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Jüdische Wochenschau · 1960-09-29 · 1816 (29.9.1960) · p. Seite 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1816 (29.9.1960)
Date
1960-09-29
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German, Spanish
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i"*--/-"’ fuevas, 29 de Septembre de 196® J9DISCHE WOCHENSCHAU Año XXI. No 1816 COMITE CENTROEUROPEC Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48-3695. 48.568Î ¡¡Atención Chicos! - ¡Una Noticia Bomba! Informamos a todos nuestros pequeños Amiguitos que el FESTIVAL INFANTIL DEL KKL de Simjat Torá se realizará el domingo, 16 de octubre desde las 15 horas, en el Colegio Peslalozzi, Freire 1848, Como todos los años habrá un p-ograma abundante: KIOSCOS! RIFA! TEATRO! PELICULAS! SORPRESAS! COCA COLA Y MASAS GRATUITAS PARA TODOS! Además se realizará un CONCURSO DE DIBUJOS y rogamos a tocios los cnicos que hasta anora no han entregado los dibujos a su maestro correspondiente, que lo hagan lo más pronto posible. EN EL FESTIVAL SE ENTRE¬ GARAN I.OS VALIOSOS PREMIOS! JOM KIPPUR IN HARLEM von SAM FEDERER (New York) Tischri-Aktion Die diesjährige Tischri- Aktion, che von der Jugendorganisation, angeschlossen an die CENTRA (JNDA) gut vor'.eieitet und organisiert war, kann als ein voller Erfolg bezeichnet werden. Als Anerkennung für ihre Arbeit nat unser Comité in seiner letzten Sitzung beschlossen, einen uns zur Verfügung gestellten Radio- Apparat Portátil, Marke „Meyerson“, unter der an dieser Aktion beteiligten Jugend zui Auslosung zu bringen. Diese wird anlässlich unseres Simchat Torah-Kinderfes'.es, am Sonntag, den 16. Oktober, in der Pestalozzi-Schule, stattfinden. Wir bitten daher alle Jugendlichen, die mitgearbeitet haben, sich bei ihrer Agrupación zu melden und d:e notwendige Beteiligungs- Nummer zu verlangen. Wir Mischa und Sella Pinsky s.A. Frau Frieda Vogel übersandte uns den Betrag von $ 1.000.— fiir die Pflanzung von Bäumen zum Andenken an ihren Gatten, Josef Vogel 3- A- « Frau Selma De Levie überwies uns anlässlich Rosch Haschana eine Spende von? 500.—. Anlässlich der Barmizwahfeier von Micky Weil ergab die Sammlung zu Gunsten des KKL durch die wertvolle Mitarbeit der Damen Marion Gutneim und Ilse Juda die Summe von $ 10.350.—; Micky wird in das „Sefer Barmizwah“ eingetragen. Ausserdem wird sein Vater, Maximo Emilio Weil s. A. in das ..Goldene Buch“ eingetragen: auf den Namen des Ehepaares Enrique und Irma Braun wird ein „Gan“ gepflanzt. Anlässlich des Empfanges bei der Barmizwahfeier von Miguel Mauricio Harf führwünschen Euch viel Glück!!! (ten Frau Margot Schmul iund Herr Siegfried Baruch Aus unserer Arbeit! eine Sammlung zu Gunsten ¡des KKL durch, welche die Frau Anioniela Rappoport ¡Summe vor $ 10.250.— erspendete zu Gunsten des ¡gab; M’.guel Mauricio wird KKL 10.000 Pesos für die in das „Sefer Barmizwah“ Pflanzung von Bäumen zum : und seine Eltern, Rabb. Dr. Vom Broadway durch die 96 Strasse führt der Weg zur Lenox-Avenue. Hier, im Herzen von Harlem, geht es sehr lebhaft zu. Kinder, Erwachsene, Greise — fast 100?f Dunkelhäutige — sind auf der Strasse, lärmend, gestikulierend, wie auf einem Jahrmarkt. Weit und breit ist kein Weisser zu sehen. Wir nähern uns der 127. Strasse und fragen die Herumstehenden nach der Synagoge. „You mean the Jewish church “ (Sie meinen wohl die jüdische Kirche?). Sehr freundlich und bereitwillig führt man uns zu einem alten Gebäude aus roten Ziegelsteinen, und wir gehen schnurstracks in das Bethaus hinein. Zaghaft blicken wir herum: Ungefähr 200 Männer verschiedenen Alters sitzen andachtsvoll in den Tallit gehüllt; ebensoviele Frauen, die Köpfe mit Seidentüchern bedeckt, auf den zierliche Magen-Davids gestickt sind. Eine mysteriöse Stille herrscht im Saal. Der Rabibiner Mathias spricht zur Gemeinde über das amerikanische Rassenproblem, mit viel Pathos und Würde. „Man appelliert an uns von Washington, ruhig zu sein bis die stufenweise Angleichung durchgeführt wird. Aber die weissen Mitbürger warten nicht. Sie lynchen unsere Brüder im Süden des Landes. Sollen wir uns einzeln abschlachten lassen? Haben v/ir kein Recht, uns zur Wehr zu setzen?“ Worauf alle begeistert im Chore: „Yes“ und „Amen“ antworteten. Wir fühlen uns ein wenig unbehaglich, gehören wir doch auch zur weissen Rasse. Schliesslich beruhigt sich die Menge und es trat eine halbstündige Pause ein.Währenddessen spielte ein Grammophon „Eli, eli“, „Meine jüdische Marne“, „Kol Nidre” und andere jüdische Schallplatten, die in der East Side von New York sehr po. pular sind. Gegen 12 Uhr mittags wurde aus der Thora vorgelesen. Etwa 15—20 junge Burschen wurden „aufgerufen“ und en masse eingesegnet. Das Vorlesen dev Thora klang unserem an den „Tropp“ gewöhnten Ohr fremdartig. Es wurde auch traditionsgemäss für diverse religiöse Zwecke und auch für Erez Israel geschnodert. Dann erhob sich ein älterer Mann und sprach über lokale Probleme wie z. B. materielle Bedürfnisse des Tempels, über ein Häuserprojekt für jüdische Neger und dergleichen mehr. Hierauf schritt wieder Rabbiner Mathias bedächtig zum Altar und sprach neuerlich. Diesmal handelte es sich um religiöse Dinge, wie Gottesdienst, Tradition, Kaschrut, wobei es der Redner unterliess, einen Seiten, hieb den . weissen Brüdern“ zu versetzen; „Eines Tages“ so fing er an, „kommt ein weisser Rabbiner zu mir und erkundigt sich wie es bei mir um Kaschrut bestellt ist.” — Er macht eine kleine Pause, und das Publikum lächelt nöhnisch. „Mich fragt er wegen Kaschrut“, donnert er. „Meine beiden Söhne waren über zwei Jahre bei Onkel Sams Armee im Kriegsdienst. hatten kein Stückchen TrCfes zu sich genom- Moises Rappoport s. A„ an ihre Ebern, Mayer und Malka Weindling s A. sowie an das „Goldene Buch“ eingetragen; ausserdem wird ein „Gan“ auf den Namen der Araber und Israelis in Rom Rom. — Trotz der wütender offiziellen Angriffe auf Israel, die Vertreter der arnoischen Studenten im Mitielmeer-Seminar vom Stapel Hessen, gestalteten sich die Beziehungen zwischen Arabern und Israelis im allgemeinen zufriedenstellend, wie Benami Shiloni. einer der israelischen Delegierten berichtete. Er stellte fest, dass die arabischen und israelischen Delegiertim zusammen an den Tischen sassen, die einen den Volksliedern der anderen zuhörten und während der z.weitägigen Konferenz Meinungen austauschten. Seiner Aussage nach waren sich beide Gr uppen einig, dass derartige Zusammenkünfte zu friedlichen Beziehungen bei tragen könnten. Die israelische Delegation begrüsste die anderen Delegationen im Seminar anlässlich des Neuen Jahr e. Die Mehrzahl der Delegationen, einschliesslich der Repräsentanten Libanons und Transjordaniens, reichten den israelischen Delegierten die Hand und wünschten ihnen ein gutes Neues Jahr. (ITA) men, während ihrer ganzen Dienstzeit nährten sich von trockenem Brot, Gemüse und koscheren Konserven, rührten nichts an von der allgemeinen Soldatenk ü che! Mich fragt er wegen Kaschrut! Weich eine Impertinenz!“ Alle jubelnd: „Yes, Amen”. „Bei mir erkundigt er sich wegen Kaschrut!“ wiederholte er. „Ein weibliches Mit glied unserer Gemeinde, die Kriegswitwe Frau Davis, die als Köchin bei einer jüdischen. Familie (einer weissen!) beschäftigt war, wurde — da sie sich weigerte Schinken zu servieren — fristlos entlassen. Fragen Sie nicht bei uns, sondern bei Ihren Leuten, wie es um Kaschrut bestellt ist!“ „Yes, Amen!“ schrien alle, auch die kleinen, herzigen Negerkinder. Dies und viel anderes be- Voruntersuchung eingestellt Kiel. — Das schleswigholsteinische Justizministerium teilte mit, dass die gerichtliche Voruntersuchung gegen den Kieler Kriminaloberkommissar Egan Noack durch Beschluss des Landgerichts eingestellt und der Betroffene ausser Verfolgung gesetzt worden sei, da sich ein Tatverdacht nicht bestätigt habe. Noack sollte als Angehöriger einer Ein. satzgruppe für die Erschiessung von Juden verantwortlich sein. (AWZ) kamen wir zu hören, am Jom Kippur, in der Neger- Synagoge zu Harlem,, New York. Mit einem Gefühl der Beklemmung verliessen wir das jüdische Gotteshaus in der Lenox-Avenue. Am 25. September 1960 verfloss uns nach kurzer Krankheit und doch unerwartet im Alter von 76 Jahren mein innigstgeliebter Mann, unser guter Papa, Herr Bernardo Kusznitzki Zwei treue Augen haben sich für immer geschlossen. Wer ihn kannte, weiss. was wir verloren haben. In tiefer Trauer; FRIDA KUSZNITZKI gab. HOFFMANN ENRIQUE KUSZNITZKI HILDEGARD KUSZNITZKI geb. JACOBSON Buenos Aires; Espinosa 932, D. Die Beerdigung hat bereits stattgefunden. Allen Freunden, Bekannten und Verwandten, die unserem teueren Entschlafenen, Herrn Gustav Kahn die letzte Ehre erwiesen haben, und allen, die uns in so inniger Weise Trost sp-endeten bei dem überaus schmerzlichen und unersetzlichen Verlust; sprachen .wir auf diesem Wege.unseren innigsten Dank aus, Leider' ist es uns unmöglich, so sehr wir das Bedürft! nis haben; jedem einzeln zu danken. Itk Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: HERMINE KAHN HEINZ HAMBURGER und Frau ELLEN geb, KAHN •JUfamento 1823, V?, A Schwester des Barmizwah, Chawah Raquel Harf, gepflanzt.! Bei der Barmizwahfeier j von Marcelo Brück, Florida, ergab die durchgefiihrte Sammlung den Betrag von $ 2.090. —; Marcelo wird in das „Sefer Barmizwah“ eingetragen. Anlässlich der Feier der i Goldenen Hochzeit des Ehe. paares Julius und Rosa Stein führten die Herren Sally Rothschild und Leo Hess eine Sammlung durch, welche die Summe von? 6.000.— ergab; das Jubelpaar wird in das „Goldene Buch“ eingetragen una ausserdem werden Bäume aui folgende Namen gaDtianzt. Moses Stein, Hannchen Stein, geb. Kahn, Jacob Fürtn, Sprendlingen, Helene Fürth geb. Schott, Miguel Rothschild, Buenos Aires, Vlelian 3680. Bei der Feier der Brith Milah des Sennes des Ehepaares Atired und Rita Klay. man geo Graf, ergab die Sammlung $ 2.0C0.—; das Kind, Marcelo Victor, wird ¡:ifr das ..Sefer Hajeled“ eingetragen, und ausserdem werden Bäume auf den Namender Eltern gepflanzt. Bei der Feier der Brith Milahdes Sohnes des Ehepaares Jaime und Evelyn Stul. bach, geb. Ritter, ergab die, von Herrn Adc.lio Elter durchgefuhrte Sammlung. , den Betrag von $ 2.000.—; das Kind. Daniel Eduardo, wird in das „Sefer Hajeled“ eingetragen, und ausserdem •werden" Bäume auf den Namen der Eitern -gepflanzt. \\ ir danken allen unseren Spendern und Mitarbeitern CAMPANA UNI0A ISRAEL Ein befriedigendes Gefühl FIER JEDEN JUDEN I DEN HOHEN FEIERTAGEN Beitragspflicht für die seine EIMHEITSKIIMPAGHEI erfüllt zu haben. I W i Annahmestellen: CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL, S COMITE CENTROEUROPEO Sarmiento 2376, 3? — T. E. 47-3820 | und sämtliche Sekretariate der ange- § schlossenen Organisationen und 2 Gemeinden f WMMMtMM09«9a9HfHHM9(

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