ansicht, dass Frauen — entgegen der üblichen Ansicht der Männer — in Krisenzeiten ruhiges Blut bewahren können. Ein solcher Fall trug sich zu. als sie vor zwei Jahren nach England I geschickt wurde, um für die Prägung der offiziellen Gold- ¡medaille zu Israels zehntem 'Unabhängigkeitstag zu sorgen. Als sie dort eintraf, wussten alle, einschliesslich der Münze in England, dass für dieses.Unternehmen drei Monate vonnöten sein würden. das jedoch in zwei Wochen vollbracht werden musste Und die Münze wurde in zwei Wochen geprägt — mit der liebenswürdigen Mitarbeit (die nklit von Anfang an vorhanden war) aller Beteiligten. Die englischen Bankiers gingen so weit, von Frau Flesehs „persönlichem Charme“ zu zu sprechen, „mit dem s e uns hierzu überredete, nachdem wir ihr gesagt hatten. wachsenden Bedeutung des Exportgeschäfts, mit der Ausdehnung der Belieferung des Auslands durch Israels Fabrikanten, mit der Wichtigkeit der Finanzierung von Aus- und Einfuhr von Rohmaterialien mit den Bestreben dem Ex- und Importhandel die Devisenerleiehterungen der Bank zur Verfügung zu stellen, mit all diesen Fragen hängt der ökonomische Fortschritt des Volkes zusammen. Und diese Dinge füllen Frau Flesehs Tag aus. Ihre häufigen Reisen nach Europa, wo sie die Auslandslinien der Bank besucht, bieten ihr Gelegenheit, informelle kleine Berichte über Israels wirtschaftlichen Fortschritt zu erstatten, über die für den Export vorhandenen Artikel Auskunft zu geben und Informationen iiber das Leben im Lande, in finanzieller und anderer Hnischt. zu erteilen. Und in Israel sieht sie mit Freude die konkreten Ergebnisse der finanziellen Unterstützung, die ihre Bank gewährt, wenn sie z. B. eingeladen wird, neu erweiterte Fabriken zu besichtigen. ■Kürzlich z. B. lud sie der Fabrikant von Strickwaren, die hauptsächlich für den Export bestimmt sind, zu einem solchen Besuch ein.) Die Befriedigung, die sie aus Jen schöpferischen Aspekten c’er Finanzoperationen gewinnt, ist vielleicht ein sehr weiblicher Zug. Ihr Gatte, ein früherer Rechtsanwalt und Dozent der Universität Berlin, betätigt sich auf dem Feld der Investitionen. Aber Frau Flesch ist bemüht die Probleme des Tageo in den Bankgewölben zui ückzulassen. wenn sie ihr Büro verlässt. Zu ihren Ir teressen während ihrer Freizeit gehören Kochen und gelegentlich eine Modenschau. Bücher, Ballett und Musik i Frau Flesch spricht über die Rolle, die der Staat in ihrer Arbeit spielt mit grösserem Charme als man ihn bet einem Mann a< zutreffen pflegt: „Unsere Behörden zeigen Verständnis für unsere Probleme und smd positiv und elastisch in ihrer ¡Haltung” Dies kann oder 'kann auch nicht ein Lob aljlein für die Behörden beinhalten. Kein Schadenersatz Lüneburg. — Charlott* von Brauchitseh, die Witwe [des 1948 in britischer Gefan- 'gensehaft gestorbenen Gene-!ralfeldmarschalls, wird keinen Schadenersatz für dm verlorenen Marschallstab ihres Mannes bekommen. Der Sechste Senat des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg wies die Schadenei satzklage Frau von Brauchitschs in zweiter Instanz zurück. Eine Revision wurde nicht zugelassen. (AWZ) ben sich uneigennützig zur :dass dies nicilt möglich sei gONFITERlA Pension Familiar ^44 M Flamm '■r/ unter Aufsicht I. Ehrw., der Rabbiner Dr. J. Fink und Dr. J. Oppenheimer CHASCOMUS — Córdoba 38 Eröffnung 15. Dezember * ¡ ZIMMER MIT PRIVATBAD — Telefonische Auskünfte ► in Buenos Aires: 76-2312 ▼ H Restaurant »Paso ” TOD Paso 452 (al fondo) Unter Aufsicht des Vaad und ABENDTISCH — T. E. 87-9259;! Harabonim der Kehilla mittags- Anrichten von kleinen Festlichkeiten und Banketten Verfügung gestellt. Der bekannte Sprecher der Television Fontana erläuterte einleitend die Vorftihrungn. Miako wsk y-A usstellung in der IWO Anlässlich des 30. Todestages des Malers Moritz Minkowsky findet im Jüdischen ¡Museum in der IWO, Pa-! steur 833, eine Ausstellung I seiner Werke statt. Die Ausstellung ist täglich wochentags von 18—21 Uhr ausser am Sonnabend geöffnet. Der Eintritt ist frei. Alle Freunde jüdischer Kunst werden diese Schau mit Interesse besichtigen. Schulabschlussfeier in der ACIBA Am vergangenen Montag gingen die diesjährigen jüdischen Unterrichtskurse der ACIBA. die in drei Klassen von ca. 65 Schülern und Schülerinnen besucht wurden, mit einer Feier zu Ende, in deren Verlauf Teilnehmer des 2. und 3. Grades Proben des Gelernten zeigten. Im Namen auch der beiden anderen Lehrer, Frau S. Schlesinger de Lapldus und Herr de Levie, sprach Dr. Carlos Vogel über das Geleistete, das noch immer nicht ganz befriedigen könne, und appellierte an die Eltern der Kinder, dem Unterricht die stärkste Aufmerksamkeit zuz.uwenden. Im Namen des Vorstandes der ACIBA unterstützte Herr Anspach diese Forderung und bat die Eltern, sich ernsthaft zu überlegen, wie man dazu gelangen könne, im kommenden Schuljahr statt nur ein Mai, zwei! Mal in der Woche Unterricht j Aber Frau Flesch ist sich darüber klar, wie viele arbeitende Frauen, dass eine Frau, die erfolgreich sein will, zumindest die selben, ¡wenn nicht mehr Kenntnisse als ein Mann in der gleichen Position besitzen muss. d. h. [ sie muss beruflich über jeden Vorwurf erhaben sein, so wie die Frau Caesars : oder, wie man oft hört, ein | Jude in der Diaspora I Wenn auch Frau Flesch viele Eigenschaften der nordamerikanischen Geschäftsfrau besitzt, nämlich Sach- ¡liehkeit und eine gesunde tLebensanschauung, so ist sie doch anders. Sie betont, da s weil sie eine Israelin ist, sie nicht nur für sich selbst arbeitet. (Dies ist, wenn wir den Romanen, Filmen und Psycliiöern glauben willen 'der Zweck der amerikanischen Geschäftsfrauen). Auch arbeitet sie nicht nur für ihre Bank und die Kunden. Dies ist der Unterschied: fast eine jede Transaktion wird auch unter dem Gesichtspunkt ihrer Nützlichkeit für die Entwicklung Israels betrachtet. Dieses Ziel spielt eine massgebende Rolle für Frau Flesch bei der Leitung der Ausländsabteilung Mit der zu erteilen. Dies sei eine Notwendigkeit, um unter den gegebenen Verhältnissen eine jüdische Jugend heranzubilden, die gewillt sei, jüdisch zu leben. Die Feier schloss mit der Verteilung der Zeugnisse und Prämien und dem Wunsche nach guten und erholsamen Ferien, dem Prof. Dr. Ballin in seiner Schluss- » »spräche Ausdruck verlieh. In Buenos Aires ist es Brauch, dass einige Firmen unmittelbar nach dem 6. Januar mit dem Sommerausveifcaul oei ginnen. Ich sehe nicht ein, warum ich meinen Kunden ,m ■ MONAT DEZEMBER diesen Vorteil vorenthallen soll. So | entschloss sich Ihr Kleiderberater zu einem | Grossen | Feiertags- und Feriea-Vertauf bis 31. Januar 1981. 15 % Rabatt aut alte Fertigkleidung bei Barzahlung 5 % Rabatt auf alle Herrenwäsche. Masskleidung ist nicht einbegriffen. Neueröffnung von 350 neuen Bekleidungskredit-Konten. Persönliche Beratung und Bedienung! Leichte, luftige Sommer- und Freizeit- T'ertigkleidung: LEINEN DACRON MOHAIR POPELINE FIOCCO PALMBEACH FRESKO TROPICAL HOSEN di? gut sitzen, die sich gut tragen und die preisgünstig sind. .. Etwas zu.m Anziehen sollte immer dabei sein: Geschenke, die anziehend sind wie das helle Licht, gibt es bei Carlton in Hülle und Fülle. Zum leichten Anzug — das leichte Hemd! Und wenn Sie Masskleidung wünschen, erst recht zu uns! Der Sommer ist nochmal so schön, wenn Sie leicht gexleidet gehen, (Durchgehend geöffnet von 8—21 Uhr Sonnabends von 8—17 Uhr) Spezialgeschäft fiiz Qualitälskleidung: MAIPU 484, 1. St, T. E 31-7845 Spezialgeschäft fü* Qualitäts-Ausstattung» MAIPU 982 T. E. 31-0357 4823532353234853535323485353532323234823482348

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