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Jüdische Wochenschau · 1960-10-28 · 1823 (28.10.1960) · p. Seite 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1823 (28.10.1960)
Date
1960-10-28
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Viernes. 28 de Octubre de 1969 JOD! ÍHEMSCHAO Ario XXI ¡Ufo. 1823 Die Affaire von BENNO WEISER m COMITE CENTROEUROPEO | Corrienres 2294 — VI, Stock —- Jl. E, 48*3695, 48-568JÍ j - ~ ~~ i KINDERFEST DES K. K. L. | Das schon traditionelle Kinderfest zu Simehat Thora ■wurde wieder ein grosser Er. folg. In den geschmückten Räumen der Pestalozzischule fanden sieh ca. 350 Kinder ein. die meisten schon sehr frühzeitig, und vergnügten sich an den verschiedenen Buden, wo jeder bei den Ceschicklichkeitsspielen einen Preis gewinnen konnte. In Rekordzeit wurde auch die schone Tombola, diesmal mit 1.000 Gewinnen ausgeslattet. ausverkauft. Nach der Kaffeetafel, die sich in 3 Turnussen schnell abwickelte, begannen die Vorführungen auf der Bühne; hierzu hatten sich die Jugendgruppen von ACIBA .upd NC1 — in Vertretung des Freute Juvenil — zur Verfügung gestellt und ernteten grossen Beifall der kleinen Zuhörer. Auch die darauffolgenden Filme (Ditoujos aijimados und eine israelische Wochenschau! wur. denbegeistert aufgenommen. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete zweifellos die Preisverteilung für den Zeichenwettbewerb, mit ungefähr 70 eingereichten Zeichnungen^ die in der Vorhalle, nach Altersstufen geordnet, ausgestellt waren. Alle Religionsschulen, durch ihre Leiter und Lehrer besonders angeregt, hatten sich beteiligt, und im Namen der Jury übergab Herr E. Käl- . bermann die Gewinne an die 32 Preisträger, deren Namen wir das nächste Mal veröffentlichen. Alle anderen Teilnehmer erhielten einen Wimpel als Trostpreis. Fiir die Jugendlichen, die die Tischri-Aktion des KKL so erfolgreich durchgeführt hatten, wurde ein kleines Radio verlost’, die glückliche Qewinnerin war Sta. Loeb vom Culto Israelita de Belgrano.; Wir möchten an dieser Stelle allen unseren treuen Freunden, die durch das Bereitstellen der grossen Anzahl von schönen Geschenj ken fiir die Tombola, sowie allen unseren Helfern, die durch ihre wertvolle Mitarbeit zum Gelingen des Festes beigetragen haben, unseren herzlichsten Dank aussprechen; die . strahlenden Gesichter aller Kinder waj ren wohl der beste Beweis | dafür, dass das Fest wirklich gelungen war. Die Affaire, die gegenwärtig einen grossen Teil von Israels Zeitungsspalten füllt, ist umso schwieriger zu verstehen, als ihr Ursprung strengstes Staatsgeheimnis ist und daher in der Presse nicht besprochen werden darf. Der Zuschauer sieht daher einen Hamlet ohne den Prinzen von Dänemark. Und er sieht folgendes:- Im Jahre 1955 trat Pinchas Davon, einer der bedeutendsten. Arbeiterführer und Hierarchen der Mapai, von seinem Amt als Minister für j Landesverteidigung zurück. Die Ursache war der FehlschJag einer nichtmilitärischen Aktion, welche besagtes Staatsgeheimnis ist. In einer Untersuchung, die damals stattfand, erklärte Lazeitweiligen Eklipse auf der Kpllektivsiedlung Sde Boker irfi Negew — den Rücktritt jener drei Funktionäre des voh jungen Männern, die den innersten Kreis um Ben Gurion bilden. Lavons Stärke ist der Histadruthappa- Ministeriuras. Als Sharett rat, Ben Gurions immenses diesen Vorschlag nicht annahm, zog Davon seine Konsequenzen und trat zurück. Sein Prestigeverlust war jedoch nur vorübergehend, denn etliche Zeit später wur. de er zum Generalsekretär ¡der damals noch allmächti- 'gen Histadruth ernannt, des ¡Gewerkschafts - Verbandes, welcher nach Ansicht vieler einen Staat im Staate dar- I stellt. - 1 Fünf Jahre später wurde 'einer der beiden Funktionäi re, die behauptet hatten, Lavon hätte von jener missglückten Aktion gewusst, bei , Ben Gurion als Riiclcendek-; Unregelmässigkeiten ertappt. Prestige ist ein Schild für den jungen Peres, an welchem alle Versuche, seine Demission zu erzwingen, abprallen werden. Lavon wäre einer der wenigen Kandidaten innerhalb der älteren Generation für den Posten des Ministerpräsidenten, sollte Ben Gurion einmal nicht da sein. Doch Bep Gurions Kandidaten sind seine jungen Freunde, aller voran der einäugige General Moshe Dayan, der Held der Sinai- Campagne und gegenwärtige Landwirtschaftsminister. Mit von, von jener Aktion nichts deru darauffolgenden Untersuchung gab der betrefkung hat Peres nichts zu befürchten. Und obwohl dies eine ansonsten perfekte . Defende Funktionär zu, in den i mokratie ist, kann kaum etgewusst zu haben. Er war Zivilist und als solcher nicht , . ,r ... . . . , , , _ von den Berufssoldaten, die | semerzeit.gen Verhören nicht was gegen den Wunsch Ben - i- --r- - Gurions entschieden werden. ums sagten hingegen aus,, Lavon hätte von der Aktion gewusst. Unabhängig davon js sprach sich der Unterstaatsini Ministerium arbeiteten, inur fals"h «««en Lavo“ aus’ eingeweiht worden. Zwei! gesagt, sondern auch ge- Funktionäre des- Ministerl- ¡fälschte Dokumente vor gelegt zu haben. Lavon wäre dadurch rehabilitiert gewe. sen. Doch war ihm das nicht genug. Shimon Peres war sekretär für Landesverteidij nacd w*e vor Unterstaatssegung und Lavons Untergebe- ¡kretär für Landesverteidiner. Shimon Peres, in gehei- NunS (der Minister ist Ben mer Sitzung gegen seinen [Gurion) und Lavon hatte es Vorgesetzten aus. Als Lavon I auf se*nen Kopf abgesehen, von diesen drei ihm ungünlZwar steht fest>. dass Peres’ stigen Aussagen hörte,' ver- Zusage nicht mit der Frage, langte er von dem damaligen Aus unserer Arbeit Das Ehepaar Leopoldo Hirsch spendete den Betrag .von $■ 3.000.— zum Pflanzen von-Bäumen auf den Namen des Ehepaares Eugenio Villa ein Lässlich ihrer Uebersiedlung nach Israel. Die Familie Federico Roth, miiller spendete anlässlich der-Barmizwah ihres Sohnes Claudio den Betrag von $ 1.660.— für den KKL; auf den Namen von Claudio werden Bäume in Israel gepflanzt. Herr Julio Neumann spendete anlässlich der Hohen Feiertage in der Synagoge der Niieva Comunidad Israelita die. Summe von $ 500.— für den KKL. Wir danken allen unseren Spundern und Mitarbeitern. Unser Telegrammdienst Telegramme und Baum- | spenden bei jeder Gelegenheit, bitten wir, unter nachfolgenden Telefon-Nummern aufzugeben; 70- - 1 40-8442 73-4618 88-7004 64-2968 54-8209 76-1398 (Fiambrerfa Cogbla») 48-3695 Sekretariat 48-5683 Bilder aus dem Ghetto von Lodz London. — Vier Alben mit Bildern, die von den Bewohnern des Ghetto in Lodz Während der Besetzung Po- Jens durch die Nazis zusamimengetragen wurden, sind kürzlich dem Jad Waschern in Jerusalem feierlich übergeben worden. Die Alben wuroen im Keller eines Hauses in Frankfurt von S. Rosenfeld, dem Korrespondenten der Zeitung „Bamachane”, gefunden. Das Ghetto von Lodz Wurde als letztes von den Nazis „liquidiert“, (ITA) DIE BRUECKE ZWISCHEN UNS UND ISRAEL IST DIE BLAUE BUCHSE DES KKL Pflege jüdischer Friedhöfe Wiesbaden. — In der Provinz Hessen gibt es 321 jüdische Friedhöfe, und 240.000 Mark wurden von der Bundes. und Provinz-Regierung im Jahre 1959 zu ihrer Pflege aufgewandt, wie der hessiche Innenminister Heinrich Schneider mitteilte. Er antwortete auf die Beschuldigung einer parlamentarischen Kommission, dass diese Friedhöfe vernachlässigt worden seien. (ITA) Für die unsanlässlich der Geburt unseres Sohnes MANUEL erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir allen heimlichst. Manfredo Heinemann und Frau Renate geh. Schlesinger Moldes 2453, dto. 1 Ministerpräsidenten Moshe Sharett — Ben Gurion befand sich damals in seiner „Was kostet die Freiheit?” Düsseldorf. — Eine Illustrierte mit dem Titel ..Kontraste“ und dem Untertitel „Was kostet die Freiheit?’’ ist kürzlich vom Jugendhaus Düsseldorf herausgegeben worden. Der grössere Teil dieses Sonderheftes dient der Aufklärung der Jugend über die nationalsozialistischen Verbrechen. „In dieser Illustrierten“, so heisst es in einem Vorwort, „geht es um ein Dreifaches: um die Wahrheit über die Vergangenheit, um die Erziehung zur Freiheit und um die Zu- Heft stellt den Versuch dar, kunft der Demokratie. Das die totalitäre Herrschafts¬ und Lebensform des Dritten Reiches und das kommunistische Regime der Siwjetz-one mit der Demokratie zu kontrastieren.“ Auf seiner Titelseite bringt „Kontraste“ ein Bild Hitlers. Der „Endlösung der Judenfrage“ und dem Widerstandskampf gegen die Nazidiktatur sind jeweils mehrere dokumentarische Seiten gewidmet. Das Tagebuch des polnischen Jungen David Rubinowicz, der zusammen mit seinen Eltern in den Gaskammern des Konzentrationslagers Treblinka umgekommen ist, wird in Auszügen abgedruckt. Das lieft schliesst mit einer Umfrage. Namhafte Persönlichkeiten aus der Bu«- desrepublik sind gebeten worden, zur Frage der jungen Generation und der Chancen der Demokratie, ihre Meinung zu schreiben (AWZ) jener Aktion im Zusamob Lavon von : gewusst hatte, ¡menhang stand. Seine Aussage war daher nicht von der falschen Zeugenschaft jener anderen Funktionäre betroffen. Jedoch behauptete Lavon, dass es sich um ein Komplott gehandelt habe ihn zu stürzen, und dass Peres an diesem Komplott beteiligt und interessiert war. Hinter dieser Affaire stehen zwei Elemente; Der i Kampf um Ben Gurions Nachfolge und der Kampf zwischer zwei Fraktionen innnerhalb der israelischen Arbeiterbewegung. Shimon Peres gehört zu der Gruppe Hinter Lavon stehen jen<t Teile der Arbeiterbewegung,: welche wollen, dass israelein Gewerkschaftsstaat werde oder bleibe; es ist dies ein Sektor der Mapai und die beiden Parteien links von Mapai, Achdut Haavodah und Mapam. Im Gegensatz zu ihnen stehen die Etatisten, die, obwohl selbst aus der ■Histadruth hervorgegangen, dieser entwachsen sind und dem Staat die Priorität über die Gewerkschaften geben. Das nächste Kampfobjakt wird die Kupat Cholim sein, die Krankenkasse der Histadruth. der 95 % der Bevölkerung angehören, deren Jahresumsatz nahe an die 100 Millionen Dollar ist. und welche die Etatisten verstaatlichen wollen. Das Ende der Affaire Laven wird von diesen beiden Faktoren — Nachfolgerschaft und Etatismus — und nicht von dieser oder jener Zeugenaussage entschieden werden. Es ’st unwahrscheinlich, dass sie mit einem Sieg Lavons enden kann. NACHRICHTEN AUS ISRAEL LIEFERUNG AN WEST AFRIKA Nach seiner Rückkehr aus Afrika hatte Finanzmini,-,ier Levi Eshko) im Journalislenklub von Jerusalem angekündigt. dass Israel damit rechnen könne, dieses Jahr Waren fiir 5.000.000 Dollar an. Ghana und für denselben Be. trag nach Nigeria zu exportieren. Er erklärte, dass d:e Mohammedaner von NordnigeriCn Israel nicht grondsiitzlich feindlich gegeniiei stehen. Bei einer jiirgst in Abessinien stattgefun_enen panafrikanischen Konferenz habe sich die nigerische Abordnung dem Druck der Araber widersetzt., als dü se eine antiisräelisehe Re.-olu tion einbrachten BAUMWOLLGARN Im Jahre 1959 wurden 459 Tonnen Baumwollgarn im Wert von 432.000 Dollar ,ex- I portiert. In der ersten Hälfte 'des laufenden Jahres 'hat ¡sich der Export dieses Artijkels mehr als verdreifacht 'OEFEN I Es ist der Fabrik Friedmann (Jerusalem) gelungen, j im ersten Halbjahr 1960 ihren Export an Heizöfen zu steigern. Sein Wert betrug etwa 100.000 Dollar, mein als 1 die Gesamtausfuhr des | Vorjahres. Diese Oefen sind ein Saisonartikel, aber die Fabrik, die grösste ihrer Art im Lande, erzeugt auch elek. trische Kühlschränke und | zwar im Durchschnitt 30 pro ¡Tag. ERZEUGUNG VON ROEHREN Während die Erzeugung der Röhrenfabrik im Laufe j der letzten zwei Jahre um 1190 % gestiegen ist, sind die : allgemeinen Produktionsk». j sten um 35 % gefallen. Die , Fabrik beschäftigt 375 Ar- . beiter, die aus 25 verschiedenen Ländern stammen und zumeist den orientalischen Landsmannschaften I angehören. » IHR INSERAT in der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU bringt immer Erfolg Auskunft: T. E. 83-2613 EIHHEITSKAMPJIGNE ist Pflichterfüllung ISRAEL gegenüber Annahmestellen: CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL, ¡1 COMITE CENTROEUROPEO Sarmiento 2376, 39 — T. E. 47-3820 und sämtliche Sekretariate der angeschlossenen Organisationen und Gemeinden 1. “in-tfmMij I

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