Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1826 (11.11.1960)
- Date
- 1960-11-11
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Vlern e«. Ii de Noviembre de IMO LA SEMANA ISRAELITA Año XXI. No. 1826 DIE EREIGNISSE DER WOCHE Grundsteinlegung der „Moldes" Isler Wunsch nunmehr dank Fink und Herr José Hambur. Ul der göttlichen Gnade und der Opferbereitschaft der Die Gemeinde „Achdut Gemeinde in Erfüllung gedie in der letzten ¡h®n würde. Was jedoch man- ’ - - <- — j_ Jisrael”, Zeit ihre Mitgliederzahl beträchtlich vergrössem konn. te, steht am Beginn der Durchführung ausgedehnter Pläne für den Synagogen- Erweiterungsbau, die Schaffung moderner Schulriiume, einer allen Zeitanforderungen entsprechenden Mikwa sowie eines Festsaales. Das in Etappen au realisierende Projekt wurde am Ausgang des 16. Marcheschwan durch die feierliche Grundsteinlegung zu den Neubauten in Angriff genommen. Synagogale Feien ehen anderen Gemeinden, j deren wertvolle Arbeit der ■Redner durchaus anerkenne ' schon ein Maximum von ¡jüdischer Pflichterfüllung j bedeute, nämlich, die Jugend vor den Gefahren der ¡Assimilation zu bewahren .sei für Achduss Jisrael nur ¡ein Minimum; von ihr müsse mehr verlangt werden, | nämlich die Heranbildung! einer Generation wissender I und thoratreuer Juden. I Im Laufe seiner geistvollen Ausführungen hob Rabb. Oppenheimer die Notwendigkeit hervor, junge Menschen einer Jeschiwa als ei- In Gegenwart des Regie- 'ner unerlässlichen Vorausrungsvertreters, Dr. Ramón |Setzung für das Leben auzu- Bravo vom Ministerium des [ führen. Auch wandte sich Aeusseren und Kultus, des ,der Redner gegen die heute Vizepräsidenten der Kehilla j «blich gewordene Geburten . . V-, ~, itt'ts? urornh von Buenos Aires, Dr. Gla besehrämcung und warnte vor dem Optimismus, durch Neubauten allein, deren Wert jedermann zugeben müsse, die Zukunft zu gewinnen. Erst die Atmosphäre der einstigen Synagogen in Europa, der das Gotteshaus Gemeindemitgtieder nahm j besuchende Jude, schaffe jemit dem Min-;ne Stimmung, aus der das sermann, des Oberrabbiners Jacobo Fink, weiterer Vertreter der AMIA, der Rabbiner und einiger Präsidenten der zentraleuropäischen Gemeinden sowie zahlreicher Ehrengäste und fast aller der Festakt chagebet seinen Anfang, dem, im Gedenken an den Tag der Synagogenvernichtung von 1938, Kapitel aus den Klagegesängen des 9. Aw angefügt wurden, die Kantor Plaksin ergreifend vortrug. In seiner gehaltvollen Gedenkrede erwähnte Rabb. Dr. Joseph Oppenheimer den . verewigten Amtsvorgäoger Raw Hermann Klein s. A„. dessen sehnlich- MAN TRAECT MAN PRUEFT MAN KAUFT bei Carlton i Anblick. Während des drei, ständigen harmonischen Beisammenseins brachte der Kinderchor zur allgemeinen Freude liturgische und israelische Gesänge zu Gehör, wobei sich die kleinen Weiss und Fleischmann ganz besonder^ hervortaten. Jacobo Fleischmann hielt eine formvollendete hebräische (Anjspräche, und Älfredo Gold- ¡sehmidi bot einen originellen und humorvollen Vortrag mit musikalischer Begleitung. Die gesamte künstleri- Fehlerfceie Auslieferung und sehe Leistung des Abends lag die Gewissheit, in Bekleiin den geschickten Händen dungsfragen immer gut bera_ jvon J. Meyer-Keyt, der auch ten zu sein. selbst Ernstes und Heiteres vortrug. Im Laufe des Ban- Und wenn Sie Mass* ketts richteten Oberrabbiner kleidung wünschen erst recht zu uns! ger kurze Glückwunschansprachen. an die Festgäste, wobei besonders der Gedanke von „Achdut” (Vereinigung! betont wurde kn Sinne freiwiligen S.chzusammenschliessens im Gegensatz zu einer durch äusseren Zwang entstandenen E nigung. die nur vor Gefahren schützen will. Nach den Schlussworten des Gemeindepräsidenten und dem gemeinsamen Tischgebet schloss der festliche und stimmungs. volle Abend.! „Probleme des schwarzen Kontinents"! Uefc-er dieses hochaktuelle Thema sprach am 2. November der hier als Gast weilende ehemalige Rabbiner in Johannisburg. Dr. M. Cyrus Wey 1er, in einer sehr stark besuchten Kulturveranstaltung der Gemeinde Bet Israel. E geführt vom Gemeindevorsitzenden, Herrn Enrique Braun, der auch die anwesenden Herren Mark Turkow, Dr. Alexandro Rosenfeld und Dr. Hardi Swarsensky herzlich begrüsste wurde der Redner auch von dem Gemeinderabbiner Dr. Meir Rosenberg willkommen geheissen, der das Dynamische in der Persönlichkeit Dr. Weylers besonders hervorhob, seine Herkunft aus Riga, seine Gymnasialausbildieser Geledüng in Erez Israel, die rab- Dr. Glaserbinischen Studien in Nordamerika und die 25j;ihrige segensreiche Tätigkeit für ein progressives Judentum als Rabbiner in Johannisburg, ein progresives Judentum, für das die hebräische Sprache im Mittelpunkt d-er jüdischen Erziehung stehe und ein Erlebnis bedeute. Dr. Rosenberg unterstrich die Wichtigkeit der neuen (Tätigkeit dieses Mannes in I Israel, wo ihm die Durchfüh. jrung der Aufgabe, das „Bet jHatefuzot”, das „Haus der;Galut'\ zu errichten, die en- Ueber 200 Personen wohnge geistige Verbiidung awiten dem anschliessenden sehen Israel und Diaspora zu Festessen bei. Der grosse ’gestalten, einen grossen Wir_ Saalbot einen erfreulichen ' kungskreis biete Gebet hervorginge. Nach dem Abendgebet wurde auf dem Hof der Synagoge die Grundsteinlegung vollzogen; bei genheit sprach mann herzliche Begriissungsworte für die Kehilla, und der Gemeindepräsident Arnold Horenczyk richtete Worte brüderlicher Solidari, tat an alle Anwesenden. Worte der Sympathie mit allen positiv gerichteten jüdischen Bestrebungen bei voller Aufrechterhaltung des eigenen Standpunktes. Voran, ¡gegangen war das Absingen beider Nationalhymnen. Arierausweise Neapel. — Die Handelskammer von Neapel stellt den Industriellen und Kaufleuten, die mit den arabischen Ländern Geschäfte zu machen wiinsehen, „Arierausweise” aus, wie jetzt bekannt wird. Das Arbeitsministerium künd g!e eine Untersuchung dieser Affäre an. Nach Angaben der Zeitung „Speeeio” haben Firmen, die mit den Arabern Handelsbeziehungen aufnehmen wollen, um diese „Arierausweise” ersucht, in denen festgestellt vird dass die Unternehmen nichts mit Juden zu tun und in keiner gescu-iftlichen Verb ndung mit Israel gestanden haben. (ITA) zer habe seine eigenen Proi bleme. Dann gäbe es Länder jwie Ghana, in denen die Europäer eine kleine Minderheit bilden. (Eine nder- I Stellung nähme der Kongo! ein, der unter 14 Millionen Negern mit vielen Sprachen! 80.000 Weisse zählte, aber von Belgien nicht auf die Unabhängigkeit vorbereitet i worden war.) Schliesslich die Südafrikanische Union mit einer Bevölkerung von 9 ¡Millionen „Afrikaans”, wie (man dort sage, drei Millionen Buren, die das Land als ihre Heimat ansehen, die sie ■nicht verlassen könnten, etwa 1!4 Millionen Mischlinge und einer viertel Million Inder, die auch stammesmässig so gemischt seien, dass sie englisch miteinander sprechen, wenn sie auf Kongressen zusamrrenkommeri„ Et. wa 40 Prozent der weissen Bewohner sprechen englisch ebenso die 109.000 Juden, von denen 85 Prozent auc Litauen stammen und 10.000 zwischen 1933 und 1937 aus Deutschland eingewandert sind. Mit einer kleinen Mehr, heit, so führte Dr. Weyler aus, hätte die regierende na tionalistische Partei, deren Programm die Rassentrennung sei, für den kommen den 3t Mai 1961 die Um Wandlung in eine Republik erreicht, wobei wohl ein Ver bleiben im Rahmen der britischen Völkerfamilie unvermeidlich sei, zumal das Ka pital. die industriellen Unternehmungen, vorwiegend in englischen Händen liegen. j Südafrika und Israel Südafrika habe von Anfang an den Staat Israel moralisch und politisch unterstützt; die Investitionen südafrikanischer Juden in Israel seien bedeutend. Als jüdische Gemeinschaft kann die südafrikanische Juden- I heit in keiner Weise Partei ergreifen und müsse die Verantwortung der Entschei. düng jedem einzelnen Juden überlassen. Er. der Redner, sei immer für die menschlichen und zivilen Rechte der „Afrikaans” eingetreten, und der Staat Israel, der gute Beziehungen zu den vielen, neuen afrikanischen Staaten wünscht, müsse logiscr-er. weise auch gegen Rassenfanatismus sein. Die südafrikanischen Juden würden Israel immer helfen, so wie General Srnuts und alle folgenden Regierungen Südafrikas den Staat Israel gefördert. hätten. D e grosse Majorität der südafrikanischen Juden härten den Wunsch, in diesem Lande zu bleiben, in dem es ein starkes jüdisches Leben nnt Integralschulen etc. gibt. Vielleicht wäre es e.n Fehler ' der burischen Bevölkerung gewesen, weisse Einwar derung in früheren Zeiten erschwert zu haben: doch d es sei z. T. mit religiösen Motiven begründet worden. Die Buren hätten auch nicht, wie die Israelis jede ohysische Arbeit übernommen, sondern diese der schwarzen Bevölkerung überlassen, die das Proletariat darstellt. Dies sind in knapper Zusammenfassung die grundle- 1 genden Gedanken zum Problem. das Dr. Weyler aufrollte. In einem Schlusswort ¡ergänzte Dr. Hardi Swar- ¡ sensky diese Ausführungen ¡durch den Hinweis auf Israels Entwicklung und den : Tag der historischen ,.Bal- . four-Deklaration”, die am gleichen Tage, d h. am 2. November, 43 Jahre nach ihrer Proklamation erwähnt! werden müsse I C. W. MONTEVIDEO - FERIEN IN PIRIAPOLIS Das Festbankett HERRENKLEIDUNG UND HERREN AUSSTATTU NG Carl ton bietet mehr als nur eine .Riesenauswahl moderner und preiswerter Kleidung, nämlich: Ausgiebige Beratung durch den erfahrenen Praktiker, tadellosen Kundendienst, auch nach vielen Jahren des Kaufes. .Wer praktisch denkt, kauft ein Carlton- Geschenk! I** Spezialgeschäft für Qualité* tskleidung: MAIPU 484,1. St, T. E. 31.7845 Spezialgeschäft für Qualitäts-Ausstattung: MAIPU 982 T. E. 31-0357! In seinen sehr lebendigen Ausführungen, die das Pu blikum ein und eine halbe Stunde lang fesselten, erzählte Dr. Weyler, der Riga im Jahre 1924 verlassen hat, zunächst von der Schönheit Südafrikas, seinem Reichtum und seinem Nationalpark. seiner grossartigen j Entwicklung, die er durch jein Vierteljahrhundert habe miterleben dürfen. Er sprach von den blühenden jüdi- 1 sehen Gemeinden, die den Begriff der Armut kaum kennen, und bat, drei grundsätzliche Unterschiede zu machen: Ein Land wie die USA mit 105 Millionen Weisser und nur 15 Millionen Schwär. 0CEAN HOTEL Piriapolis - Tel. 54 j Erstkl Küche. Zimmer mit Privatbad. Eigene Garage. Grosser gepflegter Park- Vorsaison ermässigte Preise Inh. JOHANNA RICHTER Cervecería VIENA BACACAY 1328 ENTRE SARANDt Y BUENOS AIRES Wiener Küche Mittags- und Abendessen Angemessene Preise. Das1 einzige europäische Lokal j im Zentrum Geöffnet von 8 Uhr früh] bis 2 Uhr morgens Piriapolis - Tel. 82 Benedikt & Cta. 30 Zimmer mit Bad Lift — Garage — Terrasse — Garten Warme Meerbäder Vorsaison ermässigte Preise HOTE; ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL! Jüdische Wochenschau in Montevideo/Uruguay Einzelnummer 40 Centesimos Jahresahono 25.— $ urug. ABONOS — AVISOS Sra. L. 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