Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1814 (21.9.1960)
- Date
- 1960-09-21
- Page
- Seite 23 (sequence 23)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Miércoles. 21 de Septiembre de i960 S* A. SEKÍ1K H ISMAELITA Midraschim zum Wochenabschnitt HA’ASINU 5. B. M. XXXH Mosche rüstet sich zum Tode. Als Mosche einsah, dass es Gottes Urteilspruch war. ihn sterben zu lassen, da zog er rings um sich einen kleinen Kreis und sprach: „Herr der Welt, ich weiche nicht von hier, bis du das Verhängnis von mir abgewandt hast". In Sack und Asche flehte er zu Gott; Himmel und Erde erzitterten vor der Kraft dieses Geüeies und fragten sich, ob Gott seinen Ratschluss ändern wird. Doch was tat ER? Da der Urteilsspruch schon besiegelt war, befahl er in allen Himmelshühen, das Gebet Mosches nicht weiter aufsteigen zu lassen, es nicht vor SEINEN Thron zu bringen. Das Gebet Mosches ward immer stärker und stärker; wie ein scharfes Schwert sprengte es alle Tore, die vor ihm verschlossen waren. „Herr der Welt“, so sagte er, „DU kennst meine Mühe und mein Leid um Israel, bis dass sie an DICH glaubten,' bis ich ihnen DEINE Tora und Gesetze geben konnte. Bis jetzt war ich mit ihnen in ihrer Not: nun, da ihre guten Tage im Lande Kenaan kommen seilen, sagst DU mir: ,.Du wirst den Jordan nicht überscnreiten?!“ Das ist der Lohn meiner Mühe?-1. Gott antwortete: „So ist es bei mir bescnlossen!” — Doch Mosche liess nicht ab: „Lasst mich — wenn nicht als Mensch — doch wenigstens als ein Tier in dieses Land kommen, das Gras frisst und an den Bächen trinkt, oder als ein Vogel, der in alle Winde fliegt und abends in ein Nest heimkehrt''’ / Gott antwortete: „Genug davon! — Zwei Schwüre habe ich geschworen; den einen, Israel zu vernichten {nach dem Abfall zum goldenen Ka;b) und den anderen, dass du nicht ins gelobte Land kommen sollst, weil du — wenn auch nur e:nen Tag — den Glauben an Israel verloren hattest, als du den Felsen wider mein Gebot schlugst und nicht nur zu ihm sprachst. Den ersten Schwur habe ich gehalten, weil du mich an flehtest: „verzeih’ doch dem Volk seine Sünde!“ Und jetzt willst du wiederum, ich solle meinen Schwur nicht erfüllen? Wähle einen von den beiden: Soll ich dieses Volk (Israel) auslöschen oder jenen anderen, dass du nicht ins gelobte Land kommen wirst?!“ Sofort entgegnete Mosche: „Mögen Mosche und hundert seinesgleichen sterben, aber vernichte nicht dieses Volk!“ Da erscholl die göttliche Stimme: „Nun ist deine Stunde gekommen von der Welt zu scheiden! Fürchte dich nicht, ich selbst will dich zur letzten Ruhe bringen.“ In jener Stunde bereitete sich Mosche vor und ward rein wie einer der Serafim. Der Heilige, gelobt sei ER. stieg von den Himmelhohen herab, um Mosches Seele aus seinem Körper in jene Höhen emoorzutragen und sie zu Füssen des götttlichen Thrones neben die Cherubim und Serafim zu setzen. Monat des ' „Jüdischen Buches1’ Die Kehilia eröffaete feiet'- lieh den traditionellen Monat des jüdischen Buches mit einem Cocktail für die I ü dischen Pressevertreter und Vertreter der jüdischen Organisationen, Der Präsident unserer Kehilia, Dr. Tobias Kamenszain, sprach ko~z über die kulturellen Aufgaben und Leistungen der Gemeinde von Buenos Aires. Rabbiner Dr. Fink verwies auf die Bedeutung des jüdischen Volkes als Volk des Buches und die Bedeutung des Buches für die Juden. Die Ausstellung ist in diesem Jahr besonders reichhaltig von vielen argentinischen und israelischen Verlagen mit wertvollen Büchern beschickt worden und zeigt auch einige Bücher in deutscher Sprache in geschmackvoll aufgebauten Kiosken. Den weitaus grössten Platz nehmei. wie in jedem Jahr die Bücher der jiddischen Verlage ein, die eine riesige Buchproduktion hauptsächlich aus Gedenkbüchem über den Untergang des europäischen Judentums wie auch erzählender Literatur aufweisen können. Die hebräischen Bücher zeigen die bedeutende Verlagstätigkeit des jungen jüdischen Staates’ Unsere argentinischen jüdischen Verlage stellen vor allem Kinderbücher in Hebräisch aus. Die Ausstellung ist täglich ausser am Schabbat geöffnet. Jeder Freund des guten jüdischen Buches sollte die Gelegenheit wahrnehmen, diese interessante Schau im Foyer des Kehillagebäudes zu besichtigen und Bücher zu erwerben, zumal die Kehilia auf alle Bücher Die Israelis hei der Olympiade Kriegsverbrecher verhaftet Köln. — In Köln wurde ein Krimi nalmeister namens Johannes F„ der erst im vergangenen April eingestellt worden war, seines Dienstes enthoben und verhaftet, weil er im Verdacht steht, sich während des Krieges an Massenerschiessungen im Raum Minsk beteiligt zu haben. Johannes F. soll in der NS-ZEIT einen höheren Polizeigrad gehabt haben, den er aber bei seinem Antrag auf Wiedereinstellung verschwiegen haben soll. (AWZ) Gedanken über die Einheitskampagne Im Hinblick auf unsere Hoher. Feiertage, die am besten dazu angetan sind, um über unsere so wichtigen Probleme in der Galuth nachzudenken, ist wohl das nächstliegende Problem für uns die Einheitskampagne. Und einer der wichtigsten Faktoren in der Kampagne ist de- Askan-Mitarbeiter. Er muss, wenn er seine Zeit für unsere Arbeit opfert — Besuche machen. Er muss sich die — leider! — immer wieder vorgebrachten „Klagen“ unserer Freunde anhören, welche grossen Opfer für die Nach kurzer, schwerer Krankheit entschlief meine liebe Mutter, Schwiegermutter und Grossmuiter, Frau Margareta Lazarus, geb. Hollaender im Alter von 73 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: ALFREDO SCHLIBOWSKY und FRAU HERTA, peb. LAZARUS und KINDER Buenos Aires, den 16. September 1960. Federico Lacroze 3852. Die Beerdigung hat bereits stattgefunden. WIE LIEGEN DIE FEIERTAGE DER JUEDISCHEN JAHRE 5720/21 Mittwoch, den 21. September Donnerstag, den 22. September Freitag, den 23. September Sonnabend, den 24. September Sonntag, den 25. September Freitag, den 30. September Sonnabend, den 1. Oktober Mittwoch, den 5. Oktober Donnerstag, den 6. Oktober Freitag, den 7. Oktober Sonnabend, den 8. Oktober Mittwoch, den 12. Oktober Donnerstag, den 18. Oktober Freitag, den 14. Oktober Erew Rosch Haschono 5721 Rosch Haschono 5721 2, Tag Rosch Haschono Schabat Schuwoh Zorn Gedaljah Erew Jom Kij. . Jom Kipur Erew Sukot 1. Tag Sukot 2. Tag Sukot 1. Tag Choi Hamoed Hoschano Rabo Schemini Azore. Simchat Tora •jüdischen Angelegenheiten zu bringen sind, und wie; wenig dadurch für das ¡Wichtigste — die Einheitskampagne — übrig bleibt. Und da drängt sich in diesen Stunden der inneren Einkehr auch die Frage auf: Was ist eigentlich die Einheitskampagne? j Die Einheitskamp: gne ist erstens der einzige konkrete Ausdruck der materiellen jüdischen Disziplin Israel gegenüber. Des weiteren ist sie u. a. die Verbindung, die die Juden der Diaspora mit Medinath Israel eint. Und in dr.tter Linie soll sie die Besteuerung sein, die für jeden Juden in der Welt als Pflichterfüllung unserem Lande gegenüber gelten soll. Dabei müsste sich jeder Jude in Erinnerung rufen, dass auch er einmal Emigrant gewesen ist und die Hilfe jüdischer Institutionen, die zu damaliger Zeit schon existierten, ir. Anspruch nahm. Die Einheitskampagne ist heute die Institution, die mit darum bemüht ist, die7 Einwanderung in Israel für viele Tausende unserer Brüder zu sichern. Wir alle müssen erkennen, dass die Beisteuerung zur Kampagne keine Spende bedeutet, sondern die heilige Pflicht eines jeden Juden Israel und sich selbst gegenüber. Und wenn wir uns in diesen weihevollen Stunden Re. cfaenschaft darüber geben, ob wir alle — den Anforderungen entsprechend — unsere Pflicht als Juden erfüllen, so werden uns die Feiertage die Frage beantworten: Was die Kampagne eigentlich ist. Rom. ..Die aus 18 Sport, lern bestehende israelische Delegation zu den Olympischer. Spielen tritt die Rückreise an in dem Be.-- wusstsein den Namen Israels ehrenvoll vertreten und ihre Mission erfüllt zu haben“, erklärte Schalom Zysman in einer Abschiedsbotschaft. Im Namen der Israelis stellte er fest, sie hätten während ihres Aufenthalts in Rom „Tage der Spannung und Hoffnung, des Enthusiasmus und Glückes, des Bedauerns und Schmerzen durchlebt“. Diese Tage hätten ihnen aber auch Befriedigung verschafft und ihnen gestattet, Erfahrungen zu sammeln und Schlüsse zu ziehen. „Israel war nicht nur auf dem Sportfeld vertreten“, fuhr Zysman fort, „sondern es war auch auf den Plätzen der Stadt und ihren beflaggten Strassen zugegen. Es war anwesend, als die israelische Fahne gehisst und un. ter dem Jubel der Zuschauer bei der Eröffnungszeremonie die Hatikwa gespielt wurde. Die israelischen Sportler konnten verschiedene israelische Rekorde verbessern, doch leider haben unsere Turnerinnen keinen Rekord gebrochen. Unsere Radfahrer enttäuschten uns, aber wir müssen das Geleistete als ein Ganzes betrachten“. Er fügte hinzu, dass von' 85 Delegationen nur 15 Goldeinen grossen Rabatt erteilt, um einem jeden den Kauf eines jüdischen Buches zu ermöglichen. medaillen und 14 Silber- und Bronzemedaillen gewannen und die israelische Basketball-Mannschaft den 8. Plat/- , erringen konnte. Die 18 Sportler brachen niemals die Disziplin: sie lagen um 10 Uhr abends im Bett und standen um 7 Uhr morgens auf. Keinem von ihnen musste eine Rüge wegen ungebührlichen Verhaltens erteilt werden. Die in der Synagoge versammelten Juden „waren ein Symbol der jüdischen Einheit und stärkten das Vertrauen in die Zu- Ano XXI, — No. 1814 — 23 kiujil dos jüdischen Staates ', wm sicherte der Sprecht r. Die Sportler wurden vor Persönlichkeiten der Spottweit begi iisst und auch wen Präsidenten Gronchi . und Papst Johannes XII).. .so. in von den in Rom ukkredu - len Botscnaftcrn empfa>.een. „Wir besuchten den Ti’..)-,, bogen“: schloss Zysimu-.n. „und wir sagten in Rawr.na an den Gräbern der jüdischen Soldaten Kad. ¡.-ch. Wir haben Erfahrungen gesammelt und konnten M- Rechenschaft davon ab1.. .-; wie weit cler Sport in I-o noch vom europäischen Niveau entfernt ist.“ (ITA) Die Kehilia VON BUENOS AIRES wünscht allen ihren Mitgliedern und den Juden in der ganzen Welt und Israel nnDn hdid m? Die Jüdische Gemeinde von Buenos Aires fordert alle deutschsprechenden Juden auf, der Kehilia als Mitglieder oder Protektoren beizutreten, der die Organisationen der deutschsprechenden Juden angeschlossen sind. Es ist die Pflicht eines jeden Juden, der Jüdischen Gemeinde von Buenos Aires als Mitglied anzugehören. Informationen und Antragsformulare in unserem Büro, Pasteur 633, 1. Stock. 1CAMPANA UNIDA PRO ISRAEL Ein befriedigendes Gefühl FIER JEDEN JUDEN ZU DEN HOHEN FEIERTAGEN seine Beitragspflicht für die EIKHEITSKAMPAGHE W i erfüllt zu haben. Annahmestellen: CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL, COMITE CENTROEUROPEO Sarmiento 2376, 3? — T. E. 47-3820 und sämtliche Sekretariate der angeschlossenen Organisationen und Gemeinden