Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1815 (27.9.1960)
- Date
- 1960-09-27
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Maztes, 27 de Septiembre de 1960 U SEMANA ISRAELITA Año XXL — No. 1815 Israel und die Weltpolitih (Schluss von Seite 1) ba di. Rechnung ohne den Wirt gemacht: Vielleicht werden die Amerikaner aus besonderen Gründen dort . Vor allen Dingen ist Israel ein Exempel statuieren woli weitgenend mit der Politik durch diese Vorgänge vom;an, wenn eine Entscheidung europäischen Schauplatz abjzu treffen ist. Und diese gelenkt wird, zu dem auch'Entscheidungen fielen bisher der Mittlere Osten gehört, [immer gegen Israel aus. len, denn Kuba liegt so nah an den amerikanischen Gunzcn. dass die Gefahr jeder Kommunistischen Infiltratio'i zu einer umwälzenden amerikanischen Abwehrstellung führen muss. Wenn tber Kuba sich ver- Uebrigens können wir die gleiche Erscheinung auch bei verschiedenen afrikanischen Ländern beobachten, die nicht müde werden, ih- , rer Begeisterung für Israel die Orangenzucht eine der beredten Ausdruck mancher europäischer Staaten verbunden, die Israels Hauptlieferant und Absatzmärkte sind. Immei noch ist wichtigsten Industrien Israels, ¡dessen wirtschaftliche Stabi- I lität nicht unwesentlich dazu verleihen. Israelische Experten arbeiten ir vielen neuen Re- , . * . ,, .. , , , , publiken des Schwarzen rechnet hat, so haben d,e von abhangt, unter welchen Kontinents, afrikanische Stu- Praktiken Castros ohne Bedingungen die Früchte denten und Gewerkschaftler Zweifel bewirkt, dass angleabgesetzt werden können. lernen ir Israel Trotzdem amerikanische Länder Europäische Mächte, vor al- |haben di*e afrikanischen Relern Frankreich, sind die be- 'publj-ken bisher auf allen sten Verbündeten Israels. Komplizieren sich die Verhältnisse in Europa durch eine Störung des durch Ge. wohnheit hergestellten tive Konsequenzen könnten. re mit ihren Vorstellungen in Washington auf grösseres Gehör stossen werden, als dies bis dahin der Fall war. Die Amerikaner müssen sich sagen, dass der kubanische Husarenritt Schule machen könne. Bei der bekannt unfreundlichen Stimmung in manchen lateinamerikanischen Staaten geger ü .er den USA kann man in Washington keine Risiken ein. gehen. Deswegen sprechen alle — und nicht nur die Redner im Wahlkampf um die Präsidentschaft — von einer Verstärkung der irter- »merikanischen Beziehungen Israel verknüpfen, ■und von einer Erweiterung facto-Allianz war des nordamerikanischen Hilfsprogramms. Diese Entwicklungen werden ihre Reflexe auf die allgemeine Weltpolitik werfen. Man muss diese neuen Faktoren. die noch vor Jahresfrist nicht beachtlich waren, bei der Lösung aller Probleme einkalkulieren. Es besteht die Möglichkeit, dass das amerikanische Interesse wird diese Haltung immer wieder diskutiert und von der Opposition angegriffen. Auch diese Entscheidung wurde Israel durchaus nicht einfach gemacht. Die ai’.colsächsischen Mächte heben die prowestliche Einstellung Israels als eine Selbstverständlichkeit hingenoinmen. Sie haben aber nichts Entscheidendes dafür getan, die israelische Bündnistreue zu erwidern. Jahre hindurch haben die israelischen Unterhändler versucht, die für die Verteidigung des Landes dringend erfoi derlichen Waffen von den USA zu erhalten. Unter allen möglichen Vorwänden wurde Is- Irael das verweigert, was den : Feinden des Landes in iiber- Konfqrenzen afro asiatischer ' reichem Masse gewährt Staaten gegen Israel gewurde. Man braucht nicht Istimmt... Das bedeutet ,nur an üie beinahe unbeinicht, dass dies immer so .schränkten Lieferungen an sein werde oder müsse. Die Aegypten zu denken. Der inrlsche Tatsache, dass Israel aufs engste mit dem jüdischen Volk in aller Welt verbunden ist. Grosse Teile dieses Volkes leben Such heute noch in Ländern hinter dem Eisernen Vorhang, vor allem in der Sowjetunion. iVLt diesem einst blühenden Stamm am Lebensbaum unseres Volkes nach so langen Jahren einer erzwungenen Trennung wieder in Verbindung zu kommen, ist ein klares politisches, aber auch me: schlich-jüdisches Ziel Israels. Bisher waren diese Anstrengungen vergebens. Wenn es such gewisse Anzeichen dafür gibt, dass die Verfolgungen durch die Kommunisten, wie sie zu Zeiten Stalins üblich waren, nachgelassen oder vielleicht aufgehört haben, so ist die Isolierung auch heute nicht geringer als vordem. Wahr. La Semana Israelita Bisemanario — aparede los Maries y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Dr. H. Swarsensky Pueyrredón 2190, V' izq. T. E. 83-2613 G.eichgewichts infolge einer grosse Hoffnung Israels bezwischen in die Brüche g.- | scheinlicb sind die von den Verlagerung der amenkani- 1 stebf darin, dass diese jun gatigene Bagdad - Vertrag Russen jn ihrer Weltpolitik sehen Interessen, so bes.eht; gen> aufnahmefähigen Län- . führte zu einer Aufrüstung | geübten Gepflogenheiten die Gefahr, dass diese Tender e^nes Tages stark genug ,^es Irak, die durch die kurz- I denzen auch für Israel negawprHPn llm Hip antiicsichtige amerikanische Policen ¡faensThe Front Tn Asien und i tik die Lage im Mittelosten [Afrika zu sprengen. Sie komPlizierte und in ihren des kalten Krieges eine ernstere Gefahr für die Erhaltung der jüdischen Substanz, als die rohen Gewaltmass- In diesem Zusammenhang werden damit dem Frieden folgen die Stellung der west- [nahmen der weissen und muss mar auch die freundj dienerl) den Grossmächschaftlichen Beziehungen berücksichtigen, die Frankreich im allgemeinen mit Diese de schon manchen Belastungsproben te bis zum heutigen Tage 1 nicht herzustellen vermoch-; ten. | Die Verbundenheit Israels mit dieser neuen, ringenden ausgesetzt. Man braucht nur ¡ ^’elt der afrikanischen Völ- Dr, FREY Abosado PUEYRREDON »M I* taq nachm. M—1t Uhr an den Konflikt mit einer französischen Automobilfirma zu decken, die ihre vertraglichen Verpflichtungen unter dem Druck der arabischen Boykott - Bewegung gebrochen hat, obwohl sie Israel ihrer Sympathie versicherte. Im Grundprinzip begegnen wir hier einer ähnlichen Erscheinung, die einen unheilvollen Einfluss auf die amerikanische Politik gegenüber Israel ausübt. Dass die Amerikaner eine echte Sym. pathie gegenüber Israel emp. finden, ist unzweifelhaft. Diese Sympathie wurzelt in der westlichen Grundhaltung Israels, in seinen Arbeitsprinzipien und Aufbaubestrebungen, die in vieler Hinsicht an amerikanische Beispiele erinnerte. Aber Sympathie alker, die das Joch der Skla-! verei abschütteln und unter ' grossen Schwierigkeiten ein | liehen Mächte im Mittelosten geschwächt hat. Aber selbst aus dieser . Erfahrung der totalen Wen- ' düng des Irak von einem westlichen Bundesgenossen zu einem Gegner, der mit I den Sowjets in vielen Fragen Zusammenarbeiten ha- | ben die westlichen Hauptro- J ten Zaren. | Israel hat offen erklärt, dass es diese Juden retten Abon^-Preise: Argentinien: 60.— pro Quartal einfach daduren leisten, dass sie den Amerikanern mit einem totalen Anschluss ans russische Lager drohen. Ge- wiss ist es auch nicht ai.s- 1 geschlossen, dass die Russen, in ihren politischen Entscheidungen oftmals völl'g unberechenbar, ihren Standpunkt ändern. i Wo der Blick hinfällt, fnden wir ungelöste Fr. gen und neue Probleme, die zu i einem beinahe chaot sehen internationalen Panorama geführt haben. Die Gefahr j eines oewaffneten Konflik- I tes droht auf allen Kontinenten. Dennoch dürfen wir ¡jene Kräfte nicht verkenwolle. Alle Anstrengungen, inen, die mit allen Mitteln an ¡die bis heute gemacht wurder Erhaltung und Siche- ¡den, konnten zu keinem Errung des iriedens arbeiten, gebnis führen. Kruticvew .Viele, meist kleinere Völker ¡vermeidet eine Begegnung ¡erheben ihre Stimme zu Einmit den verantwortlichen | sicht und Umkehr, unter [israelischen Staatsmännern, freies nationales Leben auf- 1 mächte nicht die Konsequen. um das Spannungsverhältnis bauen wollen, bringt Komplikationen mit sich, die Israel mit anderen befreundeten Mächten in einen Gegensatz stellen, vor allem mit Frankreich. Ohne Zweizen gezogen, die man erwarizu erhöhen ten müsste. Gewiss sprechen 'der Araber sie alle mit Sympathie von Israel, der einzigen demokratischen Festung in Mittelosten. Aber Freundschafts- und die Gunst nicht zu verscherzen, die ihm glänzende Dienste bei seiner Auseinandersetzung mit den USA ihnen Israel, das der Welt das Ideal einer menschlichen Gemeinschaft gegeben hat, die auf den Prinzipien der Gerechtigkeit und der Brüderlichkeit aufgebaut sein muss. fei kann Israeli das bisher bezeugungen^ allein genügen immer Linientreue gegen- 1 über sich selbst und seinen : Aus eigener Werkstatt Lederkleidung REISE — SPORT GESCHENKE Massanfertig ng in 24 St. Garantiert bestes Leder G. Küchler CONGRESO 2465 fast Ecke Cabildo 2900 Idealen bewiesen hat, die französische Algier - Politik nicht billigen. Man darf nicht verkennen, welche Fülle aktueller Probleme dieser Konflikt aufwirft. Soll Israel, das jede Freiheitsbewegung begrüsst, gegen seinen Bundesgenossen vielleicht den einzigen, den es überhaupt hat, stimmen und damit Gefahr laufen, die französische Kooperation zu lein genügt nicht. Es kommt veriieren? Andererseits kann I in unserer Zeit nicht, die überall zu Stellungnahmen, zu Bekenntnissen und auf Entscheidungen drängt. Trotz der unbedingten Zugehörigkeit Israels zum Westen, hat es sich besonders in den letzten Jahren darum bemüht, einen Ausgleich oder wenigstens einen Burgfrieden mit dem Osten zu schliessen. Für diese Bemü- ,hung waren verschiedene ¡Gründe massgebend. Im Vordergrund steht die histo- ESTUDIO JURIDICO Dr. Isidoro Kraut - Dr. Oscar Rabee ABOGADOS Ehescheidungen . Erbschaftssachen - Konkurse und Vergleiche . Verträge - Inkasso . etc. Neue Adresse: TE. 35-0796 MONTEVIDEO 451 35-0901 piso 5, ofic. 53/54 35-0823 auf die Realisierung freundschaftlicher Verbindungen LMaltha. <?k apeaux J. Liebling FOURNIERE — SPERRHOELZER DIAZ VELEZ 5224 Bl 46 T. E. 43-2349/0340 y 3021 | | ¡VV4V44 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 5Ö3 * T E. 49-5850 Optica rex DIPL. OPTIKER Sarmiento 82^ T. E. 35 - 735á| HUTSALON Jetzt in Belgrano MOLDES 2 5 6 1 T. 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