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Jüdische Wochenschau · 1960-12-06 · 1833 (6.12.1960) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1833 (6.12.1960)
Date
1960-12-06
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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•Dfc und Neue Staaten — neue Lieder des Judentums;s*tj s. '¿ÏÏ JU; 'genii s*ulen Un<l 4, m 4 »Pb ifa traditi * «*£ le lUdeci«Ostfn Slnd für de, *( « worden erfas* úhi*. Jüdische G;. ^Ute D0d| Misch«, J(zt »«den, Mi schriftstellerische Tätigkeit überwachen. Alle Pläne zu seiner Rettung scheiterten, zumal die Deutschen in ihrer mörderischen Tätigkeit gegen die Juden rigoros vorgingen. „Einsam und traurig war das Leben des alten Historikers bis die Deutschen am 28. November 1941 den Befehl gaben, das am Sonnabend, den 29. November 1941 all« Männer Im Alter von 14—61 Jahren sich in der Sarawnikower Strasse einzufinden hätten. Am Sonnabend früh fand sich dort auf dem „Umschlag¬ S5«2ö :u herausgegeber. ' war im Vorhland eine der ten jädis.hec eiten und* i Wesens haiher ebt. Die Machtüberraschte ihn wo er wser,- rbeitete. Esffr ipäter räch B® ien. wo er seine »rtselzte. Durch n Deutschen ect- Veitkrieg wurde - ib;rraectit ur.d iffl - JO Jahrer ins Ri- , verschlepp;, w* lenschenunwurii- ■ ltnissen Zwa^y :r. musste hasstet die ¡genz. and Pr»j_ ' ar ihnen aesta^ i Auge So wurde, ■ , Deutschen »narben stunden-ilt und geschi*- 5 dieser kfa*™' n bei strengster , schrieo Dubnow lebte * ' trotz aber V«-’ verloren aumes ' lesen in *“ *. Aueeneeu«“- ubnow^3“ «1941 ir die tigaer ‘ len ***** ' Resetzuni?oi ie > ”'ud“nirihtrscher IcHinen LW m ™it anderen nen L - "> tielieb ch»er e sici "«Mt iroir.man®*0 lieSS fd seine hten u"d IHR INSERAT in der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU bringt immer Erfolg Auskunft: T. E. 83-2« 13 schossen. Alle Juden wurden im Eiltempo aus dem Ghetto her ausgetrieben... Die alten Menscheu konnten diesem Eilmarsch nicht folgen und wurden von berittener Polizei niedergetrampelt. Die Kolonne bewegte sich zum Wald, wo bereits riesige Massengräber die Juden erwarten. „Simon Dubnow erreichte nicht mehr den Wald; er befand sich unter den gestürzten, ausgerutschten Juden und wurde von den deutschen Bestien erschossen. So endete sein Leben am Sonntag. den 30. November 1941. „Die Juden aus den Arbeitslagern beerdigten später alle ermordeten Juden in den Strassen des Ghetto, Die deutswhen Polizisten schossen mit Kugeln, die die Körper zerrissen, sodass die Menschen wie Holzstücke hinfielen...” •— „So starb Prof. Dubnow auf den Strassen des Ghetto von Riga, aber das jüdische Volk wird seinen Namen nicht vergessen, denn sein Werk lebt weiter und wird von allen Völkern geschätzt.“ Möge sein Andenken zum Segen sein. —r Vor einiger Zeit spielte sich in der indonesischen Hauptstadt Djakarta eine kuriose Szene ab. Beim Staatsempfang einer Gruppe asiatischer Minister intonierte die Polizeikapelle erst die indonesische Nationalhymne; dann aber taten die Musiker nur so, als ob sie auf ihren Instrumenten spielten, während hinter ihnen aus einem Grammophon die Nationalhymnen von Indien, Pakistan. Burma und Ceylon erklangen! Man hatte sich in Djakarta nicht anders zu helfen gewusst, denn es gab keine zuverlässige Quelle, nach der man die — zum Teil neuen — Nationalhymnen der anderen Staaten hätte spielen können. JeTzt hat ein londoner Verlag die Lücke gefüllt. Der englische Musikforscher Dr Martin Shaw hatte die mühevolle und viel Geduld erfordernde Arbeit kur 2 nach dem Krieg begonnen, und nach seinem Tod im Jahre 19rji brachte sein. Kollege Dr. Henry Coleman der 380 Seiten dicken Band „National Anthems of the World" (Nationalhymnen der Weit) zum Abschluss. AuffäUig ist dass eine ganze Reihe von Nationalhymnen keinen Text haben, zum Beispiel Guinea, Marokko, die Vereinigte Arabische Republik (sie verwendet "eine Melodie von Verdi Kuweit, Irak und Saud Arabern Aber auch der Vatikan hat keinen Text zu seiner seit 1949 als National!.yrrme verwendeten „Marcia Por.t.fica- Jlii&tatiicha À oilmen platz" auch der alte Professor Dubnow, wo die Juden in der ärgsten Winterskälte bis zum Abend stehen mussten. Am Abend trieben deutsche Soldaten das halbe Ghetto, unter ihnen kleine Kinder und Frauen, aus der Stadt heraus. Die unglücklichen Juden wurden von den schwerbewaffneten deutschen Militärs bewacht und gepeinigt. Die Juden wurden in Reihen von fünf Menschen gejagt, und es herrschte eine grimmige Kälte wie noch nie. An der Spitze des Zuges ging deutsche Polizei und hinter -den Polizisten die halbverhungerten Juden, die sich kaum auf den Füssen halten konnten und auf dem Glatteis ausrutschen. „...Alle Juden, die ausrutschten und hinfielen, wurden auf der Stelle von deutschen Offizieren er- Der „Fall Eichmann” im Film Los Angeles. — Der „Fall Eichmann" soll zum Thema eines Films weiden. Wie in Hollywood bekannt wurde, will der britische Schriftsteller L. Coppley das Drehbuch für einen Film mit dem Titel „The Supreme Executioner“ (Der oberste Henker) schreiben. Coppley hat sich seit langem mit dem Problem der Judenverfolgung im Dritten Reich und der Rolle Adolf Eichmanns befasst. (AWZ) Düsseldorfer Schauspielhaus Saul Levitts Schauspiel, „Der Andersonvilie-Prozess“ wusde vom Düsseldorfer Schauspielhaus in sein Programm aufgenorrkmen. Schacholympiade in Leipz g Israel erreichte in der Vorrunde die sechste Stelle in seiner Gruppe und war damit qualifiziert, am B-Turnier teilzunehmen. In der Vorrunde erreichte Israel gegen des äusserst starke Jugoslawien 2:2. Im B-Turnier spielte Israel gegen Norwegen 2:2 und gegen Indien 4:0. Ehrung für Stefan Zweig Als Ehrung für den wiener Dichter Stefan Zweig (geb. 1881 in Wien, gest. 1942 in der Emigration in Brasilien) benannte die Stadt Wien einen Platz im 17. Gemeindebezirlc „Stefan-Zweig-Platz“. Wie verlautet, beabsichtigt die Stadt Wien, demnächst auch den wiener Dichter Felix Salten durch Benennung einer V’erkehrsfläehe zu ehren. Preisgekrönt Den holländischer. „Prinz- Bernhard - Television-Preis“ für 1959 und 1960 erhielt der 40jährige Milo Anstadt für das beste Televisionsstück der letzten Jahre. Schwedischer Tenor Der kürzlich verstorbene weltbekannte schwedische Teno«. Jussi Björliog hat sich oft mit grosser Verehrung und Dankbarkeit seines Lehrers Maestro Tullio Voghera erinnert. Voghera entst.-vmite einer jüdisch-italienischen Familie und kam in dea zwanziger Jahren als Kapellmeister an de Stockholmer Oper. Er studierte mit Björling einen grossen Teil der italienischen Opern ein, mit denen der sctiwed sehe Tenor später in aller Welt so viel Erfolg ernten sollte Eine 80-Jährige . Cnariotte Berenö-Corinth die Schülerin, Etiefrau des Malers Lovis Corinth und selbst eine Künstlerin von Rang, Peg.ng in Amerika ihren achtzigsten Geburtstag. In New York fand eine Ausstellung ihrer Aquarelie statt. Frau Berend wurde für ihre Bilder bekanntet beit n_r Künstler der Reinhard-Epoche bekannt. Ihre besondere Sorge galt dem Nachlass ihres bedeutenden Mannes, der voS* den Nazis als zur „entarteten Kunst“ gehörig verfemt war. UM-Postkarten von Chagall Marc Chagall bat eine Postkarte entworfen, die der UN-Hilfsfonds alljährlich zugunsten dieses UN-Kinderhitfsfonas vertreibt. 1959 wurden 14 Millionen Karten verkauft, die einen Reingewinn von 770.000 Dollar brachten, der für die Kostend kur.g einer elftägigcn Tätigkeit des Fonds ausreich ce. Bibliographie hebräischer Bücher Die hebräische Universität, das israelische Evziehungsininisterium, Mossad Bialik und das Raw Kook- Institut werden zusammen eine Bibliographie aller seit dem Jahre 1475 in nichthebräischen Lettern veröffentlichten Büchern herausgeben. le". Shaw und Coieman haben sich die Mühe gemacht, viele orientalische Hymnentexte phonetisch wiederzugeben und sie wörtlich auf Englisch zu übersetzen — wobei der Leser aber enttäuscht wird, denn etwas Originelles ist au er den neuen Textdichtern nicht eingefallen. Entweder schwärmen sie vor. den Schönheiten ihres Landes wie ein Katalog des Fremdenverkehrsbüros, oder sie schwören Kampf aufs Messer bei jedr-i Bedrohhung ihrer i reiheit — ohne es allerdings an Blutriinstigkeit mit den südamerikanischen Nationalhymnen aus der ersten Hälfte 1es vorigen Jahrhunderts aufnehmen zu können. In vielen Fällen haben sich Amateure mn cem Dichten dei Texte befasst: Liberia verwendet Verse seines Präsidenten, Thailand die seines Königs itama Vf., und Vlalaya nest sich den Text zui Melodie eines alten Liebesliedes von einem „Sonderausschuss" dichten! Indien dagegen hat eine Nationalhymne, aie ven seinem grossen Dichter Tagore nicht nur geschrieben, sondern auch komponiert wurde; Japans Hymnentext geht auf das neunte Jahrnundert zurück, und das kommunistische China verwendet noch immer seine 1929 emgeiührte Hymne, deren Text nichts anderes ist als eine Rede von Sun Jat-sen. Man kann sien nicht gut einen Anlass vorstellen, bei dem alle Veise der gr.echisehen Nationalhymne gesungen werden; es s.nci nämlich insgesamt 158. Butma hat nur einen Vers aber am Schluss — so vermerkt das Buch — „machen Ke Sänger nach altem Brauch eine leichte Verbeugung'. Kenia ist noch nicht selbständig, hat aber bereits seine Hymne, die bei allen grossen Sportfesten zu hören ist; das ist auch die Erklärung für die seltsam klingenden Textzeile; „Was schert uns Ruhm und Ehre? Wir halten uns ans Spiel!“ Uebrigens haben nicht nur d:e nun unabhängigen afrikanischer, Staaten ihre eigenen Hymnen; es gibt auch eine panafrikanL-che Kontinentalhymne1 die von den Bantus stammt; das Buch gibt der phonetischen Zulu-Text wiedei Nigeria hat zwar schon einen Text, aber noch keine Melodie für seine Natonalhytnnne; zur Zeit tagt ein Preisrichterausschuss, um aus den Einsendungen des 1959 ausgeschriebenen Wettbewerbs die geeigneteste Komposition auszuwähien. Die Melodien der Nationalhymnen bieten manche Ueberraschungen. Es ist zwar nichts Neues, dass die britische Hymne nicht nur als „Heil dir itn Siegerkranz“, sondern aucn als Liechtensteiner und Schweizer Hymne („Rufst du, mein Vaterland”) von kontinentalen Ländern übernommen wurde; aber wer hätL gedacht, dass die seit 1912 eingeführte albanische Nationalhymne zur Melodie von „Das ist die Liebe der Matrosen“ gesungen wird? Bulgarien hat seinp berühmte alte Hymne „Schäume Maritza“ 1946 durch eine neue ersetzt, als deren Komponist Georg Dimitroff ger.annt wird. Ein Zufall war es wohi, der die Mimaturrepublik Andorra veranlasste, das deutsche Volkslied Ueb’ immer Treu und Redlichkeit" als seine Nationalhymne zu verwenden. Poten und Jugoslawien ha~ ben die gleiche Melodie — das alte Volkslied „He, Slowane" da^ schon die polnischen Legionäre i> den Napoleon ischen Kriegen sangen. Israels Hymne nat starke Aehniicnken mit dem Leitmotiv von Smet nas „Moldau“. das aber se.nerstits auf ein sehweuis nes Volkslied aus Je, Geg ad um Göteborg zurticKg. nt, wo Smetariä sein symphonisches Ged chi komponierte. Die älteste Melod « ist wohl die der holländischen Hymne ..Wilhelm von Nassauen“ die vor 1572 komponiert wurde; Amerikas „Star spar.gied Banner“ stammt zwar aus dem Jsnre 1814, wurae aber erst 1931 zur Nationalhymne erklärt. Nicht immer war das Verfassen von Nationalhymnen eine friedliche Beschäftigung die Geld und Ehre embnr.gt. Dem Dichter und dem Komponisten der venezueliseben Hymne brachte sie den Tod, Sie wurden beide im Jahre 1814 während des «üdamerikanschen Freihe*tskampfe3 erschossen. ►Wochenendplatz in OLIVOS am 10., 13 15 imd 17. Dezember um 20 UHr 30 Lilianette — Bruno Arno in „Meine Schwester und Ich” ][ yon VERNEUIL — RALPH BENATZKY MUSIKALISCHE LEITUNG: HERRMANN LUDWIG GAESTE WILLKOMMEN VORVERKAUF IN DER SECRETARIA DER ACIBA — ARAOZ 2854. SONNABEND UND SONNTAG OLIVOS ¡I Campaña Unida pro Israel :: COMITE CENTRÜEUROPEO SARMIENTO 2876. 3 St. Tel i AB 1. DEZEMBER 1960: 47-3820 i > < <► < > <► •[NEUE ARBEITSZEIT:;: ¡I Montag- bis Donnerstag 12—19,30 Uhr j; Freitag 12—18,30 Uhr WIR RITTEN unsere Leser auf diesem Wege, von der Möglichkeit direkter Heber* Weisung der fälligen Abono-Gebühren frdL Gebrauch machen zu wollen. Direkte Einsendung des Abono-Betrages in SCHECK — GIRO — BONO POST AL LA SEMANA ISRAEUTA Pueyrredön 2190, l9 izq. Capital Hierdurch überweise ich Ihnen aee Betrag von m$n . au* nachstehender Abrechnung, in Erwarturg Ihrer Quittung begrüsse ich Sie (Name) (Adresse) N. B.: Wir bitten, Einzahlungen zu richten aa: LA SEMANA ISRAE¬ LITA. 1. u. 2. Quartal 1959 m$n 80.— Jahr 1959 .. m$n 160.— 1. u. 2. Quartal 1960 m$n 120.— Jahr 1960 .. m$n 240.-— (Nicht gewünschte Zat»in«)| bitte autttrelcäea)

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