Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1826 (11.11.1960)
- Date
- 1960-11-11
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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2 — Viernes, 11 de Novismbre de 1960 ,LA SEMANA ISRAELITA Año XXt, — No. 1826 Zur Frage der Beziehungen (Schluss von Seite 1) Hiifeieisiung ist das pnmä. [ j)je amerikanische re, sondern der Grund, warum die Bundesrepublik sich! Hilfe , , zu diesen Zahlungen ver-, ... u. , bestimmen lassen, was eine Reiches können — falls sie pflichtete Washington. — Kongress , , (dritte Macht wünscht. Eine im Bewusstsein des deut. I A Lu ,, ,. , ur|d Senat haben das Budget men um ^rael zustande kam, <soiche Politik würde zu einer sehen Volkes verankert sind L^US W<fthen M°tiven und für die Auslandshilfe um yersuv. .en alle Araberstaa-■ Serie unerhürter Unzuträg- und lebendig bleiben — eine welch®a Arg.ume"t'en 460 Millionen Dollar geten die Bundesrepublik zur hichkeiten iühren. Das Be- ' Schutzwehr gegen das Wiek man hierin eine Verkürzt Trotzdem nimmt man Annullierung dieses Vertrastreben der Bundesrepublik deraufleben & des Nazifa ■ zerru”g sehen' D*e Regiean> dass die Hilfe an Israel PCS zu zwingen. Dass sie es 7U den belden Gegnern des schiamus bilden Man soll ' der ^Uitor Tn dln Frank* glei°h bleiben Wird wie im sucht mit fairen Mitteln ta- Orientkonfiiktes in vernünfauf keiner Seite glauben wi v Z« d ..Frankletzten Jahr, nämlich 7,5 ten, sondern einen brutalen tige Beziehungen zu treten, dass es sich hier um einen ¡dass die ErbschaftVdes BraC' ^i"i0nen an a“ii1c1her dürfte der allgemeinen Li- „typisch-jüdischen“ Stand.' nen Ruches.die Pflichtzur 6 und eine halbe MlU on me der internationalen Polipunkt handelt. Auch wenn Wiedergutmachung allen durchaus entsprechen, dies der Fall wäre, ist daran Deutschen auferlegt, ohne Sowjetunion unterhalt noch kein Fehler zu erblik. dass hlerbei die Folgen be. zu Israel wie zu den Arabern ken. Der Nazifaschismus ist diplomatische Beziehungen, aber nicht nur eine Gefahr . Warum sollte dieses natürlifür die Juden, sondern in arabischen - istrengungen. che Recht anderen Staaten gleichem Masse eine Gefahr andere Machte auf ihrer Liverwi;brt werden? für den Bestand der Welt, für das Leben der anderen Nationen und selbst für die Existenz des deutschen Volkes. Leider hat der Artikelschreiber nicht was er unter Zwang durch Drohung des Abbruches der Handelsbeziehungen auszuiiben versuchet-n, sei zur nebenbei bemerkt. er diese Methoden bilden i._.n einmal die gewohnte Be_ itmusik der tik Die an technischem Beistand. (AWZ). nie zu ziehen. Dass die Bundesrepublik nicht nachgab, entsprach dem Kräfteverhältnis und den arabischen Interessen, die auf die deutsche Hilfe nicht Verzicht lei. ßten wollten oder konnten. Sie werden auch in Zukunft jeden Kredit annehmen, der ihnen gegeben wird, ob der Partner nun mit Israel gute Der Autor des zitierten Artikels geht aber noch weiter. Er schreibt, dass über dem Verhältnis der Bundesrepublik zu Israel der Alptraum der Vernichtung der Juden im Dritten Reich liegen würde. Wen eigentlich könnte es Wunder nehmen, : wenn dies wirklich der Fall riicksichtigt werden können. Eine Frage, die von unserer Seite gestellt werden darf, ist die, ob diese Zahlungen ausreichen, um wirklich; „wiedergutzumachen“, jeden falls in dem Rahmen, in dem j überhaupt eine solche Wiedergutmachung möglich ist i Aber das jüdische Volk hat ausgeführt, verstanden, dass es nicht alden „Verzerjefn auf die Summe anrungen versteht, die sich kc;)rnrru, die gezahlt wird, auf Politik und Presse aussondern dass in diesem eingewirkt haben. Die Bundesmaligetl tragischen Fall der republik hat noch nicht ein-jg(ife Wille und die Umkehr mal die diplomatischen Bej von einer schädlichen Verziehungen zu Israel aufge- |gangenheit ins Gewicht fällt. Man darf anneh Die Aeusserungen über die tischer Kovenienz wegdisku-; mßn> dass hierin eine Rückj Verzerrungen“, zu der die tiert werden! Dass es verantsictlt auf die arabischen Län-; deutsche Schuld am Tod von Millionen unschuldigen Menschen geführt hat, sind wenig ermunternd: sie lassen bei objektiver Wertung auf eine Einstellung schliessen, die nicht von diesem Verständnis der Belastung des , . „ . . ist? Die Ermordung von »der weniger gute Beziehunsechg Millionen unter der gen un er a . i braunen Herrschaft kann Vielleicht ist die Regierung t docb riicht aus Gründen poli. 1 nommen. in Bonn gerade in dieser frage in eine Richtung ge- _ gangen, die für manche anj'wortliche Staatsmänner gibt, der zu erblicken ist. Es ist deren Mächte eine Beleb-ldje d;eses grausige Geschebekannt, dass die Absicht rung darstellt. Wo steht es hgn als einen Alptraum emp. ’ der Regierung in Bonn, die denn geschrieben, dass man fjnder,( bat ihnen Achtung diplomatischen Beziehungen den Wünschen einer Partei und Respekt in der Welt ein zu Israel anzuknüpfen, zu in einem internationalen! getragen goR man diese einem Zeitpunkt geäussert Konflikt willfahren muss? Tatsache aus den politischen worden ist, als dies nach Abgesehen davon, dass selbst' Betrachtungen ausschalten? ¡Meinung der israelischen Re.i deuUchen'voik^rdurdi müsste man den Deutschen die Schuld am Sieg des Bolschewismus zuschieoen oder den Bolschewisten die Schuld am Ost—West-Konflikt oder den Amerikanern die Schuld an der betrübtlichen Entwicklung in Kuba. Was ist mit solchen Feststellungen heute gewonnen? Verlangt doch der Autor „ciie positive Lösung, die .Lösungen nach vorne“, die in gemeinsamer Bemühung gefun. den werden müssen.“ Nun bleibt die Frage zu klären, aus welchen Gründen diese „Lösungen nach vorne“ von den besseren Profiten oder , dem „Potential“ eines Volkes abhängig gemacht werden sollen. Mit dem „unvergleichlich la ¡semana israelita Biscmanario — aparece los Martes y Viernes Editado por Estrellas Editorial Ltda Verantwortlicb. Dr. H. Swarsensky Pueyrredón 21bJ. iv tZq X. E 8J 2013 Argentim-n; $ 60.— pro Quartal Abon .-Pieise. tik eintritt, muss auf d^n autuauen, was gcac.ian a wurae, bis d.csts v otic noch n.cht „in die V> eixge-- schichte" emg-Ueten v.ar. Sonst würae Coaus t.etrsehen. Abgesehen von dieser, nach unserer Auflassung irtitMnulichen Meinung uo.-r die Rol. le, die neue Völker spielen sollen oder zu spielen hahaben, gibtes Anzeichen, dass gerade unter diesen neuen Völkern nicht alte so denken, wie die araoischen Staatsmänner dies wünsenen. Auch diesen, Faktor sollte ein objektiver Beobachter nicht übersehen. die heute so unversöhnlichen Eg ware „ur m wünschen, 'gierung noch nicht möglich trabe Araber eines Tages ihre Mei. d3SS noeb viele deutsche Ge war. Als dann Israel wollte, nung und Stellung zu Is. nerationen unter diesem Alp, wich Bonn aus. Hierin Vergangenheit sprachen. wie sie von der Regierung der Bundesrepublik -in rael ändern könnten, kann; traunl unter dieser Schuld braucht man keine Politik i richtiger Erkenntnis der hi doch ein Land unmöglich ibrer Väter, denken und \ der Stärke zu sehen. Denn seine Haltung gegenüber; bandein würden. Persien, um ein Beispiel aus einem anderen Staat davon , Dr, FREY Abobado ptteyrredon litt I* ug. Mchm. 1#—18 Oh« Wer predigt, dass dieser der letzten Zeit zu zitieren. Alptraum ausgeträumt sein hat trotz der arabischen müsse, der öffnet leichtfertig neuen Greueln und Grausamkeiten das Tor. Gerade die Schandtaten des Dritten; REAL PEN •Füllhalter; REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 T E. 49-5850 Aus eigener Werkstatt Lederkleidung CAMPERAS — JACKEN MAENTEL Umarbeitung - Aenderung Massenfertigung in 24 St Garantiert bestes Leder G. Küchler CONGRESO 2465 fast Ecke Cabildo 2900 ]. Liebling FOURRIERE — SPERRHOELZER DIAZ VELEZ 5294 «1 46 T. E- «9-2349/0340 T 3021 1 Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNGEN HAEUSER oeschaeften Manuela Pedresa 2590 pl. b. Dp. B T. E. 70-7244 Drohungen seinen Botsehaf- '■ ter mit Israel ausgewechseit. | Wenn aber von „Verzer. rungen“ die Rede ist, so soll I und muss man sie wohl an einer ganz anderen Stelle storischen Zusammenhänge! ausgedrückt worden ist. Es ändert an der Gesamtbeurteilung des von uns angegriffenen Artikels nichts, dass der Autor schliesslich |den europäischen Mächten, jvor allem England. die Abschliessend sei nochviel grösseren arabischen Po. mals unterstrichen, dass tential“ zu marschieren, mag wir diese Artikel nicht ver. Erfolg versprechen, aber eiöffentlichten, um mit einem ne ,,Lösung nach vorn“ oder fremden Autor oder einer eine gerechte Lösung ist es Zeitschrift in eine Polemik nicht. einzutreten. Unsere Absicnt „Kein Ruhebedürfnis der ist erreicht, wenn unsere Nationen Europas wird die Argumente überprüft und Völker Asiens und Afrikas über die Probleme noch eindavon abbringen, sich bei ihmal gründlich nachgedacht rem Wiedereintritt in die wird. Die „Lösung nach Weltgeschichte von der Vivorn“ ist der friedliche Aussion ihrer Zukunft leiten zu gleich entgegengesetzter Inlassen und gewiss nicht von teressen. Diesen in jedem den Restbeständen fremder Fall zu fördern, ist die Auf- Diktate.“ In diesen Worten gabe.die verantwortlichen ist eine Drohn-ung enthalten Menschen zufällt. Schliess- oder eine Voraussage und Schuld am Konflikt zwischen Entschuldigung für eine '.Arabern und Juden, bzw. Is- .... . . , .... trael. zuschiebt Nur dass wir publik sich bemüht, wenig- | , _ , , , . , . o’ -i j , t izu anderen Schlussergebnisstens einen Teil des den Ju- , s. , , Ir . sen gelangen müssen, als er, den angetanen Unrechts : , , ,_, L ( auch durch die Reparationen an Israel oder durch andere, spätere Hilfsstellungen wie- ■ dergutzumachen, dürfte ei- , .... ... , gentlich selbstverständlich n'kten ^hren, zu ähnlichen sein. Sollte man das Vergangene etwa vollkommen igno- ■ rieren? Hätte man einfach durch nichts zu verteidigen, de Machtpolitik, die hier ideologisch untermauert werden soll. Auch ein Volk, lieh sind in der so oft bemühten Weltgeschichte schon schroffere Gegensätze liberbrückt und tiefergehende Differenzen als dieser Konflikt überwunden worsei nebenbei bemerkt. Man darf nicht übersehen, dass auf diesem Wege alle historischen Prozesse, die zu Kon. .Konstellationen leiten So dass erneut in die Weltpoli- 1 den. Aî&ttka (?kapeaux HUTSALON Jetzt in B e i g r a n o MOLDES 2561 T. E. 73-9229 73-9155 zur Tagesordnung übergehen I können? Dass die Reparationszahlung zugunsten Isj raels den Aufbau des jungen I Staates gefördert haben. braucht werden. nicht geleugnet zu Aber nicht diese Judith Schenkolewski KaltttMÜckmien Schabboadecken - Tallisbeutel . Käppchen Massot-Taschen - Hand- und Maachlnenstickerei von Bett und Tischwäsche BEBEDERO 2669 T. E. 78-9195 Jacobo M. Lapidus dipl. Mohel TUCUMAN 2396. 4? J T E.: 48-2124 NERVENu. GEMUETS- KRANKHEITEN Dr. M. J. Kuhn prov. RIVADAVIA 2625 III Tal. 48-7524 Mont., Mittwoch Freitag 17—20 Uhr Tel. Anmel düng erbeten. 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