Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1822 (25.10.1960)
- Date
- 1960-10-25
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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fi — Maries, 25 de Octubre de I860 JLA SEMANA ISRAELITA DIE EREIGNISSE DER WOCHE Año XXI. — No. 1822 Neuer Botschafter Argentiniens in Israel Die argentinische Regierung hat zum Botschafter in Israel Dr. Rogelio Rafael Trist any. ernannt, der als Berufsdiplomat auf eine lange und erfolgreiche Karriere im diplomatischen Dienst Argentiniens zurückblicken kann. Dr. Tristany, dei zuletzt Chef der Abteilung für Asien und Afrika des Aussenministeriums war, stand durch dieses Amt auch in Beziehungen zu Israel. Er wurde am 17. September 1908 in Buenos Aires geboren und studierte an der hiesigen Rechtsfakultät fünf Jahre lang Jura. Im Jahre 1928 trat er in die Dienste des Aussenministeriums, wo er u. a. Direktor der Abteilung für auswärtige Informationen, Personalchef, Mitglied des Qualifizierungs- Ausschusses, Repräsentant des Aussenministeriums bei der Ständigen Gemischten Kommission für den Handelsvertrag zwischen Italien und Argentinien, Vertreter des Aussenministeriums bei den Vorverhandlungen über den Eintritt Argentiniens in das Zwischenstaatliche Comité für europäische Wanderungen (CIME) war, bevor er das vorerwähnte Amt als Direktor der Abteilung für Asien und Afrika übernahm. Im Ausland wirkte Dr. Tristany als argentinischer Generalbevollmächtigter und Botschafter auf den Philippinen (1957—1959) und in Thailand (1955—1957) und als Botschaftsrat der diplomatischen Vertretungen Argentiniens in Indien (1955), im Libanon (1954), in Iran (1953), in Italien (1946—48), sowie als Geschäftsträger in Jugoslawien (1948—1950) und Generalkonsul in Genua (1950 bis 1952). Dr. Tristany ist Mitglied des Zentrums für Studien des öffentlichen internationalen Rechts von Buenos Aires und hat verschiedene Arbeiten veröffentlicht, darunter „Gesetzentwurf für den diplomatischen Dienst im Ausland", die in der Zeitschrift des Instituts für internationales Recht erschien; er ist auch literarischer Mitarbeiter bei „La Nación” und anderen Zeitungen. Verschiedene Regierungen, bei denen Dr. Tristany akkreditiert war, haben ihm Auszeichnungen zuteil werden lassen. Er ist mit 'Leonor Menjard verheiratet und hat zwei Kinder, einen 14jährigen Sohn Rogelio und eine 12jährige Tochter Leonor Adriana. Rabbin-er Dr. Cyrus Weiler in Buenos Aires Der Delegierte des Jüdischen Weltkongresses in Argentinien, Mark Turkow, veranstaltete für Herrn Rabbiner Dr. Cyrus Weiler, der im Aufträge der neuen israelischen Institution Bet •Hatefuzot gegenwärtig eine Studienreise durch Südamerika unternimmt, einen Empfang für die jüdische j Presse. | Die Herren Dr. Moisés; Goldman und Mark Turkow jbegrüssten den Gast und ¡würdigten seine bisherige Tätigkeit als Organisator und religiöser Führer in | Südafrika, wo er auch eine rege Hilfe für dife Neger entfaltet hat. Rabbiner Weiler organisierte das jüdische Leben in Südafrika und gründete Gemeinden in allen Teilen des Landes. Vor zwei Jahren verliess er Südafrika, ¡wo er ein Vierteljahrhun- 'dert gewirkt hat und liess; sich in Israel nieder. Dr. [Weiler arbeitet als Schaliach der Magbit und Staatsanlei- 1 he in allen Ländern der Welt und ist jetzt in die Leitung der neuen Organisation Bet Hatefuzot berufen worden, die den Zusammenhang der Kehillot der Galut mit Israel stärken und festigen soll. Rabbiner Dr. Weiler überbrachte die Grüsse des Präsidenten Jizehak Ben Zwi und aller Juden in Israel. Er FERIENKOLONIE in Olivos 1 von der ASOC. FILANTROPICA ISRAELITA für Jungen und Mädchen von 4—14 Jahren. Montags bis Freitags 8—18 Uhr; Gymnastik, Baden, Spiel und Sport unter fachmännischer Anleitung. Omnibusdienst ab Plaza Once (evtl, auch Nordstrecke) Telefonische Auskünfte: 70-5527 --—- . WIE LIEGEN DIE FEIERTAGE? Dienstag, den 13. Dezember Erew Chanuka Mittwoch, den 14. Dezember 1. Tag Chanuka Donnerstag, den 15. Dezember 2. Tag Chanuka Dienstag, den 20. Dezember 7. Tag Chanuka Mittwoch, den 21. Dezember 8. Tag Chanuka Mittwoch, den 1. Februar 1961 Chamischa Asar B’Schwat (Neujahrsfest der Bäume) Mittwoch, den 1. März 1961 Fasten Esther Donnerstag, den 2. März * Purim Freitag, den 31. März t Jkew Pessach Sonnabend, den 1. April .; jf' 1. Tag Pessach Sonntag, den 2. April . 2. Tag Pessach Freitag, den 7. April 7. Tag Pessach Sonnabend, den 8. April ---- 8. Tag Pessach berichtete über seine weitverzweigte jüdische Arbeit, die ihn jetzt auch nach Südamerika geführt hat. Das akjtive jüdische Leben in Argentinien hat Dr. Weiler tief ' beeindruckt, der 25 Jahre in Afrika gelebt hat, wo er. besonders im Norden des Kon-! tinents, nur vereinzelt klei-! ne Kehillot angetroffen hat, jim Gegensatz zu Argentinien mit zahlreichen grossen Institutionen und einem weitverzweigten jüdischen Pressewesen. Die neue Organisation, die jetzt in Israel aufgebaut wird, soll die Verbindung der Galut mit der uralten jüdischen Heimstätte sym-! bolisieren. Hier wird ein jii- | disches Institut für die Erforschung der Geschichte jund Gegenwart der Galut ¡entstehen, das die Verbin- | dung mit allen bestehenden Kehilolt anbahnen soll. iDese neuartige Zentralstelle wird ebenso den Kontakt mit allen jüdischen Landsmannschaften in der Welt bewahren und in Israel den Treffpunkt aller Besucher aus der Galut bilden. Die Arbeit wird vom Jüdischen Weltkongress unterstützt. Dr. Weiler hat bereits bei seinem Besuch in Brasilien alle nötigen Vorarbeiten eingeleitet und hofft, auch hier alles Notwendige in der kurzen Zeit seines Besuches organisieren zu können. Den Vorsitz der argentinischen Abteilung des Bet Hatefuzot hat Dr. Moisés Goldman übernommen. Dem Vorstand der Organisation in Israel gehören u. a. Prof. Tartakower, Dr. Kubovi, Lord Reading und Mrs. Sieff an. Rabbiner Dr. Cyrus Weiler spricht fliessend deutsch. Er hat deutsche Gymnasien besucht und bezeugte Interesse, sich auch mit Institutionen ehemaliger deutscher Juden in Verbindung zu setzen. OSE-Schule für Krankenschwestern Die OSE-Schule für Krankenschwestern bietet den jüdischen Frauen Gelegenheit zur Erlernung einer sozialen Tätigkeit als Gehilfin im ärztlichen Beruf. Die Diplome dieser Schule werden vom Ministerio de Asistencial Sozial y Salud Pública anerkannt. Die Anmeldung von Schülerinnen hat schon begonnen und kann täglich, nur nicht Sonnabend, von 18 bis 20 Uhr 30 in Pringles 774 vorgenommen werden. Todesurteile in Syrien London. — Ein syrisches Gericht sprach gegen einen Syrer und einen Libanesen, die wegen angeblicher Spionage zugunsten Israels angeklagt waren, das Todesurteil aus. Weitere 12 Syrer wurden in contumaciam;um Tode verurteilt. — (ITA) Ein Bericht aus Russland Araoz 2854 T. E. 71-9059 ASADO IN BANFIELD Wie bereits angekündigt, veranstalten wir am Sonntag, den 6. November, auf unserem Wochenendplatz in Banfield eines grossen Asado. Wir bieten Ihnen ein Gabelfrühstück, Asado mit Wein, und am Nachmittag Kaffee und Kuchen. Eine grosse Tombola, Schaubuden, u. a. m. werden Sie bei bester Laune erhalten. Für gute Stimmung sorgt die verstärkte Kapelle Hallenstein. Eintrittskarten sind im Sekretariat und bei unseren Vorstandsmitgliedern erhältlich. Ermässigte Preise für Jugendliche und Kinder. Omnibusdienst von Belgrano und vom Zentrum, die Abfahrtszeiten werden noch bekannt gegeben. Da nur Sitzplätze ausgegeben werden, bitten wir um rechtzeitige Anmeldungen (bis 2. November) im Sekretariat 71-9059. JUGENDLAGER ACIBA IN MONTE HERMOSO 1. Turnus: Jugendliche von 13—15 Jahren vom 12. Januar bis 1. Februar 1961. 2. Turnus: Jugendliche von 10—12 Jahren vom 1. Februar bis 20. Februar 1961. Ausserdem ermöglichen wir allen Jugendlichen über 16 Jahren einen lOtägigen Aufenthalt im Lager in Monte Hermoso vom 1. Januar bis 12. Januar 1961. Näheres im Sekretariat. Das Sowjetbüro der „New York Herald Tribüne" brachte einen Auszug aus der Zeitung „Sovjet Moldavia”, wonach vier Männer, ein Rabbiner, ein früherer Rabbiner und zwei Lehrer in der Moldaurepublik vor einen Volksgei-ichtshof gestellt worden sein sollen. Die Zeitung erklärt, der Prozess sei kein antisemitischer Akt gewesen, sondern ein Vorgehen gegen „Parasiten", die die Entwicklung unserer Gesellschaft verhindern wollen." Die Zeugen beschuldigten die Rabbiner und I Lehrer, die mit Namen ge- Inannt wurden, die besten Schüler durch religiöses Gift anzustecken, Schüler anzuweisen, ihre jüdischen Gefühle in der Volksschule ¡nicht zu zeigen, und weiter, I dass sie einer Frau, die keine Mitgliederbeiträge für die ¡jüdische Gemeinde bezahlt habe, den Beerdigungsplatz auf dem jüdischen Friedhof nur gegen hohe Gebühren abgeben wollten. Jüdische Lebenssitten, erklärte das Gericht, s'nd mit der sozialistischen Lehre von Humanismus und Moral nicht zu vereinbaren. Der Prozess fand in einem überfüllten Kino im Orte Faleschti statt, und die Stimmung wurde immer drohen- I der, je mehr Zeugenaussagen j gehört wurden. I Dr. Chaim Schoschkes, der I berühmte jüdische Weltrei- I sende und Journalist, be- | suchte Kiew, wo er eine Besprechung mit dem Leiter des Kulturdepartements im Amt des ukrainischen Prejmiers hatte. Er stellte die ¡Frage, wie es komme, dass die 80.000 Juden dieser Stadt ¡keine einzige Synagoge zur [Verfügung hätten. Die Antj wort war, dass vor etwa zehn Jahren eine Anzahl jüjdischer Besucher des Gottes- ■ dienstes selbst verlangt haben, die Synagoge zu scbliessen, da dort „schlechte Dinge" passiert seien. Niemand war aber in der Lage anzu-;geben, um was es sich hier gehandelt hat. In der letzten Zeit hat eine Anzahl religiöser Juden das Gesuch um j Wiedereröffnung der Synagoge gestellt: das Gesuch ■werde objekiv geprüft wer-! den, war die Antwort. | An der Kiewer Universität besteht eine grosse Nach. I frage nach jiddischen Bü- | ehern, so konnte der Besucher in der Bibliothek feststellen. Insbesondere sind es I viele Studenten, die Werke! über jüdische Geschichte und Literatur verlangen; bei , einem Gespräch teilten viele I von ihnen mit, dass sie bei der Volkszählung jiddisch als ihre Muttersprache ange-! geben haben. Bau weiterer Schiffe für Israel Köln. — Nach den Bestimmungen des Allgemeinen Entschädigungs-Abkom. mens werden für die israelische Handelsmarine weitere Schiffe auf westdeutschen , Werften gebaut werden, wie die israelische Einkaufsmis- | sion jetzt bekannt gab. (ITA) Die Bar Mizwa unseres Sohnes ENRIQUE OSCAR findet s, G. w. am Samstag, den 29. Oktober 1960, um 9 Uhr, in der Synagoge Lamroth Hakol. Caseros 1450, Florida, statt. CURT und CARY HEINEMANN Empfang am gleichen Tage von 18—20 Uhr, Wineberg 3119, Olivos. BARKÖJ0N Gorriii 4951 T. E. 62-7559 BALL: Am Sonnabend, den 5. November, findet in unserem Heim, Goritti 3951 unser Simjath-Thorah-Ball statt. Das bekannte Orchester Ray Kuper spielt zum Tanz auf und Pinie Klotz, als Animador garantieren für den Erfolg des Balles. Bar-Buffet und .. .Ueberraschungen. Weitere Einzelheiten in der nächsten Ausgabe der J. W. PING-PONG: Am kommenden Mittwoch finden allwöchentlich die Spiele um den ‘‘Jutta Bachjner”-Pokal statt. ¡QUINTA: Unsere Quinta wird am! Sonntag, den 13. November, offiziell eröffnet, und an diesem Tage wird, so wie alle Jahre, ein Omnibus von der Stadt direkt nach Moreno fahren. EINHEITSKAMPAGHE ist Pflichterfüllung ISRAEL gegenüber Annahmestellen: CAMPANA UN IDA PRO ISRAEL, COMITÉ CENTROEUROPEO Sarmiento 2376, 3’ — T. E. 47-3820 und sämtliche Sekretariate der angeschlossenen Organisationen und Gemeinden