Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1813 (16.9.1960)
- Date
- 1960-09-16
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes. 18 de Septiembre de ISSO L A SË1Ï öf A ISRAELITA .Aro XXI Mo. 1813 Midraschim zum Wochenabschmífc: Nit zavini-Vay 5. B. M. XXIX. 9 — XXXI, 30 Eine Tora — ein Volk ch „Ihr steht heute alle vor Gott”. Wie es Tag wird und wieder Nacht und dann wieder Tag im Wechsel der Zeiten, so wird es auch euch ergehen. Wenn heute -euch noch Finsternis in der Welt umgibt, so wird euch sicher das ewigwährende Licht leuchten, wie es verheissen ist: ER wird dir zum ewigen Licht sein. Wann wird das sein? Wenn ihr alle ein einig-einziger Bund sein werdet. Wenn ein Mann ein Bündel Stocke nimmt und er sie alle zusammen zu zerbrechenversucht, so schafft er es nicht. Aber wenn er jeden einzelnen Stab ergreift, nicht nur er, sondern ein Knabe könnte ihn zerbrechen. So ist es mit Israel; sie werden erst erlöst werden, wenn sie alle ein einig-eir.ziger Bund sein werden, wie es verheissen ist: In jenen Tagen in jener Zeit da Israel und Yehuda wieder miteinander einig sein werden. Wenn si« in ein-em Bund sein werden, wird Gott wieder in ihrer Mitte wohnen und sie werden seine Gegenwart empfangen. ★ Wo ist die Tora? „Sie ist nicht im Himmel, dass du sagen möchtest: Wer steigt für uns in den Himmel hinauf und gibt sie uns und lehrt sie uns. dass wir sie erfülle«. Und sie ist auch nicht jenseits des Meeres, dass du sagen möchtest: Wer überquert für uns das Meer und gibt sie uns und lehrt sie uns, dass wir sie erfüllen. Ganz nahe Ist dir das Wort Gottes — in deinem Mund und in deinem Herzen, es zu erfüllen. Einst traf ich einen Menschen, der nicht Tora noch Mischna wusste; daher spottete er und lachte über sie. Ich fragte ihn: „Was antwortest du Gott im Himmel am Tag des Gerichts, wenn er dich fragt: warum hast du nicht gelernt?“ Er antwortete mir: „Ich weiss, was zu sagen; dies Talent hat mir der Himmel nicht gegeben, Tora und Mischna zu lernen!” Darauf stellte ich ihm die Frage: „Was ist dein Gewerbe?” — „Ich bin ein Fischer.” — Ich fuhr fort: „Wer lehrte dich deine Arbeit? Wer gab dir Verstand, Flachs »u sammeln, zu spinnen und zu weben, ein Netz zu machen, es ins Meer zu werfen und die Fische aus dem Meer zu ziehen?” Da antwortete er: „Dazu habe ich Verstand und Talent. all diese Arbeiten zu machen.” Und ich erklärte ihm: „Wer dir zu deiner Arbeit den Verstand gegeben, hat ihn dir auch zu dem Erwerb seiner Tora gegeben, von der er Uns doch sagt: Ganz nahe ist dir das Wort Gottes, in deinem Mund und in deinem Herzen es zu erfüllen.” Da-begann jener zu verstehen und zu bereuen, dass er bis dahin zu träge war und seit seiner Jugend Tora nicht gelernt hatte. €. COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48-3695. 48-5683 Simchat Thora-Kinderfest des KKL Wir benachrichtigen alle unsere grossen und kleinen Freunde, dass unser diesjähriges, schon zur Tradition gewordenes KINDERFEST am Sonntag, den 16. Oktober, ab 15 Uhr, abermals in der Pestalozzi-Schule, Freire 1848, stattfinden wird. Wie alle Jahre, ist für reichhaltiges Programm gesorgt: BUDEN! TOMBOLA! THEATER! FILME! UND UEBER- RASCHUNGEN! COCA COLA UND FEINER KUCHEN fuer Alle kinder gratis! Ausserdem veranstalten wir einen Zeichenweitbewerb, und wir bitten alle Kinder, die ihre Zeichnungen bisher bei ihrem Lehrer nicht abgegeben haben, dies so rasch wie möglich nachzuholen, denn beim Kinderfest werden dann die schönen und wertvollen Preise verteilt werden; darum, auf zur Arbeit, demi es lohnt sich! Zeugen gesucht Das . Landeskriminalamt Nordrhein - Westfalen, Dezernat 15, Düsseldorf, Tannenstrasse, bittet alle Personen, die als Zeugen im Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen SS-Unterführer Otto Kaiser Aussagen machen können, sich mit ihm unter dem Aktenzeichen 24 IS 809/59 in Verbindung zu setzen. Kaiser wird beschuldigt, in den Jahren 1938—1942 im KZ Sachsenhausen an der Ermordung zahlreicher Juden beteiligt gewesen zu sein. Ferner werden Personen gesucht, die 1941 in Bialoj- Stock waren und als Zeugen über den Brand der dortigen Synagoge und die Erschiessung von Juden Aussagen machen können. In diesem ,}.--- Falle werden Personen, die als Zeugen in Betracht kommen, gebeten, sich mit der obengenannten Dienststelle unter dem Aktenzeichen IS 522 '60 in Verbindung zu setzen. Neue Telefonzentrale * Jerusalem. — Eine neue Telefonzentrale, die eine Million IL kostet, wurde in Jerusalem eingeweiht. Sie verfügt über 10.000 Anschlüsse. Dies ist die erste Zentrale, die seit der Errichtung der Hauptpost im Jahre 1938 installiert wird. Die englische Gesellschaft General Electric, die vor 22 Jahren das Postgebäude eingerichtet hat, lieferte jetzt die Installation für das neue Telefonamt. (ITA) Tischri.Aktion des KKL Wie alle Jahre führt der KKL auch diesmal vor Rosch Haschana die 'Mschri- Aktion durch: wi^pnmer haben es die Jugendgruppen der einzelnen Organisationen, angeschlossen an die CENTRA (JNDA), übernommen, diese grosse und wichtige Aufgabe, die sie im vorigen Jahr glänzend bewältigt haben, zu erfüllen. Am vergangenen Sonntag ist die Aktion mit bestem Erfolg eingeleitet worden; an dem Ergebnis ersehen wir, dass unsere Freunde un. seren Aufruf nicht unbeachtet gelassen hoben. An den folgenden zwei Sonntagen, am 18. und 25. September, wird unsere Jugend in jedem jüdischen Heim, wo sie bisher nicht war, erscheinen, um den Gruss und den Glückwunsch des Keren Kayemeth 'Leisrael für das Jahr 5721 zu überbringen; wir bitten alle unsere Freunde, ihnen entgegenzukommen und sie würdig zu empfangen, um ihnen so ihre Aufgabe zu erleichtern. Unseren verbindlichsten Dank hierfür in vorhinein! Aus unserer Arbeit Anlässlich der Barmizwahfeier von Johny Grinstein ergab die Sammlung zu Gunsten des KKL, durch die wertvolle Mitarbeit von Frau Esther Krummholz, die Summe von $ 4.600.—; der Junge wird in das „Sefer Barmizwah” eingetragen, und ausserdem wird ein „Gan” auf den Namen der Eltern gepflanzt. Bei der Barmizwahfeicr - I von Pedro Enrique Cahn führte die Schwester des Barmizwah, Susy Cahn, zusammen mit Juana Gerson, eine Sammlung für den KKL durch, welche die Sum. me von $ 4.420.— ergab; Pedro Enrique wird in das „Sefer Barmizwah” eingetragen, und ausserdem wird ein Gan” zum Andenken ah sei. ne Grossmutter, Frau Fanny Cahn s. A„ gepflanzt. Anlässlich der Hochzeit von Herrn Rüben Stein und Frl. Valery Aniar wurde die Summe von $ 600.— gesammelt; auf den Namen des jungen Paares werden Bäume gepflanzt. Herr David Spiegel spen- Das zentrale Wahlcomite zum 25. Zionisten- Kongress fordert alle zionistischen Parteien und Organisationen auf, bis Montag, den 19. September, alle Abrechnungen, die den Schekelverkauf betreffen, zu liquidieren. Laut dem Reglament der Zionistischen Weltorganisation über die Wahlen der Delegierten zu den Zionistischen Kongressen, ist es unbedingt notwendig, dass die zionistischen Parteien und Organisationen den Betrag der verkauften Schekalim einzahlen und auch die Schekelhefte bis zu dem oben genannten Datum zurückgeben. doU* auläuMxcl* d< •: Vccm;«:* lang seine*' Tech!. ' de Ertrag von $ 1.000.—, auf de*: Namen der Neuvermählten werden Bäume in Israel gepflanzt. Wir danken allen unseren Spendern und Mitarbeitern. Zur Nachahmung empfohlen Wir möchten von dieser Stelle aus einmal unsere Anerkennung und unseren Dank einem langjährigen, unermüdlichen Mitarbeiter, aussprechen, der bescheiden und ohne jode Publizität eine wichtige Arbeit für den KKL leistet: Es ist Herr Mäximo Callmann, Handelsvertreter, in dessen ohnedies schon schweren Kollektions- Tasche niemals die Blaue Büchse fehlt; nach Abschluss eines jeden Geschäftes präsentiert er seinen Kunden die Büchse, damit sie gleichzeitig auch ihren Beitrag für den Aufbau Israels leisten. Jedes Jahr, mehrere Wochen vor Rosch Haschana, kommt Herr Callmann in unser Büro und füllt seine Tasche mit unseren Luchoth, um sie seinen Kunden zu überbringen, wodurch sich diese natürlich zu einer grosseren Spende für die Blaue Büchse veranlasst sehen. Die grösste Belohnung für ihn ist, wenn er schon nach einer Woche freudestrahlend, bevor er zu seinen Kunden geht, mit der vollen Büchse, aus der meistens 400—500 Pesos zum Vorschein kommen, in unser Büro kommen kann und seine Tasche neuerdings mit Luchot auffüllt; Frauen im diplomatischen Dienst ■Jerusalem. — Nachdem Israel den höchsten Pi>s->i!, den der Staat im Aussen ministerium /u vergeben hat. das Ministerium des Acusse. ren. seit Jahren einer Frau anvertrant hat, nimmt es nicht wunder, dass auch weibliche Diplomaten in ver. schiedenen Ländern erscheinen. In letzter Zeit wurden weibliche Beamte auf wichtige diplomatische Posten berufen. In Bern amtiert seit einiger Zeit als Botschaftsrat Frau Lou Kadar, die in den vergangenen Jahren zu der. leitenden Beamten der csteuropäisehen Abteilung gehörte, nachdem sie vor der Staatsgründung schon in der politischen Abteilung de> Jewish Agency gearbeitet hatte. Sie arbeiete an der Botschaft in Moskau unter. Golda Meir und begleitete diese auch auf ihrer letzten Afrikareise. Frau Kadar gehörte auch der Gesandt, schaft von Budapest an, die sie mehrere Monate leitete. Frau Jael Vered, eine Sabre, ist zum ersten Sekretär an der Botschaft in Paris ernannt worden und Frau Jael Levin, ebenfalls aus Israel gebürtig, zum ersten Sekretär an der Botschaft im Haag. (AWZ) dies wiederholt er die gan. zen Wochen hindurch, bis nach Sukkot. Wir wollen hoffen, dass dieses leuchtende Beispiel, viele, die es ebenso tuu könnten, anregen und anspornen wird. cimpiit miii ISI1EL Ein befriedigendes Gefühl FIER JEDEN JUDEN j ZU DEN HOHEN FEIERTAGEN seine Beitragspflicht für die lEINDEITSKAMPAGNE I erfüllt zu haben. Annahmestellen: CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL, COMITE CENTROEUROPEO Sarmiento 2376, 39 — T. E. 47-3820 und sämtliche Sekretariate der angeschlossenen Organisationen und Gemeinden 8 8