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Jüdische Wochenschau · 1960-09-02 · 1809 (2.9.1960) · p. Seite 7

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1809 (2.9.1960)
Date
1960-09-02
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Viernes, 2 de Septiembre de I960 L X IsraiTlTtT Año XXI. No. 1609 COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48-3695, 48.5683 ELATH-WALD IM Setzlinge wurden kürzlich in einer Feierlichkeit in Matta, im judäischen Bergland ausgepflanzt, als Beginn für einen Wald von 30.000 Bäumen zu Ehren von Eliahu und Sehava Elath, in Anerkennung ihrer Dienste für die Schaffung bester Beziehungen zwichen England und Israel. Die Gelder für den Wald wurden von der englischen Judenheit bei Abschluss von Herrn Elaths neunjähriger Dienstzeit als Botschafter in Grossbritannien aufgebracht. Matta, wo der Wald gepflanzt wird, befindet sich im Adullam-Gebiet an der, ADULLAMGEBIET nach Netiv Halamed-Heh führenden Strasse. Zu den Teilnehmern an der Feier zählten der britische Botschafter, Herr Patrick Hancock, und Herr Michael Sacher, Schatzmeister des KKL in Grossbritannien und Irland. Die Leitung lag in Händen von Herrn Jaacov Tsur, dem neuen Vorsitzenden des KKL-Direktoriums. Unter den zahlreichen alten Freunden der Familie Elath, die erschienen waren, eigenhändig Bäume zu pflanzen, befanden sich der Polizeiminister, Herr Bechor Schitrit, und der Bürgermeister Jerusalems, Herr Isch-Schalom. Aus unserer Arbeit Anlässlich der Hochzeitsfeier ron Herrn Gerald Friederwilzer und Frl. Vera Eisenberg wurde durch die Mitarbeit von Herrn Varyfür den KKL — Centroeuropeo die Summe von 5.000.— Pesos gesammelt, die Eltern der Braut. Herr José und Frau Ida Eisenberg, werden in das „Goldene Buch” eingetragen. Ueberwältigt von der Tatsache, dass . der Obersturmbannführer Adolf Eichmann seinem gerechten Urteil entgegensieht, überweist Herr Kurse für Kongolesen Jerusalem. — In Israel werden Sonderkurse eingerichtet, um kulturelle und technische Führer für die Kongo-Republik, das ehemalige Französisch-Kongo, auszubilden, .wie in einem gemeinsamen Communiqué der Präsidenten Ben Zwi und Fulbert Loulou angekündigt wurde. Präsident Youlou hat inzwischen seinen einwüchigen Aufenthalt in Israel beendet, wo er der Internationalen Konferenz in Rechowot beiwohnte. (ITA) Ferdinand Levi dem KKL zwecks Anpflanzung von Bäumen im Negew zum Andenken auf die Namen einiger seiner Mithäftlinge im KZ - Lager Theresienstadt, welche teils von Hunger und Elend, teils durch Weitertransport in den Gaskammern umkamen, die Summe von $ 5.000.—: Clementine Kraemer, Jette Rosenfeld, Paula und Alice Fuerth, August und Sophie Meyer, Adolf Fechenbach, Paul Gutenstein und Vater, Isaac Strauss, Willi und Flora Speier, Jakob Edelstein s. A. — Heilig sei ihr Andenken! Ein Spender aus Mar del Plaia, der anonym zu bleiben wünscht, überbrachte uns den Betrag von 2.000.— Pesos zur Pflanzung von Bäumen zum Andenken an seine Eltern, sowie der Eltern seiner Gattin. Herr Gustav Tobias spendete anlässlich der Feier seines 80. Geburtstages die Summe von $ 2.000.— auf den Namen des Jubilars werden Bäume in Israel gepflanzt. Harr Werner Laser spendete anlässlich der Feier des 75. Geburtstages seines Vaters, Herrn Moritz Laser, den Betrag von $ 500.— auf seinen Namen werden Bäume gepflanzt. Anlässlich der Vermählung von Herrn Jose Komlos und Frl. Vera Grace Neumann, ergab die Sammlung zu Gunsten des KKL die Unsere innigstgeliebte und unvergessliche Mutter, Schwiegermutter und Oma, Frau MINA INNERN . LOEWENTHAL geb. Fink (früher Duisburg/Rhein) hat uns im Alter von ß&K's Jahren für immer verlassen. In tiefer Trauer ERICO LOEWENTHAL und Frau TAEUBEL geh. GANDELSMANN und EDI Morón, FCNDFS, Boquerón 570. Die Beisetzung hat bereits in Tablada stattgefunden. LU ACH (Kalender) Freitag, den 2. September Sonnabend, den 3 September Schabbat KI TEZE — Haft.: Sonntag, den 4. September Montag, de 5. September Dienstag, den 6 September Mittwoch, den 7. September Donnerstag, den 8. September Freitag, den 9. September Sonnabend, den 10. September Schabbat KI TAWO — Haft. Sonntag, den 11. September Montag, den 12. September Dienstag, den 13. September 10. Elui 11. Elui Yescnavauu LIV 1—10 12. Elui 13 Elui 14. Elui 15. Elui 16. Elui 17. Elui 18. Elui : Yeschayaliu LX 1—22 19. Elui 20. Elui 21. Eiul Midraschim zum Woclieiiabschnitt Kiteze j VOX JUDEN XUS BERL 5. B. M. XXI. 10 — XXV. 19 Herren und Knechte „Unterdrücke nicht den armen, mittellosen Tagelöhner, sei er von deinen Brüdern oder sei er ein Fremder. Am gleichen Tag gib ihm seinen Lohn und du sollst ihn ihm auch nicht eine einzige Nacht vorenthalten, denn er ist arm und sein Verlangen ist nach ihm.” — Für was klettert einer auf ein Gerüst, schwingt sich hoch auf einen Baum, bringt sich in Lebensgefahr, wenn nicht um seines Lohnes willen! ★ Wozu heisst es: „Unterdrücke, nicht den Tagelöhner”? Es heisst doch schon zuvor (im 3. B. M.l: „Unterdrücke nicht deinen Nächsten und raube nicht!” Dort heisst es von jedem Nächsten; hier aber, beim Tagelöhner, ist es fünffache Siujde, denn fünf Verbote übertrittst du bei unrechtmässigem Verhalten dem Tagelöhner gegenüber: 1.) Unterdrücke nicht, 2.) Raube nicht 3.) Behalte ihm den Lohn auch nicht eine einzige Nacht vor, 4.) Am gleichen Tage gib ihm seinen Lohn, 5.) Lass nicht darüber die Sonne untergehen. ★ „Am gleichen Tage gib ihm seinen Lohn, denn sein Verlangen ist nach ihm.” Ein Gleichnis: Einst ging ein Mann auf seinem Wege und der Esel hinterdrein. Er kaufte ein kleines Büschel Hafer und legte es auf seine Schultern. Der Esel ging immer hinterdrein und hoffte, endlich, im Hause werde er zu fressen bekommen. Als sie nach Hause kamen, hängte der Mann die Garbe so hoch über des Esels Kopf, dass dieser nicht heran konnte. Diesen Mann schalt man einen Bösewicht: Den ganzen Weg folgte dir der Esel um der Garbe willen; du hast sie ihm nicht gegeben, aber du hast sie ihm gezeigt! So ist es mit dem Tagelöhner, der sich den ganzen Tag plackt und den ganzen Tag auf seinen Lohn hofft. Dann soll er leer ausgehen? Und du tust so! ★ Ein reicher Kaufmann befand sich auf Reisen, von seinem Sklaven begleitet. Sein Sohn sass in Jeruschalayim und studierte Tora. Des Vaters Sterbestunde kam. Er dachte in seinem Herzen, wie könne er seinen Sohn in den Besitz des Erbes bringen, dass der Sklave es nicht veruntreue. Was tat er? Er befahl dem_ Sklaven, einen Schreiber zu holen, seinen letzten "Willen 'aufzuzeichnen: „Schreibe mein Testament! Einen einzigen Gegestand aus all meinem Besitz wähle sich mein Sohns alles übrige gehöre meinem Sklaven.” Der Sohn erhielt die Nachricht vom Tode seines Vaters und sass zur Erde nieder. Als die sieben Trauer-Tage um waren, empfing er aus der Hand des Sklaven das Testament und verstand die Absicht des Vaters. Er wählte nur eines: den Sklaven — und mit ihm den ganzen Reichtum, den dieser sich anzueignen gefreut hatte. Summe von $ 1.050.— auf den Namen der Jungvermählten werden Bäume gepflanzt. Bei der Familienfeier des Ehepaares Ernesto und Clara Blumenlhal, die unsere langjährigen Freunde und treuen Mitarbeiter sind, wurde für den KKL der Betrag von $ 1.100.— gesammelt; auf den Namen des Ehepaares werden Bäume gepflanzt. BESTE BUECHSEN IM MONAT AUGUSTt H. Arnolds, Siegfried Bender, Jnrique Brieger, Enrique Fuchs, Ludwig Grützner, Frau Hahn-Cohen, Kurt und Juan Heumann, Frau Jenny Hitzig, Rafael Hönisch, Arno Horenczyk, Frau Ana Jacobson, Walter Juda, Bertoldo Kahn, Gustav Leers, Martin Lichtenstein, Ricardo Lichtenstein, Carlos Mansbach, Aribert Offenberg, Juan Oppenheimer, Oton Platzer, Federico Reich, Familie Rudich, Frau Grete Schmer, Isfried Schuster, Brundo Sternbach SRL„ Salo Sternberg, Dr. Hardi Swarsensky, Curt Tannhäuser. Wir danken allen unseren Spendern und Mitarbeitern. Unser Telegrammdienst Telegramme und Baumspenden bei jeder Gelegenheit, bitten wir, unter folgenden Telefon _ Nummern aufzugeben: 70-9.11 40-8442 73-4916 68-7004 64-2966 54-3209 76-1396 (Fiambreria Coghlaa) 48-3695 Sekretariat 48-5683 NACHRICHTEN AUS ISRAEL ZUECHTUNG VON GLADIOLEN Das Wirts'Jhaftsministerium hat kürzlich den Plan genehmigt, Gladiolen auf dem Lehrgut “Neot Kikar” zu züchten. Man beabsichtigt, Gladiolen auf einer Fläche von 5 Dunam anzubauen, was eine Investition von etwa 12.000 IL benötigt. Der Vorteil der Züchtung von Gladiolen im Gebiet des Toten Meeres liegt darin, dass s:e dort noch vor Weihnachten in Blüte stehen. Der Versuch, Gladiolen zum Export im Negew- und Arawgebiet zu züchten, beruht auf der Erfahrung, die man in den letzten 4 Jahren in Jotwata gesammelt hat. ZUCKERBEDARF Zusammen mit der Vergrösserung der diesjährigen Kapazität der beiden Zuk. kerfabriken wurde auch die Saatfläche für Zuckerrüben gegenüber dem letzten Jahre erweitert. Die dritte Zukkerfabrik, deren Bau schon bis zum Herbst dieses Jahres beendet werden soll, wird eine zusätzliche Erweiterung der Saatfläche bis zu 50.000 Dunam ermöglichen. Der diesjährige Ertrag beider Zuckerfabriken deckt 40 % des Zuckerbedarfs Israels, und nach der Fertigstellung der dritten Fabrik wird 50 % des Verbrauches sichergestellt sein. TAFELTRAUöEN Der Ertrag an Tafeltrauben beläuft sich dieses Jahr auf 35.000 Tonnen, wovon 25.000 Tonnen in Israel selbst vermarktet wurden, gegenüber 18.000 Tonnen des letzten Jahres, was eitle Erhöhung von *40 % bedeutet. Die die berliner Landesgeschichte repräsentierende „Berliner Historische Kommission” bei dem Friedrich Meinecke-Institut der Freien Universität (Sitz: Berlin- Dahlem; Vorsitzender: Professor Dr. Hans Herzfeld), die die Serie ihrer Veröffentlichungen mit einer Arbeit über die Geschichte der berliner Kommunalwirtschaft begann, plant nunmehr u. a. eine Untersuchung zur Geschichte der berliner Juden. Dabei handelt es sich zunächst um Auszüge aus den Judenbürgerbüchern der Stadt Berlin (1809/50), die einen wichtigen Beitrag zur Bevölkerungs-, Wirtschafts. und Sozialgeschichte der Stadt darstellen. Verfasser dieser Arbeit ist Dr. Jacob Jacobson (Worcester, England; früher Berlin). Das zweite Vorhaben, dass die „Berliner Historische Kommission“ in diesem Zusammenhang hat, ist die Publikation einer anderen, mehr familien geschichtlich bedeutsamen Abhandlung von Dr. Jacobson, die den Titel „Jüdische Trauungen in Berlin 1759 bis 1813 — alte jüdische Familien Berlins und ihre Vorfahren“ trägt. Als Nachfolgerin der ehemaligen „Historischen Kommission für die Provinz Brandenburg und die Reichshauptstadt‘: wurde die neue Kommission vor etwa zwei Jahren gegründet. Sie besteht aus 23 ordentlichen und sechs ausserordentlichen Mitgliedern und wird aus Mitteln des Bundes, des Senats und der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert. Dr. Jacobson, 1888 in Schrimm (Posen) geboren war von 1920 an der Direktor des „Gesamtarchivs der deutschen Juden“ in Berlin. Als er 1939 nach England auszuwandern beabsichtigte, verhinderte die Gestapo die Ausstellung des Reisepasses. Jacobson, die Seele des für Auskünfte der verschiedensten Art wichtig gewordenen „Gesamtarchivs“, war staatspolitisch zu „wertvoll“ für das nationalsozialistische Regime, namentlich für die „Arier-Nachweis . Forschungen“ des Reichssippenamts. So wurde er praktisch schon vor Kriegsausbruch der Gefangene der Behörden, ein unsichtbarer Zwangsarbei. ter. Das Reichssippenamt war an den Materialien des „Gesamtarchivs“, in dem seit 1905 jüdisch-historische Dokumente, Familienpap.ere und Namenslislen, Gerne n- *de- und Verbandsakten, Memor- und Protokollbücher, Zivilstandsrcght.-r, Thorawimpel, u.a.m. sorgfältig gesammelt waren, ausserordentlich interessiert. Im Mai 1943 wurde die 23 Jahre lang von Dr. Jacobson ausgebaute Sammlung vollständig vom Reichssippenamt „übernommen“, und der Direktor, ein Beschädigter des ersten Weltkrieges, nach Theresienstadt deportiert. 1945 gehörte er zu den wenigen Ueberlebenden dieses Konzentrationslagers. Jacobsons Fach- und Interessengebiet umfasst — ausser Berlin — die Geschichte der Juden vor allem in Posén, Brandenburg und Hessen. Oftmals hat er in der jüdischen Presse die Ergebnisse seiner vielgestaltigen, soliden Arbeit niedergelegt. Er war auch Mitarbeiter des fünfbändigen „Jüdischen Lexikons”. Heute ist er Vorstandsmitglied des „Leb Baeck Institute of Jews from Germany”. E. G. L. Zucker aus Kuba für VAR London. — Die Vereinigte Arabische Republik hat vor kurzem angekündigt, 53.090 Tonnen Zucker aus Kuba zu importieren. Politische Beobachter betrachten diese Entscheidung als einen Beweis für eine wachsende kubanisch . arabische Zusammenarbeit. (AWZ) ]!"*"*"*? I CAMPAÑA 1 UNIDA PRO ISRAEL AUGUST der MOBILISIERUNGSMONAT der EINHEITSKAMPAGNE dem Angedenken von THEODOR HERZL gewidmet v Erfüllet Eure PFLICHT! und GEBT MEHR Annahmestellen: CAMP ANA UNIDA PRO ISRAEL COMITÉ CENTROEUROPEO und sämtliche Sekretariate der ah. > geschlossenen Organisationen und ' Gemeinden

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