Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1960-11-11 · 1826 (11.11.1960) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1826 (11.11.1960)
Date
1960-11-11
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/9616703-9611224-9611977--0859-9611981
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

8 entity mentions

4 — Viernes, Il de Noviembre de IMS LA SEMANA ISRAELITA Año XXI. — Ho. 1827 ÍMUSffi IN BUENOS AIRES;; CHORKONZERT DER "CO NFR ATERNID AD JUDEO -CRISTIANA" pe m Im Teat o Colón fand unter den Auspizien der „Nationalkommission für den Pro^rstnins 150. Gedenktug zur Wieder, kehr der Mairavolution'1 ein Konzert statt, welches wohl einzigartig in seiner Art war. Die „Confraternidad Juden- Christiana" hatte einen Ctior - Abend veranstaltet, dessen dreiteiliges Programm zu gleichen Teilen von den Vokalgruppen der „Iglesia Evagéiiea Metodista Central de Buenos Aires“, des gemaischten Chors der ..Congregación Israelita de la República Argentina” (Libertad-Tempel) und des „Coro Lag un Onak“ bestritten Wurde. Die evangelische Gruppe, allzu bekannt, als dass wir sie hier besonders lobend hervorzuheben brauchten. . Was uns jedoch mit Stolz er- Geschichte der Juden in Breslau, einst die Hauptstadt Schlesiens, heute Wrovon Rabbiner Dr. NEUFELD füllt, ist die Tatsache, dass 'claw genannt, war der Sitz die an Mittelpunkt der einer b]ühenden Grossge_ singende Grupmeinde mjt ihrem Rabbiner- . a jfnn Ehrel* neseminar, mit ihren schönen ben ihren Kollegen der an- Synagogen, mit Krankenhaus deren Konfessionen bestehen und Walsenhaus und Alten. onnte. Die hebräisch gesun. heim, die längst zu bestehen genen Werke stammen *aufgehürt hatten, ehe aus durchweg aus unserer L.tur- Breslau Wroclaw wurde Am gie Die vom Chorleiter 9 November 1938 wurde daselbst komponierte «eilige Prunkbau der Synagoge am Schweidnitzer Stadtgraben „Hotsaat Hatorä“ beein. druckte durch ihre Unmittelbarkeit und zeigte, dass Rasenberg nicht nur ein versierter Chorleiter, sondern auch ein begabter Korn, ponist ist, dessen Werke an einem Abend, an dem der Applaus aller Anwesenden aussergewöhnlich herzlich war, einen sehr starken Bei-1 die oosonders in den Fraufall errang. Die „Keduscha“ ««stimmen über hervorravon Salomone Rossi (jüdischgende Elemente verfügt, wurde von Rodolfo Van Der Meuten dirigiert und bot (sämtlich spanisch gesunder;) Werke von Händel, Pach, Matheson, Scarlatti, peter Lutkin und Jackab |landl (Gallus). Unter den durchweg gelungenen Darbietungen seien besonders italienischer Komponist des 16. Jahrhunderts), „Igdal“ von Freed, „Enosh“ von Luis Lewandowski — man hatte ihn versehentlich im Progromm.Heft in das 17. Jahrhundert aurückverstossen — und „Mi Kamoja“ des nordamerikanisoh _ jüdischen, zeitgenössischen Tonsetzers das „Hallelujah" und der 3. Roy Harris vervollständigten Psalm aus Handels Oratorium „Saul“ (der Orgelparl Wurde ausgezeichnet von ¡Walter E. Rosenberg betreut) und die vierstimmige Motette „Lobet Gott'1 Sc a rlatti erwähnt. Der zweite Teil wurde jgrotn Libertad-Chor unter L.e*r ung von Walter E. Ro- ^eoherg, der ihn von der Orverbrannt und gleichzeitig die meisten anderen Syn agogen mit Ausnahme der alten, der sogen. Storchsynagoge, die nach zuverlässigen Mitteilungen auch heute besteht und benutzt wird. Die tausende breslauer Judessen Taktstock wir schon viele schöne Oratorium- Aufführungen geniessen durften. Das Programm dieser argentinisch-baskischen Gruppe wurde von wunder vollen Kompositionen von Cristobal Morales, Tornas 'Luis de Vitoria, Ludovico G. Da Viadana. Alberto Ginaster a und Cesar Franck ausgefüllt. Sehr eindringlich sprach zu uns das lateinisch gesungene “Peccantem Me den Eindruck einer abgerundeten Leistung, an der die QuoUdie„ d<JS Erstgenannten Solisten Ana Maria Tedeschi; »„„eh* H begleitend aus dirigierte, estritten. Die hervorragen. Qualitäten gerade dieser iruppe sind uns persönlich (für die erkrankte Cecilia Kurlat im letzten Moment von eingesprungen) und der Tenor Armando Beilin sowie der Pauker Sergio Sormani teilhaben durften. Zum Abschluss sang der uns längst als Konzertchor bestens vertraute “Coro Lagun Onak” unter Direktion des Canónigo R. Lateranense R P. Luis De Mallea, unter Hotel-Reservierungen — Fahrkahrten ¡ \ Reisebüro VIA WINDjj 25 de Mayo 189 — T.E g £*; HOTEL LAGOnt^S j EROEFFNUNG AM. 15. 12. | RESERVIEREN SIE FTJER IHRE FERIENZEIT SCHON JETZT. Im Dezember ermässigte Preise Anfragen u. Bestellungen unter HOTEL LAGO Rio Ceballos SIEBRAS DE CORDOBA — Casilla Correo 34 j Restaurant »Paso” ivd — T. E. 87-9259,; Harabonim der den. die diese Schreckensnacht erlebten und sich nicht mehr retten konnten, wurden samt ihrem Rabbiner Dr. Reinhold Lewin in die I Vernichtungslager deportiert. I Ein ehemaliger Breslauer, Absolvent des Breslauer Rabbinerseminars und später Archivar der Jüdischen Gemeinde in Breslau, Rabbiner Bernhard Brilling, hat vor kurzem eine .Geschiehte der Juden in Breslau von 1454—1702" (Stuttgart, Kohlhammer-Verlag. 1960) veröffentlicht. Eigentlich war die. se Arbeit schon im Entwurf 1933 geschrieben und bis 1938 vervollständigt worden. Sie hätte als Dissertation eingereicht werden sollen. Da aber Juden die Zulassung zur Promotion nicht ' mehr gestattet wurde und der Verfasser nach Erez Israel auswanderte, konnten seine Pläne nicht verwirklicht werden. Lange Jahre war er inzwischen Archivar der Stadt Tel Aviv, bis er sich entschloss, die Pläne seiner Jugend wieder aufzunehmen und zu vollenden. I Die jetzt vorliegende Arbeit ist die erheblich erweiterte Dissertation. Sie bringt weder die alte Geschichte, I die bereits wissenschaftlich - bearbeitet worden ist. noch die neuere, die eigentliche! Blütezeit unter der preussi- : sehen Regierung, sondern sie füllt eine Lücke aus, indem sie die Zwischenzeit behandelt. 1453 waren die Juden aus Breslau durch Capistrano für dauernd vertrieben worden, aber sie kehrten bald wieder zurück, wenn auch zunächst nur in geringer Zahl und meistens nur Ivorübergehend zu den breslauer Märkten. Mit dieser Zeit beginnt die Arbeit Brililings und schildert erschöpfend die 250 Jahre bis aum Anfang des 18. Jahrhunderts. ¡Noch ist es nicht die werdende Grossgemeinde, noch bekommt sie nicht Zuzug aus den preussisch geworde- , nen Teilen Polens, aber j schon jetzt spielt der Einfluss des polnischen Juden i Sábado 12, a las 21 horas, j tums eine'starke Rolle. Die Tercera y última Función j ‘[l der Vierländer-Synode i del Abono Popular (2a. Quo-¡^Waad arba arazot) zusami tal “El Amor por tres Na- | mengeschlossenen Juden Po- ¡ranjas”, de Prokofieff. Direc- ¡ lens haben starkes Interesse Itor de Orquesta: Ferruccio an elner nicht nur provisor!-; Calusio. Sobrantes de Abosehen Judensiedlung in Bresno en venta lau halten sich oftmals ge- ) Domingo 13, a las 17 horas. rade m der Zeit der Herbsí-! 12a. Función del Abono Ves- Jfeiertage dort auf. weil um pertino “El Amor por tres ¡diese Zeit einer der vier Naranjas”, de Prokofieff. Di- J grossen breslauer Märkte rector de Orquesta: Ferru j stattfindet, und sind daher j ccio Calusio. Sobrantes del. auch an ständigen Gottes- , Abone en venta hoy. diensten interessiert. Die idas in baskischer Sprache \ orgetragene „Aita Gurea“ (Madina) und Ginasteras „Hosanna”, sowie der Psalm „Lobet Gott“ von Franck, dessen Orgelpart wieder Ro- > nberg oblag. Die Krönung des unvergesslichen Konzerts war das am Ende gesungene „Amen“ der Schlusschor aus Handels unsterblichem .Messias“ unter Malleas Le.tung. in dem sich die drei Chöre untereinander machten und so symbolisch dem Charakter der veranstaltenden „Confraternidad" Ausdruck gaben: langer und jubelnder Beifall belohnte alle Mitwirkenden, und mit ergreifenden Gesten des Häoeschüttelns der drei Dirigenten unter sich und der Chr re klang der Abend aus. c—n. Teatro Colón a las 21 horas, j turns eine' starke Rolle. städtischen Behörden versprechen sich von den Juden : wirtschaftlichen Nutzen, aber 'sehen in ihnen auch unbequeme Konkurrenten, j Wie aus diesen provisorischen Gebetstuben allmählich feste Synagogen und ei- |ne geordnete Gemeinde entstehen, wie stark der Ein- , Tluss der jüdischen Kaufleuj ■ te ist, und welche Bedeu- ' tung die jüdischen Münzliej feranten für die kaiserliche Münze haben, ähnlich wie in Berlin für Preussen, all dies zeigt Brilling in der vorliegenden gründlichen Studie, i I Sehr ähnlich lagen die Ver. j hältnisse in Leipzig, wo den Juden damals auch nur der Besuch der Messen ges attet j war und wo sich bei den | Messebesuchern viele Bej gleiter unter allerhand vorgegebenen Begründungen j aufhalten, wie Max Freuden. I thal dies in seinem Buch über die leipziger Messegäste nach. I gewiesen hat. Hier, wie dort, I spielt das Bedienungspersoj aal eine wichtige Rolle. Der Diener, der Schammes. ist seine Studien nicht nur der Syn agogen diener, sondern erhält das Recht, zur Abwicklung der laufenden Geschäfte, zur Einkassierung von Schulden usw. sich auch in der Zeit zwischen den Messen, also faktisch dauernd, in Breslau aufauhalten. Da manche Landesteile sowohl von Pollen wie von Böhmen und manche grosse Gemeinde wie Prag oder Lemberg oder Posen und auch die be'den schlesischen Gemeinden Glogau und Ziilz einen eigenen Schammes nach Breslau entsandten, fanden sich allmäh. lieh eine ganze Anzahl dieser Diener ein, die mit dem grammatisch unmöglichen Plural Schammesse (statt des Hebräischen Schammaschim) in den Urkunden bezeichnet werden. Ihre Tätigkeit war in Wirklichkeit nicht die eines Dieners, sondern der Vergleich ist durchaus passend. die eines Konsuls. 1 Neben diesen „Schammessen" sind die Münzlieferanten als die Begründer der breslauer jüdischen Gemeinde anzusehen. Ihr Einfluss ist sehr stark; ihr Anteil an den Edelmetall-Lieferungen wächst in den fast 100 Jahren von 1627 bis 1720 von 20 Prozent auf 92 Prozent. Wie in Brandenburg, in Württemberg und anderen Ländern, wird diesen Miinzlieferanten, die nun einmal unentbehrlich sind, der Vorwurf gemacht, sich durch Ausprägung minderwertigen Geldes zu bereichern; aber es kommt nicht zu Vertrei. bungen oder gar zu Morden, wie in Berlin und Stuttgart. Allmählich finden sich zu diesen beiden Gruppen immer mehr Juden, die zum Teil zu ihrem Personal gehören oder irgendwie von ihnen abhängig sind. Es entsteht auch bald nach dem Dreissigjähriggn Krieg eine ständige Gebetstube kn Hau. se des Münzjuden Zacharias Lazarus aus Nachod, die bis zur Zerstörung 1938 bestehen bleibt. Es würde zu weit führen, noch mehr Einzelheiten zu bringen. Jeder Interessierte, insbesondere der aus Schlesien Stammende, dürfte die flüssig geschriebene und leicht verständliche Arbeit Brülings mit Interesse und Vergnügen lesen, und dem Wissenschaftler wird dieFüL le der Anmerkurtgen. die streng vom Text getrennt sind, eine wesentliche Anregung zu weiteren Forschun. gen sein Israelische Briefmarken Tel Aviv. — Einige Briefmarken sind kürzlich aus dem Handel gezogen worden. Die Bialik-Erinnerungsmarke, deren Auflage 1.578 000 Stück betrug, und die Beo. Jehuda - Marke, mit einer Auflage von 871.000 Stück, sind an den Postschaltern nicht mehr au kaufen — (AWZ) Die BARMtZWAH unseres Sohnes GEORG EMANUEL findet s. G. w. am Sonnabend, den 19. November, um 10 Uhr im Tempel Brith Abraham, Antezana 145, statt. Dr. CARLOS HENDEL und Frau EDITH geb. SPAR Empfang am gleichen Tage von 17 bis 21 Uhr Canning 124, 2?, D. Kahilla ' \ Paso 452 (al fondo) Unter Aufsicht des Vaa* MITTAGS- und ABENDTISCH Anrichten von kleinen Festlichkeiten und Banketten >»H44W4*WWH**4HWt4444M»***M****WH**4* * H. ROSENZWEIG! TAILOR HENRY Tmw Ntmi Telefoa: 32.0913 inkwwwwweri M3, pis* I NMa ioefiflteae ITT BOLOGNE SUR MER 547 T. E. 88-9420 “LAS TRES HERMANAS“ I de ANTON TCHECHOW Dirección: Atahualpa del Cioppo FUNCIONES: VIERNES, SABADO 22 HORAS <> DOMINGO 18 HORAS;; ISRAEL-BRIEFMARKEN AN WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEU AUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatelica oficial del Estado de Israel, VXAMOHTE 850, l/B — Bmmi Air*«, Re». Ar«*n2iaa STATT KARTEN EVA HERZBERG MAX GIESEN VERLOBTE Saenz 520 Av. Cabildo 1695 Lornas de Zamora Empfang. Sonntag, den 20. November, von 18—20 Uhr, Av. Cabildo 1695, 2° p. dep. 8 ■*T*'~"'*“~"*****‘,“--*~*^*r ■ii-imnnnnru-nnmnnn-irr NORBERTO FLIGLER HAYDEE C. STRUSBERG FURER de FLIGLER danken allen Verwandten, Freunden und Bekannten herzlichst für die ihnen anlässlich ihrer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.