Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1811 (9.9.1960)
- Date
- 1960-09-09
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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ir* jr *rr' t' Viernes, 0 de Septiembre de I960 LA iE SRAELI1 A Año XXI. No. 1811 Midraschim zum Woehenabschnitt: K.i tawo 5. B. M. XXVII — XXIX, * Die Wankelmütgen und die Festen Ein König hatte einst durch seine Kraft ein grosses Reich erobert, und da kamen seine Untertanen und bezeugten ihm ihre Ehrfurcht. Der Fürst wusste aber in seiner Weisheit, dass nicht alte dies aus Diebe taten, und dass viele sich nur aus Furcht vor ihm ehrerbietig zeigten. Er hielt es also nicht fiir angemessen, allen dieselbe Behandlung angedeihen zu lassen; ausserdem verstand er auch, dass es nicht mögl.ch war, alle Menschen aus dem Volke auf dieselbe Stufe zu stellen, sondern dass es notwendigerweise erste und zweite Diener des Königs geben und öa-s das übrige Volk diesen untergeordnet sein musste. Nur bei einer solchen Rangordnung, meinte er, könne seine Herrschaft von Bestand sein. Er sah aber auch ein, dass er nicht gleich diese Teilung werde vornehmen können, denn er würde dadurch Zwietracht unter seinen Untertanen säen. Die Niedrigen würden dann sagen: Warum schätzt du uns geringer als die andern? Haben wir doch alle, die wir hier wohnen, in gleicher Weise deine Macht über uns anerkannt. Warum sollen die einen Herren und die anderen Knechte sein?” Um nun der Unzufriedenheit vorzubeugen, wendete der König folgendes Mittel an. Einer seiner Getreuen sollte zum Schein das Volk gegen den neuen Herrscher aufwiegeln. Die, diie wirklich zu ihm hielten, würden ihm nicht abtrünnig »erden; die anderen würden sich verführen lassen. Das geschah, und nun stellte sich heraus, wer aus blosser Furcht und wer aus Liebe dem König anfangs gehorchte. Als der Aufruhr unterdrückt war, erschien der König vor dem Volke und sprach: „Es hätte sich wohl geziemt, die Trotzigen schwer zu bestrafen allein ich will ihnen nicht nach ihrem Tun vergelten. Die, die in ihren. Pflichten treu ausgehalten haben, sollen für immer meine Ratmannen bleiben, ihr anderen aber sollt dieser Ratmannen Diener sein.” Da riefen alle wie ein Mann: „Du hast uns das Leben geschenkt! Mögen wir Gnade vor deinen Augen finden; wir wollen Knechte deiner Knechte sein!” Der kranke König Es war einmal ein grosser König, den das Bewusstsein seiner Würde stolz und übermütig machte. Als er aber krank und siech wurde, liess er einen Weisen befragen, was er tun solle. Dieser gab den Rat, das Heer und die Rüstungen zu verkleinern. Das tat der Fürst, allein, es half nicht. Da fragte er abermals den Weisen um ein Mittel, und dieser legte ihm nahe, die könglichen Gewänder abzulegen. Der König befolgte auch diese Weisung, aber sie fruchtete nicht. Nun bat der Herrscher den Weisen selbst zu kommen und dieser erschien vor ihm. Der Fürst und der Weise spazierten zusammen durch Gärten und grüne Plätze; sie hörten den Gesang der Vögel und erfreuten, sich an dem Duft der Blumen und dem Rauschen der Bäche. Die Palmbäume Stander, hoch, Honigduft kam aus den Wäldern, der Weinstock sprosste, die Granatbäume blühten. Von da gingen der König und der Weise weiter und kamen zu dem Teil der Stadt, wo die Abwässer flössen und der Unrat weggeworfen wurde. Der Weise blieb stumm und staunend stehen, und der König fragte ihn verdrossen: „Was soll dein Nachdenken an diesem Orte bedeuten?" Der Wteise erwiderte; „Mein Herr und König, ich stellte einst an die Pflanzen eine Frage und erhielt eine treffliche Antwort. Ich fragte: Ihr herrlichen Pflanzen, wie kommt es, dass ihr, die ihr so wohl riecht, zu Unrat werdet, nachdem ihr genossen worden seid? Da sprachen die Pflanzen: Du bist es. der unseren Duft in das Gegenteil verwandelt durch die Säfte deines Leibes.” Ob dieser Antwort schlug der König die Hände zusammen. Er sagte sich, dass er wohl selbst an seinem Leiden schuld sei. Er zog die Lehre aus der Geschichte und genas vor seiner Krankheit. Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Anteilnahme beim Hinscheiden unseres 1b. Mannes, Vaters und Opas, Herrn LUIS NUSSBAUM sagen wir alten Freunden und Bekannten, insbesondere der Chevra von Bet Israel, herzlichen Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: ROSA NÜSSBAUM geb SACKI Jurament-o 2961, Dto. 9 LUACH (Kalender) Freitag, den 9. September 17 gpj Sonnabend, den 10. September 18 Elul Schabbat KI TAWO — Haft.: Yeschayahu LX 1—22 Sonntag, den 11. September 19 Elul Montag, den 12. September 20. Elul Dienstag, den 13. September 21. Elul Mittwoch, den 14. September 22. Elul Donnerstag, den 15. September 23. Elul Freitag, den 16. September 24. Elui Sonnabend, den 17. September 25. Elul Schabbat NLZAWIM — WAYELECH Haftara: Yeschayahu LXI 10 — I.XTIT 9 Sonntag, den 18. September 26. Elul 1, Slichottag Montag, den 19. September 27 Elul 2. Slichottag K|S% COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48-3695, 48-5683 DER KKL AN DER JAHRESWENDE Das zuendegehende jüdische Jahr hatte auch dem Keren Kajemeth Lejisrael grosse Aufgaben zugewiesen, die er unter Einsetzung aller Kräfte bewältigte: neue Böden. konnten urbar gemacht, die Pflanzung vieler neuer Wälder in Angriff genommen und die verschiedensten Methoden intensiver Arbeitsleistungen ausgeprobt werden. Die praktische Durchführung des Vertrages zwischen der Regierung Israels und dem KKL vollzog und vollzieht sich gemäss den vorgesehenen Plänen. Weiterhin wird dieser eine autonome Einrichtung der Zionistischen Weltorganisation bleiben und wie bisher seine Tätigkeit auf dem Gebiet der Information, der Erziehung und im Sammeln von Geldern in Israel und in der Diaspora ausüben, um so seine Arbeit für die Erschliessung der Böden Israels zu finanzieren. Der Möglichkeiten, auch Verabschiedung eines Diplomaten Montevideo. — Botschafter Isaac Arcavi veranstaltete eine Abschiedsfeier für den Presseattache Nessim Isaac, der mit seiner Familie nach Israel reist. Hohe Regierungsbeamte und Diplomaten, sowie Persönliche keiten aus Kultur- und Pressekreisen wohnten der Veranstaltung bei und gaben ihrer Wertschätzung für den Ehrengast Ausdruck. Der Nachfolger Isaacs ist Prof. Nelson Pilosof. (ITA) Jüdischer Abreisskalender Die Jüdischen Altersheime und Waisenhäuser in Burza- I co haben bereits auch in diesem. Jahr ihren traditionellen Abreisskalender herausgegeben, der die jüdischen Daten neben den weltlichen mit allen jüdischen Feiertagen, Anfangszeiten der Freitagaben de sowie Abschnitte der Thoravorlesungen etc. enthält. Der Kalender ist sehr übersichtlich und gut gedruckt und sollte in keinem jüdischen Haus fehlen. Die jüdischen Waisenhäuser und Altersheime in Burzaco besitzen ein grosses Gut, auf dem auch eine Synagoge und Schute für die Kinder der Juden in der Umgebung neben Verwaltungsgebäuden vorhanden sind. Die Leitung der Institute bittet alle Interessenten, diesen Ratender in ihrem Büro, Viamorue 2341 (nachmittags) zu kaufen und dadurch zu der Erhaltung dieses grossar lügen riesigen Unternehmens, 'das eine Kleine S,adt für sich darstellt, beizusteuern. Dieser einzige jüdische Abrei&s- ¡kalender ist auch in den jü- [ disehen Buchhandlungen erhältlich. Die deutsch-jüdischen In-; stitutionen werden gebeten, den Jüdischen Abreisskalender für ihre Büros zu kaufen. heute noch die Tätigkeit des Keren Kajemet bei uns zu erweitern, gibt es viele: man braucht nur an Juden zu denken, aktive und interessierte Mitglieder von Gemeinden und Organisationen, ja selbst zionistischen, die noch in unseren Tagen keinen Platz für die Aufstellung einer Blauen Büchse in ihrem geräumigen Heim wussten und deshalb dieses wichtige und ansprechende Sammelinstrument ablehriten. Auch heute noch feiern Juden festliche Anlässe, ohne sich der Verpflichtung gegenüber dem KKL zu erinnern. Wenn Rosch haschana ein Tag der Besinnung, des Sich . Erinnerns sein soll, dann gehört auch dieses Gedenken an die segensreiche, aus dem Staat Israel nicht wegzudenkende Arbeit des KKL dazu. Hier geht die nationale Mahnung ganz harmonisch und innig zusammen mit der religiös-moralischen. Der Keren Kajemeth, der in sein 60. Lebensjahr eintritt, kann und wird das jüdische Leben in Israel und bei uni auch in Zukunft segensreich beeinflussen. Nichtjüdische Besucher Israels im vergangenen Jahre waren des Lobes voll über das yom KKL Geschaffene; sie werden es kaum verstehen, woll. (e man ihnen sagen, dass es Juden gibt, die sich von den verschiedenen Aufgaben des Keren Kajemeth fernhalten, und man kann nur wünschen, dass das Neue Jahr hierin Wandel schafft. Tischri-Aktion des KKL Wie alle Jahre führt der KKL auch diesmal vor Rosch Haschanah die Tisch. ri-Aktion durch; wie immer, haben es die Jugendgruppen der einzelnen Organisationen. angeschlossen an die CENTRA (JNDA), übernommen, diese grosse und wichtige Aufgabe, die sie im vorigen Jahr glänzend bewältigt haben, zu erfüllen. An den folgenden drei Sonntagen, am 11., 18. und 25. September, wird unsere Jugend in jedem jüdischen Haus erscheinen, um den Gruss und den Glückwunsch des Keren Kayemeth Leisrael für das Jahr 5721 zu überbringen; wir bitten alle unsere Freunde, ihnen entge. genzukommen: und sie würdig zu empfangen, um ihnen so ihre Aufgabe zu erleichtern. Aus unserer Arbeit Anlässlich der Briih Milah des Sohnes de« Ehepaares Federico und Sariia Wohlgemuth, geb. Koraktevich, ergab die Sammlung für den KKL die Summe von 1.821 Pesos: das Kind, Gerardo, wird in das „Sefer Hajeled” eingetragen, und ausserdem werden Bäume auf den Namen der Elfern gepflanzt. Bei der Hochzeilsleier von Herrn Max Ungar und Frl. Eva Kahan wurde durch die Mitarbeit tev Herren Hess und Jacob die Summe von $ 1.300,— für den KKI. gesammelt: auf den Namen des neuvei mahlten Puy res werden Bäume ln Israel gepflanzt. Frau Johanna Oppenheimer spendete anlässlich ihres 80. Geburtstages die Summe von % 500.— zu Gunsten des KKL; auf den Namen der Jubilarin werden Bäume gepflanzt. Wir danken allen unseren Spendern und Mitarbeitern. Unser Telegrammd ienst Telegramme und Baumspenden bei jeder Gelegen, heit, bitten wir, unter folgenden Telefon . Nummern aufzugeben: 70-9:31 40-8442 73-491« «8-7004 04-29«« 54-3200 78-139« CFiambrerfa Coghlaa) 48-3695 Sekretariat 40-90» DB BftUECKS XW1SCHSH «NS UND ISRAEL IST DIE BLATTE BÜCHSE DBS KKL CMUNI HIH (IIISIIEL Ein befriedigendes Gefühl FIER JEDEN JUDEN ZU DEN HOHEN FEIERTAGEN! seine Beitragspflicht für die ( EINHEITSKAMPAG : erfüllt zu haben. AnnahmesteHen: CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL, COMITE CENTROEUROPEO 2 Sarmiento 2376, 3? — T. E. 47-3820 § lind sämtliche Sekretariate der ange- | schlossenen Organisationen und 2 Gemeinden 2 %