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Jüdische Wochenschau · 1960-09-21 · 1814 (21.9.1960) · p. Seite 11

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1814 (21.9.1960)
Date
1960-09-21
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German, Spanish
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Miércoles. 21 de Sepliembre de 1960 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXI. — lío. 1814 — 11 DIE EREIGNISSE DER WOCHE Gedenken an. Dr. Hellmann Der Mann, der das Schicksal und den Weg des argentinischen Judentums entscheidend geformt und ausgerichtet hat, Dr. Jakob Hellmann, ist vor zehn Jahren gestorben. Seinen Tod konnten die argentinischen Juden noch nicht verwinden. Er war derjenige, der überhaupt erst eine Gemeinschaft schuf, die einen einheitlichen Charakter gehabt hat, wenn es auch wenige Aussenstehende gab, die sich — wie heute noch — nicht ein- und unterordnen konnten, weil sie glaubten. dass die demokratischen Prinzipien nur für andere geschaffen seien. Hellmann war ein ungewöhnlich interessanter Mensch, wer einmal den Kontakt mit ihm gewonnen hat, wird niemals diesen dynamischen, eifrigen und eifernden Mann vergessen, dessen Leben wahrer Dienst an seinem Volk gewesen ist. Einst lettischer Parlamentarier, stets schöpferischer Schriftsteller repräsentierte Hellmann eine der klarsten Synthesen zwischen jüdischer Geisteswelt und europäischer Kultur. Hellmann war ein Mann von umfassendem Wissen, philosophischer Kopf, Schüler Hermann Cohens, Historiker, Politiker, Lehrer, Erzieher. Seine Vielseitigkeit hatte ihre nie versiegende Quelle in seinen Erkenntnissen, seinen Forschungen, seinen Studien und seinem beinahe unerschöpflichen Wissen. Jakob Hellmann war ein ganzer Mann: er konnte lieben und hassen. Er hatte viele Freunde, die ihm bis heute eine unverbrüchliche Treue halten, und er hatte erbitterte Feinde. Hellmann war ein Kämpfer, er war kein Mann der Konzession. Deswegen blieb das Werk, was er geschaffen hat, bestehen. Das ist sein Denkmal für alle Zeiten, mögen auch spätere Geschlechter seinen Namen vergessen. Tagung der Exekutive Vor wenigen Tagen trat die südamerikanische Abteilung der Executive des Jüdischen Weltkongresses in Montevideo zur 2. Volltagung zusammen. Diese Executive war — wie erinnerlich — im vergangenen Jahr in Stockholm geschaffen worden und ist dann erstmalig im Januar dieses Jahres in Buenos Aires zu ihrer konstituierenden Sitzung zusajnmengetreten. Nach ihrem Statut sind die Mitglieder der Executive in Argentinien und Uruguay zwischen den Vollversammlungen entschlussfähig. Ueber die geleistete Arbeit wurde auf der letzten Sitzung ausführlich berichtet. Dr. Moisés Goldmann eröfnnete die Sitzung, an der neben den Executiv-Mitgliedern aus Argentinien, Chile, Brasilien und Uruguay auch einige geladene Gäste beim ersten Berichtsabend teilnahmen, während die Arbeitssitzungen nur die Mitglieder dei Executive vereinigten. Der Bericht Goldmanns umfasste alle Zweige der kulturellen, politischen und gemeindlichen Tätigkeit, die von der Executive geleistet worden ist, wobei Goldmann besonders auf die Erfolge seiner Reise nach Kolumbien hinweisen konnte, wo es ihm gelungen ist, eine positive Resolution für die Bereinigung der spanischen Enzyklopädie herbeizuführen (hierüber wurde vor einigen Wochen an dieser Stelle ausführlich berichtet) wie auch eine Föderation der jüdischen Gemeinden Kolumbiens zu schaffen. In ergreifenden Worten gedachte Goidmann seines Lehrers Jakob Hellmann und einiger anderer Mitarbeiter des Kongresses, die in der letzten Arbeitsperiode verstarben. unter ihnen Dr. A. Mibashan. Anschliessend sprach der israelische Botschafter in Uruguay, Don J, Aracavi, dessen Ausführungen ebenfalls mit Beifall aufgenomi? n 3 n nm ta m francisco C Lallin JUWELEN EN GROS UND WERKSTATT ANKAUF VON SCHMUCK TUCUMAN 971 PISO 2 DPTO 2 TEL: 35-6061 35-9248 H 210 men wurden. Auch Arcavi ■ pries Hellmann als seinen Lehrer, für den er Worte aufrichtigen Dankes fand. Gast aus Israel Als Gast dieses Abends war Dr. Moisés Weiler erschienen, der als Sonderbeauftragter des Kongresses in Lateinamerika eine Spezialmission zu erfüllen hat: nämlich den Gedanken des BET HATEFUZOT zu popularisieren. Dieses Bet Hatefuzot (Haus der Galut-Länder) wird in Israel aufgrund eines Beschlusses der Stockholmer Weltkonferenz erbaut werden und den Namen Nachum Goldmann tragen. Dr. Weiler ist ein Mann, der die Aufmerksamkeit vie. j 1er für sich in Anspruch | nehmen darf. Aus Lettland-, gebürtig — ebenfalls Freund und Schüler Hellmanns •— lebte Dr. Weiler lange Jahre in Südafrika, bis er sich entschloss, nach Israel zu übersiedeln, wo er heute mit seiner Familie ansässig ist. Auch Dr. Weiler ist ein Mann, der viele Kulturen in sich aufgenommen hat. Seine interessanten Berichte über Südafrika und dessen Probleme dürften die Aufmerksamkeit vieler finden. Auf der Executive berichtete Dr. Weiler über den Bet Hatefuzot und die bereits durchgeführten Schritte zu seiner Realisierung. Beratungen der Exekutive Die Beratungen der Executive wurde mit einem Bericht über die Tätigkeit unserer akademischen Jugend eingeleitet, der von dem j Studenten Kaplan erstattet wurde, der an den Sitzungen teilnahm. Mit Genugtuung kann man konstatieren, dass solcher Nachwuchs das argentinische Judentum ehren wird. Ueberhaupt ist die Entwicklung der Arbeit als erfreulich zu bezeichnen, die von der studentischen Jugend geleistet wird und die vom Kongress initiiert und inspiriert wurde. In den weiteren Besprechungen kamen sowohl kul-' turelle Probleme wie die aktuellen politischen Fragen zur Sprache, die heute die jüdische Oeffentlichkeit bewegen. An der Aussprache beteiligten sich vor allem die Executivmitglieder Dres. Podhorzer, Lerner und Hardi Swarsensky (Argentinien), Dr. Winterstein (Rio), Dr. Markman (San Paolo), Dra. Nelly Rost (Montevideo), R. Levy (Chile) und der ¡leitende Sekretär der Executive, Mark Turkow, dessen aktive Tätigkeit und zahlreiche Ini. tiativen allgemeine Anerkennung verdienen. Ein bemerkenswerter Glückwr.nsch INDUSTRIAS YUVENA S. A Fábrica de calzado y zapatillas Der neue Präsident der Congregación Israelita de la República Argentina, Don Adolfo Weil, hat der jüdischen Presse zum Neuen 4\I)OXAE(iU1 1270 Buenos Aires oescAWs^ T. E.: 51 4810 ‘Jahr seine Glückwünsche übermittelt. Die Gratulation * hat folgenden Wortlaut: „Adolfe Weil hat dig Ehre, Iden Direktor der Jüdischen , Wocheischcu anlässlich der ■ bevorstehenden Tisehri-Feiertege ’.u begrüssen und ein | glückliches Neue1-' Jahr zu j wünschen. Zur gleicht n Zeit . , spricht er den Dank der Geiv»air de für d:e Tätigkeit der Zeitung unc das dieser Ge-; meinde c tgeg-a ge1 rac'.v.o Interesse aus. Gic:chz-\t;g ■ benutzt er oie Gele;(:v.'-q'.. I 1 die Hochachtung zum Aus- ' druck zu bringen, die uns; re!, Gemein31 für d e Aufgabe. ■! der Presse empfindet, die > ständig zur Hebung des kulturellen Niveaus und des jüdischen Geistes beiträgt“. Wie wissen diesen Gruss zu schätzen, nicht nur weil er vom Präsidenten einer der wichtigsten Institutionen des Landes und von einem angesehenen Mann kommt, der in unserer Gemeinschaft führend ist, sondern weil er auch der einzige Gruss einer Gemeinde ist, den wir erhalten haben, wenn wir einmal von AMIA und DAIA absehen, zu deren Tradition der Respekt und die freundschaftliche Beziehung zur Presse gehört. Wir haben in unserer journalistischen Tätigkeit sehr häufig über die Congregación und ihre Einrichtungen ihre Ziele und Erfolge berichtet, zumal wir auch mit ihren Menschen, vor allem dem vorhergehenden Pi'äsidenten Mazar Barnett, in engem persönlichen Kontakt standen und stehen. Aber wir haben auch kritisch zu manchen Schritten und Auffassungen Stellung genommen, wie sie von der Congregación eingenommen worden sind. Aber als eine Gemeinde von Niveau versteht die Congregación und begreifen ihre führenden Männer, dass es nicht die Mission der Presse sein kann, nur Loblieder zu singen, sondern auch andere Anschauungen kundzutun, um damit der gemeinsamen Sache zu dienen. Von der Jewish Agency Wie bereits bekannt gegeben, fand in diesen Tagen eine Auslosung beim zioni- Ben Curion an die Juden Jerusalem. — Ministerpräsident Ben Gurion heBt in seiner Rosch Haschono-Botsebait an die Juden in aller Welt hervor, dass ..wir in den vergangenen zwölf Jahren durch die treue Unterstützung der Juden in anderen 'Ländern angespornt wurden, und ich bin sicher, dass diese Hilfe andauern wird.“ In seiner Botscnaft .,im Namen der Regierung und des Volkes ven Israel“ erklärt dei Premierminister: ..Wir erkennen unsere Verantwortung dem jüdischer. Volk gegenüber an, und die Tore Israels werden immer einem jeden Juden offen stehen, damit er am Wiederaufbau des Vaterlandes teimehmen kann“. Seine Botschaft beginnt mit einem Ueberblick über die Errungenschaften des abgc aufenen jüdischen Jahres und unterstreicht die Fortschritte, die zur Verschmelzung der verschiedene.) Einwanderergruppen zu einem einzigen Voik und zur ökonomischen Unabhängigkeit erzielt worden sind. „Die in den letzten zwölf Jahren mit Hilfe des jüdischen Volkes in der ganzen Welt errichteten Fundamente bieten die Sicherheit, dass die Möghchketen für private Investitionen in Israel heute besser ads 'je sind und auf einer gesunden ökonomischen Basis ruhen“. stellt Ben Gurion fest. Des weiteren verweist er auf die „ausgezeichneten Beziehungen mit den afro, asiatischen Völkern und die steigende Zahl junger- Juden, die nach Israel kommen, um zu studieren oder das Land zu besuchen. UTA) 3 <! 5 1 stischen Fonds CHAIL statt, der ein neues und wichtiges Finanzinstrument der Jewish Agency geworden ist. Diese Auslosungen werden monatlich vorgenommen. Bei den ersten beiden Auslosungen, die erfolgten, wurden jedesmal Zionisten unseres Sektors vom Glück begünstigt, diesmal sogar mit einem zweiten Preis (5.000 Dollar). Man darf mit Genugtuung feststellen, dass diese Inversionen durch Chail nicht nur eine nützliche Sache für Israel sind sondern auch denen Freude und Erfolg bringen, die sich an dieSejm : Werk von CR An. matericM : beteiligen. Immerhin dürfte es für alle interessäht sein, j dass man mit einer Anlage. von 200 Dollar Minimum -ei«~ Vielfaches dieses BetrJggSTl erhalten kann, wenn... man*. Glück hat. Aber verloren ist das Geld für niemanden, denn CHAIL.Antelle werden nach einem bestimmten Zeitabschnitt auf jeden Fall zurückgezahlt. iU)l« luiv iSi im*m r-:-:A Sí 53$? s ÿ//y//y_ RAMON C. lEVY und N0RBERT0 HAMMRSCHIAG Gruessen ihre Freunde und Bekannte anlaesslich der Eroeffnung ihres Reisebueros und wuenschen ihnen leschono towo“ ¥*:

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