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Jüdische Wochenschau · 1960-09-27 · 1815 (27.9.1960) · p. Seite 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1815 (27.9.1960)
Date
1960-09-27
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Spanish
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5720 - Von Jahr zu Jahr - 5721 Eichmann - Affäre erregte Weltöffentlichkeit (1. Fortsetzung) ♦ Dezember Verlautbarungen über Ver. handlungen zwischen Uruguay und einigen arabischen Ländern werden t>ekannt, durch welche die alte Freundschaft Uruguays und asraels gefährdet erscheint. Die uruguayische Regierung teilt offiziell mit, dass ihre Haltung zu Israel durch diese Besprechungen nicht berührt wird. — Das erste U-Boot der israelischen Kriegsmarine wird in Dienst gestellt. — Der friihere französische Ministerpräsident Mendes France stattete Israel einen Besuch ab. — Im Rahmen der Flucht. lings-Lebatte, die vor den Vereinten Nationen geführt wird, macht Israel neue kon. struktive Vorschläge zur Lösung aes Problems der arabischen Flüchtlinge und erktärt seine Bereitschaft, einen Beitrag zur Ueberwindung der bestehenden Schwierigkeiten zu leisten. Israel schliesst mit Uruguay ein neues Handelsabkommen. — Radio Kairo schleudert gegen Israel neue Drohungen in hebräischer Sprache, die eine militärische Aktion ankündigen, falls Israel sein Projekt der Ablenkung der Jordan - Wasser ausführen wolle. — Die UN beschliessen, die Aufsicht in der Gaza-Zone aufrecht zu halten. — Ben Gurion formt ein Kabinett mit „glänzenden Nafnen", in dem u. a. als neue Mitglieder Mosche Dayan, der Sieger im Sinai-Feldzug, und Abba Eban, der langjährige Vertreter Israels vor den United Nations wichtige Aufgaben übernehmen werden.— Die Weltbank räumt Nasser einen hohen Kredit ein. Israels Aussenminister Golda Meir weist darauf hin, dass damit die Nassersche Vertragsbrüchigkeit prämiiert werde. — Professor Carlo Schmidt, der Vizepräsident des Deutschen Bundestages und einer der Führer der SPD, besucht Israel. — In Köln wird in der Weihnachtsnacht die erst kürzlich eingeweihte Synagoge durch antisemitische Inschriften profaniert. Die ersten Anzeichen einer antisemitischen Hetz _ Kampagne werden sichtbar. — Die Stadtverwaltung von Buenos Aires beschliesst, einen Platz der Bundeshauptstadt auf den Namen des grossen jüdischen Dichters Scholem Alechem zu benennen, dessen 100. Geburtstag durch grosse Feierlichkeiten festlich begangen werden soll. — Die italienische Gesellschaft Italmar veranstaltet an Bord des Luxusdampfers „Giulio Cesare” zu Ehren der Argentinisch-Israelischen Handelskammer ein Essen, bei dem der Kapitän des Schiffes die Begrüssungsansprache hält. — Von mehreren Organisationen veranstaltet und von der israelischen Botschaft patronisiert, werden in Zukunft „Bar Mitzwa-Reisen"’ von Kindern und Jugendlichen nach Israel durchgeführt werden, die finanziell von der AMIA gefördert werden. Die erste Gruppe wird feierlich in der Botschaft begrüsst und verabschiedet. — ♦ Januar 1960 Die Firma Krupp teilt mit, dass sie eine Entschädigung an ihre früheren Zwangsarbeiter zu zahlen beabsichtige. — Die Suche nach dem jüdischen Mädchen Anneke Beekman, die von Nonnen während des Krieges versteckt und getauft worden ist, jetzt aber trotz gerichtlicher Urteile nicht der jüdischen Gemeinschaft zurückgegeben wurde, hat immer noch nicht zum Erfolg geführt. Die holländischen Behörden verstärken ihre Massnahmen zur Auffindung des Mädchens. — Eine antisemitische Welle breitet sich über die westdeutsche Bundesrepublik aus, die in der ganzen Welt ein starkes Echo auslöst. — Der Papst ernennt einen zweiten Patriarchen von Jerusalem, worin eine allgemeine Annäherung der Kir. che an den Staat Israel erblickt wird. Die Knesset reagiert scharf auf die antisemitischen Vorfälle in Deutschland und verlangt von der Regierung in Bonn die Ergreifung scharfer Gegenmassnahmen, um weitere Ausschreitungn zu verhüten. — Die antisemitische Welle setzt sich beinahe über alle Länder der westlichen Hemisphäre fort. Ueberall erscheinen Hakenkreuze und antisemitische Inschriften an den Hkuserwänder,. In Rom werden 30 Personen verhaftet, die einer faschistischen Organisation angehören. — In Nordamerika wird ein grosses Denkmal Roosevelts beschmutzt. — Auch in Buenos Aires werden Hakenkreuze an Häuserwände geschmiert. Die argentinische Regierung nimmt sofort gegen diese an. tisemitischen Kundgebungen energisch Stellung. — Immer neue antisemitische Exzesse werden in den verschiedensten Ländern beobachtet. — Argentiniens Präsident Dr. Arturo Frondizi nimmt in einer scharfen Erklärung gegen die antisemitischen Vorfälle und Treibereien in der Republik Stellung. — Die arabischen Radiostationen erklären, dass die antisemitische Kampagne von den Zionisten entfesselt worden sei, um die Einwanderung nach Israel zu vergrössern. — In Brasilien kommt es ebenfalls zu antisemitischen Kundgenungen, gegen die der Präsident Kubischek scharf vorgeht. — Der Vatikan verurteilt die antisemitischen Kundgebungen und fordert zur brüderliehen Einigkeit aller Menschen auf. — Der israelische Botschafter in Uruguay, Arie Eshel, wird abberufen und kehrt nach Israel zurück. Die antisemitischen Vorfälle in England schaffen eine scharfe antideutsche Stimmung, die zu gelegentlichen Kundgebungen gegen die Bundesrepublik führt. — Der Gouverneur von Formosa, dc-r auch am jüdi. sehen Leben Argentiniens stets regen Anteil genommen hatte, wird das Opfer eines Flugunglücks. — Die südamerikanische Exekutive des Jüdischen Weltkongresses tritt in Buenos Aires zu ihrer Beratung zusammen, auf der u. a. Dr. Hardi Swarsensky einen Bericht über das Problem der Kriegsverbrecher abgibt. — ♦ Februar In Rio de Janeiro starb der frühere Aussenminister, Dr. Osvaldo Aranha, der in der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Jahre 1948 tatkräftig die Sache Israels unterstützte. — An der israelisch-syrischen Grenze kam es zu einem Ueberfall der Syrier in der entmilitarisierten Zone. Die Heckenschützen des Dorfes EI Katzir wurden durch eine Aktion der israelischen Armee zum Schweigen gebracht. — Die deutsche Regierung teilt mit, dass sie weitere Waffenkäufe in Israel getätigt habe. — In Wien wurde eine Schillerfeier veranstaltet, unter der sich die neonazistischen Verbände verbargen, die dort eine Grosskundgebung machten. Die österreichi. sehe Regierung ist hiergegen nicht eingeschritten, obwohl sie vorher auf den Sachverhalt aufmerksam gemacht worden ist. — In Bergen Belsen fand eine Gedenkfeier für die Opfer des Nazismus statt, an der erstmalig auch der Bundeskanzler Dr. Adenauer teilgenommen hat. — Ben Gurion gab eine Erklärung ab, dass Israel selbst die Initiative ergreifen werde, falls die UN nicat in de- I ’ge sind für Ordnung und Ruhe an der syrischen Grenze zu sorgen. — In Köln wurden lie ersten Urteile geg.n f-vnagogenschänder e; lassen. Es wurden ebenso wie von anderen deutschen Gerichten, Gefängnisstrafen für antise. mitische Exzesse verhängt. Ein Sprecher der Bundesrepublik gab bekannt, dass es eine Notwendigkeit sei, diplomatische Beziehungen zu Israel aufzunehmen. Irgendwelche konkreten Erklärungen wurden nicht abgegeben. — An der syrischen Grenze kam es erneut zu Feuer Überfällen. Der UN-Sprecher ver. sicherte, dass die UN-Kontrollkommission für den Waffenstillstand die notwen. digen Scnritte unternommen habe, um die Ordnung herzustellen. — In Hamburg wurde ein früherer SS-Mann zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt. — Der Präsident Frankreichs, General Charles de Gaulle, empfing den neuen israelischen Botschafter in Paris, Dr. Walter Eytan. — Papst Johann XXIII. verurteilte energisch die jüngste Welle des Ant'semitismus, weil diese eine „Verletzung der natürlichen Rechte des Menschen’’ bedeutet. Er nannte den Antisemitismus „eine Sünde wider Gott und die Menschen”. — Die Serie der Prozesse gegen antisemitische Hetzer in der Bundesrepublik wird fortgesetzt. Der Staatsanwalt von Köln verlangt vom Bundesgerichtshof die Verhängung härterer Strafen. — Die Debatte um Oberländer nimmt schärfere Formen an. Immer weitere Krei. se verlangen den Rücktritt dieses Ministers aus dem Kabinett Adenauer, der durch seine nazistische Vergangenheit schwer belastet ist. — Washington teilt mit, dass Israel keine Waffen aus USA erhalten habe. Eisenho. wer weist darauf hin, dass lediglich einige, arabische Länder Waffen aus kommunistische Ländern erhalten hätten. — Ben Gurion erklärt, mit Rücksicht auf neue arabisene Drohungen, dass Israel stark genug sei, um mit jeder Situation fertig zu werden. — In der Knesset werden drei Anträge der Opposition, die Militärregierung in den von Arabern bewohnten Gebieten abzuschaffen, nach einem Bericht Ben Gurions abgelehnt. — Die Vereinte Arabische Republik wendet sich in einem Schreiben an den Sicherheitsrat, in dem eine Entscheidung der gemischten syrisch-israelischen Waffenstillstands . Komnrssion angegriffen wird. — Der neue Fonds der Jewish Agency „Chail” gib einen ersten Tätigkeitsbericht ab, aus dem sich ergibt, dass die Arbeit mit grossem Erfolg aufgenommen worden ist und mit einem allgemeinen Verständnis der jüdischen Bevölkerung für die Aufgaben und Zwecke dieses Fonds rechnen darf. — Eine Gruppe von Kindern der sefardischen Gemeinde aus Buenos Aires veranstaltet eine Gesellschaftsreise nach Israel und wird in der israelischen Botschaft verabschiedet. — Die DAIA beschliesst, mit einer Reihe von Festl'chkeiten sich an den grossen Feiern zum 150. Jahrestag der argentinischen Unabhängigkeit zu beteiligen. — ♦ März Aus Tel Aviv wird gemeldet, dass die ägyptische Armee grosse Truppenbewegungen an der Gaza-Grenze vornimmt. Israel hat seine Grenzwache verstärkt. — Angesichts des Ablaufs der Fristen für die Verfolgung von Kriegsverbrechern in der Bundesrepublik, rufen die israelischen Stellen dazu auf die Suche nach den Kriegsverbrechern zu intensivieren. — In Paris finden Verhandlungen zwischen israelischen Repräsentanten und dem französischen Finanzministerium statt, um Waffenkäufe Israels in Frankreich durchzuführen. — In Jerusalem wird ein arabischer Hetzer verhaftet und den Justizbehörden übergeben — Die arabischen Länder verschärfen ihr diplomatisches Kesseltreiben gegen Israel und leiten eine neue Verleumdungs-Kampagn ein. Das Ziel dieser Hetz-e ist, eine Entfremdung der neuen afrikanischen Staaten gegen. ÑIAIM0NIDCS -Sr M l i H« * Un^Ccdtakbidi $ 650.— VERLAG OMEGA, BUENOS AIRES GURRUCKAGA 2388 — T. E. 714708 Zu bMiebta durch alle einschlägigen Buchhandlungen und durch die JUEDISCHE WOCHENSCHAU PUEYAREDON »80 1* — T. 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Israel bietet den jüdischen Ueberlebcnden der Katastrophe ein Obdach an. — In Israel wird erneut eine Infiltration der ägypbsjhen Fedayin festgestellt, g gen die energische Massnahmen ergriffen werden. — Die israelische Regierung unternimmt Notstandsnassnahmen gegen die anhaltende Dürr.1 im Land. — Der frühere isra-cli che Botschafter in Uruguay, Arieh Eshel, wird zum Mitglied der israelischen D. legation vor den UN mit Ministerrang ernannt und wird alle lateinamerikanischen Fragen oearöeiten — Eisenhower empfängt Ben Gurion in Washington, mit dem er eine lange Unterredung hat. — Die Amerikareise des israelischen Minis.erprüsidenten gestaltet sich zu einem unerwartet grossen Erfolg. Ben Gurion spricht über die aktuellen Probleme des Mittleren Orients vor dem amerikanischen Senat. — In Israel wird eine Woche des südamerikanischen Judentums begangen. — Der Vizepräsident der Vereinigten Staaten von Nordamerika, Richard M. Nixon, empfängt Ben Gurion, der auch eine lange Unterredung mit dem Staatssekretär Herter hatte. — Der frühere israelische ML nisterpräsident und Aussenminister Moshe Sharett, besucht Mexiko, wo er mit grossem Enthusiasmus empfangen wird. — Ben Gurion hatte in New York eine Zusammenkunft mit Dr. Adenauer, die in der ganzen Welt grosse Sersation hervorgerufen hat. — Der SS - Obersturmbannführer, Karl Bischof, der durch die Erbauung von Gaskammern und Krematorien unrühmlich bekannt ist, lebt immer noch in Freiheit, obwohl seine Anschrift der Bundesregierung mitgeteilt worden ist. — Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Dag Hammarskjöld, empfing Ben Gurion. — Dr. Alfred Wiener, der Schöpfer und Leiter der „Wiener Library", beging seinen 75. Geburtstag. Das Lebenswerk Dr. Wieners wurde an diesem Tage in seiner ganzen Bedeutung unterstrichen und allgemein anerkannt. — Aus London wird bekannt «¡eben, iss5 jen sieh berei je. ffaüen an fern. - Im deutsche; fcd eine aus batte über die ¡gritischen Exi to die Vertret ¡¡ien den Ai jthari veiurteil •¡sehe Msssnai ». iBem. d. R< ¡ahmen blieben Ben Gurion b lar.d. wo er wie tagen mit d' Regierungsstelle Im israelische iam es zu eine ffl als ein trän Flugzeug die I nsls verletzte. Ben Gurion, ¡wückgekehrt, äsesset einen Bericht über se In Buenos / feierlicne Eint Scholem Ale, ¡btt. an der i Behörden der «Kn. - Isaak Arcav Botschafter Is guay ernannt, bi ATgentinii Bbtheitskampai Jahre i960 pro Der Vertrete Buenos Aires e Bericht über d Claims Confer Das zentrale! ®be der Ein! seine l ab auf mann Levy er sidenten des Hermam Sekretär bei '-ie jiu sehei 1 direct, ori 1 cordial

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